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	<title>michi erklärt die welt</title>
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		<title>Ich wäre ungern Kabarettist</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Rudas]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
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		<category><![CDATA[Werner Faymann]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus rein wirtschaftlichen Zwängen heraus denke ich mir, ist es zur Zeit nicht leicht, Kabarettist zu sein. Man schaue sich nur folgendes Video an. Was soll man da eigentlich noch sagen? Wirklich ungern wäre ich Kabarettist. Kann man da noch irgendwas, nein, oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus rein wirtschaftlichen Zwängen heraus denke ich mir, ist es zur Zeit nicht leicht, Kabarettist zu sein. Man schaue sich nur folgendes Video an. Was soll man da eigentlich noch sagen?</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/mhY0KbiaKVs?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wirklich ungern wäre ich Kabarettist. Kann man da noch irgendwas, nein, oder?</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F46461149&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=ffffff"></iframe></p>
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		<title>Wir sagen alle die Wahrheit!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 19:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[Pessimismus]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich fast schon zu platt, um noch draufzusteigen, aber egal: Folgendes Video anschauen und sofort die Hoffnung aufgeben, dass die etablierten politischen Strukturen dieses oder irgendeines anderen Landes dabei helfen werden, die Welt zu einem gerechteren Stück Materie zu machen&#8230; PS: Von den anderen &#8220;traditionellen&#8221; Gruppierungen ließe sich sicher ein entsprechendes Video basteln&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich fast schon zu platt, um noch draufzusteigen, aber egal: Folgendes <a href="http://derstandard.at/1336696835825/Video-Reportage-Die-OeVP-verleiht-Fluegel">Video</a> anschauen und sofort die Hoffnung aufgeben, dass die etablierten politischen Strukturen dieses oder irgendeines anderen Landes dabei helfen werden, die Welt zu einem gerechteren Stück Materie zu machen&#8230;</p>
<p>PS: Von den anderen &#8220;traditionellen&#8221; Gruppierungen ließe sich sicher ein entsprechendes Video basteln&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Befreit Daniela Zeller!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 16:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Zeller]]></category>
		<category><![CDATA[Rummel]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Westbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen stelle ich Veränderungen an meinem Hauptwohnsitz fest, und schön langsam fällt es mir schwer, diese Veränderungen zu ignorieren. Der Hauptwohnsitz ist die flotte Flotte (an dieser Stelle stellt ihr euch bitte vor, dass ich euch lächelnd zuwinkere und mit dem Zeigefinger der rechten Hand auf euch deute, wir nennen das ab jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Tagen stelle ich Veränderungen an meinem Hauptwohnsitz fest, und schön langsam fällt es mir schwer, diese Veränderungen zu ignorieren. Der Hauptwohnsitz ist die flotte Flotte (an dieser Stelle stellt ihr euch bitte vor, dass ich euch lächelnd zuwinkere und mit dem Zeigefinger der rechten Hand auf euch deute, wir nennen das ab jetzt &#8220;Der Gebrauchtwagenhändler&#8221;) der Westbahn, oder Westbam, wie ich sie zu nennen pflege (&#8220;Der Gebrauchtwagenhändler&#8221;).</p>
<p>Die Züge waren von Anfang an durchaus erheiternd, und zwar vor allem auf Grund der akustischen Gestaltung. Teil des Beschallungskonzepts scheint es auf jeden Fall zu sein, die Fahrgäste nicht kalt zu lassen. Man kennt das ja schon von anderen öffentlichen Orten, niemand beachtet so richtig, was da mitgeteilt wird, und das ist meistens schade, vor allem, wenn gerade der Zug von einem anderen Bahnsteig als erwartet wegfährt. Aber zuhören lernt man schließlich schon in der Schule.</p>
<p>Jedenfalls ist das Spektrum des Amusements durchaus breit: Einerseits sind die Westbahnstewards (m/f) (ja, so stehts geschrieben&#8230;) allesamt nicht als Sprecherinnen und Sprecher ausgebildet, und bieten, neben einer Vielzahl an verschiedenen Dialekten, auch öfter mal schöne Stilblüten an. Unterstützt werden die Durchsagen durch gewisse technische Spielereien, so ist einerseits die Lautstärkenregelung scheinbar so eingerichtet, dass sie sich ruhig austoben kann, was mitunter dazu führt, dass der verdiente Nachmittagsschlaf eher je beendet wird. Halleffekte oder Delays tun ihr Übriges, um diese Suppe so richtig zu salzen. </p>
<p>Neu ist allerdings die Stimme von Daniela Zeller. Ich habe keine Ahnung, wer diese Frau ist, ich weiß nur, dass Sie mittlerweile scheinbar immer in jedem Zug sitzt, in dem ich auch sitze. Sie sendet aus dem Westcafe, live, wie sie bei jeder Zwischenmeldung betont. Und in der Früh sieht sie immer einen Herren in grünem Pullover, der ein Heißgetränk vertragen könnte. Und am Nachmittag ist der Prosecco immer schon gekühlt und freut sich, angestoßen zu werden. Zu sehr fairen Preisen.</p>
<p>Ach ja, Gemüsesandwiches sieht sie auch, die sind frisch und fröhlich zum anbeißen (sic!).</p>
<p>Ich mache mir schön langsam Sorgen um die arme Frau. Wird sie im Westcafe gefangen gehalten? Wieso finde ich sie nie, wenn ich nachschaue? Werde ich gelegt, von der Werbung verarscht? Ich suche Antworten! Und Heldinnen und Helden, die die Dame retten!</p>
<p>Dieser armen Frau muss geholfen werden.</p>
<p>PS: Ernsthaft: Man muss sich in einem Verkehrsmittel nicht wie in einer Dauerwerbesendung fühlen. Und feuerts eure Texter&#8230;</p>
<p>PPS: Werbung auf den Tischen wirds nicht schöner machen&#8230;</p>
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		<title>Unfair</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 15:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Häufig verbringt man seine Zeit in geschlossenen Räumen, sei es im Amtsgebäude, im Zug, im Büro oder im Krankenhaus. An vielen dieser Orte teilt man sich seine Zeit mit anderen, also, man verbringt das, was wir Zeit nennen, in der Gesellschaft oder Ungesellschaft von anderen. Dabei kann es durchaus öfter vor, dass Gespräche geführt werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Häufig verbringt man seine Zeit in geschlossenen Räumen, sei es im Amtsgebäude, im Zug, im Büro oder im Krankenhaus. An vielen dieser Orte teilt man sich seine Zeit mit anderen, also, man verbringt das, was wir Zeit nennen, in der Gesellschaft oder Ungesellschaft von anderen.</p>
<p>Dabei kann es durchaus öfter vor, dass Gespräche geführt werden, untereinander, mit sich selbst, oder Gespräche, die man als Publikum über sich ergehen lässt und in seltenen Fällen genießt.</p>
<p>Lässt man in so geschlossenen Räumen einen Schas, also Furz, entweicht dem eigenen Anus also eine in den meisten Fällen eher übelriechende Flatuenz, so wird das sofort als Angriff gewertet, Nasen werden gerümpft, Leute wenden sich angewidert weg.</p>
<p>Wieso tun die Leute das nicht bei Gesprächen, die, müsste man sie aushalten, atlantische Kräfteausmaße voraussetzen?</p>
<p>Ich finde, ein Schas kann bei weitem nicht so viel Schaden anrichten, wie der geistige Dünnschiss. Wieso ist das eine gesellschaftlich so geächtet, das andere widerum nicht?</p>
<p>Ich finde das unfair.</p>
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		<title>Kurze, persönliche Lebensmottetten</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/04/19/kurze-personliche-lebensmottetten/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 06:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Isst du mein Essen, wirst du gegessen.&#8221; &#8220;Viel Input. Viel Output.&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Isst du mein Essen, wirst du gegessen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Viel Input. Viel Output.&#8221;</p>
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		<title>Mein täglicher Weg</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 06:52:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[VDS]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein täglicher Weg, also der, der am Ende an meinen Arbeitsplatz führt, ist mittlerweile ein recht strenger geworden. Also nicht der Weg an sich ist streng, der ist so streng, wie er in Wien halt streng sein kann, also je nach Perspektive und Lebensmut wahnsinnig streng, zermürbernd und fordernd oder eigentlich eh ganz angenehm, nein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein täglicher Weg, also der, der am Ende an meinen Arbeitsplatz führt, ist mittlerweile ein recht strenger geworden. Also nicht der Weg an sich ist streng, der ist so streng, wie er in Wien halt streng sein kann, also je nach Perspektive und Lebensmut wahnsinnig streng, zermürbernd und fordernd oder eigentlich eh ganz angenehm, nein, nicht der Weg ist streng, sondern der Zeitplan. Militärische Feldherren wären wohl stolz darauf, wie minütiös ich Morgenschiss, Dusche, Anziehen, Frühstückshappen, Zusammenpacken und schließlich aus der Haustür raushechten in ein Korsett gepackt habe, das zwar Platz für Toleranzen findet, aber nicht für besonders große.</p>
<p>So ist auch der weitere Weg, der hinter der Haustür, einem Regieplan unterworfen, bei dem es Platz für neue Takes gibt, aber der so aufgebaut ist, dass eigentlich nichts schiefgehen kann.</p>
<p>Also fahre ich immer mit der selben Straßenbahn (auch wenn es freilich nicht immer die selbe ist), fahre immer mit den selben Aufzügen und schiebe mich in die selbe U-Bahn, Tag für Tag. Und dabei habe ich einen Begleiter, der scheinbar ähnlich viel von einem geregelten Start in den Tag hält, wie ich, und so kommt es, dass wir fast jeden Tag an der selben Stelle in die selbe Bim einsteigen, an der selben Stelle wieder aussteigen, mit den selben Aufzügen fahren und schließlich in die selbe U-Bahn hineinhuschen. Dort verlieren wir uns dann aus den Augen, wir sind ja schließlich weder pervers, noch Privatdetektive. Wir grüßen uns nicht, wir schauen uns nicht an, aber ich bin mir sicher, er weiß um mich genauso Bescheid, wie ich um ihn.</p>
<p>Und seit ein paar Tagen beschäftigt mich ein konkretes Szenario: Was, wenn der Typ wirklich pervers ist? Oder verrückt? Oder ein Krimineller? Was, wenn der Typ irgendwann auf die Idee kommt, es wäre an der Zeit, ein Zeichen zu setzen, und ein Kinderheim in die Luft jagt? Oder noch schlimmer: Eine Bankenzentrale?</p>
<p>Dann würde die Polizei wohl wissen wollen, wer ihn kannte, wie das denn passieren konnte. Und dann würde die Polizei wohl auch Überwachungsvideos schauen, und irgendwann würde die Polizei auf vielen Videos diesen Dicken mit dem Bart erkennen, Tag für Tag, Tag für Tag, und schon wäre ich auf deren Liste. Weil ich könnt ihm ja zitzerlweise eine Bombe in die Jacke geschoben haben, oder was weiß ich. Und dann würde die Polizei weiterforschen, irgendwann draufkommen, wer ich bin, wo ich wohne, wie ich heiße. Dann würde die Polizei beginnen, zu forschen, mit wem ich telefoniere, mit wem ich SMS, wann ich von welcher Adresse aus meine Pornos im Internet geschaut habe, und dergleichen mehr. Und würde ihnen daran irgendwann irgendwas nicht gefallen, stehen sie dann in meiner Tür beziehungsweise in ihren Resten.</p>
<p>Zukunftsparanoia? Ganz sicher. Aber nicht fern der Realität. Vielleicht fahr ich ab jetzt öfter mal mit dem Rad.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Parlamentarischer Untersuchungsausschuss: Klärung von Korruptionsvorwürfen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/29/parlamentarischer-untersuchungsausschuss-klarung-von-korruptionsvorwurfen/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 19:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[bzö]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
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		<category><![CDATA[U-Ausschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[Der derzeit laufende oder stockende oder springende oder jagende Untersuchungsausschuss bietet eine recht große, leicht zugängliche Angriffsfläche für Häme, Spott, Aufrufe zur Revolution und dergleichen Dinge mehr. Deswegen möchte ich mich da gar nicht einschiessen, zu leicht. Aber: Garantiert nicht bewusst, und wohl gerade deswegen um so pointierter hat der SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim das ursächliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der derzeit laufende oder stockende oder springende oder jagende Untersuchungsausschuss bietet eine recht große, leicht zugängliche Angriffsfläche für Häme, Spott, Aufrufe zur Revolution und dergleichen Dinge mehr. Deswegen möchte ich mich da gar nicht einschiessen, zu leicht.</p>
<p>Aber: Garantiert nicht bewusst, und wohl gerade deswegen um so pointierter hat der SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim das ursächliche Problem, das Dilema, die katastrophale Ursuppe, aus der dieser Ausschuss entstanden ist, auf den Punkt gebracht:</p>
<p>Er ist der Meinung, dass diverse Fragestellungen, die aufgetaucht sind, &#8220;am Thema vorbeigehen, die politische Verantwortung zu prüfen&#8221; und würde man den Verdachtsmomenten nachgehen, bestehe die Gefahr, dass der Ausschuss &#8220;extrem ausufert&#8221;.</p>
<p>Natürlich ist das für Parteien wie die SPÖ oder die ÖVP oder die FPÖ oder das BZÖ eine große Gefahr.</p>
<p>Aber gleichzeitig ist es für die Bevölkerung, die den Leuten, die unter anderem in jenem Ausschuss sitzen, ihr Vertrauen geschenkt haben, genau das, was sie sich von diesem Ausschuss erwarten. </p>
<p>Brutaler kann man den Unterschied zwischen demokratischem Anspruch und (österreichischer) politischer Realität nicht auf den Punkt bringen. Danke, Herr Jarolim.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>How to make the news &#8211; not</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/27/how-to-make-the-news-not/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 06:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu: Ob mir die Lobhudelei Richtung Wiener Linien nicht ein wenig peinlich ist, habe ich bis jetzt noch nicht entschieden. Was ich davon halten soll, dass der Onlinestandard auf meinen Eigentipp reagiert hat, und dem ganzen tatsächlich einen Artikel gewidmet hat, weiß ich auch nicht so recht. Der Nachrichtenwert für einen eigenen Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu: Ob mir die Lobhudelei Richtung Wiener Linien nicht ein wenig peinlich ist, habe ich bis jetzt noch nicht entschieden. Was ich davon halten soll, dass der Onlinestandard auf meinen Eigentipp reagiert hat, und dem ganzen tatsächlich einen <a href="http://derstandard.at/1332323620922/Die-beste-Nachricht-Ein-freundlicher-Anruf-der-Wiener-Linien">Artikel</a> gewidmet hat, weiß ich auch nicht so recht. Der Nachrichtenwert für einen eigenen Artikel wäre mir wohl nicht groß genug gewesen, andererseits: Vielleicht war die Redaktion ähnlich überrascht, wie ich, wer weiß?</p>
<p>Gar nicht überraschend hingegen war die Reaktion der Standardposter, die mich des erweiterten Raunzertums bezichtigten, mir rieten, dass ich doch zu Fuss gehen solle, wenn ich scheinbar über so viel Tagesfreizeit verfüge, um mich mit so einem Scheiss zu beschäftigen, eine Email und so weiter und so fort zu verfassen. Nun gut. </p>
<p>Die Wiener Linien haben (größtenteils) korrekt reagiert. Natürlich werden Fakten schöngefärbt dargestellt, die neuen Wägen dürften ein Problem haben (siehe beispielsweise folgende <a href="http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=136172.msg1341802">Diskussion</a>), und man kann nicht behaupten, dass es sich bei dem Problem um eine Bagatelle handelt (von bissl Rütteln kann nicht die Rede sein).  Aber die Wiener Linien arbeiten daran, und reagieren richtig.</p>
<p>Würden so manche Standardposter für die Wiener Linien arbeiten und die selbe Einstellung an den Tag legen, wie sies beim Ablegen ihrer Gedanken im Web tun, würden wir wohl mit dampfbetriebenen Zügen durch die Gegend tuckern, wenn überhaupt.</p>
<p>Also: Raunzen auf hohem Niveau, aber gehts doch bitte Scheissen mit eurem &#8220;Geh doch zu Fuss, wenns dir nicht passt!&#8221; Das war schon im Kindergarten dämlich.</p>
<p>PS: Weils sicher kommen wird: Dünn ist meine Haut nicht. Aber auch mir machen Flamewars Spaß ;-)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wiener Linien machen mich sprachlos</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/23/die-wiener-linien-machen-mich-sprachlos/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 11:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenservice]]></category>
		<category><![CDATA[Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[U-Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[wiener linien]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage habe ich folgende Email an den Kundenservice der Wiener Linien geschickt: Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte hiermit meinem Dank dafür Ausdruck verleihen, dass die Wiener Linien mir täglich neue Chancen eröffnen, meinen Erlebnishorizont zu erweitern. So würde mir in meinem Leben wohl etwas Bedeutsames fehlen, wüsste ich nicht, wie sich meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage habe ich folgende Email an den Kundenservice der Wiener Linien geschickt:</p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Ich möchte hiermit meinem Dank dafür Ausdruck verleihen, dass die<br />
Wiener Linien mir täglich neue Chancen eröffnen, meinen<br />
Erlebnishorizont zu erweitern.</p>
<p>So würde mir in meinem Leben wohl etwas Bedeutsames fehlen, wüsste ich<br />
nicht, wie sich meine Kleidungsstücke im Schleudergang meiner<br />
Waschmaschine fühlen müssen, eine Erfahrung, die ich vor allem den<br />
neuen U-Bahngarnituren und/oder der Fahrweise der LenkerInnen zu<br />
verdanken habe. James Bond hätte sicherlich auch Freude mit Ihrer<br />
Personenbeförderung, gerührt wäre der Martini ganz sicher nicht.</p>
<p>Da mir das seitliche Hin- und Herschütteln mittlerweile allerdings<br />
beinahe ein wenig zu vertraut ist, bitte ich Sie, beim Ausbau Ihres<br />
Streckennetzes womöglich darauf zu achten, die ein oder andere neue<br />
Attraktion einzuplanen. Vielleicht können Sie dann auf diese Weise in<br />
Konkurrenz mit dem Prater treten, zum Beispiel.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen und Dank!</em></p>
<p>Die Erwartungshaltung war gering, der Frust von der Seele geschrieben, ob Antwort oder nicht, egal, für mich war die Fahrt gefahren.</p>
<p>Am Tag darauf wurde ich von einem sehr netten Herren, dessen Namen ich leider verpasst habe, angerufen, mit der Frage, ob ich Auskunft begehre oder nur Frust ablassen wollte, und dieser nette Herr hat mir erzählt, was Sache ist, dass sich die Wiener Linien des Problems bewusst sind, dass es eher ums subjektive Empfinden geht, definitiv kein Sicherheitsrisiko darstellt, aber trotzdem bearbeitet und bei ca. der Hälfte der Garnituren auch schon verbessert wurde. </p>
<p>Und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt. Kundenservice mit öffentlichen Betrieben muss also kein schwarzes Loch sein, sondern auch ein wirklich nettes Erlebnis. Vielen Dank!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Linziaturen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/21/linziaturen/</link>
		<comments>http://inartissojo.com/blog/2012/03/21/linziaturen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 18:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Auflockerung Linziatur 001 Linziatur 002]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Auflockerung</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur001.jpg" rel="lightbox[497]" title="Linziatur 001"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur001-300x225.jpg" alt="" title="Linziatur 001" width="600" class="aligncenter size-medium wp-image-502" /></a></p>
<p><em>Linziatur 001</em></p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur002.jpg" rel="lightbox[497]" title="Linziatur 002"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur002-300x225.jpg" alt="" title="Linziatur 002" width="600" class="aligncenter size-medium wp-image-503" /></a></p>
<p><em>Linziatur 002</em></p>
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		<title>Strasser in aller Klarheit</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 10:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[strasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem kann nichts mehr hinzugefügt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/strasser-sprech.jpg" rel="lightbox[494]" title="strasser-sprech"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/strasser-sprech-300x200.jpg" alt="" title="strasser-sprech" width="600"/></a></p>
<p>Dem kann nichts mehr hinzugefügt werden.</p>
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		<title>Die normalen Umstände</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 07:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Amon]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Parlament beruft einen Untersuchungsausschuss ein, um herauszufinden, auf welche Art und Weise diverse Lichtgestalten, die in den letzten Jahren entweder Teil der Regierung dieses Landes waren, oder sich zumindest in deren Dunstkreis bewegte, und ich denke mir, Dunstkreis war nicht oft so passend, wie in diesem Fall, jedenfalls wie diese Lichtgestalten erklären, dass das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Parlament beruft einen Untersuchungsausschuss ein, um herauszufinden, auf welche Art und Weise diverse Lichtgestalten, die in den letzten Jahren entweder Teil der Regierung dieses Landes waren, oder sich zumindest in deren Dunstkreis bewegte, und ich denke mir, Dunstkreis war nicht oft so passend, wie in diesem Fall, jedenfalls wie diese Lichtgestalten erklären, dass das Geld, das ihnen nicht gehörte, zu ihrem Geld wurde und wie das alles ganz normal ist. Nun denn.</p>
<p>Dieser Untersuchungsausschuss besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller Parlamentsparteien, damit auch alles so abläuft, wies ablaufen soll. Für die ÖVP sitzt Werner Amon im Boot, und egal, wie dieses Boot schaukelt, Amon bleibt an Bord.</p>
<p>Wieso das Boot schaukelt?</p>
<p>Nun, die Gründe dafür gehen auseinander, je nachdem, wen man fragt. Geht es nach der Staatsanwaltschaft, soll Amon den lächerlichen Betrag von 10000€ über die Partei gewaschen haben, und um herauszufinden, was an dieser Sache dran ist, wurden Ermittlungen aufgenommen. Dass das Boot dadurch eventuell ins Trudeln geraten könnte, weil ja jemand, der Korruption untersucht, vielleicht nicht unbedingt selbst im Verdacht der Korruption stehen sollte, nun denn.</p>
<p>Befragt man allerdings Amons Parteikollegen Heinz Kopf, Clubchef der ÖVP, nach den Ursachen des Schaukelns, dann erhält man eine interessante Antwort: Das alles sei ein Versuch, Amon mundtot zu machen, weil er sich erlaubt hat, die Ermittlungen im Fall Kampusch in Frage zu stellen, und deswegen wird jetzt irgendeine Geschichte herausgeholt und außerdem, wenn man wegen solchen Kleinigkeiten weiterermitteln würde, wäre bald das Parlament leer, so ungefähr.</p>
<p>Das heißt: Eine unter ÖVP-Einfluss stehende Staatsanwaltschaft versucht einen ÖVP-Politiker mundtot zu machen, weil er mit Hilfe der ÖVP vielleicht Geld gewaschen hat. In der Antike hätte Kopf wohl Logik unterrichten müssen.</p>
<p>Was sagt Amon?</p>
<p>Der hat eine Rechnung verloren und redet von „Pech“.</p>
<p>Dabei sollten wir, die in diesem Land ein Stimmrecht haben, von Pech reden. Pech, dass wir solche Leute gewählt haben. Pech, dass wir auf Meldungen über neue Vorwürfe mittlerweile ähnlich intensiv reagieren, wie auf Umweltkatastrophenmeldungen aus irgendwelchen asiatischen Staaten, deren Namen wir noch nie gehört haben.</p>
<p>Es gibt ja den Ausspruch: Jedes Land bekommt die Politikerinnen und Politiker, die es verdient. Ich habe mir diese Leute nicht verdient, und ich kenne genug, die sich solche Leute auch nicht verdient haben.</p>
<p>Normalerweise müsste Amon zurücktreten von seiner Position, zumindest so lange, bis die Anschuldigungen geklärt sind. Aber nein, Amon bleibt, weil Kopf hat volles Vertrauen in ihn. Staatsanwaltschaft? Kopf egal. Parlament? Kopf egal. Außenwirkung? Kopf egal.</p>
<p>Man müsste sich das alles auf der Zunge zergehen lassen. Man müsste allerdings auch daran ersticken.</p>
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		<title>Neustart für Wien</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 18:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Jurazcka]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[Zuversicht]]></category>

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		<description><![CDATA[So sieht Zuversicht aus, selbstbewusst blickt man in die Zukunft, die einfach nur großartig wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/neustart.gif" rel="lightbox[486]" title="neustart"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/neustart-300x225.gif" alt="" title="neustart" width="600" /></a></p>
<p>So sieht Zuversicht aus, selbstbewusst blickt man in die Zukunft, die einfach nur großartig wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Österreichische Politik, ein Ausschnitt</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/02/29/osterreichische-politik-ein-ausschnitt/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 17:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[grasser]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[spö]]></category>
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		<category><![CDATA[Verarsche]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich immer schon gefragt hat, wie das denn so abläuft, hinter den Kulissen, wie denn Entscheidungen getroffen werden, hinter den für die meisten verschlossenen Türen, wer immer schon wissen wollte, wie es denn so aussieht, wenn sich ein Gremium einer Partei zusammensetzt, um Ideen für die Zukunft zu entwickeln und zu diskutieren, wer das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich immer schon gefragt hat, wie das denn so abläuft, hinter den Kulissen, wie denn Entscheidungen getroffen werden, hinter den für die meisten verschlossenen Türen, wer immer schon wissen wollte, wie es denn so aussieht, wenn sich ein Gremium einer Partei zusammensetzt, um Ideen für die Zukunft zu entwickeln und zu diskutieren, wer das immer schon wissen wollte, erhält jetzt über ein <a href="http://derstandard.at/1330389863401/Streitgespraech-Du-wirfst-mir-Populismus-vor">Interview</a>, das Der Standard mit Elisabeth Hackel, der ehemaligen Pressesprecherin von Barbara Prammer und Nationalratsabgeordnete, und Rudolf Fußi, bis vor kurzem SPÖ-Mitglied und Initiator vom Eurofighter-Volksbegehren und <a href="http://www.hermitdemzaster.at">hermitdemzaster.at</a>. Das Match lautet also Parteisoldatin par excellence (der Papa ist Bürgermeister von Liezen, SPÖ) gegen grantelnden Selbstdarsteller, da ist Simmering gegen Kapfenberg ein Duell für die Pfarrwiese.<span id="more-481"></span></p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/Bildschirmfoto-2012-02-29-um-17.51.14.png" rel="lightbox[481]" title="Nebenschauplatz: Die armen Banken"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/Bildschirmfoto-2012-02-29-um-17.51.14-300x190.png" alt="" title="Nebenschauplatz: Die armen Banken" width="600" /></a><br />
<em>Nebenschauplatz: Die armen Banken!</em></p>
<p>Was da jedenfalls ans Tageslicht befördert wird, ist beeindruckend, oder erschüttert, je nach persönlichem Zugang. Das intellektuelle Niveau der beiden Leute lässt sich bestenfalls erahnen, dass sie mit ihren Fähigkeiten und Argumenten prahlen wollen, kann man beiden nicht zum Vorwurf machen. Das Gespräch, das an sich zwischen zwei (inklusive Der Standard drei, aber allzu oft wird nicht gefragt) Erwachsenen stattfindet, erinnert vom Schema her an die Gespräche, die man mit 4 oder 5 Jahren zu führen pflegte, wenn gerade der Lieblingsradierer als vermisst gemeldet und vom Gegenüber eingefordert wurde. &#8220;Aber du, du bist noch viel blöder!&#8221; &#8211; &#8220;Spiegel, was man sagt, ist man selber, ha, ha, ha!&#8221;</p>
<p>Sie wirft ihm vor, dass er ja nur beleidigt ist, weil er nichts in der Partei erreicht hat, dass er ein Wendehals ist, weil für eine Partei entscheidet man sich, und dann bleibt man bei der Entscheidung, Wurscht wie schlimm es rennt. Kampf nennt sie das. Und Kritik ist super, aber bitte nur im Geheimen, alles andere ist Verrat.</p>
<p>Er wiederum redet irgendwas von fehlenden Visionen und dass er das ganz anders machen würde, nur das wie bleibt er größtenteils schuldig, bis auf diffuse Tagtraummomente.</p>
<p>Das Traurige: Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass der &#8220;Diskussionsprozess&#8221; hinter verschlossenen Türen auf sehr ähnliche Art und Weise abläuft. Ein Kuhhandel treibt den nächsten, Augen werden ausgewischt, Konstruktives heruntergeschluckt, weil Kritik ist ja pfui, und wenn jeder jeden lieb hat, dann kanns zumindest nicht schlecht gehen.</p>
<p>Nun gut.</p>
<p>Frau Karl, die Justizministerin, vormals Wissenschaftsministerin, hat mit einem Gesetzesentwurf aufhorchen lassen, der unter der Sparpaketflagge zu segeln versucht: Um die Justiz zu entlassen, langwierige Prozesse und Gefängnisaufenthalte unnötig zu machen, kann man künftig in Korruptionsfällen die &#8220;Out-Of-Jail&#8221;-Karte zücken und bis zu 360 Tagessätze Strafe zahlen, um sich die echte Strafe zu ersparen. Argumentiert wird, dass das für Fälle praktisch wäre, wo zum Beispiel ein Beamter den Dienstweg abkürzt oder eine Lehrerin die Maturafragen herausgibt.</p>
<p>Das frage ich mich freilich: 360 Tagessätze dafür, dass die Lehrerin die Maturafragen herausrückt? Würde das Gesetz durchgehen, ich glaube, dass dies die große Wertschätzung wäre, die man dem Thema Bildung entgegenbringen kann. Vielleicht möchte sich Karl da ein Spätwerk und ein Zeichen setzen, vermutlich aber eher nicht.</p>
<p>Wahrscheinlich ist Frau Karl beim Aussprechen des Vorschlags nicht bewusst geworden, wie himmelschreiend dämlich und die aktuelle Situation verachtend er ist. Vielleicht hat sie ihn aber auch nie laut ausgesprochen. Leider. Aber wenigstens gibt es diesmal sogar aus der eigenen Partei Widerstand.</p>
<p>On the light side of things: Karl-Heinz Graser hat im Jahr 2009 919,87€ Steuern gezahlt. Jahresverdienst: 13520,20€, eine Nachricht, die mich mit Freude erfüllt hat: Ich verdiene mehr, als der beste ehemalige Finanzminister der zweiten Republik. Das mim Penthouse krieg ich noch hin.</p>
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		<item>
		<title>Wie verwende ich SMS/email/Anruf?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/02/21/wie-verwende-ich-smsemailanruf/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 05:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anruf]]></category>
		<category><![CDATA[email]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[SMS]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten sind ein paar neue Möglichkeiten aufgekommen, sich mit anderen Teilnehmenden der Außenwelt oder von mir aus auch Innenwelt zu verständigen, doch scheinbar gibt es noch hier und da ein paar Probleme im Umgangmit diesen Möglichkeiten, deswegen folgt an dieser Stelle eine kurze Erklärung. SMS Kurz, steht schon im Namen (Short Message [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Monaten sind ein paar neue Möglichkeiten aufgekommen, sich mit anderen Teilnehmenden der Außenwelt oder von mir aus auch Innenwelt zu verständigen, doch scheinbar gibt es noch hier und da ein paar Probleme im Umgangmit diesen Möglichkeiten, deswegen folgt an dieser Stelle eine kurze Erklärung.<span id="more-475"></span></p>
<h3>SMS</h3>
<p>Kurz, steht schon im Namen (Short Message Service), der/das</p>
<p>Ideal für Nachrichten wie: &#8220;brauchen milch/kondome/gras&#8221;, nicht ideal, wenn man komplexe Zusammenhänge ausbreiten möchte, oder sein Seelenleben, oder wenn man generell ein Problem mit dem Formulieren von kurzen, inhaltsvollen Sätzen hat. Beim Seelenleben gehen die Meinungen auseinander, vor allem unter Einfluss von Nervengift (beispielsweise in Form von Alkohol) kann sich die Sache mit dem Seelenleben sehr schnell ändern. Der Moralniak (= moralischer Kater, danke für dieses Wort!) am nächsten Tag ist es allerdings wert, auf Sicherheitsmechanismen technischer Natur zurückzugreifen, um sich Peinlichkeiten zu ersparen. Außer natürlich, man mag Peinlichkeiten. SMS vom Typ &#8220;Ich denk an dich!&#8221; oder &#8220;Geh scheissen!&#8221; laufen übrigens nicht in der Kategorie &#8220;Seelenleben&#8221;, auch wenn da sicher auch so manche anderer Meinung sein werden.</p>
<p>Gar nicht gut sind SMS, wenn man die Stimme der anderen Person hören will. Dieses Bedürfnis kann aus vielerlei Motivation heraus entstehen, wird aber mit einer SMS ganz sicher nicht befriedigt.</p>
<p>Zugestandene Erwartungshaltung nach dem Absenden einer SMS: Halbwegs zeitnahe Antwort, wenn auch womöglich einsilbig, wie &#8220;ja/nein/fut&#8221;. Auf Höflichkeitsformen wird in SMS häufig verzichtet, zu wenig Platz.</p>
<p>Was meistens nicht gut ankommt: SMS schreiben und sofort anrufen. &#8220;Du, ich hab dir grad eine SMS geschrieben, in der ich dich bitte, Milch/Kondome/Gras mitzunehmen.&#8221; Schrödingers Katze der Kommunikation, quasi. </p>
<p>Manchmal ist ein Telefonat allerdings unvermeidlich:</p>
<p>a: &#8220;Bin da.&#8221;<br />
<e>b: &#8220;Wo?&#8221;</em><br />
&#8220;na wo ma ausgmacht haben, oben.&#8221;<br />
<em>&#8220;wann oben?&#8221;</em><br />
&#8220;na, ich bin oben.&#8221;<br />
<em>&#8220;wo?&#8221;</em><br />
&#8220;wart, ich ruf an.&#8221; </p>
<p>Vor allem die letzte SMS ist sehr wichtig. Im geschäftlichen Bereich sind SMS nicht besonders beliebt, außer im Drogenhandel.</p>
<h3>MMS</h3>
<p>Darüber könnte ich etwas schreiben. Werde ich aber nicht tun.</p>
<h3>email/Email/E-Mail</h3>
<p>Früher beschrieben als ein digitaler Brief, da aber heutzutage außer der Post niemand mehr weiß, was ein Brief ist, beschreibe ichs als SMS mit unendlich vielen Zeichen und der Möglichkeit, digitale Dateien jeglicher Art anzuhängen. die/das<br />
Ergänzung: Es gibt noch Email, anders ausgesprochen, ein Schmelzüberzug, wird zum Beispiel bei WCs verwendet, damit sie schön glänzen, und damit wäre der Bezug zu manchen emails auch wieder hergestellt.</p>
<p>Ideal, wenn man längere Texte übermitteln möchte, oder Termine, oder in Ausnahmefällen Fotos. Da die meisten Provider noch im Jahr 1999 zu hängen und y2k (hahaha!) zu fürchten scheinen, sind Videos und hochauflösende Fotos tabu, dafür gibts angeblich andere Dienste, Speicherplatz ist wertvoll, bla, bla, bla. </p>
<p>Nicht so ideal, wenn man die Stimme der anderen Person hören will, außer man verfügt über die Möglichkeiten, sich selbst aufzunehmen und verschickt die Aufnahmen,aber das ist eher etwas für Leute mit viel Tagesfreizeit und/oder viel Liebe im Herzen.</p>
<p>Gar nicht ideal, wenns schnell gehen muss, wirklich schnell, nicht alle haben kluge Telefone. Und egal, wie eindringlich man im persönlichen Gespräch oder in einem Telefonat darum gebeten hat, in den nächsten Stunden auf die emails zu achten, es gibt Leute, die diesen Aufforderungen eine so große Gelassenheit entgegenbringen, dass es fast schon zum Kotzen ist.</p>
<p>Erwartungshaltung : Siehe SMS, außer, dass Antworten ein wenig dauern können. Auf Formen der Höflichkeit verzichtet man eher nicht, aber auch hier gibt es Leute, die das anders sehen. Telefonate im Anschluss ans Verfassen können notwendig sein (das sogenannte follow-up), entweder, weil man die Materie noch besprechen will oder unfähig ist, sich im geschriebenen Wort mitzuteilen. </p>
<p>Im geschäftlichen Bereich kommt es häufig auch zu Meetings im Anschluss an einen erfolgreichen Emailverkehr und in einer idealen Welt würden sich alle am Meeting teilnehmenden Parteien auch an den Emailverkehr erinnern. Die Realität sieht aber vor, dass mindestens eine Person mit ausgedruckten emails ankommt, entweder, um den Inhalt zu rezitieren als wäre es ein Werk aus dem Kanon der Weltliteratur oder sich mit den Worten &#8220;Wart, ich les das noch gschwind&#8221; bei den Kolleginnen und Kollegen, die sich Zeit für eine kurze Vorbereitung genommen haben, besonders beliebt zu machen. Die Nachfrage, wozu man denn die email geschrieben habe, löst meist Irritationen aus, im besten Fall.</p>
<p>Zusatzinformation: emails sind ein wenig komplexer aufgebaut, als SMS. So ist es möglich, emails an mehrere Personen zu verschicken (ja, geht auch mit SMS), und zwar so, dass die anderen Leute sehen, an welche Leute die mail gegangen ist (besonders beliebt, um per email Druck auszuüben, wenn man beispielsweise den Chef inkludiert, wenn man jemandem sagen möchte, dass man sich etwas wünscht), oder dass andere Leute nicht sehen, an wen diese email geht (besonders beliebt, wenn man seinen täglichen Newsletter &#8220;Porn of the day&#8221; verschickt und nicht alle Leute mit ihren sexuellen Neigungen so locker umgehen wie Boris Becker).</p>
<p>emails haben auch einen Betreff. Dieser Betreff sollte unbedingt genutzt werden, und zwar sinnvoll, so wie man es in der Schule bei Briefen gelernt, ok, ich hör schon auf. Ein sinnvoller Betreff ist jedenfalls nicht &#8220;FYI&#8221; (for your information, man hat ja so wenig Zeit&#8230;), oder &#8220;Problem&#8221;, oder &#8220;Homepage&#8221;, oder &#8220;Anfrage&#8221; oder dergleichen. Auch nicht sinnvoll ist ein Betreff &#8220;Hi, könnten wir uns demnächst mal treffen, um zu besprechen, wie wir bei dem Projekt weiter vorgehen, weil schön langsam wirds Zeit und du weißt, dass ich mich nicht gerne stresse&#8221;, vor allem nicht, wenn die eigentliche email dann aus den Worten &#8220;Danke, bis bald&#8221; besteht. Ein sinnvoller Betreff ist zum Beispiel &#8220;Anfrage Termin Projektplanung &#8220;Operation Muschmusch&#8221;, oder &#8220;Einladung zur Geburtstagsfeier von Kevin am 29.2.2013&#8243;, oder auch &#8220;Du Mistkerl!&#8221;. Letzterer ist aber sicher wieder nicht eindeutig in seiner Sinnhaftigkeit.</p>
<p>Das ist übrigens keine email, sondern ein Verbrechen:</p>
<blockquote><p>Betreff: FYI!!!<br />
Inhalt: Hi, wegen neulich, du weißt! LgP<br />
Anhang: Irgendeine Datei oder ein ellendslanger emailaustausch, schlecht formatiert und mit zerschossenen Sonderzeichen</p></blockquote>
<h3>Telefonat</h3>
<p>Ein Gespräch zwischen zwei Personen, zumindest meistens, es gibt auch Konferenzschaltungen, aber ich habe noch nie an einer erfolgreichen teilgenommen, kann also darüber nichts sagen; das.</p>
<p>Ideal, wenn man die Stimme der anderen Person hören möchte, oder wenn man sich lang und breit über etwas unterhalten möchte, zum Beispiel über die Regenstiefel, die man sich neulich in Mailand gegönnt hat.</p>
<p>Prinzipiell ideal, wenn man sofort eine Information benötigt, oder sich sofort mitteilen möchte, außer, das Telefonatsempfangsgerät (Handy, Festnetz) auf der anderen Seite ist gerade defekt, oder ausgeschaltet, oder die angerufene Person möchte schlicht nicht reden/gestört werden. Als eher ungut gilt, mehrmals hintereinander anzurufen, obwohl man entweder schon weggedrückt wurde oder aus anderen Gründen keine Verbindung zu Stande gebracht hat. Klappt es mit dem Gespräch doch, kann man sich in diesen Fällen der unbedingten Sympathie des Gegenübers nicht sicher sein.</p>
<p>Überhaupt nicht ideal ist das Telefonat, wenn man über mehrere Zeitzonen verteilt jemanden erreichen möchte (NIEMAND versteht Zeitzonen), oder mitten in der Nacht unbedingt noch etwas besprechen möchte, vor allem, wenn einem die alkoholinduzierte Romantik dazwischengekommen ist. Ist man ein unhöflicher Arsch, sind einem freilich Zeitzonen und Uhrzeiten egal.</p>
<p>Fotos oder sonstige Dateien übermitteln sich per Telefonat auch eher schlecht. Und: Telefonate sind meistens etwas Privates. Man sollte also auch respektieren, dass andere Leute nicht in andere Privatwelten eindringen wollen, und somit sei gesagt: Ist man an einem öffentlichen Ort, IST ES NICHT NÖTIG, INS TELEFON ZU SCHREIEN! Die Dinger sind technologisch ein Wahnsinn, die müssen nicht angebrüllt werden.</p>
<p>Das wars fürs erste mit dem modernen Klumpert. In Bälde kommt noch moderneres, sowas wie Skype, und Twitter.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Alles ist gut, die Innenministerin übernimmt.</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 08:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Mickl-Leitner]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Proteste zeigen Wirkung, alles wird gut, ACTA ist jetzt in den besten Händen. Eigentlich eine Frechheit, was sich die österreichische Botschafterin in Japan ausnimmt, so einfach was zu unterschreiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Proteste zeigen Wirkung, alles wird gut, ACTA ist jetzt in den besten Händen.</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/actastop.jpg" rel="lightbox[acta]" title="Alles ist gut, die Innenministerin übernimmt."><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/actastop.jpg" width="600"></a></p>
<p>Eigentlich eine Frechheit, was sich die österreichische Botschafterin in Japan ausnimmt, so einfach was zu unterschreiben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist denn ACTA?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/02/14/was-ist-denn-acta/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 18:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsverweigerung]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

