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	<title>Michi erklärt die Welt</title>
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	<description>Was gesagt werden will</description>
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		<title>Von Ried nach Wien</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 07:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[öbb]]></category>
		<category><![CDATA[Westbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Zugreisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte vor Kurzem das Vergnügen, mit der ÖBB von Ried nach Wien zu reisen. Prinzipiell eine leichte Übung, außer die Polizei sperrt die Reisewege (Auf Grund einer behördlichen Sperre zwischen zwei Orten, die Ihnen sowieso nichts sagen, die allerdings entlang der Westbahnstrecke liegen, verzögert sich die Weiterfahrt um zwei bis acht Wochen). Ihren Anfang [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte vor Kurzem das Vergnügen, mit der ÖBB von Ried nach Wien zu reisen. Prinzipiell eine leichte Übung, außer die Polizei sperrt die Reisewege (Auf Grund einer behördlichen Sperre zwischen zwei Orten, die Ihnen sowieso nichts sagen, die allerdings entlang der Westbahnstrecke liegen, verzögert sich die Weiterfahrt um zwei bis acht Wochen).</p>
<p>Ihren Anfang hatte die Odysee auf der Website der Westbahn, die auf mobilen Geräten leider nicht den richtigen Fahrplan ausspuckt. Aber wer vom Handy aus einen Fahrplan lesen möchte, ist sowieso selbst schuld, die Reiseplanung wird schließlich zu Hause begonnen und zu Hause abgeschlossen.</p>
<p>Von Ried nach Wels kommt man recht einfach, da wirft sich niemand vor den Zug, im Inntal trinkt man. Von Wels nach Linz gehts auch, selbst wenn der eigentliche Wunschzug nicht abfährt, obwohl die behördliche Streckensperre bereits hinter ihm liegt. Aber Zuglogistik ist nicht mein Fachgebiet.</p>
<p>Auf der Fahrt von Wels nach Linz wird man darauf hingewiesen, auf die Lautsprecherdurchsagen in Linz zu achten, wenn man nach Wien möchte. Irgendwas mit geplantem Ersatzzug und Abfahrt und so weiter.</p>
<p>In Linz erklingen Durchsagen, und man muss niemandem erlären, wie Durchsagen auf Bahnhöfen klingen. Also gehe ich zur Information und erhalte auf meine Frage nach dem Zug jene Antwort, die die ganzen Reisestrapazen vergessen lässt: &#8220;Ich bin nicht für Informationen über Züge zuständig, ich bin für den Bahnhof zuständig.&#8221;</p>
<p>Das bestätigt wenigstens den Verdacht, den ich seit dem Umbau von Wien Mitte zu The Mall hege, nämlich dass die ÖBB Züge und Bahnhöfe nicht als Dinge, die zusammengehören, wahrnimmt, sondern eher als Fremdkörper, die am besten nichts miteinander zu tun haben sollten.</p>
<p>Ich bedanke mich, sitze schließlich in etwas Zugähnlichen, mir gegenüber isst eine erwachsener Mann einem Plastiklöffel (die Nerven), neben mir reden 20-Jährige über Autos (Nissan 350z), Jobs (Buffetkraft im Kolpinghaus, ur gut bezahlt) und Freundinnen (du, nix Fixes).</p>
<p>Die Nummer der Westbahn ist schnell gewählt, ich möchte mich erkundigen, ob womöglich eine Westbahn von Amstetten oder St.Pölten Richtung Wien fährt. Nach kurzer Wartezeit (8 Minuten) sucht mir ein freundlicher, junger Mann auf der firmeneigenen Website den nächsten Zug heraus. Für meinen Hinweis, dass seit Stunden kein regulärer Zug mehr gefahren ist, bedankt er sich, da muss er wohl Rücksprache halten, davon hat er nichts gewusst.</p>
<p>Weil ich mir nicht sicher bin, ob ich drauf und dran bin, den Verstand zu verlieren, schlafe ich ein. Und wache irgendwann in Wien auf.</p>
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		<title>3 Arten, eine Straße zu überqueren</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 15:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Straßen gehören zu unserem Alltag wie Zehennägel, Würste und Arschlöcher. Die meisten müssen relativ oft eine Straße überqueren, beispielsweise zu Fuß, also von einer Seite der Straße auf die andere gehen. Dabei stellt man sich selten die Frage, die Hühnern öfter gestellt wird, allerdings kann man typisiert werden, von Leuten, wie mir. Jetzt gehts also [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Straßen gehören zu unserem Alltag wie Zehennägel, Würste und Arschlöcher. Die meisten müssen relativ oft eine Straße überqueren, beispielsweise zu Fuß, also von einer Seite der Straße auf die andere gehen. Dabei stellt man sich selten die Frage, die Hühnern öfter gestellt wird, allerdings kann man typisiert werden, von Leuten, wie mir. Jetzt gehts also darum, wie man eine Straße überqueren kann, und ich biete 3 Arten an.</p>
