Die Wiener Linien auf Youtube

Die Wiener Linien erschließen weiteres Social Media – Territorium und wenden sich Youtube zu, fabelhaft. Nein, wirklich, das mein ich ernst: Das, was die Wiener Linien in den letzten Jahren in Sachen Webkommunikation weitergebracht haben, ist beachtlich, das muss gesagt werden. Man würde es sich von anderen öffentlichen Unternehmen wünschen, einen ähnlichen Weg zu gehen.

Jedenfalls hat man jetzt damit angefangen, häufig gestellte Fragen in Form von Video-Clips zu beantworten. Dabei werden tatsächlich auch so elementare Fragen behandelt wie „Wieso fährt die Bim immer vor der Nase davon?“, „Warum wird der Bus nicht automatisch abgesenkt?“ oder auch „Warum ist es manchmal zu kalt oder zu warm?“ (letztere Fragen bezieht sich auf das Innere von Öffis, nehme ich an…).

Und auch, wenn jetzt meine Antworten anders aussehen würden, als die der Wiener Linien, so ist es doch schön, dass man sich tatsächlich mit den Problemen der Kundinnen und Kunden auseinandersetzt. Bei so manchem Wiener Busfahrer ist das ja schließlich nicht der Fall.

Eine Frage brennt allerdings unter den Fingernägel, und zwar bei allen, die schon mal in der U-Bahn-Station Stephansplatz ein-, um- oder aussteigen mussten (also, grob über den Daumen, alle in Wien lebenden Menschen). Die Frage lautet: „Wieso stinkts dort so dermaßen?“ Die Wiener Linien haben dafür eine Antwort:

Die Antwort ist insofern großes Tennis, weil erstens der Gesichtsausdruck, mit dem sie gegeben wird, wohl an kaum einem anderen Ort der Welt mit diesem Inhalt verbunden werden kann. Weiters ist die simple, ehrliche, geradezu betörend klar formulierte Idee hinter der Antwort, nämlich das „War schon immer so, wird immer so bleiben“, so unglaublich schön umgesetzt, dass mir beinahe Tränen der Rührung gekommen sind.

Man weiß haargenau, was das Problem ist. Ändern wird sich aber nix.

Wer sich daran an manch andere Bereiche des öffentlichen Lebens erinnert fühlt, der ist ganz sicher ein Pessimist oder eine Pessimistin, ja, ja.

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