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		<description><![CDATA[In ganz Europa gehen die Leute auf die Straße, auch in Österreich regt sich der Widerstand, und die Regierung zuckt mit den Schultern. &#8220;ACTA? Also, wir haben des net unterschrieben, des muss a andere Abteilung gewesen sein.&#8221; Wie in der besten Parodie schiebt das Außenministerium den Ball zum Innenministerium, aber auch das Wirtschaftministerium ist dabei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ganz Europa gehen die Leute auf die Straße, auch in Österreich regt sich der Widerstand, und die Regierung zuckt mit den Schultern. &#8220;ACTA? Also, wir haben des net unterschrieben, des muss a andere Abteilung gewesen sein.&#8221; Wie in der besten Parodie schiebt das Außenministerium den Ball zum Innenministerium, aber auch das Wirtschaftministerium ist dabei, und vielleicht wars doch der Ministerrat, und jedenfalls weiß niemand, wer denn jetzt eigentlich das Einverständnis gegeben hat, damit die in Japan sitzende österreichische Botschafterin dieses nicht ganz unwichtige Dokument unterschreiben konnte.</p>
<p>Während so Halbrepubliken und Schurkenstaaten wie die Tschechische Republik, Lettland, Polen oder die Slowakei die Ratifizierung bereits auf Eis gelegt haben, weil sie verstanden haben, dass ihnen die Tragweite dieses Abkommens nicht so ganz bewusst war, druckst man in Österreich herum. Eh klar, war ja nicht anders zu erwarten. Aber es liegt einem schon folgendes auf den Lippen: Gehts scheissen! Wenn ihr (damit seid ihr Dodln in der Regierung gemeint) schon nicht im Stande seids, ein Dokument zu lesen und zu verstehen, dann stehts wenigstens dazu, dass die Befehlslade mal wieder mit Scheiss gefüllt wurde. Aber Rückgrat ist freilich nicht zu erwarten.</p>
<p>Die slowenische Botschafterin hat sich entschuldigt, immerhin. Deutschland hat ACTA (noch) nicht unterschrieben. An manchen Orten gibt es also doch noch Leute, die ihre Aufgaben erst nehmen.</p>
<p>Dass die SPÖ jetzt im <a href="http://derstandard.at/1328507728124/ACTA-SPOe-will-im-EU-Parlament-gegen-ACTA-stimmen">Parlament</a> gegen ACTA stimmen möchte, ist natürlich irgendwie schon sensationell. Sensationell spät.</p>
<p>Zum Thema ACTA/SOPA/PIPA und VDS habe ich mich übrigens <a href="http://www.aec.at/aeblog/2012/01/17/sopa-widerstand-und-wieso-es-uns-alle-treffen-konnte/">hier</a>, <a href="http://www.aec.at/aeblog/2012/01/24/vorratsdatenspeicherung-bald-wirds-ernst/">hier</a> und <a href="http://www.aec.at/aeblog/2012/02/07/die-zeit-lauft/">hier</a> schon ausgelassen, viel Vergnügen, oder eigentlich genau das Gegenteil&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schönes Angebot</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 19:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
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		<category><![CDATA[Chef]]></category>
		<category><![CDATA[Drei]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn Sie als Großunternehmer wirklich deutlich vermitteln wollen, wer der Chef ist und wer nicht, müssen Sie zuschlagen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie als Großunternehmer wirklich deutlich vermitteln wollen, wer der Chef ist und wer nicht, müssen Sie zuschlagen!</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/ichcheckdunix.jpg" rel="lightbox[463]" title="ichcheckdunix"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/ichcheckdunix-300x239.jpg" alt="" title="ichcheckdunix" width="600" class="aligncenter size-medium wp-image-464" /></a></p>
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		<title>Ein neuer Rettungsschirm ist da&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 17:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[rest]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsschirm]]></category>
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		<description><![CDATA[Die EU hat beinahe vollzählig einen neuen Rettungsschirm genäht, die Frage, ob er den Fall bremsen oder vor schlechtem Wetter schützen sollen, bleibt weiterhin ungeklärt. Die Hebelung beträgt 1,5 Billionen Euro. Da ich mich nicht vorstellen kann, wieviel Geld das ist, folgen jetzt ein paar Relationen. Löst man die 1,5 Billionen Euro in 10 Cent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU hat beinahe vollzählig einen neuen Rettungsschirm genäht, die Frage, ob er den Fall bremsen oder vor schlechtem Wetter schützen sollen, bleibt weiterhin ungeklärt. Die Hebelung beträgt 1,5 Billionen Euro. Da ich mich nicht vorstellen kann, wieviel Geld das ist, folgen jetzt ein paar Relationen.</p>
<p>Löst man die 1,5 Billionen Euro in 10 Cent Münzen auf, so erhält man 15 Billionen Münzen. Ausgeschrieben sieht das so aus: </p>
<p>15 000 000 000 000 Münzen.</p>
<p>Eine Münze wiegt 4,1 Gramm, das heißt, alle diese Münzen zusammen hätten ein Gesamtgewicht von 61 500 000 000 000 Gramm, also 61 500 000 Tonnen, soviel wiegen ca. 40000 Autos.</p>
<p>Aber weg vom Gewicht (das ist mir irgendwie zu abstrakt), hin zu den Maßen. Eine 10 Cent Münze hat einen Durchmesser von 19,75 mm. Alle Münzen aneinandergelegt haben somit eine Breite/Länge von 296 250 000 Kilometer. Damit geht sich der Erdumfang am Äquator ca 7400 Mal aus. Oder anders: Würde man die Münzen auch übereinanderlegen, würde sich eine 14,2 Meter hohe Mauer rund um den Äquator ausgehen.  Das ist schon recht hoch.</p>
<p>Ein 500 Euro Scheine ist 0,13120 Quadratmeter groß. In 500 Euro Scheinen braucht man 30 000 000 000 Stück, um diese Geldsumme zu erbasteln. Diese Scheine würden eine Fläche von 393 600 000 Quadratkilometern bedecken. Der größte Kontinent, Asien, ist 44 700 000 Quadratkilometer groß. Wären die Geldscheine ein Kontinent mit einer vergleichbaren Einwohnerdichte wie Asien, würden auf diesem Kontinent ca. 35 000 000 000 Menschen leben.</p>
<p>Weils erfragt wurde: Rechnet man die Münzen in Badewannen um, unter der Annahme, dass eine Badewanne 300 Liter fasst, so könnte man 29 563 200 Badewannen füllen, damit wäre beispielsweise grob über den Daumen jede in Kanada lebende Person mit einer Badewanne versorgt.</p>
<p>Ungefähr 54000 Fussballfelder könnte man mit den Geldscheinen auslegen. Somit wären fast alle Welser und Welserinnen mit jeweils einem Spielfeld versorgt, aber was würden Österreicherinnen und Österreicher schon mit Fussballfeldern anfangen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Detail zur Rettungsgasse</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asfinag]]></category>
		<category><![CDATA[kleinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsgasse]]></category>

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		<description><![CDATA[Peinlicher Fehler der Asfinag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/asfinag.gif" width="100%"></p>
<p>Schöne Idee, der Flyer, und sicher auch informativ. Aber ein wenig peinlich ist das schon auch&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Danke, danke, danke!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[strache]]></category>
		<category><![CDATA[Verhetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein heutiger Dank gilt all jenen, die es durch ihre Politik ermöglicht haben, dass eine Person, die den Protest gegen den WKR-Ball mit der Reichskristallnacht und die Kritik an der politischen Ausrichtung mit der Verfolgung der Juden im Dritten Reich vergleicht, ernsthafte Chancen hat, Anführer der meistgewählten Partei Österreichs zu werden. Mein heutiger Dank gilt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein heutiger Dank gilt all jenen, die es durch ihre Politik ermöglicht haben, dass eine Person, die den Protest gegen den WKR-Ball mit der Reichskristallnacht und die Kritik an der politischen Ausrichtung mit der Verfolgung der Juden im Dritten Reich vergleicht, ernsthafte Chancen hat, Anführer der meistgewählten Partei Österreichs zu werden. </p>
<p>Mein heutiger Dank gilt auch jenen, die es wieder nicht schaffen werden, sich nach Alternativen umzuschauen, sich zu informieren, sich Gedanken darüber zu machen, wieso das, was die FPÖ anbietet, nicht besonders klug ist und nur eine weitere Eskalationsstufe darstellt, einen weiteren Schritt in Richtung Zerstörung einer demokratischen Kultur und eines sozialen Miteinanders.</p>
<p>Dieser Mann bringt keine Lösungen, sondern nur Probleme. Wer das nicht versteht, tut mir leid&#8230;</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://inartissojo.com/blog/2012/01/30/danke-danke-danke/"><img src="http://img.youtube.com/vi/xewktKnVCso/2.jpg" alt="" /></a></span>
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		<title>Herr Graf, zeigen Sie an!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 08:46:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[Ball]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[Graf]]></category>
		<category><![CDATA[Hofburg]]></category>
		<category><![CDATA[WKR]]></category>

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		<description><![CDATA[Gar nicht geehrter Herr Graf! Bitte, lassen Sie Ihrer Ankündigung taten folgen und zeigen Sie alle Personen an, die am 27.01.2012 gegen den WRK-Ball demonstriert haben. Aber machen Sie dort nicht Halt, zeigen Sie auch all jene an, die in Zeitungen, Blogs, Fernsehen und sonstigen Plattformen verkündet haben, dass es nicht besonders fein ist, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gar nicht geehrter Herr Graf!</p>
<p>Bitte, lassen Sie Ihrer Ankündigung taten folgen und zeigen Sie alle Personen an, die am 27.01.2012 gegen den WRK-Ball demonstriert haben. Aber machen Sie dort nicht Halt, zeigen Sie auch all jene an, die in Zeitungen, Blogs, Fernsehen und sonstigen Plattformen verkündet haben, dass es nicht besonders fein ist, dass der WKR-Ball in der Hofburg stattfindet und damit den Anschein erweckt, als wäre er ein von der Republik Österreich offiziell veranstalteter. Dass es nicht besonders fein ist, dass der Ball am Gedenktag der Befreiung von Auschwitz stattfindet. </p>
<p>Zeigen Sie bitte jede einzelne Person an, machen Sie sich die Mühe, um damit ein paar Dinge klarzustellen.</p>
<p>Erstens: Sie und Ihre Gesinnungsgenossen haben nicht begriffen, was das Recht auf Demonstrationen für eine Demokratie bedeutet, eine Demokratie, die Ihnen ja angeblich so sehr am Herzen liegt, dass Sie dafür kämpfen werden (bewaffnet sind Sie ja zumindest mit Säbeln&#8230;), den WRK-Ball weiterhin an bekannter Stelle stattfinden zu lassen, weil wo kämen wir denn dahin, wenn sich die Rechtsextremen womöglich woanders treffen müssten, nur weil in diesem Land der Konsens herrscht, dass Rechtsextremismus pfui ist.</p>
<p>Zweitens: Sie hätten ja gern, dass alle Demonstrierenden den Polizeieinsatz finanzieren, den Sie angeblich notwendig gemacht haben. Freilich könnte man da meinen, Sie vertauschen Ursache und Wirkung, aber anders gefragt: Wieviel Geld würden Sie mit den Anzeigen verschwenden? Verwaltungskosten, Gerichtskosten, Zeit, um die Leute zu identifizieren, die gegen den WRK-Ball demonstriert haben, das würden ja sicherlich nicht Sie bezahlen.</p>
<p>Ich bitte Sie nochmal mit Nachdruck: Zeigen Sie an. Alle! Dann haben wir es wenigstens Schwarz auf Weiß, was den Tatbestand der Verhetzung erfüllt, und was nicht. Gerade für Ihre Partei könnte das freilich sehr interessant sein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenige Worte&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz und deutlich: Jeder und jede, der und die diesen Artikel gut findet, ist ein Arschloch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/heute-entfuehrung.jpg" rel="lightbox[heute]" title="Wenige Worte..."><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/heute-entfuehrung.jpg" alt="" width="700" /></a></p>
<p>Kurz und deutlich: Jeder und jede, der und die diesen Artikel gut findet, ist ein Arschloch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ballsaison ist, ich brauche Orden!</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 17:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[faymann]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[Mitterlehner]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[strache]]></category>

