man müsste einen scheuch erfinden

so sehr mir der herr scheuch und seinesgleichen im magen liegen, so schwer, dass ich dafür sogar meine pause unterbrechen muss, muss man doch folgendes festhalten: in jeder demokratie, in jedem staat, der etwas auf sich hält, in jeder gemeinschaft, die liberal, tolerant, humanistisch, sozial aufgebaut ist, müsste man eine person wie scheuch (oder wen auch immer aus dessen dunstkreis) erfinden, wenn es ihn nicht gäbe.

jedes system braucht parameter, vergleichswerte, um bestimmen zu können, wo man steht, wo man hingeht, und wo man sich in die scheisse setzt.

scheuch ist die antithese zum aufgeschlossenen menschen, der sein umfeld und seine mitmenschen zumindest zu verstehen, zu respektieren, zu akzeptieren versucht, auch wenn man sich damit oft schwer tut. hätten wir diese antithese nicht, wer weiß, vielleicht gäbe es noch viel mehr scheuchs.

oder verhält es sich in wahrheit umgekehrt? sind die thesen in der minderheit? ich geh wieder auf pause…