<h3>In Demut</h3>
<p>Der Kopf ist zielgerichtet nach unten geneigt, Didi Ramusch wäre neidisch, man kann das Startsignal nicht abwarten, es soll endlich grün werden. Wenn die Straße nass ist, freut man sich, das Ampelsignal spiegelt sich im Asphalt, man muss den Kopf nicht heben, riskiert nicht, jemanden anzusehen, womöglich Blickkontakt aufzunehmen, man wüsste dann nicht, was zu tun wäre. Die eigene Existenz ist Belastung, und man möchte sie zumindest für andere so gering wie nötig halten. Schaltet die Ampel auf Grün, wieselt man so schnell und unauffällig wie möglich über die Straße. Bei Kreuzungen ohne Ampeln versteckt man sich möglichst lange, man will nicht gesehen werden, möchte nicht, dass jemand stehenbleiben muss, man möchte neutral bleiben, ein Strich in der Geschichte, und wenn man schließlich eine Lücke erkennt, dann ist man durch sie durch, bevor es irgendjemand mitbekommen hat. Man wünscht sich insgeheim, dass endlich jemand Schluss macht, ein Bremsfuß zu spät kommt, man schmerzlos, am besten für alle, aus diesem Leben scheidet. Doch dieses Ende ist einem meist nicht vergönnt, zügig kommt man auf der anderen Seite an, ein bisschen enttäuscht, aber zumindest damit zufrieden, niemanden aufgehalten zu haben, niemanden bedrängt zu haben.</p>
<p>Doch die Hoffnung auf die nächste Kreuzung, auf die nächste Straße gibt Auftrieb, aber man ist zu bescheiden, um sich etwas zu erwarten.</p>
<h3>Der Hedonist</h3>
<p>Egal ob Ampel oder nicht, egal ob Grün oder Rot, das ist dem Hedonisten vollkommen wurscht. Wenn er oder sie die Straße überqueren möchte, hat die Welt stillzustehen. Der Fortbewegungsmodus heißt Schlendern, das kennen die meisten Menschen nur aus Filmen, die Beine sind leicht voran, bewegen sich ganz langsam, die Arme schwingen lässig nach vor und zurück. Hat man Bauch, so drängt er nach vorn, aber nicht zu schnell, man hat schließlich Zeit. Und sollte jemand Zweifel daran haben, wirft man dieser Person ein Lächeln zu, und dieses Lächeln sagt: &#8220;Es ist mir völlig egal, was du musst, willst, sollst, oder kannst, ich gehe jetzt hier, und du hast zu sein, du Arschloch!&#8221;</p>
<p>Denn der Hedonist weiß, dass er meistens unverwundbar ist.</p>
<h3>Der Otto-Normal-Straßenüberquerer</h3>
<p>Man weiß, dass der Zebrastreifen keine Rennbahn ist, aber auch keine Promenade, wenn es die Grünphase zulässt, nimmt man sich Zeit, doch lässt sich auch nicht unnötig drängen, schließlich teilt man sich mit anderen die Welt, man nimmt Rücksicht aufeinander. Man versteht, dass Straßen und deren Überquerungen nun mal zum Leben dazugehören, dass man mal selbst überquert und überqueren lässt, fühlt sich weder erhaben, noch unterdrückt, geht seiner Wege und findet, dass man sich übers Straßenüberqueren eigentlich keine Gedanken machen sollte.</p>
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		<title>Wie ich arbeiten möchte</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/04/20/wie-ich-arbeiten-mochte/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 08:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte nach meinen Fähigkeiten und meinen Leistungen beurteilt werden, nicht nach meinem Äußeren, meinen Hobbys oder meinen Haustieren. Ich möchte für meine Arbeit fair entlohnt werden. Ich möchte arbeiten, und ich möchte leben. Ich habe Arbeit, und ich habe Familie. Ich möchte Zeit haben für das eine, und Zeit für das andere, und zwar [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Ich möchte nach meinen Fähigkeiten und meinen Leistungen beurteilt werden, nicht nach meinem Äußeren, meinen Hobbys oder meinen Haustieren.</li>