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		<description><![CDATA[Na bitte. Faymann hat einen, Spindelegger hat einen, Berlakovich hat einen, Heinisch-Hosek hat einen, Stöger hat einen, Hundstorfer hat einen, Mitterlehner hat einen, Ostermayer hat einen, und auch Strache hat einen. Jetzt haben wieder ein paar Leute wieder ein paar Gramm Gewicht mehr, das sie in der]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na bitte. Faymann hat einen, Spindelegger hat einen, Berlakovich hat einen, Heinisch-Hosek hat einen, Stöger hat einen, Hundstorfer hat einen, Mitterlehner hat einen, Ostermayer hat einen, und auch Strache hat einen. Jetzt haben wieder ein paar Leute wieder ein paar Gramm Gewicht mehr, das sie in der <a href"http:>Ballsaison</a> ausführen können, ist doch schön.</p>
<p>Bundespräsident Heinz Fischer redet irgendwas von verantwortungsvoller Aufgabe, nutzt die Gelegenheit, um zu zeigen, dass er noch nicht ganz weg ist und man ihn noch einsparen sollte, und eigentlich bleibt nur noch die Frage, ob man in Zukunft nicht empfindlich reagieren sollte, wenn einem ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenzeichen_f%C3%BCr_Verdienste_um_die_Republik_%C3%96sterreich">Orden</a>, also, pardon, ein Ehrenzeichen, in Gold, oder in Silber, mit Band oder mit Stern, oder wie auch immer, angeboten wird. </p>
<p>Natürlich wettert die FPÖ gegen die Vergabe, weil die haben sich ja gegenseitig vorschlagen, die von der Regierung. Und eigentlich ists auch ein Blödsinn, dass man fürs Herumsitzen einen Orden bekommt, aber der Heinz Christian freut sich trotzdem. Und regt sich dafür net so auf, dass er in Wahrheit noch bis 2016 warten müsste, auf den Orden. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Es kann sich jeder leisten!&#8221; &#8211; Peter Westenthaler</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/23/es-kann-sich-jeder-leisten-peter-westenthaler/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende fand wieder die beinahe wichtigste Veranstaltung des Jahres statt, der ORF widmete wieder gefühlte 64 Stunden Fernsehzeit dem Thema Kitzbühel, und es ist eigentlich auch gut so, eh ois super. Sonst wäre mir diese Wortspende entgangen, vom Möchtegernimmobilienmakler und Nationalratsabgeordneten Peter Westenthaler. Mal davon abgesehen, dass diese zwei Tätigkeiten sicher wunderbar miteinander vereinbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende fand wieder die beinahe wichtigste Veranstaltung des Jahres statt, der ORF widmete wieder gefühlte 64 Stunden Fernsehzeit dem Thema Kitzbühel, und es ist eigentlich auch gut so, eh ois super. Sonst wäre mir diese Wortspende entgangen, vom Möchtegernimmobilienmakler und Nationalratsabgeordneten Peter Westenthaler. Mal davon abgesehen, dass diese zwei Tätigkeiten sicher wunderbar miteinander vereinbar sind, lässt diese Statement tief blicken, ähnlich tief wie der Ausschnitt seines Hemds. Man könnte natürlich sagen: &#8220;Ah, eh kloa!&#8221; Aber es gilt: Nicht abstumpfen, nicht weichkochen lassen, ärgern, ärgern, ärgern.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://inartissojo.com/blog/2012/01/23/es-kann-sich-jeder-leisten-peter-westenthaler/"><img src="http://img.youtube.com/vi/NdzA_qT_kzc/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Und von mir aus seis gesagt: Ja, ich bin neidisch. Und zwar neidisch darauf, dass mir meine Mitmenschen nicht in so einem Ausmaß am Allerwertesten vorbeigehen, dass ich jegliche Perspektive von außerhalb meiner Nasenspitze nicht mehr wahrnehme. Das Leben muss unglaublich leicht sein.</p>
<p>Übrigens, das Menü vom Stanglwirt: <a href="http://www.stanglwirt.com/de/unsere-speisekarte.html">Leistung muss sich wieder lohnen!</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bitte nicht abstumpfen!</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/21/bitte-nicht-abstumpfen/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 10:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander Wrabetz braucht also doch keinen Büroleiter. Zumindest keinen zusätzlichen. Schon wieder haben Leute gehetzt, die Diskussion hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht, zum Schutz der von sich selbst und der eigenen Familie zieht Pelinka seine Bewerbung zurück, was aber nichts damit zu tun hat, dass er die falsche Person für die Stelle gewesen wäre. Jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Wrabetz braucht also doch keinen Büroleiter. Zumindest keinen zusätzlichen. Schon wieder haben Leute gehetzt, die Diskussion hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht, zum Schutz der von sich selbst und der eigenen Familie zieht Pelinka seine Bewerbung zurück, was aber nichts damit zu tun hat, dass er die falsche Person für die Stelle gewesen wäre.</p>
<p>Jetzt könnte man natürlich nachfragen, wie das denn alles gemeint sei, aber das macht ja eigentlich keinen Spaß mehr, außerdem haben andere gefragt. Antworten gibts eh keine, zumindest keine, bei denen man sich nicht sofort übergeben möchte.</p>
<p>Interessant ist, dass die ORF-Redaktion, die sich zur Wehr gesetzt hat, gelobt, gefeiert wird, als Vorbild genommen wird für all jene, denen mittlerweile der Unmut über die Umstände im Allgemeinen öfter mal die Laune verdirbt. Das Motto lautet: Schaut, Redakteurinnen und Redakteure des ORF haben es geschafft, wenn ihr euch engagiert, zusammenhält, euch organisiert, dann könnt ihr alles niederreisen.</p>
<p>Ja, eh.</p>
<p>Problem ist: Die meisten haben keinen ORF zur Verfügung. Das ist nun mal das größte Mediennetzwerk dieses Landes. Auch wenn keine Unternehmensmittel hergenommen wurde, so ist die Reichweite dieser Organisation selbstverständlich mit kaum einer anderen vergleichbar. Bitte nicht falsch verstehen: Der Widerstand der Redaktion ist großartig.</p>
<p>Aber allzu naiv sollte man an die Sache nicht herangehen. Es wurde in dieser Causa einiges orchestriert, inszeniert, intrigiert. Wer wirklich was wollte, das wird sich wohl auch nach längerer Recherche nicht wirklich freilegen lassen, auch wenn wir uns das gerne einbilden, so blöd sind die wichtigen Beteiligten nicht.</p>
<p>Es gilt, sich nicht weichkochen zu lassen. Dieser &#8220;Erfolg&#8221; ist womöglich gar keiner, womöglich nur Inszenierung. Um &#8220;uns&#8221; zu zeigen, dass wir eh was erreichen könnten, wenn wir uns endlich mal organisieren würden. Wenn wir den Arsch hochkriegen würden, dann könnten wir die Missstände in Regierung, Organisation, Verwaltung bereinigen, unser Recht wahrnehmen, das Volk regieren lassen. Aber weil wirs nicht tun, gehts uns scheinbar eh gut genug, also dürft eh alles leiwand sein.</p>
<p>Jo, eh.</p>
<p>Nicht abstumpfen. Nicht weichkochen lassen. Ärgern, wo man sich ärgern muss. Und ja nie die Hände in den Schoß legen. Aber auch nicht auf Wunder hoffen. </p>
<p>PS: Dass der WKR-Ball bis vor kurzem ein Weltkulturerbe war, da fehlen mir echt die Worte&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bewerbung zum Büroleiter von Superalex</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/09/bewerbung-zum-buroleiter-von-superalex/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 15:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren! Den Medien konnten wir entnehmen, dass eine Leiterin oder ein Leiter für das Büro von ORF-Intendant Alexander Wrabetz gesucht wird. Nun ist zwar bereits ein Kandidat im Gespräch, ungeachtet dessen bieten wir hiermit unsere Arbeitszeit für diese Aufgabe an. Unsere Stärken werden Sie sicherlich überzeugen: Zusammen verfügen wir beide über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Den Medien konnten wir entnehmen, dass eine Leiterin oder ein Leiter für das Büro von ORF-Intendant Alexander Wrabetz gesucht wird. Nun ist zwar bereits ein Kandidat im Gespräch, ungeachtet dessen bieten wir hiermit unsere Arbeitszeit für diese Aufgabe an.</p>
<p>Unsere Stärken werden Sie sicherlich überzeugen: Zusammen verfügen wir beide über jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Medien, Kunst, Kultur, Marketing, Online-Consulting, PR, Einzelfachhandel, Teaching, Coaching, Automatisierungstechniken, Robotik und Wurstspezialitäten. Die Möglichkeiten für eine Doppelführung des Büros sind weitreichend, als 2 voneinander unabhängige Personen wirken wir an zwei Orten gleichzeitig. So würden wir beispielsweise eine Pressekonferenz veranstalten und an ihr teilnehmen, die aus Social-Media bekannte bilaterale Kommunikation würde damit auf eine gänzlich neue, unserer Meinungen nach zukunftsweisende, Ebene gehoben. Zusätzlich kann sich beispielsweise einer von uns in der Betriebskantine aufhalten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erklären, was sie nicht verstehen (Coaching- und Team-Building-Maßnahmen), während der andere die Bürotätigkeiten (Inserateverwaltung, Beschwerden, politisches Ein- und Umfärben) koordiniert, dies alles würde auf Grund unserer engen teaminternen Koordination zeitnah und kompetent abgewickelt werden, unnötige Reibungsverluste durch konträr zur Unternehmungsführung stehende Meinungen wären somit ein weiteres Kapitel des erfolgreichen Geschichtsbuches des ORF. Stichwort Meinungen: Dadurch, dass 2 Personen mit der Büroleitung beauftragt wären, ergäbe sich die Möglichkeit, ein politisch entsprechend breit aufgestelltes StellvertreterInnenteam zusammenzustellen, um sämtlichen Vorwürfen diesbezüglich sofort den Wind aus den Segeln nehmen zu können.</p>
<p>Wir sparen dem ORF real kein Gehalt, dafür fordern wir auch nicht mehr als das, was Sie für eine Person zu zahlen bereit wären. Sie erhalten also 80 Stunden Arbeitszeit zum Preis von 40. Über die Höhe der Entlohnung müsste man sich allerdings auf Grund unserer Erfahrung und Kenntnisse noch unterhalten. </p>
<p>Zum Zwecke eines Gespräches bitten wir Sie, eines der folgenden Zeitfenster zu berücksichtigen, zu anderen Zeiten ist es uns aus privaten und beruflichen Gründen leider nicht möglich, einen Termin wahrzunehmen:</p>
<p>Freitag, 06.01.2011, 10:00 &#8211; 10:30 Uhr<br />
Freitag, 13.01.2011, 13:33 &#8211; 14:13 Uhr<br />
Mittwoch, 29.02.2011, 08:00 &#8211; 08:15 Uhr</p>
<p>In freudiger Erwartung auf ein Gespräch verbleiben wir mit freundlichen Grüßen und wünschen noch ein schönes Restjahr 2012</p>
<p>Michael und Michael</p>
<p>PS: Bedenken Sie bitte, wieviel Ressourcen Herr Intendant Wrabetz sich sparen könnte, indem er sich nur einen Namen für seinen Büroleiter merken muss.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Jahr 2012</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/04/das-jahr-2012/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 15:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Neujahrsrede wurde dieses Jahr von einem Präsidenten gelesen, der aus einem Gang kommend an einen Stuhl herantritt, der an einem Tisch steht, der irgendwie immer noch am Gang steht. Schließlich setzt er sich, und beginnt gleich einmal damit, zu erklären, was eine Ratingagentur ist, wie wichtig Europa ist, dass Entscheidungen gemacht werden müssen, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neujahrsrede wurde dieses Jahr von einem Präsidenten gelesen, der aus einem Gang kommend an einen Stuhl herantritt, der an einem Tisch steht, der irgendwie immer noch am Gang steht. Schließlich setzt er sich, und beginnt gleich einmal damit, zu erklären, was eine Ratingagentur ist, wie wichtig Europa ist, dass Entscheidungen gemacht werden müssen, so als ob das angesprochene Volk noch irgendetwas mit diesen Entscheidungen zu tun hätte, außer mit den Folgen. Freilich gehört er selbst auch nicht zu jenen Menschen, die mit diesen Entscheidungen aktiv zu tun haben, im Gegensatz hat er sich allerdings durchaus freiwillig in dieses demokratische Exil begeben. Anstatt etwas zu sagen, das den Leuten Optimismus spendet, sie erleichtert, ihnen Perspektiven gibt, oder sie zumindest kurz unterhält, redet er über all das, was wir eh schon Länge mal Breite mal Tiefe mal Populismus aus sämtlichen Medien dieses und nicht nur dieses Landes kennen. Und dabei wirkt er auch noch so, als ob er den Text, den er da stockend abliest, zum ersten Mal liest und eigentlich selbst nicht so recht daran glauben mag, was da steht. Wenigstens gibt es ein paar schöne Gesten, und ab und an ein Lächeln, das wärmt das Herz ungemein.</p>
<p>Andererseits, was will man schon groß sagen, als jemand, der jahrzehntelang die österreichische Politik erlebt hat und somit noch weiß, was früher so von einer Politikerin oder einem Politiker gefordert wurde, zumindest an menschlicher oder beziehungsweise idealerweise und intellektueller Kapazität, da kann einem bei einem Vergleich mit jenen, die aktuell so an den Hebeln wirken, die Romantik ins Gesicht schiessen. Wenigstens kündigt der Bundespräsident keinen Krieg an…</p>
<p>Erheiternd im neuen Jahr ist dafür eine weitere Umdefinition des Mittelstands, zumindest laut ÖVP. Hieß es noch im Jahr 2011 während der Budgetrede, dass der Mittelstand jenes Landes aus jenen Leuten besteht, die ein jährliches Einkommen von 20000 bis 100000 € aufweisen, würde jetzt der Mittelstand am härtesten getroffen werden, wenn es eine Erbschaftssteuer gäbe, die einen Freibetrag von nur 400000 € erlaubt. Das sind zwar im schlechtesten Fall 20 Jahre, im besten Fall 4 Jahre, in denen man zu 100% asketisch lebt, um auf einen Betrag in dieser Region zu kommen, aber das ist der ÖVP egal. Wahrscheinlich auch egal ist ihr, dass dadurch geschätzte 98% der Bevölkerung dieses Landes nicht einmal mehr zur Mittelschicht gehören, dabei hätte die Finanzministerin diese Schicht schon so weit nach unten erweitert. Man hat es in der ÖVP nicht immer leicht.</p>
<p>Die SPÖ verfolgt ihren Kurs Richtung Unverschämtheit zumindest auf Bundesebene auch im neuen Jahr konsequent, wenn diese Partei gemeinsam mit der ÖVP nicht dafür sorgen würde, dass geistig Verarmte aus dem braunen Sumpf wieder ans Tageslicht schwappen, könnte es einem ja egal sein. Allerdings erreicht die Dreistigkeit, mit der einem junge unqualifizierte Sauerstoffverschwender quasi mitten ins Gesicht lügen mittlerweile wirklich, wirklich, wirklich sehr schwer zu verdauen. Sollte jemand einen Tipp für eine verdauungsförderndes Mittel haben, ich bitte darum.</p>
<p>Ein schönes Restjahr euch allen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein unvollständiger Jahresrückblick</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 12:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[grasser]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[öbb]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[spö]]></category>
		<category><![CDATA[Westbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist 2011 also fast schon vorbei. Werner Faymann ist immer noch Bundeskanzler, trotz Internet, Josef Pröll nicht mehr Vizekanzler, wegen Lungenembolie. Karl-Heinz Grasser ist immer noch zu schön, zu gut ausgebildet, aus zu gutem Hause, um wegen diverser Unschuldsvermutungen von der Justiz belästigt zu werden. Ernst Strasser ist kein EU-Parlamentarier mehr, sogar der ÖVP [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist 2011 also fast schon vorbei. Werner Faymann ist immer noch Bundeskanzler, trotz Internet, Josef Pröll nicht mehr Vizekanzler, wegen Lungenembolie. Karl-Heinz Grasser ist immer noch zu schön, zu gut ausgebildet, aus zu gutem Hause, um wegen diverser Unschuldsvermutungen von der Justiz belästigt zu werden. Ernst Strasser ist kein EU-Parlamentarier mehr, sogar der ÖVP waren seine Ausritte ein bisschen zu viel des Schlechten. Die SPÖ tut mittlerweile nicht mal mehr so als ob es keine Postenschacher gäbe, egal wo, und für den Wissenschaftschaftsminister sind Wutbürger amüsant. Die NMS (ehemals Mittelschule Neu) wird weiter so umgebaut, dass man 2018/19 echt nur die Schilder auf den Hauptschulen ändern muss, das läuft dann unter Sparprogramm. Die ehemalige Innenministerin ist jetzt Finanzministerin, verhält sich allerdings im Wesentlichen genauso wie vorher und brilliert mit Sachverstand und Fremdsprachenkompetenz. Die FPÖ entdeckt die Liebe. </p>
<p>In Italien gibt es jetzt eine nichtgewählte Regierung, dafür gibt es einen Clown weniger, der diesmal womöglich wirklich zumindest offiziell weg ist. In Spanien gabs Proteste, jetzt gibt es dort eine konservative Regierung, in Norwegen beging ein Irrer einen Massenmord, was österreichische Politikerinnen und Politiker zum Anlass nahmen, um die Überwachungsmaßnahmen ein klein wenig auszuweiten. Europa wird von Merkel und Sarkozy regiert, obwohl das EU-Parlament gerade überlegt, ob es vielleicht nicht doch noch legistische Mittel gibt, um sich ab und an ins Regieren einzuschalten. Griechenland ist pfui und faul und undankbar, die Weltwirtschaft insgesamt im Kübel, aber Änderungen sind halt auch so teuer. </p>
<p>In Ägypten wurde eine Diktator, den die meisten in Europa nicht mal mitbekommen haben, durch eine Militärregierung ersetzt, die verspricht, eh bald Wahlen abzuhalten, in Lybien wurde ein anderer Clown ermordet und &#8220;sein&#8221; Land befreit, Tunesien war den meisten irgendwie egal, genauso wie Syrien, obwohl da manche doch schon den Finger heben, dass es vielleicht nicht so leiwand ist, was dort so abgeht, aber es wurde eine Kommission hingeschickt, die feststellen soll, was Sache ist. Dass da ein Kriegsverbrecher dabei ist, das ist einfach nur schlechte Optik.</p>
<p>In Nordkorea gibt es auch einen Clown weniger, aber die Nachfolgeclowns stehen schon in den Startlöchern, man darf gespannt sein, ob Nordkorea oder der Iran den Wettlauf um die nächste Atomwaffe gewinnt. Stichwort Atomwaffe: In Japan hat sich ein Tsunami gemeinsam mit deinem Erdbeben redlich bemüht, ein paar Atomkraftwerke zu schließen, und im Nachhinein muss man froh sein, dass Japan davon betroffen war, und nicht so manch anderes Land.</p>
<p>Auf der Westbahnstrecke fahren jetzt zwei verschiedene Unternehmen, Österreich fährt nicht zur EURO 2012, in der Ukraine werden weiterhin keine Hunde verbrannt, dafür kriegen die Unis ihre Unimilliarde, sogar in neuer Währung. Unsere Kaufkraft ist angeblich wesentlich größer, als noch in den 1970ern, trotzdem kaufe ich mir, im Gegensatz zu meinen Eltern, keine Wohnung und kein Auto. </p>
<p>An dieser Stelle könnt ich euch nach euren Highlights fragen, da es aber wahrscheinlich ähnlich gut klappen würde, wie mit meiner Bitte um Kommentare zum Thema Integration, lass ich diesen Aufruf bleiben, freue mich auf 2012 und wünsche euch das Allerbeste, oder auch das Allerschlechteste, je nachdem, was ihr euch wünscht.</p>
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		<title>Die Identitätskrise</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/12/08/die-identitatskrise/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 12:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe eine Identitätskrise, und damit stehe ich nicht allein da, zumindest nicht, wenn man dem Integrationsstaatssekretär Kurz Glauben zuwirft. Wie viele Menschen, die so sind, wie ich, also Eltern haben, die aus einem anderen Land nach Österreich eingewandert sind und hier eine Familie gegründet oder erweitert haben, fällt es mir nicht immer leicht, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eine Identitätskrise, und damit stehe ich nicht allein da, zumindest nicht, wenn man dem Integrationsstaatssekretär Kurz Glauben zuwirft. Wie viele Menschen, die so sind, wie ich, also Eltern haben, die aus einem anderen Land nach Österreich eingewandert sind und hier eine Familie gegründet oder erweitert haben, fällt es mir nicht immer leicht, zu sagen, dass ich mich wie ein Österreicher fühle. Weil ich in einer anderen Sprache aufgewachsen bin (zumindest zu Hause), weil das sonntägliche Mittagessen meist erst um 14 Uhr stattfindet, weil der Weihnachtsabend für mich eigentlich ein Fasttag und so weiter und so fort. Bei Fussballspielen zwischen Österreich und Polen fiebere ich für die Weiß-Roten mit, früher aus sportlichem Selbstschutz, mittlerweile gehen mir die rationellen Gründe dafür aus, beim Skispringen wars aber auch so, dass ich lieber die springende Rotzbremse siegen gesehen habe, als Morgi, Schlieri, Wolfi oder sonstwen. Trotzdem würde ich behaupten, dass meine Integration in Österreich durchaus ganz gut funktioniert hat.</p>
<p> Im Verlauf meines Lebens haben mich freilich nicht besonders helle Gestalten gefragt, wie das überhaupt geht, wenn man nicht sagen kann, ob man Österreicher ist oder Pole, und ein wenig habe ich tatsächlich darüber nachgedacht und mir mit der Behelfskonstruktion &#8220;Ich bin Wiener&#8221; weitergeholfen. Auf die Frage: &#8220;Wenns da hier nicht gfallt, was machst dann noch da, wieso schleichst dich nicht z&#8217;Haus?&#8221; habe ich meistens gar nicht geantwortet, denn Identitätsgefühl ist die eine Sache, die sich Wohlfühlen eine gänzlich andere. Ich muss nicht unbedingt die Identität eines Faschisten teilen, wenn er mir einen Platz im Warmen anbietet, während ich vor der Tür erfrieren müsste, nur so als Beispiel.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, als was sich meine Eltern sehen, vielleicht, weil es ihnen auch ähnlich egal ist, wie es mir mittlerweile geworden ist. <del datetime="2011-12-10T14:55:07+00:00">Sie sind damals nach Österreich gekommen, weil Österreich auf sie den Eindruck machte, die Möglichkeiten für ein angenehmes Leben zu bieten, dieser Eindruck hat sich bis heute nicht geändert.</del> Revision: Ich habe keine Ahnung, wieso sie damals nach Österreich gekommen sind. Sie haben die Sprache gelernt, haben sich ins Berufsleben mehr oder weniger erfolgreich eingeschlossen, und haben ihr Kind so erzogen, wie sie es wohl in großen Teilen auch in Polen getan hätten. Freilich unter wesentlich angenehmeren Umständen.<br />
Das Resultat ist eine Person, die sich in Österreich wohl fühlt, ohne wirklich sagen zu können, Österreicher zu sein. Ich habe einen fantastischen Job, zahle meine Steuern, habe Freunde, von denen interessanterweise so gut wie niemand einen Migrationshintergrund hat (einerseits ist diese sprachliche Konstruktion zwar ein wenig älter, aber immer noch sensationell, andererseits lüge ich, wenn ich sage, dass ich einen habe, zumindest laut Statistik Austria). Irritierenderweise entspreche ich damit dem, was Kurz als eine Ausweg aus der Diskriminierung ansieht:  <em>&#8220;Dieses Bewusstsein kann nur entstehen, wenn man erfolgreich ist, sich hier etwas aufbaut, eine Wohnung kauft und Wurzeln schlägt.&#8221;</em> Er spricht bei diesem &#8220;Bewusstsein&#8221; davon, sich zum Österreichersein zu bekennen, ein Österreichbewusstsein zu entwickeln oder zu schaffen. Integration ist also nur durch Assimilierung möglich, und Assimilierung findet durch wirtschaftlichen Erfolg statt.</p>
<p>Das soll eine Lösung sein? Erfolg ist im Gegensatz zu dem, was uns die Leistungsträgerpartei erklären möchte, in den seltensten Fällen von den eigenen Fähigkeiten abhängig. Eine Wohnung kaufen? Wie? In welcher Welt lebt dieser Mensch? Mein Verdienst liegt über dem österreichischen Durchschnittseinkommen, und eine Wohnung zu kaufen ist in etwa so realistisch wie eine Reise zum Mond mit meinem Fahrrad (wer mir jetzt mit Kredit kommt, verdient sich eine Gnackwatschn&#8230;).</p>
<p>Aber wieso muss ich überhaupt eine österreichische Identität entwickeln, um in diesem Land gleichberechtigt behandelt zu werden? Was ist diese österreichische Identität überhaupt? Was habe ich als Wiener mit einem Vorarlberger gemeinsam, oder mit einem Kärtner? Wie bitte soll ein Umschwung in den Köpfen stattfinden, hin zu einer offeneren Gesellschaft, die Einflüssen von außen nicht automatisch mit Argwohn entgegentritt, wenn der dafür zuständige Staatssekretär den &#8220;Erfolg&#8221; der Integration verknüpft mit beruflichem Erfolg und Immobilienbesitz? </p>
<p>Randnotizen aus der innenpolitischen Restlandschaft der letzten Tage:<br />
Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf möchte seinen Einfluss geltend machen, um den WKR-Ball auch in Zukunft in der Hofburg stattfinden zu lassen. Ich hoffe, dass der Einfluss gering ist.</p>
<p>Sein Amtsvorgänger und mittlerweile Bundespräsident Heinz Fischer empfiehlt der Opposition, bei der Abstimmung zur Schuldenbremse einfach den Plenarsaal zu verlassen, dann stimmen sie nicht zu, aber die Zweidrittelmehrheit ist trotzdem geschafft. Ich hoffe, dass diese Vorgehensweise in der Politikwissenschaft als die &#8220;Heinz-Fischer-Methode&#8221; verankert wird (oder eigentlich wurde).</p>
<p>Und die Bundesregierung hat sich ausgedacht, dass man das Parlament eigentlich gar nicht braucht, um die Schuldenbremse verpflichtend durchzuzusetzen. Man beschließt einfach eine 15a-Bestimmung, die für die Länder verpflichtend ist, und gut ists.</p>
<p>Wem noch nicht fröstelt: </p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://inartissojo.com/blog/2011/12/08/die-identitatskrise/"><img src="http://img.youtube.com/vi/oOaScC52edg/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Gut ists.</p>
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		<title>Offener Post an Bundeskanzler Werner Faymann</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/11/24/offener-post-an-bundeskanzler-werner-faymann/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 13:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Geehrter Herr Faymann! Als langjähriger und offensichtlich schlecht geübter Staatsbürger erlaube ich mir, die Kommunikationsmittel, die Sie neuerdings erschlossen haben, zu nutzen, um ein paar Fragen an Sie zu richten. Selbstverständlich erwarte ich mir einige Antworten, sofern es sich zwischen Weltretten und so tun als ob ausgeht. 1) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geehrter Herr Faymann!</p>
<p>Als langjähriger und offensichtlich schlecht geübter Staatsbürger erlaube ich mir, die Kommunikationsmittel, die Sie neuerdings erschlossen haben, zu nutzen, um ein paar Fragen an Sie zu richten. Selbstverständlich erwarte ich mir einige Antworten, sofern es sich zwischen Weltretten und so tun als ob ausgeht.</p>
<p>1) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben Ihres Twitter-Kanals?</p>
<p>2) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben einer Facebook-Fanpage?</p>
<p>3) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben eines Youtube-Kanals?</p>
<p>4) Wieso muss ich auf Facebook ihr &#8220;Fan&#8221; werden, um einen Link auf Ihrer Pinnwand zu hinterlassen, ohne dass ich einen Post kommentiere?</p>
<p>5) In Zeiten von Schuldenbremse, Inseratskandale und sonstige Köstlichkeiten frage ich Sie, wie es mit Ihrem politischen Gewissen vereinbar ist, eine nicht unbedingt als bescheiden zu bezeichnende Summe Geld, welches nicht aus Ihrer Tasche kommt, in Ihre Onlineaktivitäten zu stecken?</p>
<p>6) Wann kommt Ihrerseits eine Klarstellung, was es mit den gekauften Fans, den Leserbriefen, etc. zu tun hat?</p>
<p>7) Und als letzte Frage: Finden Sie nicht, dass es an der Zeit wäre, damit aufzuhören, das Volk, das sie zu einem gewissen Teil gewählt hat, auf den Arm zu nehmen und die Arbeit als Bundeskanzler aufzunehmen?</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, ich freue mich auf Ihre Antworten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein kurzer Stand der Dinge</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/11/14/ein-kurzer-stand-der-dinge/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 20:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Russland kauft Badmintonschläger, um seine Elitesoldaten fit zu halten. Italien hat einen Berater von Goldman Sachs als Premierminister. Griechenland hat kein Geld, also keine Probleme. In Österreich halten 6% der Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung des Bildungssystems für wichtig. Großbritannien legt die Latte für zukünftige Premierministerinnen oder Minister so niedrig, dass man schon wieder drüberspringen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Russland kauft Badmintonschläger, um seine Elitesoldaten fit zu halten.<br />
Italien hat einen Berater von Goldman Sachs als Premierminister.<br />
Griechenland hat kein Geld, also keine Probleme.<br />
In Österreich halten 6% der Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung des Bildungssystems für wichtig.<br />
Großbritannien legt die Latte für zukünftige Premierministerinnen oder Minister so niedrig, dass man schon wieder drüberspringen kann.<br />
Stichwort Springen: In Wien findet das Fest der Pferde statt.<br />
In Syrien ist das Ausland schuld an der Misere, es soll aufhören, unnötig Gewalt anzustacheln.<br />
Saudi-Arabien ist das alles prinzipiell egal, aber doch nicht ganz.<br />
Palästina ist für die Unesco ein offizieller Staat.<br />
Die Unesco muss ab jetzt auf Geld verzichten, die USA zahlen nichts.<br />
Das Militärbudget der USA wird im Jahr 2012 eine Rekordhöhe von über 710 Milliarden Dollar erreichen.<br />
Der Staat Österreich nimmt im Jahr grob über den Daumen 150 Milliarden Euro ein.<br />
Norwegen verschärft seine Anti-Terrorgesetze nicht.<br />
In Deutschland werden rechtsextremistische Gruppierungen vom Verfassungsschutz finanziert.<br />
In Mitteleuropa ist es neblig und kalt.<br />
Der November ist so, wie er ist. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Werner Faymann und das Internet</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/11/04/werner-faymann-und-das-internet/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:36:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte nicht behaupten, dass der Twitter-Account &#8220;teamkanzler&#8221;, der offizielle Twitter-Account des österreichischen Bundeskanzlers also, der nutzloseste Account ist, dem ich folge, da würden sich sicher ein paar finden, die Faymann auch in dieser Rangliste auf einen der hinteren Plätze verschieben würden. Aber ich möchte schon fragen, was für einen Sinn ein Account hat, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte nicht behaupten, dass der Twitter-Account &#8220;teamkanzler&#8221;, der offizielle Twitter-Account des österreichischen Bundeskanzlers also, der nutzloseste Account ist, dem ich folge, da würden sich sicher ein paar finden, die Faymann auch in dieser Rangliste auf einen der hinteren Plätze verschieben würden. Aber ich möchte schon fragen, was für einen Sinn ein Account hat, der im Wesentlichen aus folgenden Meldungen besteht: </p>
<p>@xxxx: done ;-)<br />
@ieuls: wird erledigt!<br />
@93ls: danke! :-)<br />
@93kdl: müssen wir schauen!<br />
@m9jkl: müssen wir fragen!<br />
@wijl: wird sich zeigen!<br />
@jilje: ja sicher!<br />
@ljijlkad: hier! http://bit.ly/jldkf</p>
<p>Und so weiter, und so fort. Ich bin mir schon dessen bewusst, dass der Teamkanzler vermutlich mehr Zusendungen bekommt, als meine Wenigkeit, aber sollte dazwischen nicht ab und an auch nützlicher, interessanter, spannender Content herauskommen? Sollte es nicht die Aufgabe des Teams, das hinter diesem Account steht, diese Tweets sinnvoll zu sammeln, zu bearbeiten, so, dass ein von außen nachvollziehbarer Dialog möglich ist? </p>
<p>Und wieso flutet man am Tag des Starts den Channel mit dutzenden Nachrichten, um dann schon vier Tage später kaum noch Updates zu liefern?</p>
<p>Und zum Thema Facebook: Wieso ist die Pinnwand gesperrt? Wieso kann ich nicht öffentlich ein Thema vorschlagen, sondern müsste zu einem der vorgebenen Meldungen kommentieren. Was soll das?</p>
<p>Dass es grad in einer Zeit, wo relativ viel Stinkendes im Bereich Inserate, unerlaubte Werbungen, bla, bla, nach außen dringt schon ziemlich dreist ist, mit einem &#8220;Social-Media-Auftritt&#8221; zu prahlen, der voll professionell wird, voll teuer war, das sei einmal dahingestellt. Dass dieser Auftritt dann auch noch so aussieht, das ist doch wirklich nur noch eine Verarsche. Also die Frage direkt: Werner Faymann, wieso verarschen Sie uns?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inartissojo.com/blog/2011/11/04/werner-faymann-und-das-internet/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Pensionsschock? Schockpensionisten!</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/10/31/pensionsschock-schockpensionisten/</link>
		<comments>http://inartissojo.com/blog/2011/10/31/pensionsschock-schockpensionisten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 08:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inartissojo.com/blog/?p=380</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon so schrullig wie so manch ältere Menschen, denen man im Alltag begegnet. Naiverweise gehe ich davon aus, dass es sich leichter lebt, wenn man auf gewisse, nennen wir es Konventionen, einfach gepflegt einen gedanklichen Krapfen drauflegt. Man ist in seiner Welt, in der kennt man sich aus, hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon so schrullig wie so manch ältere Menschen, denen man im Alltag begegnet. Naiverweise gehe ich davon aus, dass es sich leichter lebt, wenn man auf gewisse, nennen wir es Konventionen, einfach gepflegt einen gedanklichen Krapfen drauflegt. Man ist in seiner Welt, in der kennt man sich aus, hat ja schließlich schon Jahrzehnte mit sich und dieser Welt verbracht, und alles, was es bisher nicht geschafft hat, in diese Welt einzudringen, ist es wohl sowieso nicht wert, sich damit auseinanderzusetzen.</p>
<p>Macht mich jemand darauf aufmerksam, dass ich gerade ein bisschen gar laut in mein Mobiltelefon plärre, schüttel ich einfach nur den Kopf, murkse ein „Die Leit, die Leit&#8230;“ heraus und telefoniere munter weiter. Was interessiert mich die Ruhezone im Zug, irgendwann habe sicher auch ich dafür gekämpft, dass es so etwas überhaupt gibt, ganz sicher.</p>
<p>Wenn im Zug eine Zeitung auf dem Tisch liegt, dann nehme ich sie mir. Proteste der Besitzerin oder des Besitzers sind mir wurscht, denn ich habe ein Anrecht auf Zeitungen, so.</p>
<p>Wenn ich gerade in einer Reisegesellschaft fahre und mich die Lust packt, einem Freund ein Geburtstagsstanzl zu singen, dann packe ich die Quetschn aus und singe, Ruhezone siehe oben.</p>
<p>Wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, dass ich gleich von einer Straßenbahn aus meinem Dasein geräumt werden, dann schreie ich diese Person an, gebe ihr zu verstehen, dass sie sich schleichen soll, mich in Ruhe lassen soll, dass ich mich extra weit weg gestellt habe, damit ich das Geschwätz dieser Person nicht ertragen muss. Und dann beschimpfe ich die Person als Sklaven der Gesellschaft und der Handys.</p>
<p>Wenn ich jemandem eine Email (!) schreibe, rufe ich sofort an, um zu sagen, dass ich gerade eine Email geschrieben habe und egal wie die andere Person darauf reagiert, ich erzähle ihr trotzdem den gesamten Inhalt der Email.</p>
<p>Aber eigentlich muss man gar nicht alt sein, um sich so zu verhalten. Oder handelt es sich bei solchen Verhaltensmuster tatsächlich um ein Altersprivileg?</p>
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		<title>Eine kurze Anleitung an die Politikerin und den Politiker von heute</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 17:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer öfter und an immer mehr Stellen hört man, und liest man, und bekommt man gesagt, dass die Leute der Politik nicht mehr vertrauen, dass die Leute verdrossen sind, müde sind von der Politik, die verloren, korrupt, machthaberisch, verbrecherisch und egoistisch ist und stinkt. Und die armen Politikerinnen und Politiker wissen nicht mehr, wie sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer öfter und an immer mehr Stellen hört man, und liest man, und bekommt man gesagt, dass die Leute der Politik nicht mehr vertrauen, dass die Leute verdrossen sind, müde sind von der Politik, die verloren, korrupt, machthaberisch, verbrecherisch und egoistisch ist und stinkt. Und die armen Politikerinnen und Politiker wissen nicht mehr, wie sie das Vertrauen der Wählerschaft erarbeiten können, es glaubt ihnen ja niemand mehr. Damit diese armen Leute nicht verzweifeln, habe ich hier ein paar Punkte zusammengefasst, die bei richtiger Anwendung Erfolg versprechen.</p>
<ul>
<li>Sei kein Scheisskerl! Niemand mag Scheisskerle, und auch keine Scheisskerlinnen. Nicht einmal Darth Vader.</li>
<li>Benimm dich ordentlich!</li>
<li>Schreie kein Flugpersonal an, wenn es sich weigert, einen Flughafen im Blindflug anzusteuern und schreie das Personal auch nicht an, wenn es nicht auf deinen Wunsch reagiert, gefälligst den Flugplan von der gesamten euro-amerikanischen Flugzone zu ändern, damit du trotz Verspätung trotzdem nicht den Anschlussflug verpasst. Selbst wenn es verständlich ist, dass du deinen Schweinsbraten gern frisch hast.</li>
<li>Greife niemanden an, der oder die sich davon gestört fühlt. Egal wo, egal wie, egal wieso. Und lasse auch nicht greifen, du Scheisskerl!</li>
<li>Kaufe keine Meinungen, erarbeite sie. Und vergleiche nicht Zeitungsredakteure mit Diktatoren.</li>
<li>Wenn du etwas versprichst, halte es ein. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du es schaffst, dann sag das, und gib kein Versprechen ab. Wenn du abhängig bist von anderen, verspreche nichts. Wenn es dir scheissegal ist, verspreche nichts.</li>
<li>Kontakte sind eh fesch. Aber wenn du sie nutzt, mach es so, dass niemand zu Schaden kommt. Wirklich niemand. Wenn dein Horizont oder deine Weitsicht nicht ausreichen, um dies unfallfrei zu bewerten, dann vergiss das mit dem Ausnutzen der Kontakte.</li>
<li>Mach verdammt noch mal keine Werbung für Unternehmen, die nichts mit dem Staat zu tun haben. Und mach für dich durch Arbeit Werbung, und nicht durch Grinsekatzeninserate.</li>
<li>Höre den Leuten zu, versuche ihre Probleme zu verstehen, und wenn du sie nicht verstehst, lass sie dir erklären. Deine Aufgabe ist es, Probleme zu lösen, nicht darüber zu sprechen.</li>
<li>Gib Konzepte vor, habe Visionen und nimm genug Energie mit, um sie gegen Widerstände durchzusetzen.</li>
<li>Erkläre deine Ideen, deine Pläne, deine Entscheidungen. Halte die, denen du es erklärst, nicht für blöd.</li>
<li>Lass dich nicht kaufen!</li>
<li>Sei populär, aber sei es durch deine Arbeit, nicht durch deine Kampagne.</li>
<li>Und nochmal: Sei kein Scheisskerl!</li>
</ul>
<p>Diese Liste könnte man im Detail endlos fortsetzen, aber wenn du Politikerin oder Politiker bist und dich an diese Punkte hältst, wirst du sicher einiges bewirken können. Aber wenn du Politikerin oder Politiker bist, dann liest du diesen Mist eh nicht, oder?</p>
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		<title>Rauchen oder nicht Rauchen, was ist hier die Frage?</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 09:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Moment ist es scheinbar wieder in Mode, sich gegenseitig darüber den Schädel zu spalten, ob es jetzt cooler ist, zu Rauchen oder nicht zu Rauchen. Und es ist mir fast peinlich, zu gestehen, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was jetzt genau das Problem ist. Früher waren die Fronten ganz klar gezogen: Wer cool [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment ist es scheinbar wieder in Mode, sich gegenseitig darüber den Schädel zu spalten, ob es jetzt cooler ist, zu Rauchen oder nicht zu Rauchen. Und es ist mir fast peinlich, zu gestehen, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was jetzt genau das Problem ist.</p>
<p>Früher waren die Fronten ganz klar gezogen: Wer cool sein wollte, hatte zu pofeln, was das Zeug hält, aber nur Zigaretten, die Sportvariante war etwas für Hippies. Bis auf filmische Superhelden hatten alle lässigen, fantastischen, supereren Leut mindestens einen Tschick im Mundwinkel hängen. Superman nicht. Aber der ist halt auch echt anders. Aber diese Bild wissen wir, und so manch neuere Produktion spielt damit, Mad Men zeigt vor, wie gut ein Lucky Strike-Packerl in einer Hemdtasche aussieht.</p>
<p>Dass der Umgang mit diesen Suchtmitteln natürlich irgendwie naiv und verklärend ist, wurde irgendwann von der Unterhaltungsindustrie eingesehen, das Image hat sich gewandelt, und auch in der Formel 1 gibts jetzt Werbung für Computerteilzulieferer statt für Marlboro, nun gut.</p>
<p>In der europäischen Union setzen sich jetzt nach und nach Gesetze durch, die Regeln sollen, wie es denn mit dem Umgang mit diesen Nikotindingern in der Öffentlichkeit aussehen soll, und irgendwie ist ja ein gewisser politischer Konsens vorhanden. Geraucht wird im Privatbereich, punkt. Weil überall anders schadets eventuell jemandem, der oder die nicht davon berührt werden möchte, aus welchen Gründen auch immer. Nach ein paar Jahren Evolution könnte man meinen, dass dieses Thema eigentlich keine große Sache ist. Und selbst Politikerinnen und Politiker gehen mit bestem Beispiel voran, oder haben Sie irgendwann in den letzten 10 Jahren jemanden von denen rauchen gesehen? Na eben&#8230;</p>
<p>Und jetzt kommt man wohl zu den Wirtschafts- und Lobbyinteressen: Rauchen ist gar nicht so ungesund, wie man tut, das stimmt alles nicht, die linkslinken Systemmedien schlagen auch da zu und so weiter und so fort. Fakten werden von Antifakten vernascht, Studien überschlagen sich in- und umeinander und am meisten freuen sich wahrscheinlich die Institute, die für die Studien zuständig sind. &#8220;Heast, mochts es mal die Antikampagne, die nimmt man uns nimma ab.&#8221; &#8211; &#8220;Passt, dafür gibts dann am Monatsende wieder an gscheiten Empfang, ja?&#8221;</p>
<p>Dass Zigaretten ihre positiven Seiten haben, das wird von Leuten, die zumindest ab und an gekostet haben, auch nicht wirklich in Abrede gestellt, auch wenn das, was heutzutage als Zigarette verkauft wird, ja wirklich ein eigentlich unzumutbares Derivat ist, aber gut. Dass es nicht besonders gesunde oder wirtschaftlich kluge Gründe gibt, das wird auch niemand von der Hand runterdiskutieren wollen. Ziemlich ähnlich verhält es sich ja mit Alkohol, und soweit mir bekannt ist, kommt das in der Arbeit trinken oder betrunken sein nicht besonders gut an, auch wenn es strenggenommen keine Gesetze dagegen gibt.</p>
<p>Das eine gut, das andere schlecht zu heißen, das ist halt schon ein wenig unehrlich und verdrehend. Dass der Einfluss auf meine Umgebung ein anderer ist, wenn ich mir ein Bier hineinstell oder mir eine Zigarette anrauche, das wird wohl hoffentlich niemand verneinen, außer ich neige dazu, mein Bier grundsätzlich in einer Temperatur von min. 100° Celsius zu genießen. Dass es direkte und indirekte Folgen gibt, das weiss doch mittlerweile jedes Kind.</p>
<p>Also, bitte, ein wenig mehr Ernst, oder weniger, je nachdem, was man darunter versteht, in die Diskussion mitnehmen. Wenn man sich anschaut, was zu diesem Thema geschrieben, debattiert, herumgedreht, beleuchtet, beschimpft und bewasweißichwast wird, dann kann einem einfach nur noch schlecht werden. Die Tatsachen liegen auf dem Tisch, ziemlich klar. Vernunft und Nachsicht muss man sich erarbeiten, die Bemühungen in diese Richtung bleiben allerdings von Bestand. So!</p>
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		<title>Was ist ein Aufzug?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/10/05/was-ist-ein-aufzug/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 08:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[aufzug]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: Ich überwinde meine Faulheit und setze ab jetzt Großbuchstaben, wo es mir nötig erscheint&#8230; Es ist eigentlich erstaunlich, dass dieser Klassiker der Alltagsunterhaltung so lange gebraucht hat, um auf meinem gedanklichen Schlachttisch zu landen. Einen Aufzug benützt man als in einer Stadt lebender Mensch vermutlich täglich. Wenn man ihn nicht benutzt, dann kommt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Disclaimer: Ich überwinde meine Faulheit und setze ab jetzt Großbuchstaben, wo es mir nötig erscheint&#8230;</em></p>
<p>Es ist eigentlich erstaunlich, dass dieser Klassiker der Alltagsunterhaltung so lange gebraucht hat, um auf meinem gedanklichen Schlachttisch zu landen. Einen Aufzug benützt man als in einer Stadt lebender Mensch vermutlich täglich. Wenn man ihn nicht benutzt, dann kommt man beinahe unter Garantie an einem vorbei. Für die 10 bis 15 Leute, die nicht wissen, was ein Aufzug ist, gibt es hier und jetzt eine kurze Einleitung.</p>
<p>Ein Aufzug oder Lift, wie es unter anderem in manchen Gegenden Deutschlands und in England heißt, aus dem Englischen kommt der Begriff nämlich, denn liften heißt nicht nur Pobacken und Wangen straffen, sondern auch heben, und das ist natürlich genauso unpräzise, wie Aufzug, weil schließlich handelt es sich bei diesem Wunderwerk nicht um ein Gerät, das lediglich nach oben, sondern durchaus auch nach unten fahren kann. Der Amerikaner nennt es übrigens elevator, was eben auch nicht ganz richtig, aber auch nicht ganz falsch ist. Ich wäre für schlurf, habe aber ob meiner späten Geburt kaum noch Mitspracherecht.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-364" title="ab" src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/ab.jpg" alt="" width="400" /><br />
<em>Aufzüge sind meistens klar beschriftet. Musterbeispiele findet man beispielsweise am Wiener Westbahnhof</em></p>
<p>Aufzüge gibt es in verschiedensten Ausführungen und unterschiedlich lang. Es gibt die Pater-Noster-Variante, obwohl das eigentlich fast schon gelogen ist, denn im Alltag ist sie praktisch ausgestorben, weil zu gefährlich. Hat die Leut zu sehr gereizt, einfach weiterzufahren, sich vom Mühlwerk zerquetschen zu lassen, oder beim vorbeifahren der Stockwerke Hände, Arme oder Bierflaschen rauszustrecken. Merke: Auch bei Aufzügen ist weniger Verantwortung mehr!</p>
<p>Es gibt gläserne Geschöpfe, die sich an den Außenseiten von Hochhäusern hochquälen, dabei so wirken, als würden sie gar keine Anstrengung auf sich nehmen, und den Blick freigeben auf die Insassen, die mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit sehr unglücklich sind, dass sie nicht für kurze Zeit ohne Wahrnehmung sind, besonders, wenn der Boden des Käfigs auch aus Glas ist.</p>
<p>Und es gibt ganz normale Aufzüge, mit Schiebetüren, in Bürogebäuden, in Ubahnstationen, in Krankenhäusern. Früher kam es vor, dass ein Liftwart, der sogenannte liftboy, die Bedienung dieses komplexen Geräts übernahm, aber seit ein durchschnittliches Telefon mehr Knöpfe hat, als die Bedientafel eines Aufzugs, ist auch dieser Beruf in Vergessenheit geraten. Elegant war er schon, unterhaltsam, wenn auch nicht für die, die ihn ausgeübt haben, obwohl sie angeblich viel mithören konnten, über das sie natürlich nicht sprechen durften, ähnlich wie Ärzte und Patienten, man kennt das.</p>
<p>In Aufzügen der netteren Art wird Musik gespielt, Fahrstuhlmusik, und das gilt nicht zu Unrecht als ein Schmähwort für andere Musikarten. Aber wer sweet child o&#8217; mine am Soloklavier schätzt, der schätzt sicher auch Hotels.</p>
<p>In Aufzügen gilt es üblicherweise einige Verhaltensregeln zu befolgen, diese sind relativ universell und vom Ort der Installation beinahe unabhängig. Grundsätzlich gilt: Wer stärker drängelt, ist früher drin. Sobald sich die Pforten zum Glück öffnen, sollten die Aktentasche eingeklemmt, die Rucksackgurte strammgezogen, die Arschbacken zusammengezwickt sein, denn jetzt gehts los: Auch wenn Leute auf die absurde Idee kommen sollten, aussteigen zu wollen, dürfen Sie nicht nachgeben. Ihr Wille muss eisern sein, Ihr Ziel ist das Innere der Kabine, und nichts anderes. Lassen Sie alles links und rechts liegen, sobald genug Platz gefunden wurde, um zu stehen, drehen Sie sich Richtung Tür, bleiben stehen, und starren auf die Anzeige über der Tür. Auch beziehungsweise eigentlich vor allem dann, wenn es gar keine gibt. Es kommt nämlich der wichtigste Teil des Zustiegprozesses: Sie müssen ausblenden, was um Sie herum passiert. Konzentrieren Sie sich auf die Musik, und nicht auf die Mutter mit Kinderwagen, die schon den vierten Aufzug abwartet, weil sie zu schwach ist, um korrekt in den Lift einzusteigen. Ignorieren Sie den Rollstuhlfahrer, er hat sein Schicksal ganz sicher verdient, zeigen Sie keine Schwäche, wenn ein Pensionistenehepaar Ihnen verzweifelt hinterherblickt, denn auch wenn sich die zwei nicht mehr daran erinnern können: Sie sind sicher schon genug Aufzug gefahren in ihrem Leben.</p>
<p>Sollten Sie das Pech haben und Ihre in langen Jahren antrainierten Soft- und Hard-Skills nicht anwenden müssen, weil das Verkehrsaufkommen ein Drängeln schlicht nicht notwendig macht, so können Sie diese fahrten zum Training einiger wertvoller Spezialfähigkeiten nutzen. Diese wären beispielsweise:</p>
<p>Steigen Sie in den Aufzug ein, und gehen Sie gar nicht bis ans Ende der Kabine. Bleiben Sie gleich am Anfang stehen, halbmittig, drehen Sie sich um und, nun, sie wissen ja, was dann zu tun ist. Zusatzpunkte gibt es hier fürs Abstellen einer Tasche mittlerer Größe, natürlich zur Kabinenmitte gewendet. Was jetzt kommt, ist ein wichtiger Teil der Übung: Geben Sie jeder Person, die sich an ihnen vorbeidrängt, zu verstehen, wie unnötig und mühsam dieses Vorbeidrängen war, wieviel Anstrengung es Sie gekostet hat, um nicht aus dem Weg zu gehen und somit den Einstieg nicht zu erleichtern. Andere Leute sollen die Unnötigkeit ihrer Existenzen ruhig öfter zu spüren bekommen.</p>
<p>Eine weitere Pflichtübung: Telefonieren Sie ruhig im Aufzug. Auch wenn Sie wissen, dass sie keinen Empfang haben. Ihre Mitfahrerinnen und Mitfahrer werden es ihnen danken, dass Sie den noch immer nicht ausreichend gepflegten Dialogfetzen &#8220;Was, ich kann dich nicht hören. Was sagst? Was, ja, na, ich hab kan empfang. Was willst? Geh, wart, ich ruf dich, Was? Was ist?&#8221; auch auf diesem Abschnitt ihres Lebensweges mithören dürfen.</p>
<p>Es ist in Aufzügen übrigens durchaus erwünscht, dass man Leute, die in günstigerer Lage zur Bedientafel stehen, nicht darum bittet, das Stockwerk zu wählen, in dem man gerne aussteigen würde. Verbaler Kontakt kann nur missverstanden werden, es gibt nichts klareres, als ein mittelsanftes Zur-seite-drängen-und-den-job-selbst-erledigen.</p>
<p>Es gäbe noch eine Vielzahl zu Berichten über Aufzüge, an dieser Stelle endet der Einstieg, es gilt jetzt nämlich Aufzug zu fahren und zu üben, viel Vergnügen.</p>
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		<title>früher war alles härter</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/09/27/fruher-war-alles-harter/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 17:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[mir ist wieder mal das vergnügen in den schoß gefallen, ein paar leute, die nicht unbedingt meiner generation zugehörig sind, durch wundervolle und schöne landstriche zu chauffieren und dabei zu lernen, dass es nicht nur in österreich leut gibt, die anständig arbeiten, aber halt doch net sehr oft, dass man loben muss, wenn jemand tüchtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>mir ist wieder mal das vergnügen in den schoß gefallen, ein paar leute, die nicht unbedingt meiner generation zugehörig sind, durch wundervolle und schöne landstriche zu chauffieren und dabei zu lernen, dass es nicht nur in österreich leut gibt, die anständig arbeiten, aber halt doch net sehr oft, dass man loben muss, wenn jemand tüchtig ist und dass dieses wort überhaupt noch verwendet wird. nun ist es ohne einiger bekanntschaft zu einer person nicht immer einfach, zu dekodieren, ob jemand etwas ernst meint oder eher etwas im sogenannten scherz, außerdem bin ich der meinung, dass es bei damen und herren älterer semester im allgemeinen schwieriger ist, humor oder nichthumor richtig lesen zu können, aber ich finde derlei erkenntnisse eigentlich fantastisch, vor allem von leuten, die ganz offensichtlich schon einige landstriche dieses planeten in ihren erfahrungsschatz eingepflegt haben, zumindest wenn man dem zustand ihrer koffer nach urteilen möchte. die werden allerdings im flugzeug kaputt, und im 4-stern-hotel hat man womöglich nicht immer kontakt zur oberfläche. aber, was sag ich, aus mir spricht der pure neid.</p>
<p>und dabei sollte der neid dankbarkeit sein.</p>
<p>denn ich habs so leicht, genauso wie alle anderen in meiner generation, wir haben es so verdammt leicht. wir haben alles, im überfluss, und was machen wir? sind verzogen, arbeiten nichts, jammern, wenn wir schwanger werden, erdreisten uns, länger als 3 stund pro woche zu schlafen, sudern herum, dass wir nix haben und wissen von allem nichts.</p>
<p>gewissermaßen haben sie ja recht, auch wenn sie natürlich keine ahnung haben, also sie, die älteren, die sich noch um brot und butter streiten musste, tagelang gefroren haben und was weiß ich alles durchstehen mussten. nimmt ihnen niemand weg, und ich bewundere jede person, die das, was sich vor 70 jahren beispielsweise in europa abgespielt hat, durchaus. wenn ich auch der meinung bin, dass allein die menge an leuten, die es geschafft haben, zeigt, dass die leistung womöglich durchschnittlich war, sprich, ich sie vielleicht auch erbracht hätte, aber wie gesagt, wegnehmen tut ihnen niemand etwas. glaub ich.</p>
<p>gespräche dieser gangart können ein wenig an die nieren gehen. müssen sie nicht.</p>
<p>aber wie war das mit gewissermaßen recht haben? man starrt große teile des arbeitstages in einen bildschirm, färbt um, tippt, kalkuliert, spielt tetris und nennt es arbeit. oder man unterhält sich mit irgendwelchen leuten in irgendwelchen städten und versucht ihre probleme zu lösen. probleme, die mit ins bildschirm-starren und umfärben zu tun haben, meistens, und dann nennt man das arbeit. und dann kommt man nach hause, besucht die großmutter, und die fragt dann: &#8220;und, was hast heut produziert? hast du was zu essen gemacht, oder ein haus gebaut, oder zumindest einen ziegel? nein, na, prächtig, und du willst arbeiten?&#8221;</p>
<p>douglas adams hat in seinem prächtigen anhalter eine waffe ersonnen, mit der man einer anderen person den eigenen standpunkt vermitteln kann. so deutlich, dass diese person dann kurz oder länger so verdutzt ist, dass sie nicht anders kann, als in sich zu gehen und sich für einen idioten zu halten. nun denn, manchmal wäre so eine waffe in echt praktisch, nicht nur den älteren gegenüber. aber wahrscheinlich komme ich auch nur auf so gedanken, weil ich nicht gerade socken stopfen muss, oder hosen nähen, oder bügelbretter zusammennageln oder mauerwerk ausbessern, oder mich für brot anstellen muss.</p>
<p>aber reizen würde mich der einsatz so einer waffe schon. beispielsweise bei wolfgang schüssel. was da wohl passieren würde, wenn er realisieren würde, was andere leute halten und denken? wahrscheinlich eh nichts, das können die leute ja tatsächlich großartig, das ausblenden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>man müsste einen scheuch erfinden</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/08/08/man-musste-einen-scheuch-erfinden/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 19:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[so sehr mir der herr scheuch und seinesgleichen im magen liegen, so schwer, dass ich dafür sogar meine pause unterbrechen muss, muss man doch folgendes festhalten: in jeder demokratie, in jedem staat, der etwas auf sich hält, in jeder gemeinschaft, die liberal, tolerant, humanistisch, sozial aufgebaut ist, müsste man eine person wie scheuch (oder wen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>so sehr mir der herr scheuch und seinesgleichen im magen liegen, so schwer, dass ich dafür sogar meine pause unterbrechen muss, muss man doch folgendes festhalten: in jeder demokratie, in jedem staat, der etwas auf sich hält, in jeder gemeinschaft, die liberal, tolerant, humanistisch, sozial aufgebaut ist, müsste man eine person wie scheuch (oder wen auch immer aus dessen dunstkreis) erfinden, wenn es ihn nicht gäbe.</p>
<p>jedes system braucht parameter, vergleichswerte, um bestimmen zu können, wo man steht, wo man hingeht, und wo man sich in die scheisse setzt.</p>
<p>scheuch ist die antithese zum aufgeschlossenen menschen, der sein umfeld und seine mitmenschen zumindest zu verstehen, zu respektieren, zu akzeptieren versucht, auch wenn man sich damit oft schwer tut. hätten wir diese antithese nicht, wer weiß, vielleicht gäbe es noch viel mehr scheuchs.</p>
<p>oder verhält es sich in wahrheit umgekehrt? sind die thesen in der minderheit? ich geh wieder auf pause&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>michi macht pause</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/08/02/michi-macht-pause/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 12:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[kommt aber wieder. zu tun gibts viel, zeit gibts wenig, da ist es nur fair, die 2 bis 4 regelmäßig mitlesenden, denen mein dank gilt, nicht im dunklen tappen zu lassen. bis bald!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>kommt aber wieder. zu tun gibts viel, zeit gibts wenig, da ist es nur fair, die 2 bis 4 regelmäßig mitlesenden, denen mein dank gilt, nicht im dunklen tappen zu lassen.</p>
<p>bis bald!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>hc und das world wide web</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/07/14/hc-und-das-world-wide-web/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 17:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[hc strache]]></category>
		<category><![CDATA[pfui]]></category>

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		<description><![CDATA[jetzt hat also die gruppe &#8220;anonymous&#8221;, die in ihrer österreichischen spielart höchstwahrscheinlich ein eingetragener verein mit statuten, jahreshauptversammlung, gewähltem vorsitz und kassier ist, die website der fpö gehackt, ANGEGRIFFEN, als zeichen des protests, unter anderem gegen die politik an sich, aber auch leute mit zweifelhaften einstellungen zum umgang mit anderen im speziellen. auch aber, weils [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>jetzt hat also die gruppe &#8220;anonymous&#8221;, die in ihrer österreichischen spielart höchstwahrscheinlich ein eingetragener verein mit statuten, jahreshauptversammlung, gewähltem vorsitz und kassier ist, die website der fpö gehackt, ANGEGRIFFEN, als zeichen des protests, unter anderem gegen die politik an sich, aber auch leute mit zweifelhaften einstellungen zum umgang mit anderen im speziellen. auch aber, weils angeblich recht leicht war, war angeblich schlampig programmiert, die website. wer große teile seiner kreativen energien für messerscharfe slogans, treibende hip-hop-tracks und dieserlei dinge aufwendet, kann sich nicht auch noch mit einer website beschäftigen. obs den parteichef so richtig gestört hat, weiß man nicht, schließlich hat er ja seinen ureigenen webspielplatz (ohne verlinkung), man hat ja überhaupt des öfteren den eindruck, man hats nicht mit der fpö zu tun, sondern der hcö oder so ähnlich, aber dass seine private telefonnummer ins internet gestellt wurde, das hat ihn natürlich schon geärgert. hc strache antwortet übrigens nicht auf sms.</p>
<p>aber um sich des verdachts zu entziehen, er wolle mit dem wahlvolk womöglich nichts zu tun haben, hat er sich gedacht: post ma was auf facebook, lies ma a bissl was, was die leut schreibn, schreib ma was, gut ist, und am telefon hob i mei ruh. gesagt, getan. man hat sich einen linkisch linken zeck ausgesucht (vulgo: dreadlocks am profilbild), und gemeint: das isser, der hat die nummer gfladert, dieser verbrecher! der standard (unter anderem) hat über diese sache berichtet, hier der link mit einem screenshot der kommentare: <a title="http://derstandard.at/1308681080189/FPOe-Handy-Diebstahlsaffaere-Strache-stellt-User-auf-Facebook-an-den-Pranger" href="http://derstandard.at/1308681080189/FPOe-Handy-Diebstahlsaffaere-Strache-stellt-User-auf-Facebook-an-den-Pranger" target="_blank">http://derstandard.at/1308681080189/FPOe-Handy-Diebstahlsaffaere-Strache-stellt-User-auf-Facebook-an-den-Pranger</a></p>
<p>verstörend an diesem status und den dazugehörigen kommentaren sind einige dinge. beispielsweise die tatsache, dass sich jemand, der bundeskanzler von österreich werden möchte, scheinbar nicht dessen bewusst ist, dass er sich strafrechtlich schuldig macht, indem er von leuten dinge behauptet, die womöglich nicht stimmen, das mag im parlament durchgehen, im echten leben aber eher nicht so. selbst wenn man dann einfach den status löscht, tut, als ob nichts gewesen wäre, ich wünsche dem herren zahntechniker eine anzeige und einen prozess an den hals, der ihn zumindest kurz mal nachdenken lässt. kurz, zumindest.</p>
<p>für mich als naivling ist allerdings auch folgende sache ziemlich ernüchternd: bis vor relativ kurzem galt man als politikerin und politiker als mehr oder weniger seriös, sagte dinge, wo sich andere an die stirn greifen, bestenfalls im bierzelt unter freunden, im fernsehen oder im parlament oder sonstwo gab man sich besonnen, dachte womöglich, was das wahlviech denkt, ausgesprochen hat mans dann doch nicht, man war ja gewissermaßen erhaben. nun, jetzt scheint auch das nicht zu zählen, denn selbst einem hc strache muss klar sein, dass er auf seiner pinnwand net in einem beisl unterwegs ist.</p>
<p>jedenfalls scheiss ich auf politikerinnen und politiker, die nicht einmal so tun, als wären sie vorbilder, als würden sie zwar die probleme der kleinen leut verstehen, aber lösungen kennen, die die kleinen leute eben nicht kennen, das sollte politikerinnen und politiker auszeichnen. auf linke zecken draufpöbeln ist einfach, genauso wie es das bei rechten faschos ist. wenn man keine argumente hat. und ich zweifle daran, dass mir irgendjemand ein argument liefern kann, wieso es ok ist, diese person, diese partei zu wählen. punkt.</p>
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		<title>serviceleistungen an erwarteten stellen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/07/11/serviceleistungen-an-erwarteten-stellen/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 07:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[hitze]]></category>
		<category><![CDATA[öbb]]></category>
		<category><![CDATA[pharmaindustrie]]></category>

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		<description><![CDATA[wer dieser tage unter den temperaturen leidet, sei es aus leibesfülle, papierhaut, hormonstau oder sonstigen erscheinungen, und womöglich den gedanken hegt: &#8220;ma, leiwand wärs, wenns scho herbst wär&#8230;&#8221;, der sollte sich in den railjet setzen, dieses moderne öbb-zug-dings, und mal nach linz fahren, oder salzburg, oder irgendwohin halt, wo dieses ding, das tatsächlich schafft, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wer dieser tage unter den temperaturen leidet, sei es aus leibesfülle, papierhaut, hormonstau oder sonstigen erscheinungen, und womöglich den gedanken hegt: &#8220;ma, leiwand wärs, wenns scho herbst wär&#8230;&#8221;, der sollte sich in den railjet setzen, dieses moderne öbb-zug-dings, und mal nach linz fahren, oder salzburg, oder irgendwohin halt, wo dieses ding, das tatsächlich schafft, wie ein flugzeug zu sein, nämlich eng, unpraktisch und unbequem, hinfährt, jedenfalls dürfte diese fahrt dem wunsch nach abkühlung beikommen.</p>
<p>die klimaanlage arbeitet nämlich derart fleißig, dass herren in sakkos sitzen, teilweise sogar in mänteln, und immer noch frösteln, und damen in röcken eine ganslhaut präsentieren, als wärs grad der letzte modische schrei aus paris.</p>
<p>auf die frage, ob man denn gegen die klimaanlage etwas tun könnte, reagiert der schaffner immerhin höflich mit einem &#8220;gebens ma a paar minutn!&#8221;, wahrscheinlich um zu überlegen, wo er die decken verstaut hat, die man normalerweise bei havarien verteilt.</p>
<p>womöglich steckt die öbb in zeiten des schwindenden gewinns (!) auch mit der pharmaindustrie unter einer decke, freilich nicht unter der, die man gern hätte. irgendwie müssen die leute ja zu ihrer sommergrippe kommen, die pharmaindustrie hat nicht umsonst medikamente produziert und die journalie angehalten, schön fleißig einen panikverbreitenden bericht nach dem anderen unters volk zu knallen, das alles kostet nicht wenig geld, aber die leute werden nicht krank. von wem die iniative für eine win-win-situation allerdings letzten endes stammt, darüber kann ich nicht spekulieren.</p>
<p>vielleicht mag die öbb aber einfach nur den on-board-verkauf von warmen getränken ankurbeln. ein becher nespresso um 2,60 € machts dem oder der zugreisenden allerdings wirklich nicht so leicht, ins börserl zu greifen, um den armen bundesbahnen a bissl unter die arme zu greifen.</p>
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		<title>man sollte sich zeit nehmen</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 17:18:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[zeit für blödsinn und unsinn,für bubendummheiten,aber nur für echte,zeit fürs echte und fürs falsche,aber dann noch mehr zeit,fürs erklären,fürs echt machen,wenn man das braucht. nimmt man sichs nicht,die zeit,stehst vielleicht plötzlich im regen,und jemand hat keine zeit mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>zeit für blödsinn und unsinn,für bubendummheiten,aber nur für echte,zeit fürs echte und fürs falsche,aber dann noch mehr zeit,fürs erklären,fürs echt machen,wenn man das braucht.<br />
nimmt man sichs nicht,die zeit,stehst vielleicht plötzlich im regen,und jemand hat keine zeit mehr.</p>
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		<title>bitte nicht reden!</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 06:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[nationalrat]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[spindelegger]]></category>

