Offener Brief an den Nationalrat, die Regierung und an eh alle, mal wieder

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Vater- und MutterlandretterInnen!

Vielen Dank für Ihr notwendiges, wichtiges und richtiges Gesetz, der Paranoia von einigen wenigen Ausdruck zu verleihen und ab 1. Oktober das Verschleiern von großen Teilen des eigenen Gesichts zu verbieten. Ich hätte allerdings ein paar Detailfragen:

Wenn ich mit meinem Mountainbike in der U-Bahn Richtung Hütteldorf fahre, was ja zu bestimmten Zeiten, an die ich mich selbstverständlich halte, erlaubt ist, um auf legalen Mountainbikestrecken ein wenig dem Ausdauersport zu frönen, wann ist der richtige Zeitpunkt, meinen Full-Face-Helm aufzusetzen, der meine Birne schützt? Darf ich ihn bereits bei der Abfahrt von zu Hause tragen oder in der U-Bahn oder muss ich warten, bis ich in der Wildnis bin, wo mich auch niemand schreien hört?

Ich bin ein lustiger Geselle und ab und zu für Späße zu haben, außerdem Vollbartträger. Wenn ich immer Sommer bei einem Event, zum Beispiel einem Public-Viewing des Halbfinales der Damen-Fussball-EM, eine übergroße Sonnenbrille geschenkt bekomme, die große Teile meines Gesichts, das von meinem Bart noch nicht verdeckt ist, abdeckt, muss ich damit rechnen, für mein nächstes Bier eher 150€ zu zahlen als 4€ oder ist das erlaubt?

Der Grund, wieso ich Vollbart trage, ist die erschreckende Abwesenheit eines Kinns bzw. jeglicher anderer normaler Gesichtszüge, mit glatter Haut im Gesicht ist mein Gesicht nahezu zu 100% austauschbar. Wenn ich jetzt an meinem Barthaar etwas ändere, muss ich jedes mal einen neuen Reisepass ausstellen lassen, der mein jeweils aktuelles Antlitz zeitnah und korrekt darstellt oder kann man das irgendwie mittels Technologie lösen, zum Beispiel mit einem bald verfügbaren iPhone X und seiner Gesichtserkennung (die soll ja angeblich sogar erkennen können, ob ich gerade traurig oder schwul bin)?

Die sehen, das neue Gesetz weckt in mir noch gewisse Unsicherheiten und es ist doch sicherlich in Ihrem aller Bestreten, Sicherheit und nicht Unsicherheit zu schaffen, ich bin mir sicher, dass ich mit meinen Fragen nicht allein dastehe und bitte Sie hiermit um Antworten, für mich und meine Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Dicke Grüße
Michael Knoll

Offener Brief an den Freiheitlichen Parlamentsclub

Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist schön, dass das Thema Bundesheer, Wehrpflicht und Landesverteidigung für den Freiheitlichen Parlamentsclub scheinbar auf der lockeren Seite des Themenspektrums sitzt, für eine nicht unerhebliche Anzahl an Österreicherinnen und Österreichern sieht die Lage allerdings ein wenig anders aus.

Ihre OTS-Aussendung von 9. Jänner 2013 legt den Schluss nahe, dass Sie weder bereit sind, sich ernsthaft mit diesem Thema auseinanderzusetzen noch in der Lage sind, Optionen und Informationen anzubieten, die den Bürgerinnen und Bürgern eine Hilfestellung beim Treffen ihrer Entscheidung wären.

Da ich allerdings weiß, wieviel eine OTS-Aussendung kostet, fordere ich Sie auf, darzulegen, womit Sie die Kosten für eine Aussendung rechtfertigen, die mit frei erfundenen „Sachverhalten“ ausschließlich die Provokation zum Ziel hat und ein durchaus ernstes Thema so behandelt, als würde es sich bei der ganzen Sache um einen Scherz handeln. Das haben sich nämlich weder die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes verdient, die für diese OTS-Aussendung aufkommen mussten, noch die Mitglieder des Bundesheeres oder des Zivildienstes.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kaczorowski

Es muss etwas geben

Es muss etwas geben, das gesagt werden kann. Irgendetwas, das man sagen kann, das ich sagen kann, oder jemand anderer. Es muss etwas da sein, das hinaus will, das sich hinstellen will, und sagen will: „Es ist ok! Es gibt keine Schuld. Es gibt keinen Schmerz. Es gibt keine Wut. Es gibt keinen Hass. Es ist ok!“

Es muss etwas geben, denn wenn es nichts gibt, wenn niemand sagt, was gesagt werden muss, wie soll man dann damit umgehen? Wie soll man miteinander umgehen, wenn man nicht sagt, was man sagen muss.

