Das WC-Dilemma

Im Leben eines Mannes kommt es des Öfteren vor, dass er das stille Örtchen aufsuchen muss. Das mag bei Frauen auch vorkommen, mit Sicherheit weiß ich es nicht, bei Frauen kenne ich mich nicht aus, und womit ich mich nicht auskenne, darüber schreibe ich nicht. (An dieser Stelle erwarte ich mir einen Einstiegsapplaus, ein Statement von dieser Klarheit liest man nämlich selten)

Jedenfalls passiert es auch mir hin und wieder, dass ich der Biologie gehorchen muss, meist an Orten, die sich außerhalb meiner eigenen vier Wände befinden, zum Beispiel im Büro. Eher öfter als genehm ist die Toilette oder das Pissoir nicht unbedingt in einem Zustand, als dass man es gerne als Teller für ein Mittagessen verwenden möchte. Ohne in Details gehen zu wollen, sind viele Männer doch ziemliche Ferkeln.

Das Dilemma, das sich mir nun aufzeigt, ist folgendes: Verrichte ich mein Geschäft in einer Art, dass ich selbst für keine neue Verunreinigung sorge, und verlasse daraufhin die Toilette, glaubt die Person nach mir, die womöglich noch dazu sieht, wie ich den Ort des Verbrechens verlasse, dass ich der Schmutzfink wäre, der das WC in einer derart unguten Zustand hinterlassen hat.

Lege ich wiederum Hand an und sorge dafür, dass das WC in so einem Zustand ist, in dem ich es auch weitergeben möchte, kümmere ich mich mehr als um meinen eigenen Scheiss.

Dieses Dilemma stellt sich mir vor allem auch dann, wenn ich nicht auf Tuchfühlung mit der Klobrille gehen muss, auf der aber womöglich auch etwas drauf ist, das dort nicht hingehört, Stichwort Haarausfall.

Was tun?

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