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		<description><![CDATA[na bitte. jetzt wurde schon in brüssel kurz darüber gesprochen, wie das denn jetzt ist mit der fpö und stimmenthaltungen bei abstimmungen, wo es um die ehrenbürgerschaft eines gewissen adolf hitler geht. marie le pen hätte sicher etwas zu sagen gehabt, aber strache und seine kollegen hatten mehr zu sagen, und sie sagten es auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>na bitte. jetzt wurde schon in brüssel kurz darüber gesprochen, wie das denn jetzt ist mit der fpö und stimmenthaltungen bei abstimmungen, wo es um die ehrenbürgerschaft eines gewissen adolf hitler geht. marie le pen hätte sicher etwas zu sagen gehabt, aber strache und seine kollegen hatten mehr zu sagen, und sie sagten es auch lauter, also gut ist. medien berichteten und man hatte einen grund, zum fremdschämen, falls einem die anderen gründen schon ausgegangen sind, denn die medien (DIE MEDIEN!!) berichteten darüber, nicht nur in österreich, wo natürlich vor allem die grünInnengutmenschenbagagge ihre linkslinke hetzkampagne starteteten, sondern auch im ausland, in dem wahrscheinlich immer noch lauter kommunisten sitzen.</p>
<p>und michael spindelegger kommentierte das. im parlament, im nationalrat, in wien, in österreich. er kommentierte diesen vorfall, aber auch die auslösenden umstände, sprich immer noch vorhandene ehrenbürgerschaften, die trotz sämtlicher hergezogener rechtsverdrehungsgutachten, historischen unwahrheiten und weiteren dodeleien immer noch teilweise gültigkeit haben, und leute, die meinen, dass man das gar nicht mehr hochkochen muss, die vergangenheit ruhen, und so weiter, und so fort.</p>
<p>jedenfalls kommentiert spindelegger in seiner funktion als parlamentarier, övp-vorsitzender, vizekanzler und außenminister diese vorfälle, und meint, man solle österreich nicht mit peinlichen fragen anpatzen, das hat in ausländischen medien nichts verloren, das ist nestbeschmutzung, und somit pfui. &#8220;diskussionen dieser art gehören nach österreich, ich bitte sie, dieses thema nicht über internationale medien hochzuspielen!&#8221; jawohl! gründe, wieso man das nicht tun sollte, hat er keine genannt, außer, dass das land dadurch zu schaden kommen würde. denn natürlich sind die leute, die drüber reden, diejenigen, die dem land schaden, und nicht diejenige, die überhaupt diesen gesprächsstoff liefern.</p>
<p>michael spindelegger, gratulation. ich hoffe, es sitzt sich bequem auf ihrem haufen.</p>
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		<title>die unterschiedlichen perspektiven</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/06/06/die-unterschiedlichen-perspektiven/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 15:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[pickerl]]></category>
		<category><![CDATA[unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[in österreich muss man sein motorisiertes vehikel namens auto irgendwann einmal im jahr überprüfen lassen, obs eh noch fährt, und tut, und überhaupt, und an sich ist das gut. und unerwarteterweise kann diese überprüfung quell erheiternder momente sein. manchmal kann es nämlich passieren, dass man sein auto zum mechaniker ums eck schleppt und nach einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in österreich muss man sein motorisiertes vehikel namens auto irgendwann einmal im jahr überprüfen lassen, obs eh noch fährt, und tut, und überhaupt, und an sich ist das gut. und unerwarteterweise kann diese überprüfung quell erheiternder momente sein.</p>
<p>manchmal kann es nämlich passieren, dass man sein auto zum mechaniker ums eck schleppt und nach einer scheinbar sehr gründlichen untersuchung erklärt bekommt, dass das auto nicht mehr den sicherheitstechnischen richtlinien entspricht und um 1200 euro wieder in schuss gebracht werden kann. sieht man sich dann an, was denn nicht stimmt, kommen da so dinge vor wie stoßdämpfer der heckachse, an sich ein verschleissteil, der aber nur verschleisst, wenn man mit elefanten im kofferraum durch ein belgisches schlagloch durchfährt, oder ein steinschlag in der windschutzscheibe, der allerdings schon geklebt wurde, oder abgefahrene bremsbacken, deren gemeinsamer materialwert (neu, freilich) im mittleren 2-stelligen eurobereich angesiedelt ist, und noch ein paar ähnliche feinheiten. jetzt fragt man sich freilich schon, wie man auf die reparatursumme kommt, und möchte den ausführenden mechaniker auch fragen, ob er sich dessen bewusst ist, dass die reparatursumme den gesamtwert des fahrzeugs zwar nicht viel, aber doch übersteigt?</p>
<p>fragt man aber beides nicht, zieht von dannen, lässt das auto woanders überprüfen und bekommt ohne kommentar das pickerl, weil auf einmal ist alles in ordnung.</p>
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		<title>ein paar dinge übers bahnfahren</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 10:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[bahn]]></category>
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		<category><![CDATA[schaffner]]></category>
		<category><![CDATA[zeitnah]]></category>

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		<description><![CDATA[wenn man regelmäßig eine längere strecke mit dem zug fährt, kommt man auf ein paar dinge drauf, die weder spektakulär, noch überraschend sind, zumindest nicht im selben ausmaß wie beispielsweise die frage, wieso der 17-jährige angeblichsohn des besten ex-finanzministers aller zeiten an einem schultag um 9 uhr in der früh immer noch nicht mehr an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wenn man regelmäßig eine längere strecke mit dem zug fährt, kommt man auf ein paar dinge drauf, die weder spektakulär, noch überraschend sind, zumindest nicht im selben ausmaß wie beispielsweise die frage, wieso der 17-jährige angeblichsohn des besten ex-finanzministers aller zeiten an einem schultag um 9 uhr in der früh immer noch nicht mehr an sich trägt, als t-shirt und unterhose, aber manchmal sind es auch die kleinigkeiten, die zählen, manche männer wissen, wovon ich spreche.</p>
<p>jedenfalls: es ist keinesfalls selbstverständlich, mit dem mobiltelefon empfang zu haben und gespräche führen oder sms absetzen zu können. auch in mitteleuropa nicht. angeblich wurden ja millionen in spezielle verglasungen der züge und antennen und weiß der kuckuck was investiert, aber wahrscheinlich war die technische kompetenz der umsetzung auf ähnlichem niveau angesiedelt wie die finanzabteilung der öbb, das muss einen nicht ärgern, höchstens ein wenig.</p>
<p>mir geht ja auch seit einiger zeit die frage durch den kopf, wieso schaffnerinnen nicht die selben aura umgibt, wie stewardessen. dabei gibts doch in der premium-class des railjets sogar warme handtücher. vielleicht sinds die uniformen. oder der mobile ticketautomat. ich weiß es nicht.</p>
<p>was ich allerdings seit neuestem weiß, ist folgendes: trotz der auskunft, dass ein klapprad als gepäckstück gilt und somit unentgeltlich transportiert werden darf, kann es sein, dass der schaffner trotzdem geld verlangt. weil es ist nicht in einer tasche drin, deswegen ein rad, und ein klapprad mehr. merke: tasche und klapprad gehen hand in hand.</p>
<p>durchaus aufmerksam ist ein schaffner, wenn er in einem mehr oder minder komplett leeren wagon darauf hinweist, dass man auf einem platz sitzt, der eigentlich reserviert ist, es aber eh egal ist, weil der wagon ist ja leer und die person im besitz der reservierung dürfte sich ein anderes platzerl gefunden haben. das ist wahrscheinlich ein hilferuf, und wahrscheinlich sollte man in so einer situation aufstehen und den mann in den arm nehmen, aber das lässt meine taktile unzulänglichkeit nicht zu.</p>
<p>und: zeitnahe agenden sollte man nicht vom zug abhängig machen, das führt nur unnötig zu ärger. ab 1 stunde verspätung erhält man zwar immerhin 25% des ticketpreises rückerstattet, bei einer sollfahrzeit von insgesamt 1:37 ist das aber irgendwie putzig. aber ich glaub, den wisch werd ich trotzdem einreichen, wer weiß, was dabei rauskommt. vielleicht bekomm ich dann meine vorteilscard zugeschickt, auf die ich seit 9 wochen warte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>wieso ich kein misantroph bin&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 12:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[an dieser stelle im sinne von blog wird mir ja des öfteren vorgeworfen, ich sei ein misanthrop, ein menschenhasser, ein grantiger bastard, der die ganze welt für vertrottelt und hoffnungslos hält. aber das könnte nicht weiter entfernt sein von dem, was ich als wahrheit wahrnehme, nein, nein. viel mehr ist es nämlich so, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>an dieser stelle im sinne von blog wird mir ja des öfteren vorgeworfen, ich sei ein misanthrop, ein menschenhasser, ein grantiger bastard, der die ganze welt für vertrottelt und hoffnungslos hält.<br />
aber das könnte nicht weiter entfernt sein von dem, was ich als wahrheit wahrnehme, nein, nein. viel mehr ist es nämlich so, dass ich ein ausgesprochener menschenfreund bin, ich liebe menschen, wenn auch nicht alle, aber meine kriterien sind nicht besonders strenge.</p>
<p>ich liebe menschen, die lächeln, wenn sie lächeln wollen, weinen, wenn sie weinen wollen, und einen anschreien, wenn ihnen danach ist. ich liebe menschen, die ihr herz nicht auf der zunge tragen und alle 3-sekunden-bekanntschaften mit seelenschrott, der von profis entsorgt oder zumindest gesichtet werden sollte, zuladen und sich dann wundern, wenn sie immer wieder aufs neue verletzt werden, aber trotzdem sagen, was sie fühlen, was sie glauben, was sie wollen, wenns gefragt ist, und wenns wichtig ist.</p>
<p>ich liebe menschen, die im straßenverkehr acht geben, und zwar nicht nur auf sich, und nicht nur, wenn sie zu fuss unterwegs sind. stichwort acht geben: ich liebe menschen, die die bedürfnisse von anderen leuten wahrnehmen und wenn schon nicht darauf eingehen, denn verdammte seelensamaritär muss niemand sein, dann zumindest nicht darauf herumtrampeln wie karl heinz grasser auf seinem geldkoffer.</p>
<p>ich liebe menschen, die fragen: &#8220;kann ich dir helfen?&#8221; und damit meinen: &#8220;kann ich dir helfen?&#8221; und nicht: &#8220;erzähl mir, was dich beschäftigt, damit ich es gegen dich verwenden kann, du naive sau!&#8221; ich mag menschen, die lustig sind, und di emehr als einen witz kennen, und mehr als eine spielart des humors beherrschen, und die wissen, dass auf andere draufhauen nicht humor ist. gut, ausnahmen bestätigen freilich die regel, hier will ich mal nicht so streng sein.</p>
<p>ich mag menschen, die interessen haben, und die begeistern können, auch wenn das interesse die mongolischen regionalmeisterschaften im trockenangeln sind, denn ohne begeisterung und feuer ist jedes thema fad, und langweilen kann ich mich selbst am allerbesten, da herrscht kein bedarf, der von außen gestillt werden muss.</p>
<p>ich mag höfliche menschen, und zwar höflich im sinne von: &#8220;danke, dass du mir einen tee gebracht hast, hättest du vielleicht noch zucker?&#8221; und nicht falsch verstandene höflichkeit, weil man die andere person ja nicht verletzten oder beleidigen möchte, als ob es verdammt noch eins eine beleidigung wäre, um zucker zu bitten. genauso mag ich menschen, die zwar ein problem damit haben, mit einer wichtigen person einen streit einzugehen, aber es trotzdem tun, wenn es notwendig ist, um das verhältnis zwischen diesen personen oder eine person allein weiterzubringen, weiterzuhelfen.</p>
<p>ich mag zugführer, die mir sagen, dass der zug pünktlich unterwegs ist, dass alles in ordnung ist, dass alle stationen fahrplangemäß angefahren werden und dass im bistrowaggon wahlweise ein kaltes bier oder ein heisser kaffee warten, wenn ich über die entsprechenden monetären reserven verfüge, um mir die getränke leisten zu können.</p>
<p>ich mag menschen, die nicht allzu aufdringlich riechen. es muss weder coco chanel noch jauchegrube sein, ein natürlicher mittelweg ist genau mein ding.</p>
<p>ich mag menschen, die mich auf getränke einladen, egal ob im sommer oder im winter.</p>
<p>ich mag menschen, die fehle rmachen, die keine angst haben, dinge falsch zu machen, solange sie daraus lernen, und sich für fehler, die anderen menschen das ungehinderte fortsetzen ihres daseins hindern, entschuldigen und sie bestenfalls korrigieren. überhaupt liebe ich menschen, die nachdenken darüber, was sie tun, und zwar vorher, aber auch nachher, und versuchen, mitzunehmen, was sie gerade in die welt geschissen haben, und nicht jeden tag so leben, als wäre es ihr erster.</p>
<p>ich mag menschen, die bei rot über die straße gehen, wenn sie sich vergewissert haben, dass nichts kommt, das sie über den haufen fahren könnte, und wenn keine kinder in der nähe sind, außer sie nehmen sich die zeit, den kindern zu erklären, wieso sie jetzt genau das gegenteil von dem gemacht haben, was mami und der polizist, der immer so schwitzt, wenn er auf besuch kommt, sagen. menschen, die das nicht tun, sind entweder dolme, ignorantinnen und ignoranten oder menschenhasser (hasserinnen? ich weiss nicht, kommt nicht leicht über die finger, also nein, weibliche menschenhasser werden somit subsummiert).</p>
<p>und wer jetzt immer noch sagt, ich sei ein misantroph, dem sei gesagt: du auch, ätsch!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>staub weg, michi fast da</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 11:24:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[öffis]]></category>
		<category><![CDATA[sau]]></category>

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		<description><![CDATA[bevors hier ins sommerloch geht, gehts noch auf die metagerade. der michi arbeitet grad, das hobby wurde zum beruf gemacht, aber das hobby darf eigentlich nicht leiden. also: wie stufe ich die menschen ein, die ich auf der straße treffe? 1) das ausgefressene schweinsgesicht meistens leicht sliwowitzfärbig, also gerötet, mit rosanstrich. mundwinkel je nach tagesverfassung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>bevors hier ins sommerloch geht, gehts noch auf die metagerade. der michi arbeitet grad, das hobby wurde zum beruf gemacht, aber das hobby darf eigentlich nicht leiden. also: wie stufe ich die menschen ein, die ich auf der straße treffe?</p>
<p>1) das ausgefressene schweinsgesicht</p>
<p>meistens leicht sliwowitzfärbig, also gerötet, mit rosanstrich. mundwinkel je nach tagesverfassung horizontal oder nach unten strebend, kontrolle über gesichtsmimik so gut wie nicht vorhanden, im sommer stark transpiriend und meist japsend. siehst du ein ausgefressenes schweinsgesicht und bist selbst keines, geh sicherheitshalber laufen. oder nimm ein paar tage lang nicht den lift.</p>
<p>2) der berufsgrantler</p>
<p>meist anzutreffen am steuer von öffentlichen verkehrsmitteln oder am party-backend der postfiliale, optisch sehr vielfältig, markantestes merkmal ist der blick, der einem gleichzeitig folgende dinge sagt: &#8220;es interessiert mich nicht, was du willst, wer du bist, wo du herkommst, und wenn mich jetzt nicht sofort jemand fragt, wies mir geht, damit ich mit einem passt scho antworten kann, dann gibts heut am abend a sulz&#8221;. da die meisten leute rindviecher in ihrer wahrnehmung sind, enden die meisten tage mit der sulz, und oft gehts dann richtung 1.</p>
<p>3) der fitnessfaschist</p>
<p>läuft jeden tag in der arbeit, nimmt niemals den lift, auch nicht in den sears tower, kauft beim billa ausschließlich rhabarber, denn alles andere ist eine glutamatgetränke fettbombe. leute, die im sommer schwitzen, werden verächtlichst niedergestarrt. man ist sportlich, durchtrainiert, und trägt auch in der arbeit grundsätzlich sportsocken. ist hartnäckig, verdammt hartnäckig.</p>
<p>4) das alte mutterl</p>
<p>steht im weg, keppelt über radfahrer, fussgänger und hunde, taucht meistens im rudel auf und mischt sich bevorzugt in pädagogische gespräche von leuten ein, die sie gerade zum ersten mal gesehen haben. sind merkresistent, hören meistens wenig und nicht zu, sind aber leicht abzuhängen.</p>
<p>5) der/die besserwissende</p>
<p>bleibt bei jeder sich bietenden gelegenheit stehen und schaut. und wenn man dann fragt, was es denn zu schauen gibt,  bekommt man als antwort: &#8220;ich möchte, dass sie ihr kind fair behandeln!&#8221; auf nachfrage gibt es keine details, ist mit dem vorschlag, das problem selbst in die hand zu nehmen, gepaart mit einem strengeren blick, leicht in die flucht zu schlagen.</p>
<p>und jetzt kann ich nicht mehr weiterschreiben, weil ich hab gelesen, dass sich 43% der österreicherinnen und österreicher die fpö in die bundesregierung wünschen. ich such mal meinen pass&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>wozu hat österreich einen staatssekretär für integration?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/04/21/wozu-hat-osterreich-einen-staatssekretar-fur-integration/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 17:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[integration]]></category>
		<category><![CDATA[irrsinn]]></category>
		<category><![CDATA[kurz]]></category>
		<category><![CDATA[staatssekretär]]></category>

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		<description><![CDATA[kurz gesagt, nein, in aller kürze, nein, auch nicht, auf den punkt gebracht, so: weil österreich einen braucht. oder eine entsprechende staatssekretärin, ganz einfach. das wieso zu beantworten, ist eine lebensaufgabe, eine die einen in den wahnsinn oder zumindest irrsinn treiben kann und einen anderen menschen werden lässt, oder lassen könnte. man könnte sich verstricken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>kurz gesagt, nein, in aller kürze, nein, auch nicht, auf den punkt gebracht, so: weil österreich einen braucht. oder eine entsprechende staatssekretärin, ganz einfach.</p>
<p>das wieso zu beantworten, ist eine lebensaufgabe, eine die einen in den wahnsinn oder zumindest irrsinn treiben kann und einen anderen menschen werden lässt, oder lassen könnte. man könnte sich verstricken in historischen gegensätzen, überlegungen, traditionen, in werten und so gleichen. man könnte hineinschauen in die leute, wie sie jetzt ticken, wie sie vor 20 jahren tickten, wie sie vor 80 jahren tickten, wie sie in wien ticken, oder in innsbruck, oder in bregenz, oder in klagenfurt, ja, auch letzteres zahlt sich aus, und vielleicht sogar am allermeisten.</p>
<p>man könnte minderheitwertigkeitskomplexe freilegen, xenophobie, misstrauen, mangelnde bildung und somit kenntnis der sachlage und lagen, vorurteile muss man nicht mal freilegen, die springen einen an, man könnte grenzen besuchen und sich über die enge der landschaften wundern, die sie einschließen. oder man könnte es auch auf einen punkt bringen, und das tue ich jetzt: das versagen der politik, der fehlende wille, irgendetwas zu tun, mit dem man wenigstens a bissl anecken könnte, dort hin gehen, wo es weh tut, um notwendiges zu erreichen und zu verändern. der fussballtaktiker würde sagen, den pass in die schnittstelle spielen, aber von fussball verstehen wir ja nichts, so gesehen bringt diese analogie nur mir etwas.</p>
<p>fantastischerweise hat das der neue vorsitzende der övp verstanden. könnte man im ersten moment meinen. im zweiten, dritten und wahrscheinlich sogar fünftausendsten wünsch man sich allerdings mittel und volksnähe, um ihm zu erklären, was für einen bock er da gerade geschossen hat. mal davon abgesehen, dass dieser staatssekretärsposten, so wie er konzipiert wurde, überhaupt gar keine chance hat, etwas anderes zu tun, als heiße luft abzusondern, denn er untersteht dem innenministerium, und dessen ausrichtung kennt man ja, und die soll sich auch nicht ändern. ein staatssekretär, der unabhängig arbeiten kann, zwischen den ministerien vermitteln kann und gemeinsame konzepte außerhalb der schublade entwickelt, das wäre mal was. denn integration ist kein problem der finanzen, oder des inneren, oder des äußeren, oder der bildung, es ist ein grenzen überschreitendes thema, steckt fast schon im namen.</p>
<p>aber nun gut, das ist ein fehler, den man zwar nicht korrigieren wird, aber zumindest könnte. aber die person, die dieses amt bekleidet, da kann nicht mal ich mehr ruhig bleiben. nun, freilich, damit tue ich mir sonst auch nicht sehr leicht.</p>
<p>sebastian kurz, övp-wien, 25 jahre alt. geilomobilfahrer, justachenierer, profiblender. und natürlich bricht eine debatte aus. weil wie soll so eine person der aufgabe gerecht werden, wie soll sich das ausgehen? die einen schreien: man muss den jungen eine chance geben! die anderen schreien: genau, wieso fragt man nicht bei den anderen, was die können, wieso nur bei dem jungen?</p>
<p>wieso man bei dem herrn nach seiner qualifikation fragt? nicht, weil er jung ist, sondern weil er keine qualifikation vorzuweisen hat, weil der größte erfolg seines bisherigen daseins der ist, dass (angeblich) er die övp-wien von der idee überzeugen konnte, dass es lustiger ist, nach dem tschechern mit der ubahn statt mit dem taxi heim zu fahren. ein populistischer schachzug, der während der wahl durch eine peinlichkeit nach der anderen komplett zerstört wurde und sicherlich eine rolle gespielt hat, dass die övp das ergebnis bekommen hat, das sie schon längst verdient. die zweitmeisten vorzugsstimmen hat er bekommen, bei der övp, nach der spitzenkandidatin (und ex-staatssekretärin, ja, ja&#8230;) marek. bei geschätzten 200 stimmen eine große leistung.</p>
<p>aber freilich ist das billiger populismus. es wurde gesagt, man wird an der arbeit gemessen, gut, gut. aber wieso holt man dann nicht eine expertin oder einen experten in dieses amt? jemand, der sich schon jahrelang mit dem thema integration auseinandergesetzt hat, und zwar mehr als nur mittels: &#8220;und, habt ihr probleme mit die ausländer?&#8221; wieso kann man nicht so eine person an der arbeit messen, was erhofft man sich, was ist das für eine art von signal an die welt?</p>
<p>ich sags euch: ein riesiger blanker arsch ist diese entscheidung, und zwar gerichtet an alle, die das thema integration zu ihrem lebensinhalt gemacht haben, an alle, die arbeiten, um halbwegs das auslangen zu finden, und sogar an alle funktionäre der eigenen partei. integration ist uns eigentlich egal, wir brauchen die jungen, und ihr alle seid zu hässlich und zu alt. das ist das signal. zug fährt durch&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>lektionen für radfahrer und radfahrerinnen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/04/11/lektionen-fur-radfahrer-und-radfahrerinnen/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 20:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[führerschein]]></category>

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		<description><![CDATA[2 wunderbare lektionen haben mich diese woche angefahren, und natürlich bin ich so fremdliebend und gebe sie weiter. lektion 1: traue niemandem, der sagt, er fährt gerade aus fährt. niemandem. das hinterrad gewinnt immer gegen das vorderrad. lektion 2: die schuld an verkehrsunfällen trägt grundsätzlich das geschöpf, welches sich am fahrrad befindet. ganz egal, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2 wunderbare lektionen haben mich diese woche angefahren, und natürlich bin ich so fremdliebend und gebe sie weiter.</p>
<p>lektion 1:</p>
<p>traue niemandem, der sagt, er fährt gerade aus fährt. niemandem. das hinterrad gewinnt immer gegen das vorderrad.</p>
<p>lektion 2:</p>
<p>die schuld an verkehrsunfällen trägt grundsätzlich das geschöpf, welches sich am fahrrad befindet. ganz egal, ob das ein mensch ist, oder eine fliege, das fahrrad steht, fährt, fliegt, sich in luft auflöst oder singt. so hat auch der radfahrer, der aus einer parkplatzausfahrt wartet, bis es ihm der fließverkehr ermöglicht, sich in eben jenen einzusortieren (für die, die den führerschein nicht im lotto gewonnen haben: das macht man tatsächlich so!) schuld, wenn er von einem längsparkenden auto, dessen insassen beschlossen haben, am verkehr teilzunehmen, angefahren wird. die folgende konversation erspare ich mir, ich gebe nur noch einen hinweis: der rückspiegel ist kein schminkutensil.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>wann isn das endlich vorbei?</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 08:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[gaddafi]]></category>
		<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[kanzler]]></category>
		<category><![CDATA[ortstafel]]></category>

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		<description><![CDATA[langsam wirds ja echt schon fad. egal, ob man die zeitung im internet, oder am klo liest, überall immer noch das gleiche: rebellen beschiessen gaddafi, gaddafi beschiesst rebellen, allianz beschiesst gaddafi, allianz beschiesst rebellen, ölhafen besetzt, rückbesetzt, umbesetzt, hin und her, hin und her. und in japan auch immer noch die selbe fade nachricht. plutonium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>langsam wirds ja echt schon fad. egal, ob man die zeitung im internet, oder am klo liest, überall immer noch das gleiche: rebellen beschiessen gaddafi, gaddafi beschiesst rebellen, allianz beschiesst gaddafi, allianz beschiesst rebellen, ölhafen besetzt, rückbesetzt, umbesetzt, hin und her, hin und her.</p>
<p>und in japan auch immer noch die selbe fade nachricht. plutonium raus, harz drauf, radioaktives wasser aus leck, salzwasser auf kruste, hin und her, hin und her.</p>
<p>bitte, unsere aufmerksamkeitsspanne ist erschöpft, wir brauchen neue news, sonst wird uns fad. wir brauchen sensationen, und nicht die ausglutschte lasagne von vorgestern.</p>
<p>da freut man sich sogar noch mit verzögerung, dass die ortstaferln in kärnten endlich aufgestellt werden. man hat eine lösung gefunden. elefantenrunden gabs, stress, die gespräche standen am rand eines abbruchs, absurde forderungen auf beiden seiten, und dann hat man sich in der mitte der brücke getroffen, damit niemand das gesicht verliert.</p>
<p>dass dabei jetzt nicht nur ein durchgeknallter landeshauptmann auf den verfassungsgerichthof pupst, sondern jetzt auch der kanzler, das ist zwar nicht schön, aber bitte, man muss ja nicht, oder? wenn nämlich etwas nicht passt, die justiz wirds schon richte(r)n.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>mein kaffee mit didi</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 14:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[rest]]></category>
		<category><![CDATA[constantini]]></category>
		<category><![CDATA[fussball]]></category>

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		<description><![CDATA[unverhofft kommt oft, und so auch ein kaffee mit didi: michi: didi, wie gehts da? didi: geil! michi: das ist schön zu hören. die letzten auftritte von dir haben mich schon ein bisschen zweifeln lassen. didi: das gehört zu meinem beruf. wir sind eben verrückt. außerdem ist das nichts im vergleich zu dem, was woanders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>unverhofft kommt oft, und so auch ein kaffee mit didi:</p>
<p><em>michi: </em>didi, wie gehts da?</p>
<p><em>didi:</em> geil!</p>
<p><em>michi: </em>das ist schön zu hören. die letzten auftritte von dir haben mich schon ein bisschen zweifeln lassen.</p>
<p><em>didi:</em> das gehört zu meinem beruf. wir sind eben verrückt. außerdem ist das nichts im vergleich zu dem, was woanders passiert.</p>
<p><em>michi: </em>findest des jetzt net a bissl unpassend?</p>
<p><em>didi:</em> vielleicht ist unsere ausgangsposition vielleicht leichter.</p>
<p><em>michi:</em> als die von wem?</p>
<p><em>didi:</em> wir sind weiter als 2009. das personal bleibt, darauf kann man bauen, da ist feuer drin.</p>
<p><em>michi: </em>aber du bist du net auch bekannt als feuerwehrmann, also, wenns a feuer gibt?</p>
<p><em>didi: </em>ein risiko, aber wurscht. ich dachte mir, steh auf, geh heim, und komm nie wieder.</p>
<p><em>michi:</em> also heim zum feuer? ich kenn leute, die würden sich jetzt drüber freuen.</p>
<p><em>didi:</em> hickersberger, brückner, prohaska und krankl leben ja auch noch. wenn ich jetzt niedergeschlagen wäre, hätte das auch keinen sinn.</p>
<p><em>michi:</em> wie magst denn die türken auseinandernehmen?</p>
<p><em>didi: </em>wir haben eine siegermentalität bekommen. man hört immer, dass die türken nicht gut drauf sind. hoffentlich stimmt das.</p>
<p><em>michi:</em> von wem hast des denn ghört? vom manfred? vom fernseher?</p>
<p><em>didi: </em>die einfachste lösung wäre, dass uns keine elfmeter mehr zugesprochen werden. es gilt einiges zu tun. wir brauchen eine top-leistung und in schlechten phasen die unterstützung des publikums.</p>
<p><em>michi: </em>aber didi, wir spielen net zhaus?</p>
<p><em>didi:</em> wenn man zu sehr die fehler analysiert, ist das auch nicht gut. man muss das positive herausnehmen. es zählen die leistungen.</p>
<p><em>michi:</em> du, didi, ich muss.</p>
<p><em>didi:</em> dann werde ich weiterleben.</p>
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		<title>was haben österreich und japan gemeinsam?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/03/27/was-haben-osterreich-und-japan-gemeinsam/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 17:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[information]]></category>
		<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[öbb]]></category>

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		<description><![CDATA[in zeiten der krisen, der großen und der kleinen, zeigt sich etwas, das eigentlich etwas ist, aber nicht allzu viel: auf der einen seite gibts die leute, die versuchen, zu verhindern, was es zu verhindern gibt, auf der anderen die leute, die wissen wollen, was verhindert wurde und am verhindert werden ist. es entsteht ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in zeiten der krisen, der großen und der kleinen, zeigt sich etwas, das eigentlich etwas ist, aber nicht allzu viel: auf der einen seite gibts die leute, die versuchen, zu verhindern, was es zu verhindern gibt, auf der anderen die leute, die wissen wollen, was verhindert wurde und am verhindert werden ist. es entsteht ein relativ klassischer interessenskonflikt.</p>
<p>wieso ich gerade japan und österreich vergleiche?</p>
<p>nun, in japan weiss man immer noch nicht wirklich, wie es denn jetzt weitergeht, was denn überhaupt passiert ist, obs aufghört hat, zu passieren, oder eben auch nicht. mag sein, dass sich irgendjemand besser auskennt, aber die hoffnung darauf ist nicht wirklich groß, es herrscht irgendwie schon chaos, und die, die schon mal mit so einem chaos zu tun hatten, warten in russland.</p>
<p>und was hat das jetzt mit österreich zu tun? da gabs in wien einen zwischenfall, man weiss noch nicht, wie groß er ist, also parallele numero uno. es waren ziemlich viele leute davon betroffen, denn der zwischenfall war der, dass die decke oder zumindest ein teil von ihr eines der wichtigsten verkehrsknotenpunkte einzustürzen drohte, nämlich die decke des bahnhofs landstraße-wien mitte. dort wird gerade umgebaut, und man weiss noch nicht, obs etwas mit den bauarbeiten zu tun hat, oder nicht, wir werden es auch nicht erfahren, denn panik ist unsere schublade nicht. und akw gibts in der nähe auch keins.</p>
<p>die öbb, als betreiber der bahn die zuständige tante, machte das, was man üblicherweise in solchen situationen macht: man improvisiert, versucht zu retten, was noch da ist, und man sagt kein wort. und treibt somit die leute, die auf einmal mitten in der beförderung zu ihrem arbeitsplatz, den sie mit jeder faser ihres körpers hassen, aufgehalten, und müssen sich freilich aufregen, weil  das geht ja net, das kann ja net, man muss ja informieren, und man muss wissen, wissen, wissen.</p>
<p>jo, eh. man könnte sagen, einer der zweifellos zu vielen pr-manager der öbb könnte endlich mal die sau rauslassen, den leuten etwas bieten, infotainment, quasi, dimensionen tun sich da auf. aber freilich, nix. außerdem wars freitag, da ist man als pr-mensch bereits seit 2 tagen im wochenende.</p>
<p>also, die informationspolitik, die ist recht ähnlich. wieso es trotzdem geschmacklos ist, diese zwei dinge zu vergleichen?</p>
<p>in japan gehts um menschenleben. hier gehts um verspätungen. und ich bin mir sicher, dass man an den reaktionen der vor ort anwesenden und somit betroffenen leute genau das gegenteil erwarten würde.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>wieso ist die övp so verlässlich?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/03/21/wieso-ist-die-ovp-so-verlasslich/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 15:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[eisberg]]></category>
		<category><![CDATA[grasser]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[schüssel]]></category>
		<category><![CDATA[strasser]]></category>