Es muss etwas geben. Was muss man sagen?

„Worte sind nicht genug. Worte können nichts reparieren. Hier gibt es nichts zu reparieren. Hier kann man nur akzeptieren, was ist, was war.“

Aber diese Wut, dieser Hass. Diese Verzweiflung, wo sollen die hin? Hinausschreien, aber was? Das Ventil hat sich versteckt, die Lösungen spielen vor der Tür „Mensch, ärgere dich nicht“, sie zeigen mir die lange Nase, und dass man die nicht fangen kann, das weiß ein jedes Kind, die Hände sind immer zu klein.

Auf der Zunge liegt ein „Geh scheissen!“, aber was soll das, das bringt doch gar nichts. Symptombekämpfung ist das, Linderung auf Zeit, und von der hat man wohl noch genug, auch wenn sie von manchen kleiner gemacht werden möchte, gestutzt werden möchte, nicht alle wollen Zeit haben, nicht alle blicken nach vorne, sondern nur zurück, und wollen nicht sehen, was vorne liegt, oder zumindest vorne gelegen ist.

Irgendwann einmal, da war die Aussicht besser, der Nebel zeigte sich höchstens in der Nacht, die Tage waren klar. In der Vergangenheit war die Zukunft einfach schön. Aber das ist wahrscheinlich gelogen.

Gestolpert ist man, wie betrunken, und betäubt vom Aufprall wird man weitergezogen, dass man da nicht gerne nach vorne blickt, das muss man sich nicht vorstellen. Doch es muss etwas geben.

Wenn Dinge nichts mehr wert sind, die eigentlich die Welt bedeuten, wenn gemeinsame Ideen dazu führen, dass man sich nicht mehr in die Augen schaut, wenn die gemeinsame Freude (hat gerade jemand Liebe gesagt?) hämisch grinst, in der Ecke kauert, gebrochen, aber nur im Körper, vor sich hinkichert und hustet „Ich habs dir doch gesagt!“, soll man alles wegwerfen, soll man alles vergessen?

Es muss etwas geben, etwas, das hilft, etwas, das versteht, etwas, das hilft zu verstehen. Wörter sind Waffen, Worte sind mehr als Macht, aber um Macht geht es nicht, es geht um das, was die Worte anrichten, wen sie ausrichten, was sie berichten, was sie vernichten. Man muss sie erklären, immer und immer wieder, kann nicht einfach sagen „Leck mich am Arsch!“, und wenn doch, dann muss mans erklären. Weil es muss etwas geben, auch wenn es deftig ist.

Es muss etwas geben. Es bleibt noch Zeit, es zu finden. Mir bleibt noch Zeit. Und hoffentlich verlässt mich nicht der Mut.

Danke, danke, danke!

Mein heutiger Dank gilt all jenen, die es durch ihre Politik ermöglicht haben, dass eine Person, die den Protest gegen den WKR-Ball mit der Reichskristallnacht und die Kritik an der politischen Ausrichtung mit der Verfolgung der Juden im Dritten Reich vergleicht, ernsthafte Chancen hat, Anführer der meistgewählten Partei Österreichs zu werden.

Mein heutiger Dank gilt auch jenen, die es wieder nicht schaffen werden, sich nach Alternativen umzuschauen, sich zu informieren, sich Gedanken darüber zu machen, wieso das, was die FPÖ anbietet, nicht besonders klug ist und nur eine weitere Eskalationsstufe darstellt, einen weiteren Schritt in Richtung Zerstörung einer demokratischen Kultur und eines sozialen Miteinanders.

Dieser Mann bringt keine Lösungen, sondern nur Probleme. Wer das nicht versteht, tut mir leid…

Herr Graf, zeigen Sie an!

