Ein Wunder, dass wir nicht auf die Straßen gehen

Das Sozialministerium hat einen aktuellen Bericht über das Vermögen der Österreicherinnen und Österreicher veröffentlicht, Resortaktivitäten und sozialpolitische Analysen sind darin zu finden.

Die Lektüre ist interessant, wenn auch erst nach dem Frühstück. Oder vielleicht sollte man den Bericht am Abend genießen, er könnte die gute Laune gefährden.

Quintessenz: Es geht uns im Vergleich zum Rest von Europa ur super. Aber eigentlich recht schlecht.

Die Armen werden mehr und ärmer, immer mehr Leute können ihre Wohnung nicht mehr warm halten oder müssen sich ums Essen sorgen, immer weniger Leute verdienen in ihrem Beruf genug, um eine Familie zu erhalten, etc, etc, etc.

Die meisten Tageszeitungen titeln zum Thema dieses Berichts damit, dass die reichsten 5 % der Bevölkerung über 45 % des Volksvermögens verfügen, was an sich ja schon eine ziemliche Ansage ist.

Mich schockiert allerdings viel mehr, dass die ärmsten 50 % des Landes (ja, die Hälfte!) über 4 %, in Worten: Vier Prozent des Vermögens verfügen. Für Leute wie mich, die Probleme damit haben, diesen Umstand zu erfassen, habe ich untenstehendes Diagramm gebastelt. Mahlzeit…

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2 Gedanken zu „Ein Wunder, dass wir nicht auf die Straßen gehen“

  1. Das Bauchgefühl sagt allerdings, dass dies hauptsächlich unserer Vergangenheit geschuldet ist, und eher nicht der Gegenwart. Jahrzehntelang war Österreich auch wirtschaftlich eine gut geführte Insel der Seeligen, aber irgendwie fühlt sichs an, als würde der Reichtum schmelzen, und schmelzen, und schmelzen. Aber vielleicht ist das wirklich nicht mehr als ein Gefühl.

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