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		<description><![CDATA[jetzt ist der nächste superstar gefallen, pardon, missverstanden worden. er wollt eh zur polizei, aber bei so vielen terminen, da kann man schon die kleinigkeiten übersehen, die terminen mit den ehemaligen, ach, die wissen doch eh, dass man ein guter ist. ganz bestimmt. blöd halt, wenn nicht die eigenen merken, dass man dreck am stecken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>jetzt ist der nächste superstar gefallen, pardon, missverstanden worden. er wollt eh zur polizei, aber bei so vielen terminen, da kann man schon die kleinigkeiten übersehen, die terminen mit den ehemaligen, ach, die wissen doch eh, dass man ein guter ist. ganz bestimmt.</p>
<p>blöd halt, wenn nicht die eigenen merken, dass man dreck am stecken hat, und es nicht die schuhe sind, die riechen. dann kann einem der sonntägliche popsch schon mal auf grundeis gehen, und diese journalisten sind ja auch dreiste, gemeine wesen, sowas macht man nicht, sowas tut man nicht. ganz hinterhältig sind die. dass man freilich über den politischen instinkt einer mikrobe verfügen muss, um sich dermaßen präpogant (jawohl, präpotent und arrogant in einem!) zu präsentieren, das muss man ja nicht deutlich betonen.</p>
<p>sensationell ist freilich nur eines: die beständigkeit der övp. ein ums andere mal schafft es diese partei, lichtgestalten aus dem hut zu zaubern, die egal zu welchem thema die creme de la creme, die spitze der spitzen, die eliteeliten darstellen, leistung, arbeit, moral, alles nur vom feinsten. beispiele nenne ich jetzt keine konkreten, ich hab ja schließlich noch etwas zu tun in dieser woche, aber wer denkt, nur die spitze des eisbergs gleiche einer inversen kläranlage, der irrt, man schaue nur beispielsweise nach tirol: http://www.youtube.com/watch?v=k54IDz8gStI</p>
<p>und wenn man zurückblickt in eine zeit, in der leute wie grasser, strasser und konsorten in der regierung saßen, dann kanns einen schütteln. wenn man dabei die aktuelle regierung vergessen könnt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die intensität des schüttelns eine andere ist. und ein mann kommt da immer wieder zum vorschein, und irgendwie auch nicht: das mascherl. und wenn er sonst nichts erreicht hat, dann hat ers zumindest geschafft, dass der schnellste weg zur rebellion gegen die eltern nicht mehr der weg in die rockmusik ist, oder ins schwulenbalett, oder die schauspielerei, sondern die politik. weil schlimmer geht echt nimma.</p>
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		</item>
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		<title>japan, kreaturen, idioten</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/03/16/japan-kreaturen-idioten/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 13:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[akw]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[die ereignisse, die derzeit japan erwischen, sind erschütternd, in jeglichem wortsinn. die art und weise, wie das japanische volk zumindest scheinbar mit dieser katastrophe oder viel mehr katastrophen umgeht, ist in wahrheit vorbildhaft. das, was die spitzenpolitiker machen, vielleicht nicht unbedingt, aber das kennt man ja auch nicht anders. was allerdings nicht vorbildhaft ist, sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>die ereignisse, die derzeit japan erwischen, sind erschütternd, in jeglichem wortsinn. die art und weise, wie das japanische volk zumindest scheinbar mit dieser katastrophe oder viel mehr katastrophen umgeht, ist in wahrheit vorbildhaft. das, was die spitzenpolitiker machen, vielleicht nicht unbedingt, aber das kennt man ja auch nicht anders.</p>
<p>was allerdings nicht vorbildhaft ist, sind die kreaturen, idioten und wappler, die diese geschichte zum anlass nehmen, um mal wieder zu zeigen, wie widerlich sie sind. beispiele gefällig?</p>
<p>welchen geistes kind man sein muss, um diese situation für geschäftemacherei auszunutzen, das kann man gar nicht schreiben, da versagt die deutsche sprache. bei kleinen, privaten gaunern ist es schon abstoßend, aber was beispielsweise die lufthansa abzieht, ist einfach nur ekelhaft. &#8220;€ 7000 für tokio ✈ deutschland ist ein marktüblicher preis, keine abzocke&#8221; (#lufthansa). jo, eh.</p>
<p>politisch interessant gehts ja gerade in deutschland zu. vielleicht sollte angela merkel kurse anbieten, wie man sich möglichst schnell selbst abmontiert. oder ein buch schreiben: &#8220;wie schaffe ich es, dass mich niemand mehr ernst nimmt &#8211; eine anleitung in 3 schritten!&#8221;. aber wahrscheinlich sind die deutschen akws in den letzten tagen einfach furchtbar schnell gealtert.</p>
<p>schön auch die öko-idealisten, die beispielsweise im forenbereich zu einem artikel zum thema japan und erdbeben posten, dass in deutschland 2 milliarden euro für energie für geräte, die im stand-by laufen, ausgegeben werden. und dass da niemand aufschreit. und dass das ungefähr 2 akws sind. aber, bitte, was zum kuckuck?!</p>
<p>dass heute russischen atomexperten, die unter anderem in tschernobyl bei der eindämmung der damaligen katastrophe engagiert waren, die einreise nach japan verweigert wurde, das verstehe auch, wer will. aber wahrscheinlich ist es wichtiger, technologische geheimnisse zu schützen, als das eigene volk. aus welchen gründen auch immer.</p>
<p>und wundern musste ich mich freilich auch schon darüber, dass mir genau vorgerechnet wurde, wieviel das alles kosten wird und was der yen und überhaupt. ich mag diese art von berichterstattung nicht. wirklich nicht. aber das dürfte den entsprechenden leuten egal sein, kanns auch.</p>
<p>mal wieder wird gezeigt, dass es keine konventionen und keine regeln gibt, und wie groß das talent von vielen leuten ist, sich zum affen zu machen, oder wie groß der drang ist, aller welt zu zeigen, was für ein riesenarschloch man wirklich ist.</p>
<p>japan wirds hoffentlich egal sein. und hoffentlich das alles halbwegs in den griff kriegen. bitte!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>wie ist das mit werbeslogans?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/03/08/wie-ist-das-mit-werbeslogans/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 16:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[puls4]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[die welt des marketings ist eine schöne, eine mysteriöse, und eine verlogene. nicht zwingend in dieser reihenfolge. einblick in diese welt erhält man selten, außer man ist bereit, sich den mechanismen dieser welt zu unterwerfen, was allerdings zwangsläufig dazu führt, dass man keinen einblick mehr hat. an dieser stelle ein herzlicher gruß an alle meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>die welt des marketings ist eine schöne, eine mysteriöse, und eine verlogene. nicht zwingend in dieser reihenfolge. einblick in diese welt erhält man selten, außer man ist bereit, sich den mechanismen dieser welt zu unterwerfen, was allerdings zwangsläufig dazu führt, dass man keinen einblick mehr hat. an dieser stelle ein herzlicher gruß an alle meine werberfreunde ;-)</p>
<p>ab und an kommen allerdings dinge raus, die einen wundern können. ein bisschen. oder mehr.</p>
<p>beispielsweise der aktuelle werbeslogan von irgendeiner sporthilfeorganisation. der lautet einerseits &#8220;lass dich nicht versteinern!&#8221;, was zwar irgendwie putzig, aber auch komplett nichtssagend ist, aber dessen dürften sich die texter und werber durchaus bewusst gewesen sein, also haben sie noch etwas drangehängt: &#8220;der mangel an bewegung kostet uns jährlich 800 millionen euro.&#8221; schmecks!</p>
<p>ich weiss ja nicht, wie es euch geht, für mich sind 800 millionen euro sehr viel geld. und 800 millionen als zahl gesehen ist irreal für mich, zur gänze. ich kann keine relation finden, die meinem kleinen hirn verbildlicht, wie groß oder klein diese zahl ist. 800 millionen 1-euro-kaffees beim maci, ok. aber was heisst das jetzt für mich? um 800 millionen euro kann man wahrscheinlich eine relativ starke fussballmannschaft einkaufen, also vielleicht so: 8 millionen fette österreicher werden für 15 fitte fussballer getauscht. na gut, das macht sinn.</p>
<p>aber die fragen, die sich mir bei diesem slogan stellen, sind folgende: werde ich als bewegungsfaule, potentiel fette person wirklich dazu animiert, mich mehr zu bewegen, nur weil angeblich eine ireal hohe summe eingespart werden könnte? ireal auf grund des gerade ausgeführten. wenn mans runterbricht auf einen österreicher, angenommen, wir wären alle bewegungstechnisch unterversorge blade säue, dann wären es 100 euro pro nase.</p>
<p>das ist, naja, mhm.</p>
<p>ist das wirklich ein betrag, der uns motiviert? das sind doch, hm, 10 wurstsemmeln? muss ich bei der jungen spö mal nachfragen.</p>
<p>kann man diesen slogan nicht anders fassen? wie es beispielsweise eine andere organisation tätigt: &#8220;wir haben märz. nimm endlich ab!&#8221;</p>
<p>der fairness halber muss ich mich jetzt rügen: ich habe einen ganz groben rechenfehler gemacht, und dadurch die kampagne anders beschmutzt, als ichs eigentlich machen wollte. manchmal gehen die gäule halt durch. auch bei einer bladen sau.</p>
<p>na gut.</p>
<p>ich werd mich mal puls4 widmen. &#8220;diese filme müssen sie sehen, bevor sie gehen!&#8221; gut.</p>
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		<title>warum ist unsere innenministerin so pfui?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/02/23/warum-ist-unsere-innenministerin-so-pfui/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 07:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[es wurde ein neues fremdenrechtspaket beschlossen. sowohl die art und weise, wie es zu stande gekommen ist, nämlich im stillen kämmerlein, geheim, und, ach, mist, zumindest dem parlament müss mas verraten, als auch die zusammenstellung desselben, nämlich ein poutpourrie aus zuwanderung, asyl, integration und anderen spielwiesen, lassen darauf schließen, dass die zuständigen personen nicht wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>es wurde ein neues fremdenrechtspaket beschlossen. sowohl die art und weise, wie es zu stande gekommen ist, nämlich im stillen kämmerlein, geheim, und, ach, mist, zumindest dem parlament müss mas verraten, als auch die zusammenstellung desselben, nämlich ein poutpourrie aus zuwanderung, asyl, integration und anderen spielwiesen, lassen darauf schließen, dass die zuständigen personen nicht wirklich wissen, was sie tun, und auch keine vision haben, wie das zusammenleben mit nicht aus österreich kommenden menschen funktionieren könnte. deutsch solltens können. na, egal, ich möchte jetzt gar nicht auf die details eingehen, weil das machen erstens schon andere, und zweitens wirds auch mir langsam fad, den selben stein den selben berg raufzuwälzen. zum glück bin ich nicht politiker.</p>
<p>aber: haben die zuständigen mitbekommen, was seit ein paar wochen in nordafrika und nicht nur dort passiert?</p>
<p>revolutionen, soweit das auge reicht, blutige konflikte, flüchtlinge, unter ihnen diktatoren, bomben auf das eigene volk, deserteure, irrwitzige videonachrichten, die volle breitseite an echten konflikten, an echten die geschichte umwälzenden ereignissen, natürlich auch mit konsequenzen für europa, für die eu, und somit auch für österreich. mal vom wirtschaftlichen abgesehen werden sicher viele leute zuflucht bei uns finden. hoffentlich.</p>
<p>und was macht unsere regierung? sie beschließt ein neues fremdenrechtspaket. das paket macht gar nichts besser, manches sogar schlimmer.</p>
<p>ich weiss schon, innen- ist nicht außenpolitik. aber hätte man vor dem hintergrund dieser entwicklungen nicht für ein paar wochen die füsse stillhalten können? musste man sich wirklich als so grindig outen?</p>
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		<title>zum thema guttenberg, plagiate und kopierer</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 11:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[so, jetzt nehm ich mich mal kurz dieser sache an: der deutsche verteidigungsminister hat sich ordentlich in die pfanne gesetzt. wie auch immer die plagiatsvorwürfe zu werten sind, peinlich ist es freilich alle mal, einem minister sollte so etwas nicht passieren. dass es zwar schon stimmen gibt, durchaus fundierte, die meinen, dass das alles eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>so, jetzt nehm ich mich mal kurz dieser sache an: der deutsche verteidigungsminister hat sich ordentlich in die pfanne gesetzt. wie auch immer die plagiatsvorwürfe zu werten sind, peinlich ist es freilich alle mal, einem minister sollte so etwas nicht passieren. dass es zwar schon stimmen gibt, durchaus fundierte, die meinen, dass das alles eigentlich eh ok ist, zeigt, dass diese geschichte natürlich nicht so klar zu sehen ist, wie sie vielleicht scheint. tastaturen im guttenburg-layout finde ich persönlich trotzdem sehr lustig. aber ich habe auch einen sehr simplen humor.</p>
<p>was mich allerdings am meisten beschäftigt, ist folgendes: beim besten wissenschaftsminister aller zeiten, hobbybuslinienbetreiber gio hahn, lichtgestalt der wiener övp, der jetzt seine choriphäenaura in brüssel teilt, gabs doch auch vorwürfe, dass da seine dissertation irgendwie sehr schnell fertig geworden ist, und dass da irgendwie auch nicht alle zitate und so weiter. und was ist passiert? najoi, eh nix, weil was soll schon passieren. nur weil der wissenschaftsminister bei einer dissertation a bissl, ich bitt sie, das sind ja kleinigkeiten, das ist ja net amoi schmutz am schuhwerk.</p>
<p>beim besten finanziminister nicht nur aller zeiten, sondern aller parallelexistenzen, da gabs doch auch irgendwie ein paar unstimmigkeiten bezüglich seiner dissertation, auch irgendwie so kleinigkeiten von wegen zitieren oder was, aber bitte, tuns net so spiesig. wenn ein finanzminister während er sein amt ausübt steuern hinterziehen darf, dann darf auch ein wissenschaftsminister eine dissertation nicht so ganz selbst machen, das muss man doch einsehen.</p>
<p>die fragen, die sich mir stellen, sind folgende: wieso werden in deutschland so deutlich rücktrittsforderungen formuliert, und hier nicht? das ist wohl nur mit einer völlig anderen kultur des politischen alltags zu erklären, der bei uns ja wirklich schon seit langem bestenfalls als marionettenhaft zu bezeichnen ist.</p>
<p>aber eigentlich viel interessanter, für mich simple natur: woher zur hölle nimmt so ein minister die zeit, während seiner amtstätigkeit eine dissertation zu schreiben? das wundert mich nämlich wirklich sehr. aber wahrscheinlich reichen meine kapazitäten schlicht nicht aus, und so ein minister ist einfach wirklich viel klüger als ich.</p>
<p>ps: das nächste mal kann man doch einfach irgendjemanden bezahlen, der eine saubere, plagiatfreie arbeit schreibt. dann ist ruhe im busch. oder?</p>
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		<title>wieso sind unsere politiker so zum fremdschämen?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 10:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[berlakovich]]></category>
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		<description><![CDATA[disclaimer: ich schätze sean penn sowohl als schauspieler, als auch für sein engagement. natürlich ist es populistisch, aber für einen guten zweck, und alle leute, die ihre gesellschaftliche stellung nutzen, um auf probleme hinzuweisen und/oder geld zur lösung dieser probleme zu sammeln, werden von mir respektiert. sean penn war jetzt also in wien, und es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>disclaimer: ich schätze sean penn sowohl als schauspieler, als auch für sein engagement. natürlich ist es populistisch, aber für einen guten zweck, und alle leute, die ihre gesellschaftliche stellung nutzen, um auf probleme hinzuweisen und/oder geld zur lösung dieser probleme zu sammeln, werden von mir respektiert.</p>
<p>sean penn war jetzt also in wien, und es war ein fest. alle zeitungen hatten endlich wieder was zu schreiben, die sonne hollywoods hat das großartige wien beleuchtet, und die besten politiker und innen (wobei, zumindest der orf hat keine gezeigt&#8230;) haben mit dem MEGASTAR gekuschelt, zumindest im übertragenen. und was da gezeigt wurde, das ist in wahrheit wirklich nur zum wegschauen.</p>
<p>der werte herr bundeskanzler, der eh wie immer irgendwelche worthülsen absondert und so tut, als wäre da gerade eine majestät angekommen, ein zar, ein monarch, der die geschicke des weltenballs nicht nur lenkt, sondern erfindet, und so einem, na, natürlich, so einer, der ist ja wer, und die sonne hollywoods, und überhaupt.</p>
<p>der irritierendste auftritt in dem beitrag in der zib, denn auch der orf macht sichs gern leicht, war allerdings der von unserem herrn umweltminister. ich könnte jetzt natürlich ein ratespiel starten, wie denn der herr überhaupt heisst, aber spätestens nachdem er sich letztes jahr öffentlich so dermaßen in die fettlacke gesetzt hat (wir erinnern uns vielleicht, anpöbeln und anschreien von flugpersonal, weil das flugzeug gfälligst auf herrn von und zu durchlaucht warten soll&#8230;) wissen wir freilich, wer herr berlakovich ist. jedenfalls stammelt er da im tonfall eines schülers, der gerade die frau lehrer gefragt hat, ob er aufs klo gehen kann, etwas von wegen, er habe dem herrn penn ein projekt vorgeschlagen, also für haiti, also für 600 menschen, wo die sich also, naja, also selbstversorgen und so weiter, und der herr penn hat gesagt, das sind genau die projekte, die er braucht.</p>
<p>der herr minister hat den sanktus von dem herrn megastar bekommen.</p>
<p>alles ist gut!</p>
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		<title>vom hupen und vom granteln</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/02/12/vom-hupen-und-vom-granteln/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 08:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[paranoia ist eine triebfeder meines schaffens und denkens, das hat mir schon mein vater beigebracht, und was einem beigebracht wird, soll man nur dann hinterfragen, wenns einem nicht nutzt, nicht wahr? aus dieser paranoia hinaus verdächtige ich als braver gutmensch alles und jeden, bin allerdings dabei so clever, dass die leute nicht merken, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>paranoia ist eine triebfeder meines schaffens und denkens, das hat mir schon mein vater beigebracht, und was einem beigebracht wird, soll man nur dann hinterfragen, wenns einem nicht nutzt, nicht wahr? aus dieser paranoia hinaus verdächtige ich als braver gutmensch alles und jeden, bin allerdings dabei so clever, dass die leute nicht merken, dass ich ihnen permanent misstraue, ihnen gar nicht zuhöre, sondern mir im eigenen kopf ausmale, was sie in wahrheit sagen wollen, und sich nicht trauen, weil sie ANGST haben vor mir, angst, angst, angst.</p>
<p>was das mit hupen zu tun hat?</p>
<p>nun, aus dieser paranoia heraus bin ich freilich fest davon überzeugt, dass seit meiner androhung, knackwatschn und ähnliches an hupenden leute zu verteilen, die hupenden scharenweise um mich herum fahren und mich verfolgen, jede noch so lächerliche situation nutzend, um mir auf den geist zu gehen, jawohl, das glaube ich. und natürlich tun sie das nur, um meine feigheit an den tag zu legen, die feigheit, die mich daran hindert, meinen eigenen strafenkatalog zu exekutieren. vor mir selbst rechtfertige ich das natürlich damit, dass ich am rad einfach nicht schnell genug hinterherkomme, wenn mir ein hupendes auto davonfährt, aber das ist selbstverständlich nur eine ausrede.</p>
<p>jedenfalls geht mir dieses gehupe mittlerweile schön langsam auf den sack, allerdings sind die blicke, die die menschen haben, wenn sie an ihr machtinstrument, an ihr einziges, greifen, unglaublich inspirierend. riesige frustpotenziale entladen sich in sekunden, die resi hat schon wieder nicht lieb gschaut, der harald hat schon wieder an besseren job kriegt, obwohl er viel depperter ist, als ich, der depperte oaschkreula, der gschissene rasen ghört a no gmäht, wieso hab ich mir das haus überhaupt antan, und wieso zum teufel fahren hier alle mim auto herum und stehen mir im weg? die gesichter, die meistens nicht sonderlich lieblich sind, verwandeln sich zu fratzen, das innerste wird nach außen gekehrt, und für einen kurzen moment herrscht blanke wut. denn ja, im gegensatz zu kulturen, in denen das hupen als freundliche aufforderung und somit automatisiert abgesondert wird, wenn beispielsweise die ampel auf grün umspringt, im gegensatz zu jenen kulturen ist das hupen bei uns ausdruck von hass, tyrannei, unterdrückung, ein kleiner protest gegen die welt und gegen uns selbst. man müsste fast mal wissenschaftlich analysieren, wieso das bei uns so ist. aber ich bin kein wissenschaftler, also tu ichs nicht.</p>
<p>was sonst noch zu sagen bleibt? ich merke, ich entwickle mich in diesem blog zum menschenfeind. und das ist gut so, das erleichtert mir im echten leben die perspektive. denn eigentlich ist alles nicht so schlimm. ich montier jetzt trotzdem eine hupe. und fahre nur noch mit hupen-kill-app am handy durch die gegend. ätsch!</p>
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		<title>dinge, über die man sich ärgern kann, aber nicht muss</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 08:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[hin und wieder passiert es auch einer sanften seele wie der meinigen, dass eine gewisse wut nach außen dringen möchte. fälle, in denen so etwas passieren kann, werden im folgenden beschrieben. anfängerfehler an der spar-kassa netterweise hat eine filiale dieses delikatessenspezialisten ihren weg in meine gasse gefunden, und wurde zum hauptnahversorger. mittlerweile habe ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>hin und wieder passiert es auch einer sanften seele wie der meinigen, dass eine gewisse wut nach außen dringen möchte. fälle, in denen so etwas passieren kann, werden im folgenden beschrieben.</p>
<p>anfängerfehler an der spar-kassa</p>
<p>netterweise hat eine filiale dieses delikatessenspezialisten ihren weg in meine gasse gefunden, und wurde zum hauptnahversorger. mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, dass der einkauf jetzt auf einmal wesentlich länger dauert (zum glück sind die öffnungszeiten entsprechend adaptiert), dass ich fleisch nicht wie als städter gewohnt abgepackt mitnehmen kann, sondern mit jemandem reden muss, ders mir zuschneidet und faschiert, und dass der einkauf wesentlich länger, moment, hab ich ja schon.</p>
<p>man muss auch sagen, dass ich es mir selber manchmal allzu leicht mache, eine ärgersituation zu erreichen, wie folgendes szenario beweist: eine kassa mit ca. 9 leuten in der schlange ist geöffnet, die andere wird gerade geöffnet, und zwar von der filialleiterin. woher ich weiss, dass sie das ist? weils mir ein wunderschönes plakat sagt, und ihre frisur lügt nicht. jedenfalls denk ich mir freilich: na, da gemma hin. und natürlich ist das idiotisch. denn merke: die filialleiterin leitet die filiale net von der kassa aus. und weiß beispielsweise auch nicht, wie man eine 10-euro-flasche rum korrekt entsichert, wieso auch immer so ein billigfusel überhaupt gesichert ist. aber immerhin, nach knapp einer viertel stunde hab ich dann meine gulaschsuppe und mein kleines cola, das ist nicht nix.</p>
<p>von bullen und von polizisten</p>
<p>ärgerlich kann auch sein, wenn man 5 monate, nachdem man von einem herz von einem polizisten aufgehalten wurde, weil man sich erdreistet hat, am sonntag um 9 uhr in der früh bei insgesamt 2 verkehrsteilnehmern, nämlich moi und der herzerlpolizist, mit dem fahrrad eine, nein, zwei rote ampeln im abstand von 50m nicht so genau zu nehmen, eine strafanzeige zugeschickt bekommt, die einen dazu auffordert, entweder 140 euro zu entlöhnen, oder 4 tage in den häfn zu gehen. ich bin mir zwar nicht sicher, ob da eine verhältnismäßigkeit vorhanden ist, aber der staat hat sicher, und wie immer, recht.</p>
<p>da müssens wohl auf eine mobile lösung umsteigen</p>
<p>ich war eine zeitlang von der echtwelt abgeschnitten, hatte keinen internetzugang, weil ich aus kostengründen auf das angebot des grünen mutterschiffs umsteigen wollte. nun, das grüne mutterschiff hat mich auch nur 3 wochen auf einen installationstermin warten lassen, eine zügigkeit, die ich mir auch von der entsprechenden internetbereitstellungszuleitung erwarte. nun, der techniker kommt, schaut, und dreht ab. es gibt angeblich ka telefonleitung und da muss a bautrupp kommen und die welt umbauen. nun, gut, ruf ma halt die hotline an, die einem erklärt, wie das ist, mit der zuleitung, und dem bautrupp, und wo einem dann gesagt wird, dass ich leider keinen internetzugang kriegen kann, und wohl auf eine mobile lösung umsteigen muss. das hat mich dann doch amüsiert, ich wusste nämlich bisher nicht, dass ich scheinbar in einem schweizer tunnel oder in der atacamawüste lebe. nach rücksprache mit der hausverwaltung und eigener sichtung stellt sich zwar heraus, dass nicht nur meine wohnung, sondern jedes zimmer a telefonleitung hat, aber die lust ist mir vergangen. wieso das grüne mutterschiff allerdings techniker, die im brotberuf scheinbar was anderes sind, zu den leuten da draußen schickt, das beschäftigt mich noch. ein bisschen&#8230;</p>
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		<item>
		<title>wie ist das mit der wehrpflicht?</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[bundesheer]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[wehrpflicht]]></category>

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		<description><![CDATA[dieser tage wird wieder mal eine diskussion fortgesetzt, die in österreich schon öfter geführt wurde, und eigentlich nie wirklich diskutiert wird. das liegt an vielerlei faktoren, einerseits an der zu hohen kasperldichte in der politik, andererseits an der zu hohen dichte an leuten, die der meinung sind, schauspielerisches talent wäre gleichzusetzen mit politischem kalkül, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>dieser tage wird wieder mal eine diskussion fortgesetzt, die in österreich schon öfter geführt wurde, und eigentlich nie wirklich diskutiert wird. das liegt an vielerlei faktoren, einerseits an der zu hohen kasperldichte in der politik, andererseits an der zu hohen dichte an leuten, die der meinung sind, schauspielerisches talent wäre gleichzusetzen mit politischem kalkül, und außerdem hat zu diesem thema wirklich jede und jeder eine meinung, dann irgendwie ist jede und jeder betroffen, und das ist gut so, und auch nicht, zumindest nicht für die diskussion. versuch ma mal a bissl mit dem kamm drüberzustreichen, und schauen raus, was rauskommt&#8230;</p>
<p>braucht österreich eigentlich das bundesheer? man mag veranlasst sein, diese frage mit der frage: &#8220;brauch ma orangenhaut?&#8221; gleichzusetzen, und irgendwie hätte man dann nicht unrecht, aber irgendwie schon. im wortsinn und der eigentlich funktion könnte man sagen: &#8220;na, weil kriege führn wir kane, und mit die ausländer wird die polizei mit oder ohne bh net fertig&#8230;&#8221; könnte man so stehen lassen, aber hol wir doch ein wenig aus.</p>
<p>natürlich stellen die frage nach der nützlichkeit des bundesheeres auch ausschließlich kurzsichtige, populistische arschbanditen, die schon das funkeln der stimmen am volkskonto vor sich sehen, und das ist nicht ganz fair. denn das bundesheer hat ja eigentlich als hauptaufgabe schon etwas, das wir brauchen, und zwar billige arbeitskräfte, die uns den keller auspumpen, wenn die mutter natur mal wieder was schlechtes gegessen hat. der grünste grüne wird feststellen, dass das eine fesche sache ist, auch wenn der grünste grüne natürlich die ursache der verstimmung schon längst aus der welt geschafft hätte, aber das steht freilich auf einem anderen blatt. im katastrophenfall ist ein soldat praktisch. punkt.</p>
<p>aber: muss denn die person, die sich die gummistiefeln anschnallt, wirklich ein soldat sein? müssen wir diese person zuerst mühsam an einer waffe ausbilden, die in den meisten fällen schon von so vielen leuten auseinandergenommen und wieder zusammengebaut und dazwischen aufs sterilste geputzt wurde, dass man sich ernsthaft fragen kann, ob im fall der funktionsanwendung dieser waffe überhaupt etwas passieren würde, jedenfalls, muss der gatschschaufller echt wissen, wie man so ein gerät bedient? muss man diesem helfer unbedingt beibringen, wie er sich mit hilfe von ästen am helm in einen tarnkappenbomber verwandelt, der die wälder nach ausländischen feinden durchpflügt? wie er mit einer granate den wald lichtet?</p>
<p>die fpö hat auf diese frage folgende antwort: nur weils 30 jahre nicht gebrannt hat, heisst das nicht, dass man die versicherung kündigt. nun, prinzipiell wäre das richtig, wäre österreich ein haus und die umgebung, najoi, eine feuersbrunst. in den letzten jahren hat sich allerdings demokratie- und sicherheitspolitisch a bissl was getan in europa, und die chance eines brandes hat sich doch a bissl verringert. um es mit den worten der fpö zu formulieren: wenns 30 jahre lang nicht gebrannt hat, man in der zwischenzeit modernste brandschutzmechanismen in einem haus installiert hat, das aus feuerfesten materialien gebaut wurde, darf man sich zumindest gedanken darüber machen, die versicherungsprämie zu verringern.</p>
<p>mal davon abgesehen, dass um uns herum länder liegen, deren armee im ernstfall sowieso machen, was sie wollen, die slowakei hätte man vielleicht im griff, weil da hat man ja schon übung, vom assistenzeinsatz aus.</p>
<p>man müsste sich also mal gedanken drüber machen, wie dieses bundesheer eingesetzt werden soll. manche sagen, als erziehungseinrichtung, ich sage, dafür hätten wir eigentlich schulen und eltern, andere sagen als katastrophenschutz, ja gern, aber wieso mit waffe, und so weiter, und so fort.</p>
<p>jetzt hätten wir noch das, was in den augen von vielen eigentlich eh schwul ist: der zivildienst, eine einrichtung, die im alltag mittlerweile womöglich wesentlich wichtiger geworden ist, und wo man sich zurecht alternativen zur wehrpflicht überlegen muss, weil angeblich das gesundheits- und betreuungssystem sonst ziemlich zu krachen beginnen würde, nach dem motto: wenn die gratis sklaven wegfallen, müss ma auf einmal was anders machen.</p>
<p>minister hundsdorfer hat den vorschlag gemacht, das freiwillige soziale jahr zu erweitern, vor allem finanziell: auf kollektivvertragbasis, &#8220;gscheite&#8221; knödeln, finanzielle bedingungen, wo man sich nicht komplett verorscht fühlt, und außerdem dürfen auch ältere leute ran, wenn sie denn wollen. und natürlich keiffen da die hunde, es werden sich nicht genug finden, und überhaupt, die unqualifizierten, und was sollen sich die qualifizierten denken, wenn sie &#8220;nur&#8221; 300 oder 400 euro mehr im monat verdienen?</p>
<p>ich behaupte, bei den finanziellen bedinungen würden sich genug finden. eher zu viel, insgesamt. weil im gegensatz zu jungparlamentariern (die diesbezügliche sendung &#8220;im zentrum&#8221; möchte ich hier nicht mehr erwähnen, sonst muss ich wieder&#8230;) so eine kollektivvertragliche anstellung für viele menschen eine durchaus attraktive option ist. aber um sowas zu wissen, müsst man natürlich mal a bissl das hirnkastl lüften, zumindest a bissl.</p>
<p>zusammenfassend einige punkte: dieses thema sollte man vorsichtig und mit respekt angehen, zumindest als politikerin oder politik. alle haben hier eine meinung, und das sollte man respektieren. aber auch nicht zu sehr, denn schließlich ist die aufgabe der regierung, eine linie vorzugeben, die für die meisten und im idealfall für alle passt. das erfordert hirnschmalz, also zur not bitte extern beziehen.</p>
<p>wieso ich nicht über eine &#8220;wehrpflicht&#8221; auch für frauen schreibe? weil gleichberechtigung nicht bedeutet, dass alles für alle gleich orsch werden muss&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>ein paar hobbys fürn sonntag</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/01/16/ein-paar-hobbys-furn-sonntag/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 13:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[der tag des herrn, der auf uns runterschaut, während uns der arsch aus der hose rausrutscht, wenn wir uns bücken, weil uns wieder mal das schnürsenkerl aufgangen ist, nachdem wir fast vor eine bim gstolpert sind, die trotz sekundenlangen blickkontakts genau in dem moment anfährt, in dem man sich an den vermeintlich rettenden türknopf gekämpft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>der tag des herrn, der auf uns runterschaut, während uns der arsch aus der hose rausrutscht, wenn wir uns bücken, weil uns wieder mal das schnürsenkerl aufgangen ist, nachdem wir fast vor eine bim gstolpert sind, die trotz sekundenlangen blickkontakts genau in dem moment anfährt, in dem man sich an den vermeintlich rettenden türknopf gekämpft hat, ist für die meisten arbeitenden und nicht arbeitenden personen der tag, an dem man nichts tut, also nichts, was anstrengt, oder so anstrengt, wie das, was wir unter der woche machen. der tag also, an dem stresslevel herabgesenkt oder hinaufgeschnalzt werden wollen, an dem sport geschaut und gemacht werden möchte, an dem gfälligst immer die sonne zu scheinen hat und der tag, der seine grundsätzliche würze dadurch einbüsst, dass er der vorläufer vom montag ist, und der montag, aber das wissen wir schon seit the cure. jedenfalls hier ein paar vorschläge zur gestaltung dieses tages, ganz wertfrei.</p>
<p>1) familienessen, bevorzugt mit schwiegereltern. gut fürs herz, für die stimmung; potentielle anfängerfehler: übernächtig erscheinen, mit dem fahrrad erscheinen, mit dem auto erscheinen, mit den öffis erscheinen, mit anzug erscheinen, in jeans erscheinen, mit gefärbten haaren erscheinen, mit bart erscheinen, rasiert erscheinen, spät erscheinen, pünktlich erscheinen, zu früh erscheinen, &#8230;</p>
<p>2) eine radtour machen, bevorzugt quer durch die stadt. zwecks definition sei gesagt, dass sich eine radtour mindestens über 4 kilometer erstrecken muss, also die distanz, die die wienerin oder der wiener meist mit dem auto hinter sich bringt. klingt im ersten moment ziemlich anstrengend, zaubert aber allen beteiligten ein lächeln auf die lippen, vor allem den fahrerinnen und fahrern der vorbeiziehenden autos, denn wer einen helm auf hat, gilt als freiwild, und freiwild haben wir alle gern, vor allem sonntags.</p>
<p>3) auf einer parkbank sitzen, an einer möglichst prominenten stelle, und laut selbstgewählte stellen aus &#8220;die letzten tage der menschheit&#8221; skandieren. bei blickkontakt mit dem publikum möglichst laut &#8220;was schaust so deppert, blöder piefke?!&#8221; schreien, sich auf den boden werfen und hin- und herwälzen. hebt die eigene laune um ein vielfaches, ganz ohne alkohol.</p>
<p>4) auf öffentlichen plätzen flanieren, möglichst langsam und möglichst großräumig, dabei ab und an leute fixieren, an ihnen vorbeigehen, furzen, und lächeln. hebt die eigene laune, der passantin oder dem passanten tuts nicht weh, weil an der frischen luft ist das geblähte ein verwehtes, ein hobby als win-win-situation, also.</p>
<p>5) praterstern oder franz josefs-bahnhof aufsuchen, und zwar den billa. einen normalen einkauf tätigen. anfängerfehler: bewaffnet das geschäft betreten; alles andere kann man sowieso nur falsch machen. spezialaufgabe: steakfleisch besorgen, und dazu frisches gemüse. viel vergnügen!</p>
<p>6) eine fahrt mit dem 26er oder dem 9er oder dem 18er oder dem 71er hinter sich bringen, von endstation zu endstation, ein fantastisches vergnügen, das jede und jeder in wien lebende gemacht haben muss, bevor er den würmern auf den zeiger geht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>ein paar fromme wünsche an 2011</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/01/09/ein-paar-fromme-wunsche-an-2011/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 09:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[das jahr scheint ja angelaufen zu sein, getanzt haben, getrunken hamma, die philharmoniker wurden bissl verbremst, und die neujahrsvorsätze hamma vergessen. zeit, ein paar wünsche zu äußern: zeitungsartikel sollten wieder etwas seltener mit den worten &#8220;wikileaks hat in depesche nr. xxxxx enthüllt, dass&#8230;&#8221;. wikileaks ist ur praktisch, in jedem fall eine sensationelle neuerung, und man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das jahr scheint ja angelaufen zu sein, getanzt haben, getrunken hamma, die philharmoniker wurden bissl verbremst, und die neujahrsvorsätze hamma vergessen. zeit, ein paar wünsche zu äußern:</p>
<p>zeitungsartikel sollten wieder etwas seltener mit den worten &#8220;wikileaks hat in depesche nr. xxxxx enthüllt, dass&#8230;&#8221;. wikileaks ist ur praktisch, in jedem fall eine sensationelle neuerung, und man mag dazu stehen, wie man will. aber: depechen abtippen ist kein journalismus. bitte, machts was, damit eure arbeitsstellen net komplett obsolet werden. auch wenn depesche ein sehr schönes wort ist&#8230;</p>
<p>wo wir schon bei zeitungen und dergleichen sind: im jahr 2011 würde ich mir wünschen, dass artikel, die sich mit ehemaligen finanzministern, befreundeten consultern und ähnlichen morchelgewächsen auseinandersetzen, seltener mit dem zusatz &#8220;es gilt die unschuldsvermutung&#8221; auskommen. weil erstens wissen das mittlerweile sogar schon die armen schülerinnen und schüler, für die lesen dank kompetentester bildungspolitik mittlerweile zum buch mit 1 siegel (weil mehr als 1 ist wirklich nicht mehr nötig&#8230;) geworden, und zweitens finden wir das nicht mehr lustig. sparts euch zumindest bei artikeln über schlägereien und dergleichen dieses satzerl, weil früher hat sich die erd auch gedreht, ohne dass einem überall ein &#8220;es gilt die unschuldsvermutung&#8221; hingeknallt wurde.</p>
<p>aber schuld daran ist ja eigentlich nicht der journalismus, deswegen kommen wir zum nächsten wunsch (hier als ergänzung: wünsche sind etwas irreales, nicht immer rationelles, eventuell auch visionär-utopisches, und letzteres trifft auf den folgenden zu): ich würde mir wünschen, dass diese morchelgewächse endlich mal aussterben. dass ihnen die wurzeln abgeschnitten werden, oder der grund und boden, in dem sie stecken, abgetragen wird. oder dass sie extrem lange dürreperioden überstehen müssen, denn wir alle wissen, dass sie das nicht mehr überleben. ich wünsche mir, dass alle diese quasteln, diese schönlinge, diese dampfplauderinnen und dampfplauderer, diese grassers, diese meischbergers, diese bandion-ortners, diese neugebauers, diese zahlenjongleure und diese verdreherinnen und verdreher, diese leute, die glauben, dass sie andere aber sowas von verorschen können, dass ihnen endlich mal der arsch auf grundeis gesetzt wird. dass endlich ein umschwung stattfindet, ein umschwung einer entwicklung und einer situation, die eigentlich alle länder dieser welt in geiselhaft genommen hat. an dieser stelle sei gesagt: träumen ist nicht verboten.</p>
<p>stichwort veränderung: ich würde es begrüßen, wenn wir dinge wie das wetter und das klima, die ausdehnung des regenwalds, verkäufe und einkäufe von wurstwaren und ähnliches in zahlen erfassen, statistisch interpretieren und das als grundlage der erklärung von entwicklungen nehmen. beim thema auslandszuwanderung und migration wäre ich allerdings voll dafür, wenn man sich darauf besinnt, dass man in diesem zusammenhang net von vieh spricht, sondern von menschen, und dass man nicht wie der berühmteste ex-banker der deutschen der meinung ist, entwicklungen in diesen zusammenhängen mit zahlenkonstrukten, trends und statistiken erklären zu können. ja, die haben sicher ihre aussagekraft, sind aber höchstens beiwerk. also: bei den betroffenen mal vorbeischauen und nicht einfach nur höchstens durchfahren, und gesichter lesen, statt zahlen. das hilft zwar nicht beim aufbauen eines koherenten weltbilds, macht auch nicht immer spaß, aber zahlt sich aus, echt!</p>
<p>an sonstigen wünschen fürs jahr 2011 gibt es noch folgende dinge:</p>
<ul>
<li>gratis pferdeleberkässemmerln für alle!</li>
<li>gratis öffis für alle!</li>
<li>gebühren nur für dinge, die tatsächlich funktionieren und einen nicht jedes mal kalte schauer übern rücken jagen!</li>
<li>rechtspopulismus als leisetreter! oder von mir aus als nichttreter!</li>
<li>ein meer, so ein echtes, vor der haustür wiens wäre praktisch&#8230;</li>
</ul>
<p>und jetzt ist gut. fürs erste.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>ein jahresrückblick, erwischt&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 17:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[blunzngröstl]]></category>
		<category><![CDATA[rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[so, das jahr ist jetzt sogar offiziell fast schon vorbei, ich nehme an, im deutschen kabelfernsehen routieren die jahresrückblickshows aufs allerhöchste, schließlich gibts genug moderatorinnen und moderatoren, die aus gründen der moral zumindest einmal im jahr mit einem job versorgt werden müssen. und ich hänge mich jetzt einfach mal an. wie war also dieses jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>so, das jahr ist jetzt sogar offiziell fast schon vorbei, ich nehme an, im deutschen kabelfernsehen routieren die jahresrückblickshows aufs allerhöchste, schließlich gibts genug moderatorinnen und moderatoren, die aus gründen der moral zumindest einmal im jahr mit einem job versorgt werden müssen. und ich hänge mich jetzt einfach mal an.</p>
<p>wie war also dieses jahr 2010? ich probiers nach kategorien, subjektiv, wie immer.</p>
<p>sport: spanisch. eigentlich naheliegend. und medizinisch. auch nicht originell. ansonsten bleibt bei mir aus dem jahr echt nicht viel hängen, wann die olympischen winterspiele stattgefunden haben, das habe ich echt erst nachschauen müssen, aber dann viel es wie schuppen von den augen: FISCHI! mit diesem kosenamen hätte man das sportjahr 2010 eigentlich auch schon wieder beenden können.</p>
<p>politik: da war was, da war was. es reicht, richtig! nein, moment, falsches jahr, das war ja irgendwann früher. gewählt hamma, zuerst unseren kaiser, dann die &#8220;regierung&#8221;, die hat dann auch fast gearbeitet, und macht auf dicke partnerhose, glaube ich. wieso es nach übertragungen aus dem nationalrat nicht regelmäßig zu straßenkämpfen kommt, das wundert mich jedes mal aufs neue, aber wahrscheinlich ist der frust, die resignation, die urösterreichische &#8220;is-eh-wuascht!&#8221;-suppe zu dick in diesen moment. faymann, du pröll!</p>
<p>farbe: lawendel. ganz eindeutig, indiskutabel.</p>
<p>speise: die wiedergeburt des blunzngröstl. am besten aus eigenblut. jawohl!</p>
<p>wien (als kategorie vielleicht gewagt, ist mir aber egal): irgendwie stillstand. der dobermann hat herumgekeift und am ende nicht gebissen (oder war das etwa noch nicht das ende?), weißer spritzer wird immer noch gerne getrunken und fotografiert, den heurigen gibts auch noch. alles beim alten? die 24-stunden-u-bahnen könnten ruhig die ganze woche, und dass die s-bahnen dafür jetzt nimma, das ist ein wenig idiotisch, also bitte, wieder ändern!</p>
<p>musik: toro y moi. ohne worte, eigentlich, sensationell.</p>
<p>theater: mhm, ja, eh&#8230;</p>
<p>film: da amüsiert mich am meisten, dass leonardo di caprio mittlerweile wirklich ein sensationeller schauspieler ist, allerdings scheinbar nur noch in filmen mitspielen darf, wo es um träume und verzerrte realitäten geht. ich hoffe, der gute mann bekommt da keinen schade. unglaublich enttäuschendes kinoerlebnis: the tourist. oh, oh, oh, das erste mal, dass ich mir im kino sitzend überlegt habe, was ich am nächsten vormittag einkaufen möcht. das konnte nicht mal jonny depp rausreissen, und die jolie schaut mittlerweile echt nur noch aus wie eine plastikpuppe, meine güte&#8230;</p>
<p>alles in allem ein jahr, das wieder mal 365 tage hatte, das traue ich mich schon nach 364 zu behaupten, und das sonst, naja, gabs was? sicher gabs was. machts das beste draus, und freuts euch auf zwanzigelf. guten rutsch!</p>
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		<title>wie such ich mir einen gscheitn job?</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 09:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[zu weihnachten vielleicht ganz passend, die familie ist zumindest zu einem gewissen prozentsatz anwesend, entweder physisch, oder im geiste, oder beides, aber da gehen wir gar nicht ins detail. gegessen wird jedenfalls mit anderen gemeinsam, es wird geschmatzt, geschlürft, ausgspuckt, je nach alter und haglichkeit, und alles ist fast gut. doch irgendwann ist das essen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>zu weihnachten vielleicht ganz passend, die familie ist zumindest zu einem gewissen prozentsatz anwesend, entweder physisch, oder im geiste, oder beides, aber da gehen wir gar nicht ins detail. gegessen wird jedenfalls mit anderen gemeinsam, es wird geschmatzt, geschlürft, ausgspuckt, je nach alter und haglichkeit, und alles ist fast gut. doch irgendwann ist das essen gegessen, die speiseberge, die zunächst unendlich scheinen, abgegraben, und auch das dessert kann man sich nicht mehr in die pappn stopfen, und auf einmal muss man etwas machen, auf das man zwar vorbereitet sein könnte, aber in wahrheit nicht sein kann: man muss auf einmal mit den anderen reden. und da in den meisten familien der größte gemeinsame nenner das geld ist, und die finanzierung, und so weiter, müssen sich irgendwann mal leute, die womöglich nicht vollzeit arbeiten, und womöglich, und jetzt festhalten bitte, weil das gibts echt: studieren! und noch dazu studierens nicht was gscheits, wie arzt oder richter, nein, die studieren vielleicht sowas wie &#8220;germanistik&#8221;, als ob irgendjemand in der familie net deutsch könnt, oder &#8220;slawistik&#8221;, um sich mit denen da im osten zu unterhalten, sicher verdächtig! oder &#8220;indologie&#8221; oder weiss der kuckuck was. tja, und dann sind die womöglich auf finanzielle unterstützung angewiesen, und sind womöglich noch älter als 25, und dann haben wir schon den salat, weil dann kommt sicher irgendwann die frage: &#8220;sag, magst da net an gscheitn job suchen?&#8221;</p>
<p>auf diese frage sollte man vorsichtig reagieren, das ist meist nicht eine falle, sondern tatsächlich so ganz ohne hintergedanken gestellt: &#8220;magst du dir net an gscheitn job suchen? so einen mit anstellung, und geld, und gscheiten arbeitszeiten?&#8221; sind die eigenen abwehrmechanismen ausreichend gut ausgebildet, sagt man einfach: &#8220;ja, freilich, bin jeden tag dran, aber danke der nachfrage!&#8221;, lächelt, und holt sich einen schnaps.</p>
<p>weniger kluge wie beispielsweise ich versuchen dann zu erklären, dass das nicht so leicht ist, und dass man eigentlich eh schon meistens 3 jobs hat, weil die 2, durch die man sich sonst schlägt, nicht ganz reichen, und dass das mit der anstellung sowieso a bissl schwierig, und selbst wenn man studiert hat, die jobs net auf bäumen und so weiter. wenn man das ruhig argumentiert, dann geht das ja meistens auch gut, es wird nur verächtlich der kopf geschüttelt, und man kann sich dem weihnachtlichen ablauf widmen, wieder. ist man dann a bissl näher am wasser gebaut, bietet sich in dieser situation ein heulkonzert an, kommt meistens gut an, im rahmen der familie, und dann steck einem die reiche tante, die a bissl nach mentol riecht, einen tausender in die tasche, weil tausend schüling, des reicht für a bissl was schönes.</p>
<p>wenn man allerdings mehr ein freund der lumberjack-games ist, dann kanns sein, dass einem das blut a bissl hochschwillt, und man dann beispielsweise loslässt, dass es heute leider nicht mehr reicht, dass man auch mal auf der uni war, um sich das gebäude anzuschauen, dass man weiss, wie man universität schreibt, und auf anhieb die hauptstadt von österreich nennen kann. dass es heute leider ein wenig enger geworden ist, sogar mit sogenannten dodljobs, weil die oft schon von leuten besetzt sind, die beispielsweise nur maturiert haben, weil die auch nicht mehr an die jobs rankommen, die sie vor 15 oder 20 jahren bekommen hätten, weil diese jobs wiederum von uniabsolventinnen und absolventen besetzt sind, weil deren jobs von doktoren und professoren und so weiter besetzt sind. bitte, sogar der bundeskanzlerposten ist auf diese art und weise zugstellt, und das ist ja schon irgendwie gemein.</p>
<p>und natürlich heisst das nicht, dass man gar keine jobs findet, aber man braucht halt viel glück, und auch kontakte, richtiger moment, richtiger ort, und das alles versucht man zu erklären, und man weiss ja eh, dass es auch für die anderen beteiligten net lustig ist, sich durch komische jobs durchzuwühlen, aber dass man sich durchaus glücklich schätzt, dass man überhaupt a hockn hat, und von dem moment an geht der abend eigentlich gelinde gesagt gen klo. nicht, dass ich sowas schon mal erlebt hätte.</p>
<p>jedenfalls ein frommer postweihnachtswunsch: wenn ihr älteren, ja, vor allem ihr älteren, nicht gerade einen arsch voll jobs anzubieten habt, oder über eine ausbildung verfügt, die über jeden zweifel erhaben ist, dann seid so nett, und spart euch in zukunft die frage: &#8220;wieso suchst du dir net a gscheite hockn?&#8221; weil es gibt gründe, wieso mans nicht tut. und diese in jugendfreier weise näherzubringen, das erfordert ein ausmaß an geduld, wie es den meisten menschen nicht gegönnt ist.</p>
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		<title>wie verbringe ich korrekt weihnachten?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/12/24/wie-verbringe-ich-korrekt-weihnachten/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 18:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[am besten mit den füssen am boden, HA, HA, HA! frohe weihnachten! morgen erklär ich euch dann wieder was, aber heute, heute muss das gar nicht sein&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>am besten mit den füssen am boden, HA, HA, HA!</p>
<p>frohe weihnachten!</p>
<p>morgen erklär ich euch dann wieder was, aber heute, heute muss das gar nicht sein&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>ein kleiner strafenkatalog</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/12/15/ein-kleiner-strafenkatalog/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 12:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[bim]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[hupen]]></category>
		<category><![CDATA[weihnachtsfeier]]></category>