Gar nicht geehrter Herr Graf!

Bitte, lassen Sie Ihrer Ankündigung taten folgen und zeigen Sie alle Personen an, die am 27.01.2012 gegen den WRK-Ball demonstriert haben. Aber machen Sie dort nicht Halt, zeigen Sie auch all jene an, die in Zeitungen, Blogs, Fernsehen und sonstigen Plattformen verkündet haben, dass es nicht besonders fein ist, dass der WKR-Ball in der Hofburg stattfindet und damit den Anschein erweckt, als wäre er ein von der Republik Österreich offiziell veranstalteter. Dass es nicht besonders fein ist, dass der Ball am Gedenktag der Befreiung von Auschwitz stattfindet.

Zeigen Sie bitte jede einzelne Person an, machen Sie sich die Mühe, um damit ein paar Dinge klarzustellen.

Erstens: Sie und Ihre Gesinnungsgenossen haben nicht begriffen, was das Recht auf Demonstrationen für eine Demokratie bedeutet, eine Demokratie, die Ihnen ja angeblich so sehr am Herzen liegt, dass Sie dafür kämpfen werden (bewaffnet sind Sie ja zumindest mit Säbeln…), den WRK-Ball weiterhin an bekannter Stelle stattfinden zu lassen, weil wo kämen wir denn dahin, wenn sich die Rechtsextremen womöglich woanders treffen müssten, nur weil in diesem Land der Konsens herrscht, dass Rechtsextremismus pfui ist.

Zweitens: Sie hätten ja gern, dass alle Demonstrierenden den Polizeieinsatz finanzieren, den Sie angeblich notwendig gemacht haben. Freilich könnte man da meinen, Sie vertauschen Ursache und Wirkung, aber anders gefragt: Wieviel Geld würden Sie mit den Anzeigen verschwenden? Verwaltungskosten, Gerichtskosten, Zeit, um die Leute zu identifizieren, die gegen den WRK-Ball demonstriert haben, das würden ja sicherlich nicht Sie bezahlen.

Ich bitte Sie nochmal mit Nachdruck: Zeigen Sie an. Alle! Dann haben wir es wenigstens Schwarz auf Weiß, was den Tatbestand der Verhetzung erfüllt, und was nicht. Gerade für Ihre Partei könnte das freilich sehr interessant sein.

Ballsaison ist, ich brauche Orden!

Na bitte. Faymann hat einen, Spindelegger hat einen, Berlakovich hat einen, Heinisch-Hosek hat einen, Stöger hat einen, Hundstorfer hat einen, Mitterlehner hat einen, Ostermayer hat einen, und auch Strache hat einen. Jetzt haben wieder ein paar Leute wieder ein paar Gramm Gewicht mehr, das sie in der Ballsaison ausführen können, ist doch schön.

Bundespräsident Heinz Fischer redet irgendwas von verantwortungsvoller Aufgabe, nutzt die Gelegenheit, um zu zeigen, dass er noch nicht ganz weg ist und man ihn noch einsparen sollte, und eigentlich bleibt nur noch die Frage, ob man in Zukunft nicht empfindlich reagieren sollte, wenn einem ein Orden, also, pardon, ein Ehrenzeichen, in Gold, oder in Silber, mit Band oder mit Stern, oder wie auch immer, angeboten wird.

Natürlich wettert die FPÖ gegen die Vergabe, weil die haben sich ja gegenseitig vorschlagen, die von der Regierung. Und eigentlich ists auch ein Blödsinn, dass man fürs Herumsitzen einen Orden bekommt, aber der Heinz Christian freut sich trotzdem. Und regt sich dafür net so auf, dass er in Wahrheit noch bis 2016 warten müsste, auf den Orden.