<li>Ich möchte für meine Arbeit fair entlohnt werden.</li>
<li>Ich möchte arbeiten, und ich möchte leben. Ich habe Arbeit, und ich habe Familie. Ich möchte Zeit haben für das eine, und Zeit für das andere, und zwar in einem ausgeglichenen Verhältnis.</li>
<li>Ich mache in meiner Freizeit das, was ich möchte. In der Arbeitszeit mache ich das, was jemand anderer möchte.</li>
<li>Ich möchte meine professionelle Meinung äußern, ohne befürchten zu müssen, die Reaktion eines trotzigen Kleinkinds serviert zu bekommen.</li>
<li>Eine private Meinung und eine professionelle Meinung sind zwei verschiedene Dinge. Ich möchte nicht, dass sie sich gegenseitig beeinflussen.</li>
<li>Ich möchte meinen Job so gut wie möglich erledigen, und ich erwarte mir das von MitarbeiterInnen.</li>
<li>Ich möchte kritisiert werden, wenn ich etwas schlecht mache, und ich möchte gelobt werden, wenn ich etwas gut mache.</li>
<li>Ich möchte mich auf meine MitarbeiterInnen verlassen können.</li>
<li>Wenn du sagst, dass du etwas erledigst, und es dann nicht tust, bist du ein Arschloch.</li>
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		<title>Gute Ideen und schlechte Ideen in 3 Diagrammen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/04/18/gute-ideen-und-schlechte-ideen-in-3-diagrammen/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 05:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[aufzug]]></category>
		<category><![CDATA[BahnhofCity Wien West]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Wien Mitte The Mall]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute widme ich mich 3 Situationen, die mich im Alltag des öfteren verwundern, 3 Situationen, 3 Diagramme, sortiert von groß nach klein. Wien Mitte The Mall Ja, man muss es sagen: Ich habe diesen Ort ins Herz geschlossen. Oder er mir, ich weiß es nicht. Jedenfalls finde ich es toll, dass man von der Straßenbahn [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute widme ich mich 3 Situationen, die mich im Alltag des öfteren verwundern, 3 Situationen, 3 Diagramme, sortiert von groß nach klein.</p>
<h1>Wien Mitte The Mall</h1>
<p>Ja, man muss es sagen: Ich habe diesen Ort ins Herz geschlossen. Oder er mir, ich weiß es nicht. Jedenfalls finde ich es toll, dass man von der Straßenbahn kommend lediglich 160m (und das bei sehr großzügiger Auslegung) hatschen muss, um zur U3 zu kommen. Wie, es gibt einen Aufzug? Ja, der hat erstens natürlich grundsätzlich die Kapazität, hunderte Fahrgäste zu befördern, und ist zweitens durch Umbauten und Störungen auch kaum beeinflussbar. Aber ich gebe schon zu, auf die Idee, von der Straßenbahn zur U-Bahn zu wollen, darauf muss man erst mal kommen. </p>
<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/04/wien_mitte_u3.jpg" class="scale-with-grid"></p>
<h1>Raucherzonen am Westbahnhof, pardon, BahnhofCity Wien West</h1>
<p>Dass öffentliche Gebäude in Österreich rauchfrei sind, Bahnsteige allerdings nicht, das ist womöglich eine Laune der Natur, und natürlich verstehe ich, dass man an der frischen Luft eh nix machen kann, da muss man halt in Kauf nehmen, dass einem Zigarettenduft entgegenkommt. Deswegen ist es auch überhaupt kein Problem, dass am Wiener Westbahnhof die Raucherzonen (und natürlich auch Raucherinnenzone) direkt neben den Zugängen zu den Bahnsteigen platziert sind, denn dann haben schließlich alle Fahrgäste etwas vom Spaß am Nikotin.</p>
<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/04/raucherzonen_westbahno.jpg" class="scale-with-grid"></p>
<h1>Aufzüge</h1>
<p>Jetzt zur kleinsten Einheit des heutigen Beitrags, den Aufzügen. Da finde ich es immer noch sehr spannend, wie kompliziert diese Dinger anscheinend zu be- und entladen sind. Deswegen versuche ich mich an einer Skizze, die zeigen soll, wo man am besten steht, damit man nicht wie ein Rindsviech daherkommt, wenn es darum geht, in einen Aufzug einzusteigen, aus einem Aufzug auszusteigen, oder andere Leute die Tätigkeiten durchführen zu lassen.</p>
<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/04/aufzug.jpg" class="scale-with-grid"></p>