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		<description><![CDATA[da ich der meinung bin, dass im städtischen alltag vieles nicht so rennt, wie man sich, nein, wie ich mir das vorstelle, und ich, empathisch wie ich nun mal bin, spüre, dass es nicht nur mir so geht, führe ich jetzt einen strafenkatalog für die kleinen und großen schweinereien, denen man im laufe des daseins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>da ich der meinung bin, dass im städtischen alltag vieles nicht so rennt, wie man sich, nein, wie ich mir das vorstelle, und ich, empathisch wie ich nun mal bin, spüre, dass es nicht nur mir so geht, führe ich jetzt einen strafenkatalog für die kleinen und großen schweinereien, denen man im laufe des daseins so begegnen kann. exekutieren darf diesen strafenkatalog jede und jeder, also bitte keine scheu!</p>
<p>eine kleine knackwatsche gibts für: heute/österreich(gratis) lesen; radfahrerübergang ignorieren; an der kassa vordrängeln; in der stadt hupen, außer du möchtest jemanden darauf aufmerksam machen, dass gerade ein konzertflügel auf ihn oder sie zufliegt; auf facebook eine bierflasche als portrait zu verwenden;</p>
<p>eine große knackwatsche gibts für: krone/kleine zeitung/österreich lesen; egal welche toilette nicht sauber machen, wenn man sie zugekackt hat; als fahrerin oder fahrer die bim mit einem ralleyfahrzeug verwechseln; 50 kleine bier für 50 personen für eine weihnachtsfeier zu bestellen; auf facebook eine titte als portrait zu verwenden;</p>
<p>eine leichte kopfnuss gibts für: parkplatzsuchende menschen anhupen; im lehrbetrieb sätze wie &#8220;das ist wirklich nicht sooo schwer zu verstehen!&#8221; sagen; anderen leuten beziehungsratschläge geben; das charmante anbraten eines kollegen oder einer kollegin bei einer weihnachtsfeier;</p>
<p>eine starke kopfnuss gibts für: fussgängerinnen und fussgänger auf zebrastreifen anhupen; anderen leuten ungefragt beziehungsratschläge geben; an der kasse dinge wie &#8220;tschuldigung, i hob net genug bargeld, kann i den rest mit koatn zoin?&#8221; sagen; das zukackens des häusls am arbeitsplatz, ohne es nachher zu reinigen, ich mein, wie soll man da einen menschen noch ernst nehmen?!; für das anbraten eines kollegen oder einer kollegin bei einer weihnachtsfeier, nachdem man in den stunden davor den gesamten getränkevorrat mehr oder weniger allein übern jordan gschickt hat;</p>
<p>einen festen arschtritt gibts für: fussgängerinnen und fussgänger mit kinderwagen anhupen. egal wo!; bei schneebedeckter fahrbahn schnell fahren; als arbeitsgeber sätze wie &#8220;es ist eh ok, wenn du mich am 24. vertrittst, gö?&#8221; von sich geben;</p>
<p>ergänzungen sind bitte schön ausdrückslichst erwünscht!</p>
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		</item>
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		<title>ein paar verhaltenstipps in der schnellbahn</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/12/09/ein-paar-verhaltenstipps-in-der-schnellbahn/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 19:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[oe24]]></category>
		<category><![CDATA[oebb]]></category>
		<category><![CDATA[schnellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>

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		<description><![CDATA[in letzter zeit bin ich öfter in den genuß gekommen, die schnellbahn zu nutzen, und zwar jene, die sich durchs wiener stadtgebiet schlängelt (ja, mein horizont hört sogar schon weit vor den stadtgrenzen wieder auf, aber das macht eigentlich gar nichts, zumindest mir nicht&#8230;), und ich muss sagen: meine sonst einwandfrei funktionierenden mechanismen greifen hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in letzter zeit bin ich öfter in den genuß gekommen, die schnellbahn zu nutzen, und zwar jene, die sich durchs wiener stadtgebiet schlängelt (ja, mein horizont hört sogar schon weit vor den stadtgrenzen wieder auf, aber das macht eigentlich gar nichts, zumindest mir nicht&#8230;), und ich muss sagen: meine sonst einwandfrei funktionierenden mechanismen greifen hier ein wenig anders, deswegen habe ich mir schlicht neue ausgedacht, um die strahlende lebensfreude meiner temporären persönlichen umgebung aufzusaugen und zu potenzieren, hier sind ein paar ganz brauchbare möglichkeiten, um selbiges zu tun:</p>
<p>1) laut stöhnen! ständig, und am besten in unregelmäßigen abständen, aber dafür die ganze fahrt lang. der wiener an sich ist zwar beharrlich auf ignoranz getrimmt, wird sich aber früher oder später doch ohnmächtig fühlen und sich mit einem: &#8220;gehts eh noch?&#8221; zu helfen wissen.</p>
<p>2) zur allgemeinen erheiterung kann man freilich auch beitragen, wenn man in einem vierersitz seinen platz gefunden hat, gemeinsam mit 3 weiteren personen, und dann ein köfferchen stehen lässt. steigerung dieser an sich kindischen, aber trotzdem unheimlich lustigen methode ist es, die person zu fixieren, die am wenigsten danach ausschaut, als ob sie jemals in ihrem leben gefurzt hätte, und die königsdisziplin lautet dann: mit einem lautem und deutlichen &#8220;geh bitte!&#8221; aufstehen und gehen.</p>
<p>3) vor allem in vollen schnellbahnen (und das sind sie zum glück ja fast immer&#8230;) bietet es sich an, sehr lange einen sitzplatz zu suchen. wenn man möchte, kann man die horizontale durchlässigkeit der einzelnen waggons nutzen und einfach spazieren gehen. ich garantiere für erheiterte gemüter, spätestens am rückweg! bonuspunkte gibts auch hier, und zwar schließt man die türen zwischen den waggons nicht leise, sondern lässt sich zuknallen, damit sie auch echt zu sind, und nicht womöglich noch aufspringen, die gfraster.</p>
<p>4) ein lockerer klassiker ist das anatolische fleischweckerl vulgo kebap, möglichst mit zwiebeln. ist zwar nicht nur in der schnellbahn äußerst beliebt, um den mitmenschen a bissl an gusto zu machen, kommt aber vor allem in neuen garnituren trotzdem sehr gut an, vor allem, wenn man in der versenkung steht und der duft schön nach oben ziehen kann. bonuspunkte gibts hier für lautes schmatzen und aufstoßen, letzteres gerne gesehen in kombination mit einem bier. oder zwei.</p>
<p>dies sind nur wenige tipps, wie man die tristen fahrten in der schnellbahn ein wenig auflockern und die menschliche liebe, die einem entgegenströmt, aufsaugen und an die welt zurückgeben kann.</p>
<p>zu etwas gänzlich anderem: dank österreich (ja, der zeitung) und ein paar motivierten ist jenes video entstanden: <a href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Sex-in-U-Bahn-erregt-das-Internet/12150610">http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Sex-in-U-Bahn-erregt-das-Internet/12150610</a></p>
<p>heute ärgert sich &#8220;heute&#8221; wohl darüber, dass ihnen diese geschichte durch die finger gerieselt ist. aber sie nimmt sie trotzdem aufs titelblatt: <em>&#8220;u-bahn-sex erregt die welt!&#8221; </em>die pornoindustrie kann aufatmen&#8230;</p>
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		<title>der weg des fussballfans</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 18:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[einige haben es vielleicht schon bemerkt: ich schaue mir ab und an recht gern fussballspiele an, um mich danach über diese fussballspiele auszukotzen. genuss ist das im regelfall weder für mich, noch für euch, aber besser, als ich gehe in den wald, rehe schiessen, finde ich. also beschäftige ich mich heute vor allem mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>einige haben es vielleicht schon bemerkt: ich schaue mir ab und an recht gern fussballspiele an, um mich danach über diese fussballspiele auszukotzen. genuss ist das im regelfall weder für mich, noch für euch, aber besser, als ich gehe in den wald, rehe schiessen, finde ich.</p>
<p>also beschäftige ich mich heute vor allem mit der frage, wie ein typischer abend eines fans einer österreichischen fussballmannschaft so aussieht, am beispiel des spiels rapid gegen porto, immerhin euroleague-heimspiel, also ein echtes fussballspiel, quasi.</p>
<p>die anreise gestaltet sich trotz der witterungsbedingungen (wir erinnern uns: diese woche gabs schnee, zum ersten mal in wien, überhaupt, deswegen einige probleme mit eigentlich eh allem&#8230;) recht unspekatulär, mittlerweile hat man ja erfahrung beim herumkarren von menschenmengen. vorm stadion gibts irgendwie eigentlich nichts, ein kurzer blick rauf in den gläsernen vip-kubus, ein kurzes &#8220;lecks mich, heut wär ich auch gern drin!&#8221; und schon steht man an. nun hatte ich das glück, im selben sektor wie die fans der gäste zu sitzen, nur a bissl weiter unten, aber ähnlicher zugang, also wurden auch wir streng kontrolliert, obwohl die gästefans pyrotechnische ü-eier mitgebracht hatten, und eigentlich, aber sicherheitskontrollen, egal. nach überraschend kurzer, dafür überraschend intensiver kontrolle (die trotzdem ignorierte, dass ich eine volle zahnpastatube, aber eigentlich, fragt nicht, das einzige, was man sich denkt: wieso habe ich schon wieder nix zum saufn eingsteckt?) ist man auch schon am ort des geschehens angelangt, und wundert sich: es liegt schnee. am rasen. trotz rasenheizung. und es wird einem erklärt, dass vor 10 minuten noch alles grün und ok war. das ist taktik, meine damen und herren, net wer auf welcher position was macht!</p>
<p>die teams wärmen sich auf, das publikum nicht, zumindest nicht im fussballerischen sinn, auch nicht im fantechnischen sinn, denn alkohol gibts ja im stadion keinen mehr, und das ist irgendwie schon schade, weil dadurch wäre der blick womöglich nicht so kritisch, weil getrübt, oder betrübt, je nach perspektive. amüsant ist auf jeden fall der akt des zur seite schleppens des el-logos, das den mittelkreis bedeckt. üblicherweise ein fescher anblick, heute natürlich komplett für die würscht, weil ja eine ordentliche schneedecke drüber liegt, egal, oder eigentlich nicht, weil genau diese schneedecke ist quasi das unterhaltungsprogramm vor dem spiel, zumindest für so simple gemüter wie mich: knapp 30 leuten dabei zuzuschauen, wie sie sich sichtlich wundern, dass das logo heut aber schon viel schwerer zu schleppen ist, als sonst, das macht mir schon freude. und auch der am spielfeld hinterlassene grüne fleck, der ausschaut, als hätt der sprichwörtliche herr gott draufgschweisselt, supa!</p>
<p>das spiel an sich ist im wahrsten sinne des wortes eine holprige angelegenheit und verläuft auch irgendwie genauso, wie die spiele dafür. rapid schiesst ein tor, super stimmung, irgendjemand macht einen fürchterlichen eigenfehler, der gleich nach rapids treffer zu einem gegentreffer führt, und irgendwie spürt man: das spiel ist wieder fürn oasch.</p>
<p>was angenehmerweise dazukommt: es scheint auch für fussballspiele eine anwendung von murphys gesetz zu geben (auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass murphy nie fussball, obwohl, vielleicht doch? vielleicht sogar die grundlage für alles andere?): die größten vollkoffer stehen immer hinter dir und schreien dir ins gknack. dass man beim fünften &#8220;geh, steh auf, du blöda nega!&#8221; immer noch nicht vollkontaktähnliche intimitäten ausgetauscht hat, das ist wohl zu teilen den temperaturen, zu teilen der sicherheitskontrollen anzurechnen. oder der eigenen wurschtigkeit. oder der sicherheit, dass es eh nichts bringt.</p>
<p>am ende verliert rapid die partie noch ganz blöd, durch ganz blöde aktionen, macht dafür selbst irgendwie nicht wirklich etwas fussballähnliches (ja, da spricht wahrscheinlich ein fussballrassist aus mir heraus&#8230;), die andere partie ist natürlich auch so verlaufen, wie mans nicht braucht, und am ende heisst das resumee: kalt wars, bier oasch, fussball oasch, gute nacht.</p>
<p>wieso man sich das trotzdem immer wieder aufs neue antut (ja, antut, denn kein anderes verb kommt hier passend daher)? ich weiss es nicht, muss aber dem öfb dankbar dafür sein, dass er durch seine sensationelle abo-regelung für die restlichen 3 heimspiele der em-quali für mich persönlich eine abwehrmauer aufgebaut hat. weil, nein, 3 mal, das ist zu viel, und vor allem um den preis. also, danke, öfb. endlich mal was richtig gemacht. berufsmasochismus geht sich jedenfalls net aus, weil man zahlt ja für den bledsinn, und das schreiben drüber wird einem auch nicht bezahlt. vielleicht bin ich doch mehr wiener, als erwünscht, ja, die erklärung nehme ich, und fordere auf: nennt mich einen raunzer!</p>
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		<title>über fahrräder und koalitionen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 08:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[koalition, die, pl: koalitionen (selten verwendet, meistens mauscheleien): verbindung, arbeitsgruppe, bezeichnung für eine regierung, die aus mehr als einer partei besteht; in österreich: gemeinsames auf den arm nehmen, blockieren, verhindern, schuldfinger zeigen also, ganz ehrlich: wenn der finanzminister sagt: &#8220;mehr ist nicht gegangen!&#8221;, und das bei diesem budgetentwurf, der uns an sich den arsch retten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>koalition, die, pl: koalitionen (selten verwendet, meistens mauscheleien): verbindung, arbeitsgruppe, bezeichnung für eine regierung, die aus mehr als einer partei besteht; in österreich: gemeinsames auf den arm nehmen, blockieren, verhindern, schuldfinger zeigen</p>
<p>also, ganz ehrlich: wenn der finanzminister sagt: &#8220;mehr ist nicht gegangen!&#8221;, und das bei diesem budgetentwurf, der uns an sich den arsch retten muss (denn der arsch geht net auf grundeis, der ist schon längst am sitzen). in echten ländern würde dieser finanzminister sagen: &#8220;mehr ist nicht gegangen. es tut mir sehr leid. ich trete zurück und wünsche meiner nachfolgerin oder meinem nachfolger viel erfolg!&#8221; und natürlich würden auch die anderen regierungsmitglieder etwas ähnliches sagen, würde sich diese koalition auflösen und den weg freigeben für andere, und zwar echte andere, net nur für die selben dodln in den selben gewändern. da österreichische politikerinnen und politiker allerdings in vielerlei hinsicht scheinbar mit amphibien verwandt sind, sagt man das natürlich nicht. und seufzt. und sagt, die anderen sind schuld, bitte, wir, wir haben ja visionen, die anderen lassen uns ja nicht. gehts scheissn!</p>
<p>zum thema fahrräder: fesch, wie fesch das ist, im winter, in wien. auf den radwegen muss man den leuten nicht mehr assistieren, wenn sie wegfahren wollen, und man nicht zeuge eines umfallens werden möchte, überhaupt muss man auch viel weniger mit anderen leuten, zumindest auf fahrrädern sitzenden leuten, interagieren, das ist irgendwie schon schön, denn die meisten fahren ja wirklich rad, wie die spö und die övp regieren. rutschig ists auch, da kann man sich austoben, sich selbst ein wenig ärgern oder fordern, das ist natürlich auch fesch. vor allem kommen einem da ungeräumte radwege sehr entgegen, aber vielleicht ist man ja auch selbst schuld, wenn man einfach weiterfährt, wer weiss. ich geh jetzt mal eine heizkanone montieren. und einen schneepflug.</p>
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		<title>ein tiefer schluck luft</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 22:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[finanz]]></category>
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		<description><![CDATA[und dann gehts weiter. zur zeit sind die sinne blockiert, der scharfsinn aufgelöst, politik ist zwar lustig wie immer, doch nichts wird klarer, nichts kann man erklären, die fragen müssen unbeantwortet bleiben, vorerst, es gibt keine antworten mehr, vorerst. zur erheiterung: österreichische stiftungen erwirtschaften jährlich 3 milliarden euro. steven gerrard, der fussballer, also, ein fussballer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>und dann gehts weiter.</p>
<p>zur zeit sind die sinne blockiert, der scharfsinn aufgelöst, politik ist zwar lustig wie immer, doch nichts wird klarer, nichts kann man erklären, die fragen müssen unbeantwortet bleiben, vorerst, es gibt keine antworten mehr, vorerst.</p>
<p>zur erheiterung: österreichische stiftungen erwirtschaften jährlich 3 milliarden euro. steven gerrard, der fussballer, also, ein fussballer, wöchentlich ca. 150000 euro (wobei erwirtschaften in beiden fällen natürlich eher fragwürdig ist&#8230;). das heisst, dieser eine würstelfussballer müsste 20000 wochen arbeiten, das sind beinahe 385 jahre, also wenigstens eh eine relativ lange zeit.</p>
<p>diese stiftungen müssen ab nächstem jahr einen teil der österreichischen steuerlast tragen, und zwar 80 millionen euro. also ein siebenundreissigstel. für diese summe muss steven gerrard ca. 10 jahre lang hackeln. oder ein team um ihn herum, weil ja dann doch auch ärmere schlucker mitspielen, circa 1 jahr. eh süß.</p>
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		<title>wie ist das mit frau karl?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 11:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[frau karl]]></category>
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		<description><![CDATA[nach der lektüre eines weiteren artikels, der sich damit befasst, wie unsere uniwelt immer besser und besser wird, konkret wieso man außeruniversitäre einrichtungen nicht mehr so finanzieren möchte, wie bisher, muss ich mich jetzt doch mehr oder minder öffentlich am kopf kratzen und bitte um rat. frau karl sagt der apa gegenüber folgende dinge: Forschung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nach der lektüre eines weiteren artikels, der sich damit befasst, wie unsere uniwelt immer besser und besser wird, konkret wieso man außeruniversitäre einrichtungen nicht mehr so finanzieren möchte, wie bisher, muss ich mich jetzt doch mehr oder minder öffentlich am kopf kratzen und bitte um rat.</p>
<p>frau karl sagt der apa gegenüber folgende dinge:</p>
<p><em>Forschung solle nicht mehr &#8220;mit der Gießkanne finanziert&#8221; werden, man müsse sich auf die Stärkefelder konzentrieren.</em></p>
<p>nun gut, ok. könnte zwar sein, dass aus den schwächefeldern mal was, aber nein, wird sicher nicht passieren.</p>
<p><em>Sie wolle eine Strukturreform &#8211; also die Abkehr von der nicht mehr zeitgemäßen Basisförderung und die Zusammenfassung zu &#8220;schlagkräftigeren Einrichtungen&#8221; mit dem Ziel, &#8220;Exzellenz stärker sichtbar zu machen&#8221;.</em></p>
<p>na gut, schlagkräftiger soll es zugehen, und die exzellenz (ihre hochheit?) soll stärker sichtbar gemacht werden, ein problem der verpackung also, könnte man meinen. es geht net um die inhalte, es geht scheinbar ums präsentieren, nun gut, fad, aber nicht ganz überraschend.</p>
<p><em>Die Institute, &#8220;die wirklich gut sind, wird es auch weiterhin geben&#8221;.</em></p>
<p>und die sonne wird auch weiterhin scheinen. bis sie nicht mehr scheint.</p>
<p>jetzt kommt allerdings der teil, der mich stutzig macht:</p>
<p><em>Derzeit führe man Gespräche mit den Betroffenen sowie Universitäten und der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) &#8211; mit dem Ziel, die außeruniversitären Institute in die Unis bzw. die Akademie einzugliedern. Dafür werde es finanzielle Anreize (aus den zusätzlichen 80 Millionen Euro für die Unis) geben,</em></p>
<p>ich verstehe das folgendermaßen: die unis bekommen mehr geld, um die qualität der lehre zu steigern. die unis nehmen jetzt dieses geld, und versuchen damit institute herzulocken, die institute sollen sich eingliedern, aber das sind die institute, die zu schlecht sind, um weiterhin ohne förderung zu überleben. ich finde das geradezu sensationell.</p>
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		<title>wie benutze ich ein telefon?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 11:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[telefon]]></category>

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		<description><![CDATA[das telefon an sich ist eine verhältnismäßig neue erfindung, im vergleich zum rad beispielsweise können wir als menschheit gesehen noch nicht auf so viele erfahrungen zurückgreifen, wie man dieses ding jetzt nutzt und was man damit überhaupt machen kann. noch neuer ist die erfindung der mobiltelefone, zuerst noch recht locker, jetzt mittlerweile nicht mehr so, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das telefon an sich ist eine verhältnismäßig neue erfindung, im vergleich zum rad beispielsweise können wir als menschheit gesehen noch nicht auf so viele erfahrungen zurückgreifen, wie man dieses ding jetzt nutzt und was man damit überhaupt machen kann. noch neuer ist die erfindung der mobiltelefone, zuerst noch recht locker, jetzt mittlerweile nicht mehr so, weil ja echt jede sau ein mobiltelefon (vulgo: handy) in der gegend herumchaufiert, stolz oder weniger stolz, aber auf jeden fall bewusst. grund genug, sich dieser neuen technologie anzunehmen und zu schauen, wie wir sie denn korrekt einsetzen können:</p>
<p>1) wenn du jemanden anrufst, und diese person nicht abhebt: ruf nicht sofort wieder an. es könnte sein, dass die person gerade gackt und im gegensatz zu dir dabei gerne allein ist, oder dass die person grad unter der dusche steckt, und kein supertolles outdoorhandy zur verfügung hat, oder dass die person grad mit einer anderen person und so weiter. alle telefone, die nach 1985 hergestellt wurden, verfügen über die funktion, über verpasste anrufe auskunft zu geben. wenns wirklich dringend ist, probiers 30 minuten später nochmal, oder ein stündchen später. den akku des empfängers leerzuklingeln bringt echt niemandem etwas.</p>
<p>2) wenn du jemanden anrufst, und plötzlich ist die verbindung weg, dann schau dich um: bist du in einem tunnel, oder zeigt dir dein telefon, dass du keinen empfang hast, dann ruf nochmal an, sobald du wieder in vollbesitz deiner funkstärke bist. wenn du keinen tunnel um dich herum siehst, oder grad nicht im keller bist, warte, bis du angerufen wirst, weil dann ist die andere seite schuld. in sondernfällen, wo beide seiten eigentlich empfang haben, ruft einfach der nochmal an, der auch ursprünglich angrufen hat. sich gegenseitig gleichzeitig auf die sprachbox zu reden ist zwar lustig, aber nicht besonders.</p>
<p>3) sms schreiben ist ok. du musst in sms nicht so eloquent, lustig, ausschweifend sein, wie dus im echten leben bist, das ist ok. aber wenn dus mal bist, und dann wieder nur kurz und knapp, und dann wieder, dann wird sich das gegenüber denken: was ist da los? also aufpassen: auch bei sms ist es nicht völlig egal, wie man sie formuliert und wegschickt.</p>
<p>4) sollte jemand deine anrufe partout nicht entgegennehmen, dann kannst dus gerne nochmal probieren. und nochmal. und nochmal. bei jemandem allerdings mehr als 5 versäumte anrufe zu hinterlassen, das legt schon zeugnis einer leichten panik ab. 13 versäumte anrufe zu hinterlassen, das grenzt schon an perversion.</p>
<p>5) so wie im echten leben musst du dich am telefon nicht mit: &#8220;serwas! grias di! hallo! grüß gott! seas! ahoi! haaaallo!&#8221; begrüßen. eines dieser grußworte reicht. vollkommen. wirklich!</p>
<p>6) läutet dein telefon, ist das kein grund, alles um dich herum zu vergessen. wenn du beispielsweise mit jemandem sprichst, entschuldige, oder frag nach, obs eh kein problem ist, wenn man. und halt das telefonat kurz, wenn du in gegenwart von echten personen bist, sag, du rufst zurück, oder was auch immer. sonst bist du eine unhöfliche sau. und niemand mag unhöfliche säue.</p>
<p>7) beruftsbedingte telefonate bilden eine ausnahme von der eben erwähnten regel. aber nur eine kleine. machs kurz. du unhöfliche sau!</p>
<p>8) wenn dich jemand anruft, du den anruf versäumst, und die person dir auf die mailbox labert: hör dir die nachricht an, bevor du zurückrufst. bitte.</p>
<p>die liste wird laufend ergänzt.</p>
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		<title>im nächsten leben bin ich ein tunnel</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 13:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[copyshop]]></category>
		<category><![CDATA[koralmtunnel]]></category>
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		<description><![CDATA[ein paar begebenheiten des alltags, in keiner besonderen reihenfolge: die wiener linien bieten in letzter zeit auf einigen u-bahnlinien, beispielsweise der u4, ein abenteuerpaket an. wer dieses buchen möchte, soll einfach in eine neue garnitur einsteigen und sich beglücken lassen. das gefühl, das einen bei der fahrt mit abenteuerpaket ereilt, lässt sich wohl vergleichen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ein paar begebenheiten des alltags, in keiner besonderen reihenfolge:</p>
<p>die wiener linien bieten in letzter zeit auf einigen u-bahnlinien, beispielsweise der u4, ein abenteuerpaket an. wer dieses buchen möchte, soll einfach in eine neue garnitur einsteigen und sich beglücken lassen. das gefühl, das einen bei der fahrt mit abenteuerpaket ereilt, lässt sich wohl vergleichen mit einem boxkampf, den man in betrunkenem zustand absolviert. oder anders: würde ich mit meinem pkw so umgehen, wie die damen- und herrschaften vorne im zugführerstand mit der ubahn umgehen, ich müsste mir einige unzarte worte gefallen lassen. auch wenn ich sonst nicht dazu neige, die vergangenheit zu verklären, aber ich bild mir ein, das war früher nicht so spannend. seit ich allerdings weiss, dass die ausbildung zur fahrerin oder zum fahrer einer ubahn 44 tage in anspruch nimmt, sehe ich diesen punkt ein wenig gelassener, man darf sich keine wunder erwarten in dieser zeit. auch nicht von der software, die das gerät angeblich eh automatisch in der gegend rumschiebt.</p>
<p>betritt man eine metzgerei (unter der voraussetzung, man hat überhaupt eine gefunden&#8230;) und sagt folgendes: &#8220;ich hätte gern 2 kilo gulaschfleisch vom rind!&#8221;, dann kann man von folgenden antworten ausgehen: &#8220;gern!&#8221;, oder &#8220;kommt sofort!&#8221;, oder &#8220;is leida aus, darfs was anderes sein?&#8221;, begleitet von einem mehr oder weniger erfolgreich exekutierten freundlichem tonus. betritt man eine buchhandlung, und sagt &#8220;haben sie per anhalter durch die galaxis auf englisch?&#8221;, dann kann man erwarten, ein &#8220;tut leid, nur auf deutsch.&#8221;, oder ein &#8220;natürlich, taschenbuch oder gebunden?&#8221; als antwort zu bekommen, meist auch relativ nett. betritt man einen copyshop und sagt: &#8220;könnten sie bitte dieses a4-blatt doppelseitig auf a5 kopieren, in farbe?&#8221;, dann bekommt man ein &#8220;wie soi des gehn? wie soi des gehn?&#8221; zurück. versucht mans dann mit &#8220;ich weiss auch nicht, sie sind die expertin, ihre kollegin hat das immer gemacht&#8230;&#8221;, dann kann man eigentlich auch schon wieder den copyshop verlassen. wie soi des a gehn?!</p>
<p>ebenfalls eine neuentwicklung in wien sind taxis mit folgender aufschrift: &#8220;<span style="text-decoration: line-through;">wir fahren wohin SIE wollen!</span>&#8221; &#8220;wir fahren sie WOHIN sie wollen!&#8221; (danke für die korrektur!). ich bin entzückt, begeistert, euphorisiert. bis jetzt hab ich mich nie getraut, mit einem taxi zu fahren, weil ich konnte ja nie wissen, ob mich das taxi näher nach hause bringt, oder doch eher weiter weg, aber in so ein taxi, das hinfährt, wo ich hin will, da werd ich mich glaub ich trauen, demnächst.</p>
<p>und zum abschluss: angeblich wird der koralmtunnel 6 milliarden euro kosten. das sparpaket erweitert das jährliche uni-budget (sämtlicher unis) um 80 millionen. wer schwierigkeiten hat, das in eine relation zueinander zu setzen (so wie beispielsweise unsere regierung), hier ein paar größenvergleiche: die 6 milliarden würden die 80 millionen 75 jahre lang finanzieren. 75 biere reichen einem nichtbiertrinker ein leben lang, einem normalbiertrinker mindestens ein halbes jahr, einem schwerbiertrinker circa 30 tage. 30 tage in minuten gerechnet, sind 43,200, in sekunden 2 592 000. wenn wirs uns auf tausendstel ausrechnen, kommen wir knapp auf die hälfte der ursprünglich veranschlagten 6 milliarden. im nächsten leben bin ich ein tunnel, ganz sicher!</p>
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		<title>wunderliche dinge, teil 1</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/10/29/wunderliche-dinge-teil-1/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 16:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[faymann]]></category>
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		<category><![CDATA[wunderdinge]]></category>

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		<description><![CDATA[ein paar dinge, die einen wundern, ärgern, zum schmunzeln oder weinen bringen können: du gehst jeden tag in die selbe bäckerei, und auf einmal kannst nicht mit 100-euro-scheinen zahlen. und du gehst hungrig in die arbeit. 13-jährige rapper. 13-jährige rapper mit lauten handys. ein wc am arbeitsplatz, das ausschaut, als wäre es aus dem mumok [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ein paar dinge, die einen wundern, ärgern, zum schmunzeln oder weinen bringen können:</p>
<ul>
<li>du gehst jeden tag in die selbe bäckerei, und auf einmal kannst nicht mit 100-euro-scheinen zahlen. und du gehst hungrig in die arbeit.</li>
<li>13-jährige rapper.</li>
<li>13-jährige rapper mit lauten handys.</li>
<li>ein wc am arbeitsplatz, das ausschaut, als wäre es aus dem mumok geflohen, und es gibt niemanden, der sich dafür zuständig sieht, es wieder zu fasonieren.</li>
<li>das budget 2011.</li>
<li>die rechtfertigung des budgets 2011.</li>
<li>werner faymann, im allgemeinen.</li>
<li>13-jährige rapper mit lauten handys und kebap, allerdings ohne der kenntnis darüber, wie man sich letzteres halbwegs ansehnlich in sein rappermäulchen stopft.</li>
<li>kitzbühl.</li>
<li>maria fekter, im sehr speziellen.</li>
<li>die warteschleife mancher theaterhäuser.</li>
<li>eine tv-übertragung einer nationalratssitzung.</li>
<li>die qualitätsschwankungen beim ottakringer bier. ich mein, wird das irgendwie kontrolliert?</li>
<li>die ungarische regierung.</li>
<li>100-euro-scheine.</li>
</ul>
<p>wird fortgesetzt&#8230;</p>
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		<title>ein paar gedanken zum nationalfeiertag</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 07:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[nationalfeiertag]]></category>

