Bildungspolitik á la Heinisch-Hosek / SPÖ

Vor kurzem habe ich bereits meinen Unmut über Bildungsministerin Heinisch-Hosek ventiliert.

Zuerst hat sie Sparmaßnahmen verordnet, weil sonst angeblich kein Schulbetrieb mehr möglich wäre, dann zurückgerudert, weil die Maßnahmen mit niemandem abgesprochen waren, jetzt hat sie eine neue Idee: Das Geld, das eingespart werden muss, holt sie sich einfach bei den Ganztagsschulen, so einfach geht das.

Dass die SPÖ in den letzten Jahren genau dieses Modell vorangetrieben hat, einerseits, um es Familien und vor allem Frauen zu ermöglichen, einem Beruf nachzugehen, von dem man Familien ernähren kann, andererseits, weil sehr viele Studien zeigen, dass Ganztagesschulen dazu führen, das Bildungsniveau zu heben, und zwar unabhängig von der sozialen Schicht, aus der Kinder stammen, alles egal.

Die ÖVP lacht sich ins Fäustchen, weil sich der Koalitionspartner weiter abmontiert, und weil sich ohne Ganztagesschulen auch das traditionelle Familienmodell noch leichter aufrecht erhalten lassen kann, in dem wir alle wissen, wer zu arbeiten und wer auf die Kinder zu schauen hat (dass Letzteres natürlich auch schwere Arbeit ist, das sagen nur Rabenmütter).

Wenn sich in diesem Bereich nicht bald etwas sehr, sehr deutlich ändert, wird die Zukunft des Bildungsbereichs ganz sicher interessant. Die aktuell damit Betrauten sind allerdings leider zu überfordert, um zu sehen, wie groß der Schaden ist, den sie anrichten.

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