„Es kann sich jeder leisten!“ – Peter Westenthaler

Am Wochenende fand wieder die beinahe wichtigste Veranstaltung des Jahres statt, der ORF widmete wieder gefühlte 64 Stunden Fernsehzeit dem Thema Kitzbühel, und es ist eigentlich auch gut so, eh ois super. Sonst wäre mir diese Wortspende entgangen, vom Möchtegernimmobilienmakler und Nationalratsabgeordneten Peter Westenthaler. Mal davon abgesehen, dass diese zwei Tätigkeiten sicher wunderbar miteinander vereinbar sind, lässt diese Statement tief blicken, ähnlich tief wie der Ausschnitt seines Hemds. Man könnte natürlich sagen: „Ah, eh kloa!“ Aber es gilt: Nicht abstumpfen, nicht weichkochen lassen, ärgern, ärgern, ärgern.

Und von mir aus seis gesagt: Ja, ich bin neidisch. Und zwar neidisch darauf, dass mir meine Mitmenschen nicht in so einem Ausmaß am Allerwertesten vorbeigehen, dass ich jegliche Perspektive von außerhalb meiner Nasenspitze nicht mehr wahrnehme. Das Leben muss unglaublich leicht sein.

Übrigens, das Menü vom Stanglwirt: Leistung muss sich wieder lohnen!

Bewerbung zum Büroleiter von Superalex

Sehr geehrte Damen und Herren!

Den Medien konnten wir entnehmen, dass eine Leiterin oder ein Leiter für das Büro von ORF-Intendant Alexander Wrabetz gesucht wird. Nun ist zwar bereits ein Kandidat im Gespräch, ungeachtet dessen bieten wir hiermit unsere Arbeitszeit für diese Aufgabe an.

Unsere Stärken werden Sie sicherlich überzeugen: Zusammen verfügen wir beide über jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Medien, Kunst, Kultur, Marketing, Online-Consulting, PR, Einzelfachhandel, Teaching, Coaching, Automatisierungstechniken, Robotik und Wurstspezialitäten. Die Möglichkeiten für eine Doppelführung des Büros sind weitreichend, als 2 voneinander unabhängige Personen wirken wir an zwei Orten gleichzeitig. So würden wir beispielsweise eine Pressekonferenz veranstalten und an ihr teilnehmen, die aus Social-Media bekannte bilaterale Kommunikation würde damit auf eine gänzlich neue, unserer Meinungen nach zukunftsweisende, Ebene gehoben. Zusätzlich kann sich beispielsweise einer von uns in der Betriebskantine aufhalten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erklären, was sie nicht verstehen (Coaching- und Team-Building-Maßnahmen), während der andere die Bürotätigkeiten (Inserateverwaltung, Beschwerden, politisches Ein- und Umfärben) koordiniert, dies alles würde auf Grund unserer engen teaminternen Koordination zeitnah und kompetent abgewickelt werden, unnötige Reibungsverluste durch konträr zur Unternehmungsführung stehende Meinungen wären somit ein weiteres Kapitel des erfolgreichen Geschichtsbuches des ORF. Stichwort Meinungen: Dadurch, dass 2 Personen mit der Büroleitung beauftragt wären, ergäbe sich die Möglichkeit, ein politisch entsprechend breit aufgestelltes StellvertreterInnenteam zusammenzustellen, um sämtlichen Vorwürfen diesbezüglich sofort den Wind aus den Segeln nehmen zu können.

Wir sparen dem ORF real kein Gehalt, dafür fordern wir auch nicht mehr als das, was Sie für eine Person zu zahlen bereit wären. Sie erhalten also 80 Stunden Arbeitszeit zum Preis von 40. Über die Höhe der Entlohnung müsste man sich allerdings auf Grund unserer Erfahrung und Kenntnisse noch unterhalten.

Zum Zwecke eines Gespräches bitten wir Sie, eines der folgenden Zeitfenster zu berücksichtigen, zu anderen Zeiten ist es uns aus privaten und beruflichen Gründen leider nicht möglich, einen Termin wahrzunehmen:

Freitag, 06.01.2011, 10:00 – 10:30 Uhr
Freitag, 13.01.2011, 13:33 – 14:13 Uhr
Mittwoch, 29.02.2011, 08:00 – 08:15 Uhr

In freudiger Erwartung auf ein Gespräch verbleiben wir mit freundlichen Grüßen und wünschen noch ein schönes Restjahr 2012

Michael und Michael

PS: Bedenken Sie bitte, wieviel Ressourcen Herr Intendant Wrabetz sich sparen könnte, indem er sich nur einen Namen für seinen Büroleiter merken muss.