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		<description><![CDATA[wieso feiert österreich seinen nationalfeiertag am 26.10 und nicht beispielsweise am 15.5., als die rechtliche grundlage fixiert wurde, wie wir österreicher (ha, ha&#8230;) wieder frei und ohne aufpassermamas staaten können. oder womöglich am 27.7., als diese rechtliche grundlage nicht nur ein ziemlich fescher patzn papier und ein ziemlich steiles video war, sondern tatsächlich auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wieso feiert österreich seinen nationalfeiertag am 26.10 und nicht beispielsweise am 15.5., als die rechtliche grundlage fixiert wurde, wie wir österreicher (ha, ha&#8230;) wieder frei und ohne aufpassermamas staaten können. oder womöglich am 27.7., als diese rechtliche grundlage nicht nur ein ziemlich fescher patzn papier und ein ziemlich steiles video war, sondern tatsächlich auch in kraft getreten ist? wieso feiern wir also erst im oktober?</p>
<p>man könnt jetzt argumentieren mit: symbolkraft! die symbolkraft! ja, eh, &#8220;österreich ist frei!&#8221; hatte sicher ganz wenig symbolkraft!</p>
<p>oder mit rechtstaatlichkeit? weil erst wenn der letzte soldat draußen ist, ist er echt draußen.</p>
<p>aber das ist ja alles a blödsinn. die wahrheit ist: am 15.5. feiern wir nicht, weil da ist der 1.5. grad vorbei, und zwei feiertage im mai braucht keiner. und im sommer haben eh alle ferien.</p>
<p>jetzt, wo wir wissen, wieso wir feiern, wann wir feiern, kann man sich die frage stellen, wieso wirs so feiern, wie wirs feiern. traditionellerweise werden an jenem tag recht viele rekruten angelobt, also offiziell in mehrere wochen oder monate stumpfsinn übergeben, die eltern schauen stolz zu, und man fragt sich, warums so kalt ist. und wieso der typ da vorne so schreien muss (und ja, es ist IMMER ein typ!). dann schaut man sich um, wenn man pech hat, steht man am heldenplatz, und wird von black hawks (neuerdings), panzern und schaumrollen anglächelt. eh fesch.</p>
<p>aber wieso zum kuckuck machen wir das? österreich hat und hatte nie so etwas ähnliches wie eine militärische tradition. wir hatten auch nie so etwas ähnliches wie eine durchschlagskräftige streitkraft, egal auf welchem bodentechnischen gebinde. wieso stell ma dann bitte den heldenplatz mit attrappen von attrappen zu, obwohl eh jeder weiss, dass wir das nicht brauchen, und in den meisten fällen auch nicht wissen, obs denn funktionieren wird, wenn wirs vielleicht dann doch brauchen könnten. beispielsweise für einen filmdreh: &#8220;angriff der killergölsn!&#8221;, zum beispiel.</p>
<p>egal, man muss sich diese frage auch eigentlich nicht stellen, echt dämlich wirds ja nur, wenn einem die panzer den ring zustellen, weil sich irgendjemand eine parade einbildet, und dann fahrst auf einmal nicht zum südbahnhof, weil da steht ja ein panzer, sondern nach <del datetime="2010-10-26T15:00:00+00:00">hollabrunn</del> hohenau (mein wienzentrismus, immer wieder mein wienzentrismus&#8230;) und dann kommst zu spät in hohenau an, und dann möchtest dich auch schon ansaufen, aber wer will das schon in hohenau?</p>
<p>aber stichwort hohenau: raus aus der stadt ist wahrscheinlich ein motto, dem man sich durchaus fügen kann. wenn man das alles nicht so gern hat. weil man muss ja nicht über alles sudern, was einem vor die flinte kommt.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>zu etwas völlig anderem: wenn sich jemand auf einmal nicht mehr meldet, kann man ja als paranoiagesteuerter mensch davon ausgehen, dass die person, die sich nicht mehr meldet, einen persönlichen hass auslebt, oder man etwas gesagt hat, dass zu etwas und so weiter, oder dass die person vielleicht tot ist, oder verschollen, oder vielleicht auch vergessen hat, sich abzumelden, weil sie jetzt auf eine 6-monatige fahrradtour durch afrika aufgebrochen ist. ein paranoiabefreiter mensch könnte sich natürlich denken: naja, die person wird einfach das handy verloren haben, oder grad ur viel zu tun haben, und dann einfach weitermachen.</p>
<p>jetzt probiert man in beiden fällen früher oder später wohl schon, den kontakt von der eigenen seite aus aufzubauen. wenn man da dann scheitert, dann beginnt man sich vielleicht zu wundern, das verlorengegangene handy zieht hier natürlich auch als argument, ebenso das übermaß an hackn. dank des internets, eine sache, die von recht vielen leuten noch als neu bezeichnet wird, von manchen als neues medium, von anderen einfach nur als medium, was natürlich alles kompletter pups ist, bekommt man dann aber irgendwie auch mit, was diese person sonst so kommuniziert. und dann wirds sogar beim paranoiabefreiten menschen schwierig, nicht an eine hasstiradensammlung zu denken, oder an &#8220;hätte ich beim letzten treffen seinen papa vielleicht doch nicht als &#8230;. (nach belieben einsätzen) bezeichnen sollen?&#8221; oder an &#8220;vielleicht wars doch nicht so gscheit, seiner freundin &#8230; (siehe oben)?&#8221; und so weiter zu denken. man könnte jetzt sagen: holland the fuck up!</p>
<p>ich sage: michi vermisst michi!</p>
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		<title>österreich in kurzform</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 06:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[bundeskanzler]]></category>
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		<description><![CDATA[österreich hat einen bundeskanzler, der nicht studiert hat, dabei wurde er schon vor dem aktuellen sparpaket bundeskanzler. österreich hat einen bundespräsidenten, der glaubt, dass er mit dem auto 12 stunden nach krakau fährt. wer hier einen witz ortet, hat wohl grad sein fahrrad verloren. österreich hat eine innenministerin, die menschen wie die ergebnisse der familiendynastienfabrik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>österreich hat einen bundeskanzler, der nicht studiert hat, dabei wurde er schon vor dem aktuellen sparpaket bundeskanzler.</p>
<p>österreich hat einen bundespräsidenten, der glaubt, dass er mit dem auto 12 stunden nach krakau fährt. wer hier einen witz ortet, hat wohl grad sein fahrrad verloren.</p>
<p>österreich hat eine innenministerin, die menschen wie die ergebnisse der familiendynastienfabrik behandelt und in jedem fernsehinterview so wirkt, als würde sie das, was sie spricht, von einer schallplatte abspielen, die von einem plattenspieler wiedergegeben wird, der erstens im falschen tempo und zweitens mit aussetzern läuft.</p>
<p>österreich hat einen nationalratspräsidenten, der mitglied einer studentenverbindung ist, die nur ganz klein wenig mit echten rechten zu tun hat, und andere parteien finden nichts böses daran und wählen ihn in dieses amt, weil tradition soll tradition bleiben.</p>
<p>österreich hat einen landeshauptmann, der die wirtschaftliche situation seines bundeslandes folgendermaßen kommentiert: &#8220;wir sind, äh, nicht so, äh, neger, wie man glaubt. des schreiben sie ruhig!&#8221; geschrieben wurde es übrigens nicht wirklich. (siehe: http://www.youtube.com/watch?v=Ti3greg5SJU)</p>
<p>österreich ist ein land, in dem politikerinnen und politiker vor einer wahl ernsthaft in erwägung ziehen, die mehrwertsteuer in krisenzeiten zu senken. einfach so. als zuckerl.</p>
<p>österreich hat einen landshauptmannkandidaten, der im wahlkampf auf die frage, ob er in seinem bundesland proporz abschaffen möchte, sinngemäß antwortet, dass er das nicht tun wird, weil das interessiert eh keine sau!</p>
<p>österreich ist ein land, das ein atomkraftwerk baut, dann eine volksabstimmung durchführt, mit der frage, ob man es überhaupt einschalten soll, und nach negativem ausgang dieser volksabstimmung das kraftwerk tatsächlich nicht einschaltet.</p>
<p>österreich baut die besten skilifte der welt. pardon, korrektur: vorarlberg baut die besten skilifte der welt, ostösterreich hat damit nichts zu tun.</p>
<p>österreich baut im rahmen einer fussballgroßveranstaltung ein stadion für 30000 zuschauerinnen und zuschauer in einer stadt, die sich eigentlich nur für eishockey interessiert und zum zeitpunkt des baus schon absehbar ist, dass sich bald kein bundesligaklub in der stadt befinden wird.</p>
<p>österreich ist ein land, das für eine eishockey-weltmeisterschaft kein gefrorenes eis zu stande bringt.</p>
<p>österreich ist ein wintersportland.</p>
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		<title>das leben anhand von städtevorlieben</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 10:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[früher mochte ich seattle, da würd ich gern sagen, dass das schon ur früh war, so spätestens 1992, aber in wahrheit habe ich nirvana erst mitbekommen, als der herr an der gitarre schon dahin war, nirvana war einfach nicht auf meinem bravo-hits-radar drauf, erst später. dann berlin, da weiss ich eigentlich gar nicht mehr, wieso, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>früher mochte ich seattle, da würd ich gern sagen, dass das schon ur früh war, so spätestens 1992, aber in wahrheit habe ich nirvana erst mitbekommen, als der herr an der gitarre schon dahin war, nirvana war einfach nicht auf meinem bravo-hits-radar drauf, erst später.</p>
<p>dann berlin, da weiss ich eigentlich gar nicht mehr, wieso, vielleicht auch blöde verklärung, weil luftbrücken und märchen und mauer und was weiss ich was, dinge, von denen ich heute keine ahnung habe, und damals wahnsinnig spannend finden musste, vielleicht wars aber auch ganz anders.</p>
<p>dann wieder london, naja, weil irgendwie auch pflichtprogramm, vielleicht kommt berlin üblicherweise später, also, danach, nach london, im sinne von nicht dorthin, aber bei mir war halt london später. der name, die musik, der regen, der erste auslandsaufenthalt allein, also ohne eltern, und so weiter und so fort, weit weg wars, schön.</p>
<p>dann paris (ganz kurz), und das kann ich mir heute wiederum gut vorstellen, aber aus anderen gründen, wie damals, weil damals, da hab ich noch nicht so gern gegessen, wie heute, damals durfte man den eifelturm allerdings auch noch fotografieren, ohne in den häfn zu gehen, also eine ganz alte welt, fast schon, michi isst nicht, eifelturm darf fotografiert werden.</p>
<p>eine zeitlang wars dann hamburg, natürlich wegen der schule, und hamburg mag ich ja heute eigentlich auch immer noch sehr, aber nicht mehr so wegen der schule, sondern wegen der 3 kilo matjes-filet, die mich mitten in der nacht zunächst gerettet, und dann fast um den schlaf gebracht haben. danke laura, danke max! (?).</p>
<p>new york ist immer noch toll. weil gitarren, gitarren, gitarren, gitarren, gitarren, mein kosmos ist verdammt nocheinmal sehr klein und ohne spitzen.</p>
<p>bis jetzt ein sammelsurium an unnützem, meine eltern haben jetzt sicher tränen in den augen, wenn sie das lesen, moi, der sohn schreibt so schön, aber allen anderen, naja, sodbrennen oder so ähnlich. der grund, wieso ichs schreib, ist folgender:</p>
<p>hoffentlich kommt nie kitzbühl. also, hoffentlich kommts nie dazu, dass ich kitzbühl gern hab, vielleicht dort wohnen mag, wohnen werd ich dort wohl nicht, weil obs kitzbühl dann noch gibt, wenn ich das entsprechende großgeld, andererseits, virtuell könnt da schneller, aber nein, im moment ist das ja wirklich unvollstellbar.</p>
<p>aber freilich, in seattle konnte ich mir nicht vorstellen, hamburg zu mögen, obwohl das nüchtern und von weitem betrachtet in wahrheit natürlich ein unsinn ist, und war, aber das hat mir damals auch keiner gesagt, aber ich hätte natürlich auch nicht zugehört, denn das war so, in seattle. aber diese städtekarriere ist furchtbar unoriginell und austauschbar, wie gerne würde ich da gern schreiben können: zuerst kam kairo, weil der sand, der hat dort so eine tolle schärfe, dann kam perth, weil ich sags dir, da rockts in echt echt, später habe ich dann vor allem oslo, und da solltest du eigentlich auch wissen, wieso, und so weiter.</p>
<p>tu ich aber nicht. und fürcht mich. dass ich echt vielleicht mal kitzbühl werde. und wien? wien ist eine scheissstadt, hihi&#8230;</p>
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		<title>wie darf ich das alles hier verstehen?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 16:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ein kurzer einwurf zu beginn: das ist mein blog. ich schreibe hier, worüber ich will, wie ich will, und ich will oft auch deftig. das sollte jeder person, die hier vorbeistolpert, klar sein. weiter im text&#8230; jetzt wurde dieses wahltamtam also fast schon wieder beendet. noch haben wir kein endgültiges ergebnis, weil die briefe und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ein kurzer einwurf zu beginn: das ist mein blog. ich schreibe hier, worüber ich will, wie ich will, und ich will oft auch deftig. das sollte jeder person, die hier vorbeistolpert, klar sein. weiter im text&#8230;</p>
<p>jetzt wurde dieses wahltamtam also fast schon wieder beendet. noch haben wir kein endgültiges ergebnis, weil die briefe und die post und so weiter, das dauert halt a bissl, viel wird wahrscheinlich nicht passieren, vielleicht da ein mandat weniger, da eins mehr, im großen und ganzen wirds aber nichts ändern. die spö wird ihre absolute nicht halten können, die övp wird in wien auf eine kleinpartei mit großparteiambitionen gestutzt, die grünen bleiben bei den blumen, und die fpö, tja.</p>
<p>wie wird wien in zukunft regiert werden? viele der f-wähler könnten meinen: goa ned, eh so wie bisher. die spö-ler werden sagen: in jedem fall schlechter! die anderen parteien sind putzig genug, um als koalitionspartnerinnen nicht zu stören, aber groß genug, um in frage zu kommen, werden sich also anbiedern. kurz um: man weiss auch nicht wirklich, was da geschehen wird in wien. eins ist ziemlich fix: häupl wird keine koalition mit strache (oder wem auch immer in der f) eingehen, das ist schon mal ein ganz gutes ding, denn dass diese partei auch von regierungsbeteiligung nicht gestutzt wird, das wurde ja schon vom weltgrößten mascherl bewiesen. wobei ich die aktuelle fpö eigentlich nicht mit der damaligen vergleichen möchte, irgendwie nicht mal das.</p>
<p>kurzum, wir sind jetzt eigentlich genauso schlau, wie vorher, nur die spö hat beispielsweise das problem, dass sie jetzt schön langsam die augen aufkriegen muss, denn auch dem wiener an sich wirds auffallen, wenn nach 2 oder 3 jahren immer noch keine neue regierung zu stande gekommen ist, nach dem motto: oh, pardon, hamma was übersehen?</p>
<p>die fpö muss sich auch klar werden, was sie möchte. strache als vize? mhm, eher nicht. springt strache nach diesem erfolg ab, wirds ihm das publikum beim nächsten mal womöglich pfeiffen, dann kommt der dobermmannboomerang womöglich recht schnell zurück. will man in die regierung (wie wärs mit koalition und integrationsstadtrat?), will man in der opposition weiterschreien? vielleicht findet ja sogar jemand so etwas ähnliches wie ein arbeitskonzept für die stadt, in irgendeiner schublade&#8230;</p>
<p>jedenfalls noch einmal, diesmal ruhiger: ich finde es nicht gut, dass die fpö von 27% der leute, die zur wahl gangen sind, gewählt wurden. ich finde das nicht nur nicht gut, sondern ich finds zum kotzen. aber rausgekotzt hab ichs gestern schon, jetzt ziel ma weiter oben hin (danke herr häupl für dieses weitere bonmot der wahlkampfrethorik!): dass es probleme in dieser stadt gibt, keine frage. teilweise viele kleine, einige mächtig große. aber entgegen dessen, was die spö vermittelt hat, und auch entgegen dessen, was die fpö herumkeifft, wird an diesen problemen gearbeitet, zum teil erfolglos, zum teil ist man vom erfolg so weit entfernt, wie ich von einem politikwissenschafter.</p>
<p>dass du am gürtel von türken angstiegen wirst, das ist ein problem. aber das ist vor allem dein problem, es auf die fehlgelaufen integration zu schieben, ich weiss nicht. denn ich bin am gürtel noch nie von türken angstiegen worden, beispielsweise.</p>
<p>dass in einem gemeindebau viele türken oder serben oder wer auch immer zu finden ist, nun, das liegt vielleicht auch daran, dass der staat, in dem wir leben, diesen zugewanderten, und vor allem auch den hier geborenen leuten irgendwie nicht so wahnsinnig viel angebote hinlegt, mittels derer sie fett kohle verdienen können. so wie im übrigen den &#8220;echten&#8221; österreichern auch nicht, der gemeindebau ist für arme leute, und das sind leute, die aus der türkei kommen, oder aus polen, aber ebenso auch leute, die seit mehreren generationen hier leben. dass man nicht immer überall platz kriegt, ist natürlich bitter, dass irgendjemand bevorzugt wird, natürlich vollkommener schwachsinn und verzerrte wahrnehmung. weil das kopftuch sich halt mehr einbrennt, als die dunkelblonde schmalzlocke.</p>
<p>es ist einfach eine diskussion, deren einzige grundlage die herkunft von menschen ist, schlicht nicht korrekt zu führen, weil schon die grundvorausetzungen für vernünftige gespräche nicht gegeben ist. und die fpö beispielsweise ist nicht an solchen gesprächen interessiert, weil sie diese gespräche wahrscheinlich nicht mal führen kann.</p>
<p>natürlich: wenn dir persönlich etwas auf den zeiger geht, und dann auch noch ein ausländer daran beteiligt ist, und dann jemand daherkommt: jawohl, das problem kennen wir, wir hören zu!, dann sympathisierst du im ersten augenblick damit. und es ist sicherlich eine versäumnis der wiener stadtpolitik, dass an dieser stelle so eine große frustration entstehen konnte. genauso, wie es österreichweit ein versagen der selben partei ist, dass dieses thema ein so verdammt emotionales und großes ist (stichwort gastarbeiter und der umgang mit ihnen&#8230;).</p>
<p>und natürlich verstehe ich, wenn leute an sich von der politik angeekelt sind, hoffnungslos, dass sich irgend etwas tun wird, sich ins positive drehen wird, dass irgendjemand daherkommt, der etwas sagt, und nicht etwas völlig anderes tut, das alles kann ich nachvollziehen. den schritt, die fpö zu wählen, allerdings nicht.</p>
<p>für protest gibt es andere optionen: zu hause bleiben (ja, ohne wahlpflicht ist auch das ein legitimes, demokratisches mittel), weiss wählen, wenn schon nicht grün wählen, dann bleiben einem noch immer kleinparteien, die durchaus konkrete ideen und vorstellungen haben, und die nicht so ekelhaft agieren. wieso man sich gerade eine der größten schanden europas aussuchen muss, um jemandem einen denkzettel zu verpassen, das weiss ich einfach echt nicht.</p>
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		<title>darf ich das wahlergebnis mögen?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/10/11/darf-ich-das-wahlergebnis-mogen/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 23:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[nein, darfst du nicht. gerade aus. darfst du nicht. punkt. die spö hat fehler gemacht. viele, und über einen relativ langen zeitraum. die öpv hat keinen wahlkampf geliefert, sondern eine veroaschung. die grünen haben einen großartigen wahlkampf geliefert, der allerdings auf einem wahnsinnig schwachen fundament gebaut wurde. die anderen parteien ignoriere ich. ich habe jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nein, darfst du nicht. gerade aus. darfst du nicht. punkt.</p>
<p>die spö hat fehler gemacht. viele, und über einen relativ langen zeitraum.</p>
<p>die öpv hat keinen wahlkampf geliefert, sondern eine veroaschung.</p>
<p>die grünen haben einen großartigen wahlkampf geliefert, der allerdings auf einem wahnsinnig schwachen fundament gebaut wurde.</p>
<p>die anderen parteien ignoriere ich.</p>
<p>ich habe jetzt in den letzten stunden mit leuten aus verschiedensten sozialen, politischen, was-weiss-ich-für-zugängen gesprochen, und ein stehsatz war folgendes:</p>
<p>weisst, ich war früher (setze ein, was auch immer du für richtig hältst&#8230;) wähler, aber ich hab heut den strache gewählt, weil der hört mir zu. und am liebsten hätte ich mich jedes mal aufs neue übergeben. weil diese person, diese partei, die hört dir nicht zu. die scheisst auf dich, die scheisst auf das, was du glaubst, was du für richtig hältst, wo du her kommst, was du machst. das einzige, worauf diese person, diese partei nicht scheisst, ist deine stimme. und du findest das auch noch gut. und das bringt mich zur weissglut. grünglut. rotglut. das kotzt mich an!</p>
<p>und jetzt erklär ich dir auch, wieso mich das so ankotzt: du  hast heute eine partei gewählt, die keinen konsens sucht, die keine lösungen sucht, die lösungen wahrscheinlich nicht mal gut findet, du hast heute eine partei gewählt, die nichts anderes kann, als andere leute anzuschreien, in ein schlechtes licht zu tauchen, andere leute in gegenden zu bewegen, mit denen sie nichts zu tun haben.</p>
<p>natürlich: die anderen parteien habens der f sehr leicht gemacht, vor allem die spö. weil wien ist nicht spö-eigenbau, das sollte spätestens seite heute bei allen parteimitgliedern der roten angekommen sein.</p>
<p>aber, und das mal ganz deutlich: durch deine &#8220;proteststimme&#8221; hast du folgendes erreicht: ausländerhetze, populismus der übelsten sorte, das nicht-lösen, sondern das schreien, das alles hast du heute gewählt. du hast heute einen weiteren stein in die mauer der vernaderer, der aussichtlosen, der perspektivverweigerer gesetzt, du hast heute mit deiner stimme dein land, das du angeblich so liebst und vor fremden (!!!) schützen möchtest, um jahrzehnte zurückgeworfen, mit deiner stimme.</p>
<p>zum kotzen ist das, jawohl, zum kotzen, und ich bemühe mich da gar nicht um nettere worte, weil ichs auch nicht tun muss.</p>
<p>aber das heutige ergebnis ist eine schande. eine schande, eine verdammte schande!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>demokratieverständnis, nazis und löwen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/10/08/demokratieverstandnis-nazis-und-lowen/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 13:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
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		<description><![CDATA[der wiener wahlkrampf hat gestern sein glorreiches ende gefunden. oder zumindest wurde er offiziell abgesungen. oder zumindest hätten sich ein paar leute ein wenig glorie gewünscht. der schönste, klügste und innovativste politiker auf dieser erde, der, der an EUCH glaubt, aber vor allem zuerst an sICH (wahrscheinlich ärgert er sich auch ein bisschen, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Pic291.jpg" rel="lightbox[193]" title="Pic(291)"><img class="alignleft size-medium wp-image-195" title="Pic(291)" src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Pic291-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>der wiener wahlkrampf hat gestern sein glorreiches ende gefunden. oder zumindest wurde er offiziell abgesungen. oder zumindest hätten sich ein paar leute ein wenig glorie gewünscht.</p>
<p>der schönste, klügste und innovativste politiker auf dieser erde, der, der an EUCH glaubt, aber vor allem zuerst an sICH (wahrscheinlich ärgert er sich auch ein bisschen, dass man ICH nicht IHC schreibt, egal…), hat den stephansplatz als ort seiner blähungen gewählt, nun gut, wieso nicht. vielleicht sieht er jetzt endlich, dass der stephansdom in wahrheit anders herum ist, als auf seinen plakaten, also, nicht im sinne von oben und unten, weil das wäre dann sogar für diese partei ein wenig zu absurd. am stephansplatz waren anfangs eher mehr verdutzte touristen (die armen leut…), und relativ wenig bezahltes oder sonst wie sediertes fussvolk, zum glück, auch wenn jede person dort eine person zu viel ist, egal. geredet hat er, was er sonst immer redet, interessant für mich persönlich war der vorwurf, die linken demonstranten würden sich wieder mit mangelndem demokratieverständnis und gewalt hervortun. wenn am stephansplatz stehen gewalt ist, dann bin ich im sinne der anklage schuldig. den vorschlag, in eine demokratiewerkstatt zu gehen, um zu lernen, was das überhaupt ist, diese demokratie, nun, nehme ich dankend auf, und schlage vor: wenns mitgehen, nicht besonders werter herr strache, gehe ich gerne auch dorthin. ein paar schlagworte: demokratie bedeutet nicht, dass man unkommentiert jeden blödsinn reden darf. demokratie bedeutet nicht, dass die meinung frei geäußert und nicht kommentiert werden darf. es zeugt vielmehr ihrerseits von mangelndem verständnis dieses wortes, wenn sie unmutsbekundungen als undemokratisch abkanzeln. dabei möcht ich mich allerdings auch nicht schützend vor die dodln stellen, die &#8220;nazis raus!&#8221; skandieren, weil das ist um nix besser, genauso deppert wie das, wogegen ihr da demonstriert, und im übrigen noch dazu höchst respektlos gegenüber einer recht stattlichen anzahl von menschen, nun, denn. die polizei hat sich endlich wieder aufspielen können, aber alles in allem eine sehr wienerische veranstaltung: eh lieb. passt scho!</p>
<p>ursula stenzel bietet mittlerweile auch humoristisches: bisher stand der slogan &#8220;sie kämpft wie eine löwin!&#8221; nur als text auf ihrem plakat, flankiert von ihrem edlen antlitz. nun gibt es einen neuen entwurf, ein neues design, wies im racing-english heisst, auf dem sehen wir nicht nur frau stenzel, sondern auch, moment, eine löwin, jawohl, eine echte. jetzt könnte man sich natürlich fragen, wieso das so ist? möchte man die durchaus vorhandene ähnlichkeit betonen? hat jemand die löwin gfragt, ob sie das überhaupt möchte? ich habe das plakat in der natürlichen jagdumgebung von löwinnen fotografiert, also im dunkeln, weil da gehen sie jagen. wer nun einwendet, dass es in stenzels universum spätestens wenns finster wird, nichts mehr zu tun und zu passieren hat, dem entgegne ich: beim kolporierten konsum der frau stenzel wirds eh nie wirklich hell. von daher passts da auch ganz gut mit der nacht, und so.</p>
<p>was sonst noch kommen wird? die grünen reparieren mir am schwedenplatz das fahrrad, am samstag. und möchten jetzt 72 stunden am stück wachbleiben und ihre budl am schwedinger offen halten. das wird die löwin ärgern. und das ist eigentlich schon gut genug.</p>
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		<title>was soll ich von mr. x halten?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 14:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[der wiener wahlkampf gestaltet sich mittlerweile genauso, wie erwartet. naja, oder zumindest fast, überraschungen gibt es ein paar kleine. die fpö bewegt sich wie immer auf dem selben nivo nievou niveau, knapp über dem, was sich typischerweise hinterm herd befindet, weswegen wir den herd nie zur seite schieben, weil was wir nicht sehen, dessen grauslichkeit müssen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>der wiener wahlkampf gestaltet sich mittlerweile genauso, wie erwartet. naja, oder zumindest fast, überraschungen gibt es ein paar kleine.</p>
<p>die fpö bewegt sich wie immer auf dem selben nivo nievou niveau, knapp über dem, was sich typischerweise hinterm herd befindet, weswegen wir den herd nie zur seite schieben, weil was wir nicht sehen, dessen grauslichkeit müssen wir uns vorstellen. beim herd kann mans auch einfach ausblenden, bei der fpö wirds leider schön langsam schwierig. mal davon abgesehen, dass sich dieser spitzenkandidat mittlerweile gebärdet wie eine mischung aus halbgott, vollkoffer und kaisersteigbügelhaltermöchtgernspritzenverschwenderheinzi, haben sie eine neue stufe der penetranzgenerierung erklommen: das fluten meines postfachs. ich habe in den letzten 2,5 wochen 5 an mich persönlich adressierte zusendungen bekommen. die ersten 2 habe ich schlicht weggeworfen, die anderen 3 retourgeschickt. mal schauen, vielleicht geht sich ja noch eine sendung aus bis sonntag, oder vielleicht für danach, als dank für die stimme. ich war mir schon dessen bewusst, dass ich ein gewisses risiko eingehe, wenn ich meine penisvergrößerungspumpe an meine echte adresse schicken lasse, aber dass die fpö da auch gleich rankommt? nun, gut, eigentlich hätt ichs wissen sollen.</p>
<p>das bzö beweist, dass man ohne programm, ohne eindeutigen meinungen, ohne eindeutiger linie irgendwie zu nix kommt. und ein spitzenkandidat, der irgendwie versucht, sich von der eigenen partei zu distanzieren, im fernsehen noch dazu auf einmal nicht mehr reden kann, trotz einschlägiger beruflicher erfahrung, so ein spitzenkandidat hilft einem nicht unbedingt weiter. und die spö-absolute, ich glaub, die verhindert sich auch ohne bzö. wenns nicht so orange wär, könnt einem dieses menschenhäuflein fast leid tun.</p>
<p>die övp zeigt im wahlkampf, dass das klischee einer bauernschädlpartei bei der volkspartei irgendwie nicht wirklich weit an der wahrheit vorbeischiesst. die themen beziehen sich auf die stadt wie mein blog auf musikharmonieanalysen steirischer apfelbaumfällmusik, die meisten ideen sind auch für die stadt schlicht nicht umsetzbar, aus legislativen gründen, und einer regierungspartei wäre eigentlich fast zuzutrauen, dass sie das weiss. naja, große teile des wahlviechs, pardon, wahlvolks wissens wohl eh auch nicht, ein kalkül, das hoffentlich ganz deftig ins knie gehen wird. denn diese partei ist wirklich für die stadt wien einfach nur fürchterlich. egal ob auf deutsch, niederösterreichisch, marekisch oder pröllisch.</p>
<p>eine überraschung kommt seitens der grünen: der bescheuerte einstieg in den wahlkampf, mit basisdemokratur, stimmchen-hick-hack, listenpositionierungslotto und übergroßer grauer eminenz, ist fast vergessen, und vassilakou zeigt endlich, was in ihr steckt, und zwar eine person mit der richtigen einstellung, mit den richtigen visionen, mit dem richtigen ton und mit dem richtigen auftreten. ich hätte nicht gedacht, dass aus ihr eine hoffnungsträgerin für die österreichische grünen-bewegung werden könnte, aber sie ist auf dem besten weg. und es ist ihr unendlich hoch anzurechnen, dass sie sich vom restlichen äffchen- und affenwahlkampf nicht hat anstecken lassen, applaus, applaus, applaus!</p>
<p>und die spö? naja, herrschaftlich, wie sonst? häupl interessiert es glaub ich echt längst nicht mehr, was seine untergebenen von ihm wollen oder wünschen, zu fest ist seine eigene vision für seine stadt, sein wien in seinem hirn eingebrannt, und wir können alle froh sein, dass diese vision zumindest nicht die verkehrteste ist. wie er sich präsentiert, naja, herrschaftlich. aber als oberster repräsentant wiens gibts fast keinen passenden, ein bürgermeister wie seine stadt, köstlich.</p>
<p>aber was zum kuckuck machen schon wieder die jungen? zuerst rülpst der immerhin 33-jährige gemeinderat peko baxant folgendes raus: <em>&#8220;Es ist wie bei der Schlacht von Stalingrad: Entweder schlagen wir die Nazis zurück, oder sie überrollen uns.&#8221; </em>die güte dieser aussage ist eigentlich kaum bewertbar, würde sie von einem 8-jährigen kommen, könnte man vielleicht noch drüber lachen und behutsam erklären, wieso das jetzt nicht so toll war, aber von einem 33-jährigen könnte man schon erwarten, dass er das ein oder andere büchlein zumindest angeschaut hat, nun denn, egal.</p>
<p>und jetzt kommt mr. x. für alle, die ihn noch nicht kennen: <a href="http://ichbinwien.at" target="_blank">www.ichbinwien.at</a> und den comic anschauen. gedacht als replik auf strache-kickls sagenwelt, ist das eigentlich auch ein ordentlicher bomber im heimischen keramikreich. nazizombies? ja, schon, lustig, in left4dead, aber auch hier, ich mein, muss man sich wirklich auf dieses level runterschwingen? hat die spö es ernsthaft nötig, auf diese art und weise zu kontern? brenn ma als nächstes den nazischergen a haße aufs guck, oder wie? leider fürchterlich, erbärmlich. und zeichnerisch und storytechnisch noch dazu ganz, ganz leichte magerkost, pfui, gack.</p>
<p>wie auch immer.</p>
<p>in ein paar tagen ists aus, und dann gehts eigentlich erst richtig los. überraschungen am sonntag? man weiss es nicht, ich weiss es nicht, wirklich nicht.</p>
<p>für morgen gibts aber einen termin: stephansplatz, 18 uhr. und zwar net, um dem kasperl im ring zuzujubeln. sondern um ihm zu zeigen, dass seine politik in dieser stadt unerwünscht ist. jawohl!</p>
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		<title>ein paar gedanken zum wahlkampf</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/09/26/ein-paar-gedanken-zum-wahlkampf/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 11:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[herr strache, oder kickl, oder wer auch immer: eine hasse gibts am würstelstand nicht, selbst wenn so manche würstelstandler mit hass wohl durchaus etwas anfangen können. siaß gehts doch auch, wieso dann nicht haß? das wird doch wohl nicht ein unfall der freud&#8217;schen sorte sein? an die grünen im vierten: fahrts zumindest einmal mim radl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>herr strache, oder kickl, oder wer auch immer: eine hasse gibts am würstelstand nicht, selbst wenn so manche würstelstandler mit hass wohl durchaus etwas anfangen können. siaß gehts doch auch, wieso dann nicht haß? das wird doch wohl nicht ein unfall der freud&#8217;schen sorte sein?</p>
<p>an die grünen im vierten: fahrts zumindest einmal mim radl die margaretenstraße rauf, und verratets mir dann, was dort nicht stimmt. ein tipp: auch wahlwerbung sollte so platziert werden, dass sie die sicht fürn radfahrer nicht versperrt. oder soll ich beim überqueren der straße raten, ob da ein auto kommt oder nicht?</p>
<p>ans bzö: mittlerweile leider schon wieder weg, weil jemand den armen herrn sonnleitner in fetzen gerissen hat, aber diesen herrn mit dem rest vom &#8220;kings of leon&#8221; &#8211; plakat zu übertiteln, so dass nur das wort &#8220;kings&#8221; rausschaut, ist zwar putzig, aber, naja, putzig, gut&#8230;</p>
<p>an die övp: marek im anzug in verbindung mit &#8220;es geht auch anders!&#8221; schürt ängste. und zwar ängste der ganz besonderen art, echt. eine bitte: wenn ihr die chance habts, machts aus wien bitte kein bauernkaff inklusive schuldenspielereien, ja?</p>
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		<title>gehts noch ungustiöser?</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 16:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[dass h.c.strache ein mann der feinen klinge ist, sein schreiberling kickl ist eine ausgeburt, ach, bitte, lass ma das. dieses ganze konstrukt geht mir so dermaßen auf den zeiger, ich kanns gar nicht in worte schreiben. plakatiert wird der banalste, dümmste, verächtlichste scheissdreck, den man sich überhaupt nur vorstellen kann, noch dazu prangerns an, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>dass h.c.strache ein mann der feinen klinge ist, sein schreiberling kickl ist eine ausgeburt, ach, bitte, lass ma das.</p>
<p>dieses ganze konstrukt geht mir so dermaßen auf den zeiger, ich kanns gar nicht in worte schreiben. plakatiert wird der banalste, dümmste, verächtlichste scheissdreck, den man sich überhaupt nur vorstellen kann, noch dazu prangerns an, dass die roten so wüst abkassieren und verlodern und weiss der kuckuck noch was, und dann pflastern sie diese stadt mit ihrem geistigen sondermüll zu, jeder baum, der sich nicht schnell genug selbst fällt, wir zur werbefläche der schande, und die anzahl an sujets, das ist doch bitte ein wahnsinn. und wie wollen den kleinen mann und so weiter? bitte, wer zahlt denn diesen scheissdreck? der herr strache von seiner beisserchenklinik? und das ärgerlich ist: die leut nehmen das nicht mal wahr. der sagt endlich was, der tut, ach, geh bitte.</p>
<p>und dass mein briefkasterl von diesem nazischeissdreck auch noch traktiert wird, das ärgert mich überhaupt maßlos, ich bin mir sicher, dass es nicht ok ist (und ich möcht gar nicht anfangen zu rechnen, wie viel das kostet&#8230;) innerhalb von 1 woche 2 postwurfsendungen mit dem mehr oder weniger identen inhalt zu verschicken.</p>
<p>und dieser comic, oida, oida, oida, OIDA!</p>
<p>und passieren wird wieder nichts. die anzeige wird verpuffen, weil, naja, bubendummheiten, alles nicht so schlimm, oder vielleicht habens es nicht besser gewusst. aber wenn lex-dörfler auch bei denen greift, dann druck ichs mir als t-shirt aus, und werd mindestens endgebieter. mindestens!</p>
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		<title>wie ist das mit familienfesten?</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 09:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[viele leute werden die situation kennen: irgendjemand hat geburtstag, oder heiratet, oder kriegt ein kind, oder zwei, oder promoviert, oder kauft einen porsche, und dann heissts: gemma gemeinsam essen! und mit diesem gemeinsam sind dann personengruppen gemeint, die sonst nie gemeinsam auftreten, sondern höchst getrennt, und zwar aus fundierten gründen heraus, doch blöderweise gibts was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>viele leute werden die situation kennen: irgendjemand hat geburtstag, oder heiratet, oder kriegt ein kind, oder zwei, oder promoviert, oder kauft einen porsche, und dann heissts: gemma gemeinsam essen! und mit diesem gemeinsam sind dann personengruppen gemeint, die sonst nie gemeinsam auftreten, sondern höchst getrennt, und zwar aus fundierten gründen heraus, doch blöderweise gibts was gemeinsames, und das ist dann entweder der name (dann leider besonders bitter), oder der dna-pool, der durch die früchte der fortpflanzung geteilt und vermischt wird. manche nennen es familie, ich ergänze es durch, mhm, unbehagen, also das sogenannte familienunbehagen.</p>
<p>dann kommts dazu, dass man an einem tisch sitzt, sich gefühlte stunden vorstellt, brav mit dem kopf nickt, jede phrase, jeden satz mindestens 8 mal um den tisch gehen lasst, bis ihn eh jede und jeder ghört hat, weil mal ist man im gedanken, mal in der suppe, mal in der speisekarte versunken, und wenn man schon gemeinsam isst, dann sollte kein gedanke ungemeinsamt verkommen müssen. zumindest kein ausgesprochener gedanke, also so vom schlag: &#8220;und, wie gehts?&#8221; &#8211; &#8220;jo, eh!&#8221; &#8211; &#8220;und sonst?&#8221; &#8211; &#8220;du, man lebt, und selbst?&#8221; &#8211; &#8220;jo, eh!&#8221;, diese art von gedanken. oder:  &#8220;ich hab mich letztens gwundert, mein handy zeigt eine andere uhrzeit an als mein fernseher, woran könnte das liegen?&#8221;. oder: &#8220;der sepp hat jetzt übrigens die matura gmacht!&#8221; (sepp ist 22.). seltsamerweise gehen gedanken wie: &#8220;ich finds eigentlich irrsinnig unhöflich, wenn man bei tisch nicht in einer sprache spricht, die alle verstehen.&#8221; selten durch die runde, auch ein &#8220;bitte, könnts ihr a bissl mehr drauf achten, dass die suppe leise den mund betritt und diesen auch möglichst gar nicht mehr verlässt!&#8221; hört man nicht so oft, oder ein &#8220;bitte, bestell doch einmal etwas, was dir auch schmeckt, was du nicht wie ein weihnachtspackerl auseinandernehmen musst, bist was findest, was dir dann drin schmeckt, dein teller schaut nämlich aus, wie eine sau!&#8221;, ganz selten sind diese sätze, und da muss ich mich wohl auch an der eigenen nase nehmen, oder fassen.</p>
<p>nach 2 stunden/tagen/wochen ist das essen dann vorbei, alle haben gsudert, dass das essen scharf war (obwohls als solches gekennzeichnet wurde), dass die semmel zu klein, der tisch zu hoch/niedrig/grün, in der suppe zu viele / zu wenige fisolen und so weiter und so fort, alle sind betrübt, angfressen oder betrunken, und man wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher, als die nächste zusammenkunft ins jahr 2 nach christi wiedergeburt zu verlegen, also, auf nie, und dann beantwortet man die frage, ob man denn nicht bald mal segeln gehen möchte, mit ja, und muss sich leider ein stück lippe abbeissen. mahlzeit!</p>
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		<title>christine marek und das verkannte genie</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 07:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[seit einiger zeit ist die övp ja für die intellektuelle schlagkraft ihrer wienvorsitzenden bekannt, christine marek (für alle nochmal: das ist nicht der rapid-stadionsprecher!) reiht sich hier nicht nahtlos ein, denn das würde ihrem intellekt und ihrer innovativen durchschlagskraft nicht den nötigen glanz verleihen, nein, nein, sie bildet geradezu eine spitze in diesem geflecht. vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>seit einiger zeit ist die övp ja für die intellektuelle schlagkraft ihrer wienvorsitzenden bekannt, christine marek (für alle nochmal: das ist nicht der rapid-stadionsprecher!) reiht sich hier nicht nahtlos ein, denn das würde ihrem intellekt und ihrer innovativen durchschlagskraft nicht den nötigen glanz verleihen, nein, nein, sie bildet geradezu eine spitze in diesem geflecht. vor einiger zeit war sie ja bereits thema dieses blogs (<a title="brauchen wir überalle zugangsbeschränkungen?" href="http://inartissojo.com/blog/?p=133" target="_blank">http://inartissojo.com/blog/?p=133</a>) , doch jener politischen gewalt widme ich gerne noch mehr zeilen.</p>
<p>dieser tage beispielsweise ließ marek im rahmen des eigentlich noch auf sparflamme köchelnden wiener wahlkampfs (ich bin zwar leicht zu begeistern, aber noch ist das ganze getue a bissl auf hilfszustand&#8230;) folgendes mitteilen: jeder als arbeitlos gemeldete mensch (ich versuch mir vorzustellen, dass arbeitlose auch menschen sind&#8230;), der länger als 6 monate einen arbeitsplatz sucht, soll dazu verpflichtet werden, gemeinnützige arbeit zu verrichten, beim hilfswerk, oder caritas, aber auch so dinge wie rasenmähen und straßenkehren sollen dabei sein. dabei soll man dabei die arbeitslosen nicht ausnutzen, nein, nein, sondern das soll als <em>&#8220;Keule gegen den sozialen Missbrauch&#8221; </em>wirken, welcher art keule das sein soll, wird nicht näher ausgeführt, leider. <em>&#8220;Das ist natürlich schon eine starke Motivation für Arbeit Suchende, sich entsprechend zu bemühen&#8221;</em> erweitert und erklärt marek ihren vorschlag, mundgerecht fürs kleine, blöde volk.</p>
<p>jetzt kenn ich zufälligerweise die ein oder andere person, die arbeitlos ist (ich weiss, ist nicht leicht, diese armen, verstreuten irren überhaupt zu finden&#8230;), und ich muss schon sagen, die sollten schon mal einen festen tritt in den hintern bekommen, weil so gehts ja echt nicht. hängen den ganzen tag in der skybar, lassen sich täglich von ihrer fürstlichen entlohnung steaks vom jungrind anhängen, und wer zahlts? ich arme sau, ich, ich, ich, ich! daher nur her mit der keule, bitte, so schnell und treffsicher wie geht, oder wenn nicht treffsicher, dann von mir aus alle, weil alle eh das gleiche gsindl.</p>
<p>und damit sich marek auch nicht das kopferl zerbrechen muss, beim erfinden von arbeitsplätzen, liefere ich gleich noch ein wenig inspiration:</p>
<ul>
<li>verpflichtende fahrgäste in öffentlichen verkehrsmitteln, damit diese immer schön voll sind, damit die wiener linien wiederum verlautbaren können, sie brauchen mehr geld, weil sie stoßen an kapazitätsgrenzen und müssen erweitern&#8230;</li>
<li>menschliche zugangsbeschränkungen, beispielsweise in u-bahn-stationen. die leute händchenhaltend aufgfadelt, und jedes mal, wenn man eine hand loslässt, verliert man 10 euro mindestsicherung.</li>
<li>menschliche baugerüste bei klein- bis mittelgroßen bauprojekten. spart zeit und geld, und verschwindet garantiert nicht einfach so.</li>
<li>menschlicher roter teppich beim opernball, weil der echte, der wird immer so schnell schmutzig und kost auch so viel, außerdem wäre man auf dem menschlichen gleich a bissl höher, gut fürs gemüt, gut fürs kleid, wenns net durch den dreck schleift.</li>
</ul>
<p>der vorschlag an sich ist ja schon relativ putzig. dass man ihn allerdings beispielsweise mit modellen aus deutschland vergleicht, die absolut als äußerste notlösung in einer extremsitution zu verstehen und somit eigentlich nicht wirklich erstrebenswert sind, das zeugt schon davon, wieviel grips in diese idee geflossen ist. weiters scheint nicht wirklich klar zu sein, wessen zuständigkeit dieses ganze thema eigentlich ist. ich würd mich ja gerne anbieten, zum erklären, aber herr hundstorfer hat sich schon freiwillig gemeldet, schade, für mich. wenns net so zum lachen wäre, würde ich jetzt weinen&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>soll ich am 10.10.2010 das bzö wählen?</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 13:41:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[bzö &#8211; bündnis zukunft österreich, ehemals: nix, weil zu jung farbe: orange chef (oder sagen wir: spitzenkandidat): prof. dr. walter sonnleitner, dr. der handelswissenschaften, prof. von berufswegen auswirkung auf die wahl: füllmaterial das bzö solltest du am 10.10.2010 wählen, wenn: du nicht weisst, was ein imperativ ist. du gerne finster dreinblickende leute wählst. du schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>bzö</strong> &#8211; bündnis zukunft österreich, ehemals: nix, weil zu jung</p>
<p><em>farbe:</em> orange</p>
<p><em>chef (oder sagen wir: spitzenkandidat):</em> prof. dr. walter sonnleitner, dr. der handelswissenschaften, prof. von berufswegen</p>
<p><img class="alignnone" title="Prof. Dr. Walter Sonnleitner" src="http://www.bzoe.at/image.php?src=assets/images/Kampagnen/Wien-Wahl%202010/Querformat2.jpg" alt="" width="316" height="223" /></p>
<p><em>auswirkung auf die wahl:</em> füllmaterial</p>
<p><em>das bzö solltest du am 10.10.2010 wählen, wenn:</em></p>
<ul>
<li>du nicht weisst, was ein imperativ ist.</li>
<li>du gerne finster dreinblickende leute wählst.</li>
<li>du schon immer wusstest, dass das fernsehen nicht lügt.</li>
<li>du daran glaubst, dass haiders tod teil einer riesigen pr-kampagne ist, mit der der messias als erster österreicher in zwei ländern die landeshauptmannschaft zu übernehmen.</li>
<li>du solarien magst.</li>
<li>du es gern hast, dass andere leute ähnlich konzeptlos durchs leben gehen, wie du.</li>
<li>du die farbe orange wirklich besonders gern hast.</li>
<li>du überhaupt für mehr farbe und selbstironie in der wiener politik bist.</li>
<li>du froh bist, dass es komödiantisches talent auch in der politik gewürdigt wird.</li>
<li>du den wahlzettel für papierfliegerrohmaterial hältst und durch das kreuzerl beim bzö die aerodynamik entscheidend verbessert wird.</li>
<li>du protestwähler bist und deinen mitmenschen das leben zur hölle machst.</li>
<li>du mit der regierungsarbeit des bzö zufrieden bist.</li>
<li>du ein herz für minderheiten hast. zumindest für bestimmte.</li>
<li>du es gut findest, dass geschützte werkstätten auch politische parteien gründen können.</li>
<li>du polizisten auch am liebsten gegens knie fahren würdest.</li>
</ul>
<p>ansonsten gilt ähnliches, wie schon bei der fpö geschrieben. bitte, diese zwei dodeldinger sollen sich möglichst viele stimmen wegnehmen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>wer war sonst noch mit stangl am k2?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/09/09/wer-war-sonst-noch-mit-stangl-am-k2/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 20:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[egduv]]></category>
		<category><![CDATA[grasser]]></category>
		<category><![CDATA[k2]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
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		<description><![CDATA[es gilt die unschuldsvermutung&#8230;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>es gilt die unschuldsvermutung&#8230;.</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/stangl_grasser.jpg" rel="lightbox[169]" title="stangl_grasser"><img class="alignnone size-medium wp-image-170" title="stangl_grasser" src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/stangl_grasser-300x225.jpg" alt="es gilt die unschuldsvermutung" width="300" height="225" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>weils einfach unpackbar ist</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/09/08/weils-einfach-unpackbar-ist/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 18:29:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[constantini]]></category>
		<category><![CDATA[fussball]]></category>
		<category><![CDATA[grotesk]]></category>
		<category><![CDATA[manker]]></category>
		<category><![CDATA[öfb]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Die unorthodoxe Idee mit Linz als Ballverteiler im offensiven Mittelfeld sei dem Teamchef am Spieltag in der Früh beim Radfahren gekommen. &#8220;Roli ist ein guter Techniker. Auf dieser Position ist er sehr gut aufgehoben&#8221;, meinte Constantini. Eine Wiederholung des Experiments sei denkbar. &#8220;Vielleicht ist es gegen einen stärkeren Gegner in dieser Rolle sogar noch leichter&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die unorthodoxe Idee mit Linz als Ballverteiler im offensiven Mittelfeld sei dem Teamchef am Spieltag in der Früh beim Radfahren gekommen. &#8220;Roli ist ein guter Techniker. Auf dieser Position ist er sehr gut aufgehoben&#8221;, meinte Constantini. Eine Wiederholung des Experiments sei denkbar. &#8220;Vielleicht ist es gegen einen stärkeren Gegner in dieser Rolle sogar noch leichter&#8221;, mutmaßt der Teamchef. (http://derstandard.at/1282979177544/OeFB-Nachbetrachtung-und-Analyse-Kopfloses-OeFB-Team)</em></p>
<p>&#8220;wir haben jetzt 3 monate für diese oper geprobt, haben uns aber heute beim frühstück entschieden, doch ein anderes stück zu präsentieren, weil dort ein gelberes bühnenbild möglich ist.&#8221;</p>
<p>&#8220;die koalitionsverhandlungen dauerten 2 wochen, wir haben uns auf eine zusammenarbeit geeinigt und einen vertrag ausverhandelt, wir haben uns aber heute beim mittagessen gedacht, dass wir viel lieber mit einer anderen partei regieren wollen, die meisten mitglieder dieser partei haben nämlich schönere hemden.&#8221;</p>
<p>&#8220;der börsengang wurde ein halbes jahr lang vorbereitet, alle details wurden ausgearbeitet, aber weil uns die eierspeis heut so geschmeckt hat, haben wir beschlossen, wir wandeln die firma in einen verein um.&#8221;</p>
<p>&#8220;der ferrari ist heute einfach zu langsam gewesen, aber prinzipiell funktioniert er schon ganz gut, womöglich müssen wir schnellere konkurrenzautos suchen, dann funktionierts vielleicht noch besser.&#8221;</p>
<p>arbeitet constantini vielleicht in wahrheit als moderator bei radio eriwan? ist der öfb womöglich ein von paulus manker (weil ich ahne, dass nur er so grausam sein könnte) inszeniertes schauspiel, das uns auf groteske art und weise einen spiegel vorhalten soll? wieso zum teufel beschäftigt mich dieses nudelaug überhaupt so sehr, ist ja echt nicht zum aushalten. aber diese blödheit, die ist zur zeit sogar in österreich grad sensationell auffallend. bitte verlierens ma nur ja net die unschuldsvermutung!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>warum ist es hier oft furchtbar mühsam?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 11:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[constantini]]></category>
		<category><![CDATA[fussball]]></category>
		<category><![CDATA[oefb]]></category>
		<category><![CDATA[öfb]]></category>

