Ein „Familienrezept“

Zu Weihnachten gabs bei mir zu Hause immer Barszcz (Borschtsch, eine polnische Rübensuppe) und Paszteciki, also Pastetchen, gefüllt mit Champignons, Zwiebel und Petersilie. Und nicht nur in meiner Erinnerung ganz, ganz köstlich. Ich habe meinen Vater gebeten, mir beizubringen, wie man diese Täschchen macht, wegen der Selbstversorgung warats, und so habe ich gelernt, die Täschchen selbst zu machen. Irgendwann habe ich mir gedacht, dass Weihnachten viel zu selten stattfindet, ich also die Pastetchen viel zu selten esse, und habe damit angefangen, sie einfach dann zu machen, wenn ich Gusto drauf habe. Weil sie köstlich schmecken. Und weil sie das ideale Gastgeschenk für Partys sind, mein Freundeskreis ist jedenfalls süchtig.

Um ihre Sucht zu erleichtern und die Pastetchen in die Welt hinauszutragen, gibts jetzt das Rezept.

Die Zutaten (für 12 Pastetchen)

Die Zubereitung

Schritt 1

Schneide die Zwiebel(n) klein, je nachdem, wie gern du Zwiebeln hast, kanns grober oder feiner zugehen.

Schritt 2


Schneide die Champignons klein. Ich persönlich trenne immer den Stengel ab, da er relativ viel Wasser beinhaltet und geschmacklich nicht sehr viel zum Gericht beiträgt. Das ist aber Geschmackssache. Schneide auch die Petersilie klein.

Schritt 3

Jetzt gehts ab in die Pfanne. Gib einen Esslöffel Olivenöl und einen Teelöffel Zucker in die heiße Pfanne, warte, bis der Zucker karamelisiert. Dann kommen die Zwiebeln rein, ein bisschen Tomatenmark, die Zwiebeln sollen glasig geschwitzt werden. Dann werden die Pilze bei relativ hoher Temperatur kurz scharf angebraten, dann solltest du die Hitze reduzieren. Salz, Pfeffer je nach Geschmack. Und zum Schluss kommt die Petersilie rein.

Schritt 4

Die Füllung ist fertig, jetzt vereinigt man sie mit dem Teig. Dazu nimmt man den Blätterteig ca. 10 Minuten vorm Verarbeiten aus dem Kühlschrank, dann lässt er sich leichter verarbeiten und schmeckt besser. Die Fülle sollte ein wenig auskühlen, dann fallen die nächsten Arbeitsschritte deutlich leichter. Ungeduldige Naturen wie ich müssen ein wenig aufpassen.

Zunächst schneiden wir den Teig in 6 gleich große Teile, idealerweise in Quadrate. Ist das geschafft, gibt man auf jedes Quadrat einen gehäuften Esslöffel Füllung.

Schritt 5

Der „schwierigste“ Schritt: Man faltet die Täschchen. Ist aber gar nicht schwer, einfach die Ecken einschlagen, fertig. Wer möchte, kann ein Ei verrühren und damit die Pastetchen bestreichen, dann werden sie schön braun. Ich mach das nicht.

Schritt 6

Ab ins Rohr. Die Backzeit- und Temperatur findet man auf der Verpackung des Blätterteigs. Nach ca. 20 – 25 Minuten ist der Prozess aber im Regelfall beendet.

Mahlzeit!

Und so schauen sie aus, wenn sie fertig sind. Wie oben beschrieben kann man die Pastetchen mit Borscht essen, oder einfach so, oder in Begleitung einer Sauerrahmsauce, zum Beispiel.

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