Drei ausgewählte Absurditäten

Es ist ja bald wieder Fasching, deswegen versuche ich folgende subjektiv ausgewählte Meldungen im Licht des Schabernacks zu sehen, der Gesundheit wegen.

„Handel rüstet im Advent gegen Diebstahl auf“, so schreibts der Kurier am 3.11. Wer jetzt glaubt, dass der Handel damit das Angebot aufstockt, Personal einstellt, um das Einkaufserlebnis für die Kundinnen und Kunden zu verbessern, der irrt. Es geht nämlich um ein wortwörtliches Aufrüsten: Sicherheitsanlagen, Detektive, und: Bewaffnete, private Securities. Mahlzeit! 1 Drittel der Diebstahlsdelikte gehen angeblich aufs Personal zurück, statt sich zu fragen, wieso das so ist, kann man das Problem sicher gut mit Waffen lösen.

Als Belohnung für die erfolgreiche „Geschäftsführung“ von Ditech darf Aleksandra Izdebska in Zukunft das Marketing von Novomatic verantworten. Das ist natürlich ein Zufall.

Und zu guter Letzt eine besonders schöne Geschichte: Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Reinhard Bösch findet nichts dabei, wenn die Burschenschaft Teutonia, der Bösch angehört, in einem Flugblatt über das eben in Wien enthüllte Deserteursdenkmal Sätze wie „Wer heute die alte Pflicht verrät … verrät auch morgen die neue!“ oder „Denn nur wenn unser Volk wieder als gelebte Gemeinschaft auftritt, können wir uns gemeinsam wehren.“ schreibt, er begrüßt es, „wenn sich junge Leute in Zeiten der Politikverdrossenheit damit befassen und vielleicht auch ihre eigene Sprache finden“. Dass man sich bitte wegen diesem Thema nicht so anscheissen soll, richtet er auch gleich im selben Atemzug aus: „Der Straftatbestand der Desertion ist in allen Staaten der Welt gegeben. Schauen Sie, was man in der US-Armee gemacht hat mit denen, die nicht in den Vietnamkrieg ziehen wollten“.

Lai, lai.

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