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		<description><![CDATA[wir unterbrechen mal kurz die wahlempfehlungskampagne, denn ich muss jetzt etwas loswerden, was mir schon seit sehr langer zeit auf der leber liegt: constanini, schleich dich! das gestrige spiel war das erste, bei dem ich mir gesagt habe: nein, michi, das tust du dir einfach nicht mehr an. du wirst nicht wieder in irgendeinem beisl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wir unterbrechen mal kurz die wahlempfehlungskampagne, denn ich muss jetzt etwas loswerden, was mir schon seit sehr langer zeit auf der leber liegt: constanini, schleich dich!</p>
<p>das gestrige spiel war das erste, bei dem ich mir gesagt habe: nein, michi, das tust du dir einfach nicht mehr an. du wirst nicht wieder in irgendeinem beisl sitzen (weil auf der couch halt ich die spiele der nationalmannschaft konditechnisch schon lange nicht mehr durch&#8230;), unnötige viel bier saufen, weilst nicht packst, was da passiert, und dich am nächsten tag bis in die weissglut hinein ärgern, was über das spiel geschrieben wird, was von den spielern, aber zum kuckuck, was vor allem vom sogenannten teamchef zum besten gegeben wird. aber ich ärger mich trotzdem, und zwar unglaublich.</p>
<p>in seiner wirkungszeit beim team hat es constanini geschafft, dass man mittlerweile wirklich nicht mehr sagen kann, wer nationalspieler ist und wer nicht. ich erinnere mich noch an zeiten, da hat man gsagt: &#8220;heast, wer isn des?&#8221;, und man konnte drauf antworten: &#8220;oida, der spüt im nationalteam, der kann echt was, solltest kennen!&#8221; (gut, zu kranklzeiten wars auch schon mal ähnlich tragikomisch, weil da scheinbar wirklich jeder mal spielen durfte, der wusste, wie ein fussball aussieht, aber gut&#8230;), mittlerweile ist der spieler, über den man ähnliches behaupten könnte, eine ausgestorbene rasse. es gibt janko, es gibt fuchs, es gibt von mir aus schiemer, pogatetz und prödl, und danach ist schon aus, das reicht nicht unbedingt für eine fussballmannschaft, faustball würd sich da ausgehen, aber das ist constantini sicher ähnlich brilliant unterwegs. merke: eine mannschaft, die sich jedesmal neu kennenlernen muss, hat einfach einen enormen startnachteil, den man kompensieren kann (und es gibt viele nationalmannschaften, die viel rotieren, und trotzdem keinen scheissdreck spielen), aber: möchte man das ausgleichen, muss man ahnung haben, wie. und diese ahnung ist nicht mal ansatzweise vorhanden, ganz offensichtlich.</p>
<p>jetzt hatte diese mannschaft 9 tage zeit, um sich vorzubereiten. nein, falsch: um vorbereitet zu werden. auf kasachstan, und irgendwie auch auf aserbaidschan, also auf zwei fussballgiganten (weil es gibt keine kleinen mehr im fussball, die ausrede für schwachmatiker ohne fähigkeiten und eiern&#8230;). und dann würgt man den kasachen in einem äußerst mühsam geführten spiel 2 türln rein, eins von einem strafraumstürmer, der als hängende spitze eingesetzt wird (wenn man das jemanden erzählt, der sich mit fussball auskennt, wird man vermutlich erwürgt, wenn man glück hat, dann ist man dieses öfb-elend wenigstens los&#8230;), beim zweiten von einem schnellen spieler, der aber freilich selten so eingesetzt wird, dass diese geschwindigkeit auch nur ansatzweise ausgenutzt wird, weil die anweisung bei der einwechslung wohl lautet: erwin, lauf!</p>
<p>nach 9 tagen hat man keinen weg gefunden, so etwas ähnliches wie selbstvertrauen aufzubauen, so etwas ähnliches wie zumindest 1 oder 2 eingespielte züge zu erarbeiten, auf die man zurückgreifen kann. und damit mein ich nicht das herumgeschiebe zwischen 6 und dem innenverteidiger, oder das übliche sport-goofy-gedächtnis-herumgepasse zwischen außen- und innenverteidiger. und wo wir schon bei gedächtnis-pässen sind: sogar martin hiden darf noch einmal ran, maierhofer als sperrspitze an vorderster front, und gemma, eine mit der frucht, von der mittellinie aus, weil der schnellste am platz ist immer noch der ball.</p>
<p>es kann einfach nicht sein, dass dieses team von jemanden geleitet wird, der allen ernstes behauptet, taktik sei sowieso überbewertet. wo hat dieser mensch die wm verbracht? hat er sich gemeinsam mit seinen sommercampkindern die wm-spiele 1978 angschaut? glaubt er vielleicht immer noch, dass der wödmasta neben ihm auf der bank sitzt und ihn bald mit rat und tat belehrt, was man denn nun tun könnte? ich muss es fragen: beschäftigt sich dieser mensch überhaupt mit fussball?</p>
<p>denn wenn man als trainer eines nationalteams behauptet, taktik wäre überbewertet und die individuelle klasse wäre entscheidend, wie erklärt mir dieser mensch beispielsweise deutschland gegen argentinien bei der wm. messi gegen özil? tevez gegen gomez? samuel gegen friedrich? sind die erstgenannten wirklich 4 tore schlechter? wohl schon.</p>
<p>aber: wenn es so ist, dann brauchen wir keinen teamchef, dann ist die position komplett nutzlos, ein nullposten, streichfähig. weil wenns eh nur um die individuelle klasse geht, dann kann sich die mannschaft auch selbst organisieren, a hösche zum kennenlernen werdens ja wohl noch zambringen, und dann lass ma den schmäh halt laufen, und am ende verlier ma, weil halt die deutschen, die haben die individuelle klasse, und die belgier, pfuh, und dann auch noch die türken, da brauch ma net spielen, in wahrheit, weil taktik brauch ma net, aber die individuelle klasse reicht halt nicht. ZUM KOTZEN!</p>
<p>aber natürlich ist nicht nur constantini das problem. und zsak oder peischl, dieser unaussprechliche, sind auch nur teil des problems, oder dieser macher windtner, der macher, der macht, der alles macht, macht, macht, ist auch nur ein mosaiksteinchen.</p>
<p>die wahrheit ist nämlich folgende: in österreich arbeitet man planlos, die macherqualitäten zählen, die improvisation, aber vor allem das &#8220;passt scho!&#8221;. wir wollen nicht sehr gut, hervorragend oder ausgezeichnet sein, sondern wir wollen passt scho sein. alle anderen sind vom ehrgeiz zerfressene bestien, wir hier in österreich freuen uns zwar nie, aber es ist alles wieder gut, wenn man am ende doch noch die kurve kratzt, wenn am ende doch noch irgendwie die tür ins schloss fallt, auch wenn man drumherum das ganze haus hat verbiegen müssen, weil man zu faul/blöd/deppert war, sich vorher zu überlegen, wie man die verdammte tür da jetzt einpassen könnte. und jeder, der mehr möcht, der ehrgeizig ist, eine perspektive hat, einen plan, soll sich bitte schleichen, weil die brauch ma da nicht!</p>
<p>passt scho! &#8211; passt nix, du null!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>soll ich am 10.10. die grünen wählen?</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 15:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
		<category><![CDATA[humor]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[wahlempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[wahlkabine]]></category>
		<category><![CDATA[wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[die grünen, ehemals: die grünen farbe: wirklich? chefin (in wien): Maria Vassilakou, abgeschlossenes Sprachwissenschaftsstudium bedeutung für die wahl: hoffentlich nicht ganz wurscht&#8230; die grünen solltest du wählen, wenn du: gerne mit dem rad fährst. birkenstocksandalen besitzt. weisst, was eine au ist. gerne e-bike fährst. gerne segways fährst. nichts isst, was einen schatten wirft. gerne redest, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>die grünen</strong>, ehemals: die grünen</p>
<p><em>farbe:</em> wirklich?</p>
<p><em>chefin (in wien):</em> Maria Vassilakou, abgeschlossenes Sprachwissenschaftsstudium</p>
<p><img class="alignnone" title="Maria Vassilakou" src="http://www.super-fi.eu/wp/wp-content/uploads/2009/06/herz-fur-oeffis1.jpg" alt="Maria Vassilakou" width="250" height="342" /></p>
<p><em>bedeutung für die wahl:</em> hoffentlich nicht ganz wurscht&#8230;</p>
<p><em>die grünen solltest du wählen, wenn du:</em></p>
<ul>
<li>gerne mit dem rad fährst.</li>
<li>birkenstocksandalen besitzt.</li>
<li>weisst, was eine au ist.</li>
<li>gerne e-bike fährst.</li>
<li>gerne segways fährst.</li>
<li>nichts isst, was einen schatten wirft.</li>
<li>gerne redest, aber ganz gern auch im hintergrund bist.</li>
<li>tiere gern hast.</li>
<li>pflanzen gern hast.</li>
<li>in der nacht aufwachst und glaubst, der schwedenplatz sei ein park.</li>
<li>keine allergischen reaktionen beim wort &#8220;bobo&#8221; bekommst.</li>
<li>nicht alle menschen um dich herum hasst.</li>
<li>der meinung bist, dass politik auch oft etwas mit fantasie zu tun haben kann.</li>
<li>schwierigkeiten hast, dich klar und deutlich auszudrücken.</li>
<li>davon überzeugt bist, dass du nicht von lauter trotteln umgeben bist und deswegen hoffst, dass du auch verstanden wirst. WENN DU NICHT ALLES IN GROSSBUCHSTABEN PLAKATIERST UND MEHR ALS 1 VERB IN EINEM SATZ VERWENDEST!</li>
<li>auch zufrieden bist, wenn dich nur wenige leute mögen, die dafür wirklich!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>soll ich am 10.10. die fpö wählen?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/09/03/soll-ich-am-10-10-die-fpo-wahlen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 15:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[humor]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[wahl]]></category>
		<category><![CDATA[wahlempfehlung]]></category>

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		<description><![CDATA[heute kommen wir zum nächsten menüpunkt: fpö &#8211; freiheitliche partei österreichs, ehemals VdU (Verband der Unabhängigen), das dritte lager farbe: stahlaugenblau chef (nicht nur in wien): h. c. strache, zahntechniker bedeutung für die wahl: wohl leider recht groß wenn folgende statements nicht dazu führen, dass dir auf einmal unaussprechlich schlecht wird, dann solltest du die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>heute kommen wir zum nächsten menüpunkt:</p>
<p><strong>fpö</strong> &#8211; freiheitliche partei österreichs, ehemals VdU (Verband der Unabhängigen), das dritte lager</p>
<p><em>farbe: </em>stahlaugenblau</p>
<p><em>chef (nicht nur in wien):</em> h. c. strache, zahntechniker</p>
<p><img class="alignnone" title="h. c. strache" src="http://free-monkeys.at/wp-content/uploads/2009/07/strache_ReutersRubra20080418191053.jpg" alt="h. c. strache" width="350" height="210" /></p>
<p><em>bedeutung für die wahl: </em>wohl leider recht groß</p>
<p><em>wenn folgende statements nicht dazu führen, dass dir auf einmal unaussprechlich schlecht wird, dann solltest du die fpö wählen!</em></p>
<ul>
<li>daham statt islam!</li>
<li>deutsch statt nix verstehn!</li>
<li>abendland in christenhand!</li>
<li>mehr mut für wiener blut, zu viel fremdes tut keinem gut!</li>
<li>wir setzen auf unsere jugend. die spö auf einwanderung.</li>
<li>wien darf nicht istanbul werden!</li>
<li>blauer mut statt ausländerblut!</li>
<li>freie frauen statt kopftuchzwang!</li>
<li>asylbetrug heisst heimatflug!</li>
<li>kein daham dem radikalislam!</li>
<li>damit der echte wiener nicht untergeht!</li>
</ul>
<p><em>die fpö solltest du außerdem noch dann wählen, wenn:</em></p>
<ul>
<li>du gerne schlechte comics liest.</li>
<li>du gerne schlechte, hm, hip-hop-musik hörst, die dir erklärt, wieso du in einer scheissstadt lebst, weil hier zu viele ausländer sind, du dem prinzipiell zustimmst, aber leider nicht weisst, dass sowohl der hip-hop, als auch die hauptmelodie der nummer aus dem bösen ausland kommt.</li>
<li>du blaue augen und strahlend weiße zähne gern hast. auch wenns nicht echt ist.</li>
<li>du der meinung bist, dass viel zu viel geredet und viel zu wenig gehandelt wird, ab an die bar!</li>
<li>du gerne mal urlaub machen würdest, aber kaum orte findest, an denen du mit deinen deutschkenntnissen zurechtkommst. und deutschland magst du nicht. naja, im prinzip schon, aber diese deutschen&#8230;</li>
<li>du trotz sprachbarriere trotzdem gerne die nordküste afrikas bereist.</li>
<li>du der meinung bist, dass man in jeder klasse, in der mehr als 2 ausländer sitzen, nicht nur 1 lehrperson, sondern gleich eine aufsichtsperson auch noch dabei haben sollte, weil wer weiss, was da unter dem kopftuch steckt?</li>
</ul>
<p>und bevor ich jetzt ausfällig werde, hör ich an dieser stelle auf. ernsthaft, wer das hier liest, und am 10.10. sein hackerl vor der fpö setzt, dem ist nicht mehr zu helfen. und man möge mir mangelndes demokratieverständnis vorwerfen, aber diese leute sollen sich dann bitte zumindest von diesem blog hier schleichen, danke!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>soll ich am 10.10. die övp wählen?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/09/01/soll-ich-am-10-10-die-ovp-wahlen/</link>
		<comments>http://inartissojo.com/blog/2010/09/01/soll-ich-am-10-10-die-ovp-wahlen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 18:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[övp &#8211; österreichische volkspartei, ehemals christlich-soziale partei österreich, und sonstige christlich-irgendwas-derivate farbe: schwarz (oder gelb, in wien ist man sich da nicht so sicher…) chefin (in wien): andi marek, pardon, christine marek, magistra in nix die övp solltest du wählen, wenn du: die josefstadt gern hast. dich freuen würdest, wenn um 22 uhr die gehsteige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>övp</strong> &#8211; österreichische volkspartei, ehemals christlich-soziale partei österreich, und sonstige christlich-irgendwas-derivate</p>
<p><em>farbe:</em> schwarz (oder gelb, in wien ist man sich da nicht so sicher…)</p>
<p><em>chefin (in wien):</em> andi marek, pardon, christine marek, magistra in nix<br />
<em><img class="alignnone" title="Christine Marek" src="http://oevp-wien.at/uploads/pics/marek_up_730x300.jpg" alt="Christine Marek" width="438" height="180" /></em></p>
<p><em>die övp solltest du wählen, wenn du:</em></p>
<ul>
<li>die josefstadt gern hast.</li>
<li>dich freuen würdest, wenn um 22 uhr die gehsteige hochgeklappt werden.</li>
<li>zugangskontrollen und schranken bei sämtlichen öffis haben möchtest.</li>
<li>ein dazugehöriges e-ticket haben möchtest, mit dem jede einzelne fahrt überwacht werden kann.</li>
<li>das flex zusperren möchtest.</li>
<li>das fluc zusperren möchtest.</li>
<li>das planetarium zusperren möchtest.</li>
<li>der meinung bist, dass früher echt alles besser war.</li>
<li>der meinung bist, dass die jugend von heute aber sowas von verlodert ist.</li>
<li>auf der wu das grandiose service der ag geniesst.</li>
<li>rapmusik magst.</li>
<li>dich am liebsten mit dem fiaker durch die stadt bewegst, und wenn grad keiner zur verfügung steht, dann mit einem möglichst großen auto.</li>
<li>gerne sms von fremden menschen bekommst.</li>
<li>die gio-nightline gern hast.</li>
<li>den raucherschutz für gut und wichtig hältst.</li>
<li>mit dem erwachsensein möglichst früh anfangen möchtest, am besten schon am dreirad.</li>
<li>keine radfahrer magst. und radwege schon gar nicht.</li>
<li>jahrelang ministrant warst, aber weils der papa gsagt hat. ministrantin warst du nie, weil wo kommen wir da hin?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Soll ich am 10.10. die SPÖ wählen?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/08/30/soll-ich-am-10-10-die-spo-wahlen/</link>
		<comments>http://inartissojo.com/blog/2010/08/30/soll-ich-am-10-10-die-spo-wahlen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 15:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[als teil des öffentlichen bewusstseins sehe ich eine aktuelle, zwar nicht neue, aber dafür umso nachhaltigere pflicht auf mich zukommen. ich möchte euch erklären, wen ihr wählt, wenn ihr wählt, und wann ihr wen wählen solltet, wenn ihr wählen gehen wollt. sortiert wirds nach parteien, beginnend mit den stimmenstärksten, bis runter zum stimmenschwächsten parteienwitz, gehalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>als teil des öffentlichen bewusstseins sehe ich eine aktuelle, zwar nicht neue, aber dafür umso nachhaltigere pflicht auf mich zukommen. ich möchte euch erklären, wen ihr wählt, wenn ihr wählt, und wann ihr wen wählen solltet, wenn ihr wählen gehen wollt. sortiert wirds nach parteien, beginnend mit den stimmenstärksten, bis runter zum stimmenschwächsten parteienwitz, gehalten wirds im checklistenformat, überschneidungen wirds geben, vielleicht.</p>
<p>heute am menü:</p>
<p>die spö, ehemals sozialistische partei österreichs, heute sozialdemokratische partei österreich</p>
<p><em>relevanz für die wahl: </em>eher sehr hoch</p>
<p><em>chef (in wien): </em>dr. michael häupl (dr. der zoologie, dissertation über schädelkinetik bei <a title="Geckos" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geckos">gekkoniden</a>.</p>
<p><img class="alignnone" title="Dr. Michael Haeupl" src="http://asomed.terapad.com/resources/3952/assets/DSCN1253sm.jpg" alt="Dr. Michael Hauepl" width="300" height="225" /></p>
<p><em>farbe:</em> rot</p>
<p><em>die spö solltest du wählen, wenn:</em></p>
<ul>
<li>du heurige, wirten und schanigärten magst, denn niemand mag sie so sehr, wie dr. michael häupl.</li>
<li>du in deiner jugend ministratin oder ministrant warst, aber nur, weil du dann nicht zur schule gehen musstest.</li>
<li>du rapid-fan bist (serwas rudi!)</li>
<li>du austria-fan bist (serwas michl!)</li>
<li>du einen kindergartenplatz suchst und jemanden bei der spö kennst.</li>
<li>du im kulturschaffenden betrieb tätig bist und jemanden bei der spö kennst.</li>
<li>du bei den stadtwerken, wien-energie, bei den wiener linien oder sonstwo in wien arbeiten möchtest und jemanden bei der spö kennst.</li>
<li>du etwas machst, das andere zwar nicht als kunst bezeichnen, aber der eine, den du bei der spö kennst, der bezeichnets als kunst.</li>
<li>du im jahr von landtagswahlen irrsinnig gern auf gratiskonzerte gehst, und dann mit der ubahn heimfahrst.</li>
<li>du es sympathisch findest, dass man das mit die finanzen nicht so genau nimmt, du drückst ja schließlich bei deiner steuerabrechnung auch öfter mal ein auge zu.</li>
<li>du eine wohnung suchst und jemanden bei der spö kennst.</li>
<li>du laura rudas stimme magst.</li>
<li>du architekt bist, ein platzerl für ein experiment suchst und jemanden bei der spö kennst.</li>
<li>du mit wien an sich eigentlich eh ganz d&#8217;accord bist.</li>
</ul>
<p><em>in 2 tagen:</em></p>
<p>die övp&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>ein paar worte zum sonntag</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/08/29/ein-paar-worte-zum-sonntag/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 10:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[verbrannter toast ist gut, aber nicht so gut, wie leicht gebräunter toast. leicht gebräunter toast ist wiederum besser als ungetoasteter toast, außer mit senf, weil leicht gebräunter toast mit senf ist eine katastrophe! man schaut zu viele erwachsenenfilme, wenn man beim anblick einer butterpackung mit der aufschrift &#8220;pure cream&#8221; and kuchen denkt. außer man hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>verbrannter toast ist gut, aber nicht so gut, wie leicht gebräunter toast. leicht gebräunter toast ist wiederum besser als ungetoasteter toast, außer mit senf, weil leicht gebräunter toast mit senf ist eine katastrophe!</p>
<p>man schaut zu viele erwachsenenfilme, wenn man beim anblick einer butterpackung mit der aufschrift &#8220;pure cream&#8221; and kuchen denkt.</p>
<p>außer man hat sehr viel zeit, oder nerven aus titan, oder 18 kinder, die einen schon seit ebenso vielen jahren beglücken, sollte man heute nicht ins auto steigen, zumindest nicht, um damit zu fahren.</p>
<p>wenn du den sonntag dafür nutzt, an deinem fahrrad herumzuschrauben, oder die gitarre fertigzubasteln, die schon seit wochen herumkugelt, oder der balkon endlich neu gestrichen wird, oder das vorzimmer aufgeräumt wird, oder im badezimmer ein neuer spiegel aufgehängt wird, wenn das alles im tagesplan des sonntags eine rolle spielt, bist du ein spießer oder von mir aus eine spießerin!</p>
<p>der sonntag ist für folgende dinge da: ausschlafen, frühstücken, ans mittagessen denken, mittagessen zubereiten, essen, nachmittagsschlaf, leichter nachmittagssport, dazwischen irgendwo noch formel 1 (um den nachmittagsschlaf leichter zu gestalten) oder ein spiel der österreichischen bundesliga (gleicher effekt), am abend film oder kultur und gute nacht.</p>
<p>wenn du am sonntag traurig wirst, auf keinen fall sektfrühstück einplanen. dann drehens nämlich in der nachbarswohnung einen porno und du hast grad kein passendes handtuch.</p>
<p>wenn du dich am sonntag alleine fühlst, es sei dir versichert: allen anderen gehts genauso. außer denen, die gerade auf mystique abhängen und eine sanfte brise, die den frisch gegrillten lobster umspielt, genießen. die fühlen sich zwar auch alleine, aber nicht ganz sogar. und ein wild-nite-out am abend kuriert dieses gefühl, garantiert!</p>
<p>gute möglichkeiten, das mittagessen hinter sich zu bringen: steak in senfsauce, dazu speckfisolen und bratkartoffeln. fischsuppe mit frischem wels. ein grundsolides chili-con-carne, das lenkt am anschließendem montag wenigstens gscheit ab. pizzeria mari. gasthaus wild. indus.</p>
<p>ja nicht an montag denken! wenn du das tust, hast du das wochenende nicht verdient und solltest dir einen wochenendjob suchen, ernsthaft!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>eine frage aus der hellen welt</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/08/08/eine-frage-aus-der-hellen-welt/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 10:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[humor]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>
		<category><![CDATA[mitmachermenschen]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[porno]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[verkümmerheit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;warum bin ich noch immer im auge kino arbeiten, obwohl mich diese arbeit um wohl weniger als 1% von meinem neurologischen potenzial fordert, meine mitarbeiter in einer endlosschleife an verkümmerung stecken, und ich immer weniger in der lage bin auf spontane, ganz einfach zwischenmenschliche kontakte in einer, sagen wir mal, zumindest neutralen art und weise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;warum bin ich noch immer im auge kino arbeiten, obwohl mich diese arbeit um wohl weniger als 1% von meinem neurologischen potenzial fordert, meine mitarbeiter in einer endlosschleife an verkümmerung stecken, und ich immer weniger in der lage bin auf spontane, ganz einfach zwischenmenschliche kontakte in einer, sagen wir mal, zumindest neutralen art und weise reagieren zu können, sondern viel mehr nur noch spaß an der phantasie in meinem kopf hab, irgendwann mal allen diesen mitspielermenschen mit dem vollautomatischen maschinengewehr, auf dem mich das österreichische bundesheer ausgebildet hat, begegnen zu können. hoffentlich kannst du dieser, meiner verwirrung ein bissl abhilfe tun!&#8221;</em></p>
<p>die klarheit der gestellten frage zeigt schon einmal, dass nicht alles im argen liegt. dass die frage trotzdem auf eine beunruhigte und beunruhigende seele blicken lässt, hat einige konsequenzen, einige von ihnen werden auch hier getragen, so werden keine namen genannt, das bundeskriminalamt braucht hier niemand, und außerdem scheiss ma sich bei der antwort nix, weil es ist eh noch nichts verloren.</p>
<p>also: sofern es sich im falle des kinos als ort der körperlich-arbeitstechnischen beschäftigung nicht um ein pornokino haltet, ist man bereits auf dem holzweg. ein pornokino wäre zwar immer noch nicht die autobahn, vielleicht sogar eine landstraße, aber bestenfalls richtung stockerau, also auch kein aufstieg. sofern es also die persönlichen qualifikationen zulassen, sollte man sich vielleicht nach einem frischeren umfeld umschauen, denn auf dauer sind synchronisierte filme ja echt nix. wenn die bezahlung allerdings so gut ist, dass man die eigenen qualifikationen negiert, dann gilt: wer sudert wird nimma pudert, also,  gusch und weitercashen.</p>
<p>die weiteren aufführungen lassen allerdings durchaus darauf schließen, dass an dem 1% der ausgeschöpften neurologischen kapazitäten vielleicht was dran ist, klingt es doch stark danach, als würde man blind und taub in der gegend rumtorkeln. man kanns auf gutmensch probieren: statt sich bärtige männer mit äxten vorzustellen, die auf pferden reitend über die eigene kolleginnen- und kollegenschaft drüberbügeln, könnte man versuchen, seine eigene tristesse in eine gemeinsame happiness umzuwandeln, die welt verbessern, auch wenns klein ist, stück für stück. in amerika würde man da beispielsweise an jedem arbeitstag ein paar donuts vorbeibringen, aber von donuts wird man fett, so wie die amerikaner, deswegen machen wir das nicht, sondern nehmen halt was leichtes, vielleicht a paar bierlis, oder käseleberkässemmerln (die kommen übrigens immer gut an, bei allen, auch bei vegetarier_innen, die gebens nur nicht zu und verschlingen dann zu haus im keller ein pferd, ich sags euch!), jedenfalls so nettigkeiten. oder überraschungspartys für kolleginen organisieren. oder einfach mal einen lustigen bildschirmhintergrund einrichten, am pc, mit foto vom kollegen von der party, wie er sich grad mit nacktem arsch auf dem kopiergerät sitzend auf seine zu diesem zweck ausgezogene hose übergibt, beispielsweise. aber das sind hier ja nur anregungen, stützräder, quasi. denn schleifen sind hauptsächlich dazu da, um zerschnitten zu werden, so wie bei autobahnen und brücken, und was politikerinnen und politiker können, das können wir schon seit mindestens genauso lang, ja, ja. und endlos ist sowieso nur die eigene dummheit.</p>
<p>die sache mit der ganz normalen und spontanen weise: die meisten leute sinds einfach nicht. diese sunnyboys, die immer einen lockeren spruch im schritt, pardon, auf der brust haben, das sind ja auch alles darsteller, da muss man rein, da muss man durch, und am ende muss man da auch wieder raus. und wie man ja als kinoarbeiter sicher wissen muss, ist das halt nicht einfach, das mit dem darstellen, weil sonst wäre jeder so schön wie tom cruise, also müss a bissl dran arbeiten, neben der arbeit. außerdem: selbst wenn mit gewaltfantasien nur 1 % der geistigen ressourcen erschöpft ist, vielleicht ist es grad das fehlende prozent. weil, es stimmt schon: wenn ich grad dran denk, wie ein t-rex genüsslich die eier vom arbeitskollegen verspeist, da fällts sogar mir a bissl schwer, sofort wieder in der lebenswelt zu sein, in der ich grad angequatscht werd, und net grad mit einem &#8220;RRROOOOOAAAARRRR!!!&#8221; zu antworten. außerdem, den leuten, die anquatschen, denen ist meistens eh wurscht, wie man zurückquatscht. einfach quatschen lassen, winken und lächeln, ahm, nein, lächeln und nicken, ab und zu einen eintrainierten lockeren spruch (denn nur wenn er eintrainiert, minütiös einstudiert ist, nur dann kann er locker wirken, improvisation gibts hier nicht, das ist hier reiner, lockerer ernst!) aus der hüfte schütteln, und weiterlächeln und dann gemeinsam lächeln. geht doch, oder?</p>
<p>das österreichische bundesheer bildet im übrigen nicht aus. das zeigt bestenfalls, wie mans so macht, dass man dabei nicht den halben planeten auslöscht, also sollte es dich überkommen, nochmal kurz durchatmen, und wenns bestimmte objekte sein sollen, die exterminiert werden sollen, dann nochmal durchatmen, weil mit unserer ausbildung wirds sonst schnell zum womöglichen (auto)massaker. was sicher in gewissen situationen irgendwie lustig sein könnt, aber ich glaub, für an gesunden menschen sollten sich diese gewisse situationen auf gerahmte bildschirme beschränken, mit möglichst unechten objekten im sinne von 0 und 1. und bedenkt: so a toter ist ganz selten wieder auferstanden, vielleicht geht die person beim nächsten geburtstagsfestl mit seiner verkümmertheit doch a bissl ab.</p>
<p>aber, ums auf den punkt zu bringen: womöglich ist diese scheinbare endlosschleife der verkümmertheit und diese mitmachermenschen, womöglich ist das das umfeld, in dem sich die meisten bewegen und auch bewegen werden. vielleicht ist ein zeichen, dass man diese zeichen so aufnimmt, aber wahrscheinlich ist es das nicht. viel wahrscheinlicher ist nämlich folgendes: alle sind so wie du. alle denken so wie du. wir alle würden am liebsten das machen, wofür unsere talente und kapazitäten reichen, nämlich bei den meisten mindestens kaiser sein, mindestens, wir sind alle lustig, charmant, viel klüger als alle anderen, nur die anderen checkens net, weils eben nicht so klug sind, wie man selbst. und deswegen hör ich jetzt auf, weil es checkt ja eh niemand, was ich hier eigentlich schreiben möcht. bis zum nächsten mal, hö, hö!</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>wann ist es ok, ein bier zu trinken, egal wie spät es ist?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 06:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[alkohol]]></category>
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		<description><![CDATA[diese leute soll leuten helfen, sich zu orientieren, im allgemeinen, und vor allem im speziellen, und zwar beschäftigen wir uns mit der frage, wann es in ordnung ist, ein bier (oder das bevorzugte alkoholische getränk der persönlichen wahl, mit anderen drogen kenn ich mich nicht aus, funktioniert vielleicht aber eh auch ähnlich&#8230;) zu genießen, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>diese leute soll leuten helfen, sich zu orientieren, im allgemeinen, und vor allem im speziellen, und zwar beschäftigen wir uns mit der frage, wann es in ordnung ist, ein bier (oder das bevorzugte alkoholische getränk der persönlichen wahl, mit anderen drogen kenn ich mich nicht aus, funktioniert vielleicht aber eh auch ähnlich&#8230;) zu genießen, auch wenn dies zu einer uhrzeit passiert, zu der andere nichttrinkende wohl meistens nur den kopf schütteln und ein taschentuch anbieten würden.</p>
<p>1) du wurdest an der ampel vom fahrrad runterkomplementiert.</p>
<p>2) du bist beim verlassen des hauses in hundescheisse gestiegen.</p>
<p>3) du hast die bim verpasst.</p>
<p>4) du hast länger als 20 minuten am stück gearbeitet.</p>
<p>5) du hast eine richtige zahl im lotto erraten.</p>
<p>6) du hast brot, schinken und butter eingekauft und auf nichts vergessen, was sonst auf deiner einkaufsliste stand.</p>
<p>7) du hast es pünktlich in die arbeit / in die vorlesung / aufs revier geschafft.</p>
<p>8) du hast verschlafen.</p>
<p>9) du bist mit einem kater aufgewacht und weisst nicht, wieso er sich nicht einfach eine katze sucht.</p>
<p>10) du hast einen 10-euro-schein auf der straße gefunden.</p>
<p>11) du hast einen 100-euro-schein verloren.</p>
<p>12) du hast eine wien-energie-nachzahlung zu  zahlen.</p>
<p>13) du bekommst geld von wien-energie zurück.</p>
<p>14) dir ist eine plombe aus einem deiner zähne herausgebrochen.</p>
<p>15) du hast den zahnarztbesuch erfolgreich hinter dich gebracht.</p>
<p>16) du bist bei rot über die straße gegangen.</p>
<p>17) du bist bei grün über die straße gegangen.</p>
<p>18) deine virtuelle fussballmannschaft, die nur im internet existiert, hat die meisterschaft geholt.</p>
<p>19) es ist heiss!</p>
<p>20) das erste bier um &#8230; uhr vier!</p>
<p>ps: wer diese liste ernst nimmt, sollte gewisse probleme ernst nehmen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>brauchen wir überall zugangsbeschränkungen?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/07/20/brauchen-wir-uberall-zugangsbeschrankungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[marek]]></category>
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		<category><![CDATA[övp]]></category>
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		<description><![CDATA[frau marek (name nicht frei erfunden, die im moment wohl bekannteste frau marek, die von der övp, halt&#8230;) präsentierte heute einen sensationellen vorschlag: wir brauchen ab jetzt nicht nur zugangsbeschränkungen an spielplätzen, parkplätzen und universitäten brauchen, sondern auch in unseren u-bahnen, also, nicht unseren, in denen der stadt wien, halt. in der tat halte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>frau marek (name nicht frei erfunden, die im moment wohl bekannteste frau marek, die von der övp, halt&#8230;) präsentierte heute einen sensationellen vorschlag: wir brauchen ab jetzt nicht nur zugangsbeschränkungen an spielplätzen, parkplätzen und universitäten brauchen, sondern auch in unseren u-bahnen, also, nicht unseren, in denen der stadt wien, halt.</p>
<p>in der tat halte ich das für eine vorzügliche idee. dass man das gesamte ticketsystem der wiener linien umstellen müsste, denn die papierenen tickets, die ma haben, die passen leider nicht rein, und die folierten jahrestickets, ui, das is auch so eine sache, das wird wahrscheinlich so nicht funktionieren, aber, nein, moment, wir habens, wir nehmen etickets (denn die deutsche sprache ist nicht reich genug an wörtern, um diese dinger zu beschreiben), und die sind super, weil die buchen auch nur das ab, was man tatsächlich fahrt, ja, weil der tarifdschungel, der tarifDSCHUNGEL der wiener linien, der ist ja eine frechheit, da kennt sich überhaupt niemand mehr. und wennst mal in der fettn heimfahrst und dich am nächsten tag fragst, wie, dann rufst einfach bei den wiener linien an, und fragst, weil die haben ja aufgezeichnet, was abgebucht wurde, weil abgebucht wurde freilich nur, was du gefahren bist, jawohl!</p>
<p>dass man sämtliche stationen der u-bahn umbauen müsste, das sind nämlich ab herbst eh nur 100, da sind ja auch ein paar ganz alte dabei, da kann man schon wieder investieren, jedenfalls, das ist ja kein problem. und die mit die rollstühle, die fahren halt, ja, na, das werma schon machen, und die radlfahrer, die wollen wir ja sowieso nicht, die wollen ja bitte sportlich sein, also bitte auch bei regen, und die mit die kinderwägen, ach, die können sich ubahnfahren eh nicht leisten.</p>
<p>und bitte, der benefit, der ist doch sowieso groß genug, um alles andere zu vergessen. keine kriminellen mehr in der ubahn, keine handtaschendiebe, nein, nein, weil die können ja nimma in die station und die ubahn. voll clever, oder? und schwarzfahrerinnen und schwarzfahrer die uns jetzt schon so schwer auf der tasche liegen, die wirds auch nicht mehr geben, nie wieder, und alle werden wir glücklich sein, jawohl!</p>
<p>also, kurze zusammenfassung: nur weil man den zutritt zu etwas beschränkt, heissts nicht, dass es dadurch automatisch besser wird. destruktive politik führt nicht dazu, dass etwas besser wird. gelbe plakate bewirken selten, dass alles besser wird.</p>
<p>ps: einen vorschlag hätt ich: einfach die nicht mehr an der grenze gebrauchten grundwehrdiener abstellen. da kann man sich dann wenigstens unterhalten. oder war das jetzt wer anderer?</p>
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		<item>
		<title>wie geht man am besten mit der hitze um?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2010/07/17/wie-geht-man-am-besten-mit-der-hitze-um/</link>
		<comments>http://inartissojo.com/blog/2010/07/17/wie-geht-man-am-besten-mit-der-hitze-um/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 08:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[hilfe]]></category>
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		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[durch einen lächerlichen frühling und einen eigenartigen sommerbeginn sind wir im moment ein wenig verdutzt ob der herrschenden temperaturen, mutter natur hat uns mit relativ wenigen schutzmechanismen ausgestattet, wenns ums gmütliche überstehen von heissen tagen angeht. mal schauen, ob wir ein paar tipps zusammenkriegen, wie mans trotzdem schafft. 1) verlege dein bett ins zweite kellergeschoss. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>durch einen lächerlichen frühling und einen eigenartigen sommerbeginn sind wir im moment ein wenig verdutzt ob der herrschenden temperaturen, mutter natur hat uns mit relativ wenigen schutzmechanismen ausgestattet, wenns ums gmütliche überstehen von heissen tagen angeht. mal schauen, ob wir ein paar tipps zusammenkriegen, wie mans trotzdem schafft.</p>
<p>1) verlege dein bett ins zweite kellergeschoss. wenn du keins hast, warst du in den letzten jahren schlicht leichtsinnig, sowas braucht man immer!</p>
<p>2) wenn du zu den armen narren gehörst, die kein zweites kellergeschoss haben, nimm das erste.</p>
<p>3) falls auch das nicht zur verfügung steht, brauchen wir ein paar utensilien: alufolie, schwarze mistsäcke und gaffa. und ab damit auf die fenster, alu außen, mistsack innen.</p>
<p>4) kontakt mit der außenwelt wird überschätzt. es ist ok, wenn du dich den ganzen tag in deiner neugeschaffenen höhle einigelst, jawohl!</p>
<p>5) kaufe mehrere kilo topfen, ab damit in den kühlschrank, und in regelmässigen abständen ganzkörperwicklungen durchführen!</p>
<p>6) trinke, soviel du kannst. und dann noch ein bisschen mehr.</p>
<p>7) auch innen kann die passive umlaufsonnenbestrahlung dafür sorgen, dass du einen sonnenbrand aufreisst, deswegen -&gt; sonnenschutzcreme mit lichtschutzfaktor im hohen zweistelligen bereich. appliziert wird die übrigens auf die haut, nicht oral!</p>
<p>8) wenn du schon das haus verlassen musst, dann in weißen, weiten gewändern, einem breitkrämpigen bequemen hut und mit wassertank am wagerl, sonst gehst ja ein!</p>
<p>9) treffe dich nicht vor 23 uhr mit freundinnen und freunden, und hör am besten auf zu arbeiten!</p>
<p>10) oder, zum kuckuck: reiss dich zam! die hitze dauert vielleicht noch 2 wochen, das ist wirklich kein zeitraum, in dem man komplett kapitulieren sollte. also: heiß ists, schön ists, genieß es oder suder die anderen wenigstens nicht voll, so!</p>
<p>rene ergänzt:</p>
<p><em>Rettungsdecke zurechtschneiden und ans Fenster kleben. Silberne Seite  nach außen!</em></p>
<p><em>Man sieht noch ganz gut raus, aber niemand sieht mehr rein. Es kommt  relativ viel Licht durch, da sie dünn ist. ;)</em><br />
danke rene :-)<em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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