Ein paar Gedanken zum Thema Team Stronach

Was bis vor Kurzem ja nur als leere Drohung oder mitunter als Scherz wahrgenommen wurde, ist seit letztem Donnerstag, dem 27. September 2012, ein Tag, der in die Geschichte eingehen soll, nun, seit diesem Tag ists also bittere Realität: Frank Stronach hat eine Partei gegründet und möchte bei der nächsten Nationalratswahl antreten. Wohl an den, das wird ein Fest, ich eröffne es für mich persönlich mit ein paar unsortierten Gedanken.

  • Hätte die Austria bloß die Champions League gewonnen.
  • Vielleicht antwortet Stronach in Interviews deswegen auf keine Fragen, weil er sie nicht versteht?
  • Angenommen, Team Stronach gewinnt die Wahlen, bekommt die meisten Stimmen, was macht Stronach dann? Er will ja kein Politiker sein, sondern nur Bewegung in Bewegung bringen (Im Zentrum, 30.9.2012), braucht keine Ämter, keine Würden. Wie läuft das ab, wenn beispielsweise Bundeskanzlerin Merkel nach Österreich kommt: „Ah, Sie sind der neue Bundeskanzler!“ – „Nein, nein, i bin der Frank Stronach, kannst ruhig du zu mir sagen, und Namen stehen in der Zeitung!“
  • Was geht in den Köpfen der Leute vor, die Stronach wählen würden?
  • Was geht in den Köpfen der Politikerinnen und Politiker vor, die auf eine durchaus intakte Karriere zurückblicken können und zu Team Stronach gewechselt sind?
  • Was passiert mit diesem Konstrukt nach Stronachs Tod? Was passiert mit den Stimmen der armen Leute, die ihn gewählt haben?
  • Hat sein Fahrer auch für mich Zeit, um mich in die Arbeit zu fahren?
  • Sollte Stronach scheitern (Ziel ist ja Platz 1, das Scheitern ist also fast schon systemimmanent), wird es dann Fernsehsendungen geben, so wie mit Lugner? Wie wäre es mit „Frank und Richie – Urlaub zu dritt“?

Nun denn, mich werden sicher noch andere Gedanken ereilen, und wahrscheinlich nicht ganz so harmlose, wie die gerade eben geschriebenen. Die österreichische Poliktiklandschaft ist auf jeden Fall um eine kuriose Nummer reicher.

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