Ein unvollständiger Jahresrückblick

Jetzt ist 2011 also fast schon vorbei. Werner Faymann ist immer noch Bundeskanzler, trotz Internet, Josef Pröll nicht mehr Vizekanzler, wegen Lungenembolie. Karl-Heinz Grasser ist immer noch zu schön, zu gut ausgebildet, aus zu gutem Hause, um wegen diverser Unschuldsvermutungen von der Justiz belästigt zu werden. Ernst Strasser ist kein EU-Parlamentarier mehr, sogar der ÖVP waren seine Ausritte ein bisschen zu viel des Schlechten. Die SPÖ tut mittlerweile nicht mal mehr so als ob es keine Postenschacher gäbe, egal wo, und für den Wissenschaftschaftsminister sind Wutbürger amüsant. Die NMS (ehemals Mittelschule Neu) wird weiter so umgebaut, dass man 2018/19 echt nur die Schilder auf den Hauptschulen ändern muss, das läuft dann unter Sparprogramm. Die ehemalige Innenministerin ist jetzt Finanzministerin, verhält sich allerdings im Wesentlichen genauso wie vorher und brilliert mit Sachverstand und Fremdsprachenkompetenz. Die FPÖ entdeckt die Liebe.

In Italien gibt es jetzt eine nichtgewählte Regierung, dafür gibt es einen Clown weniger, der diesmal womöglich wirklich zumindest offiziell weg ist. In Spanien gabs Proteste, jetzt gibt es dort eine konservative Regierung, in Norwegen beging ein Irrer einen Massenmord, was österreichische Politikerinnen und Politiker zum Anlass nahmen, um die Überwachungsmaßnahmen ein klein wenig auszuweiten. Europa wird von Merkel und Sarkozy regiert, obwohl das EU-Parlament gerade überlegt, ob es vielleicht nicht doch noch legistische Mittel gibt, um sich ab und an ins Regieren einzuschalten. Griechenland ist pfui und faul und undankbar, die Weltwirtschaft insgesamt im Kübel, aber Änderungen sind halt auch so teuer.

In Ägypten wurde eine Diktator, den die meisten in Europa nicht mal mitbekommen haben, durch eine Militärregierung ersetzt, die verspricht, eh bald Wahlen abzuhalten, in Lybien wurde ein anderer Clown ermordet und „sein“ Land befreit, Tunesien war den meisten irgendwie egal, genauso wie Syrien, obwohl da manche doch schon den Finger heben, dass es vielleicht nicht so leiwand ist, was dort so abgeht, aber es wurde eine Kommission hingeschickt, die feststellen soll, was Sache ist. Dass da ein Kriegsverbrecher dabei ist, das ist einfach nur schlechte Optik.

In Nordkorea gibt es auch einen Clown weniger, aber die Nachfolgeclowns stehen schon in den Startlöchern, man darf gespannt sein, ob Nordkorea oder der Iran den Wettlauf um die nächste Atomwaffe gewinnt. Stichwort Atomwaffe: In Japan hat sich ein Tsunami gemeinsam mit deinem Erdbeben redlich bemüht, ein paar Atomkraftwerke zu schließen, und im Nachhinein muss man froh sein, dass Japan davon betroffen war, und nicht so manch anderes Land.

Auf der Westbahnstrecke fahren jetzt zwei verschiedene Unternehmen, Österreich fährt nicht zur EURO 2012, in der Ukraine werden weiterhin keine Hunde verbrannt, dafür kriegen die Unis ihre Unimilliarde, sogar in neuer Währung. Unsere Kaufkraft ist angeblich wesentlich größer, als noch in den 1970ern, trotzdem kaufe ich mir, im Gegensatz zu meinen Eltern, keine Wohnung und kein Auto.

An dieser Stelle könnt ich euch nach euren Highlights fragen, da es aber wahrscheinlich ähnlich gut klappen würde, wie mit meiner Bitte um Kommentare zum Thema Integration, lass ich diesen Aufruf bleiben, freue mich auf 2012 und wünsche euch das Allerbeste, oder auch das Allerschlechteste, je nachdem, was ihr euch wünscht.