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		<title>Am Puls der Zeit</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/04/01/ampulsderzeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 17:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[Versagen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlwerbung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Der Frühling erwacht. Rot-Grün schläft weiter.&#8221; Eines muss man der ÖVP lassen: Ihre Wahlplakate sind von bestechender Aktualität, immer am Puls der Zeit, tagesaktuell wie die ZiB. Herr Juraczka, wäre es nicht an der Zeit, ein bisschen weniger (dämliche) Slogans und ein wenig mehr Inhalte zu liefern, hm? Schöner Vertipper: Slogangs. Ha, ha! Nachtrag für [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/04/ampulsderzeit.jpg" class="scale-with-grid"></p>
<p>&#8220;Der Frühling erwacht. Rot-Grün schläft weiter.&#8221;</p>
<p>Eines muss man der ÖVP lassen: Ihre Wahlplakate sind von bestechender Aktualität, immer am Puls der Zeit, tagesaktuell wie die ZiB.</p>
<p>Herr Juraczka, wäre es nicht an der Zeit, ein bisschen weniger (dämliche) Slogans und ein wenig mehr Inhalte zu liefern, hm?</p>
<p><em>Schöner Vertipper: Slogangs. Ha, ha!</em></p>
<p><em>Nachtrag für die Ewigkeit: Am 1. April 2013 hatte es Tageshöchstwerte von 5° C, die Wochen davor hat es geschneit und der Blick in die Zukunft verrät weiterhin Winterliches.</em></p>
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		<title>Ein Sinnbild für unsere Gesellschaft</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/03/30/ein-sinnbild-fur-unsere-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 17:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der einen Seite 4 Autos, auf der anderen ein Besserer. oder Slalom fahren ist schöner als nicht Slalom fahren.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/03/sinnbild.jpg" class="scale-with-grid"></p>
<p>Auf der einen Seite 4 Autos, auf der anderen ein Besserer. </p>
<p><em>oder</em></p>
<p>Slalom fahren ist schöner als nicht Slalom fahren.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fuasboin in Wien</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/03/10/fuasboin-in-wien/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 11:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Heli Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Ostbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Sportklub]]></category>

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		<description><![CDATA[Fussball in Österreich im Allgemeinen und in Wien im Speziellen hat schon einen gewissen Charme. Es gibt Almdudler-Weiß im Halbliterformat, das VIP-Ticket kostet 25€, der Trainer kommandiert das Team ausschließlich mit dem Wort &#8220;Hey!&#8221; (hat dafür schon in der Bundesliga trainiert) und am Ende ists eigentlich egal, wer gewinnt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/03/fuasboin_in_wien.jpg"></p>
<p>Fussball in Österreich im Allgemeinen und in Wien im Speziellen hat schon einen gewissen Charme. Es gibt Almdudler-Weiß im Halbliterformat, das VIP-Ticket kostet 25€, der Trainer kommandiert das Team ausschließlich mit dem Wort &#8220;Hey!&#8221; (hat dafür schon in der Bundesliga trainiert) und am Ende ists eigentlich egal, wer gewinnt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die nächste Volksbefragung</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/03/08/die-nachste-volksbefragung/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 10:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Volksbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Bald werden wir das &#8220;Alle Jahre wieder&#8230;&#8221; auch auf Volksbefragungen bezogen singen können. Und vielleicht werden wir uns irgendwann auf eine Volksbefragung auch wirklich freuen können. Vielleicht werden wir irgendwann bei einer Volksbefragung wirklich befragt, vielleicht wird die Politik wirklich wissen wollen, was wir von einem Thema halten, was wir zu einem Thema zu sagen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bald werden wir das &#8220;Alle Jahre wieder&#8230;&#8221; auch auf Volksbefragungen bezogen singen können. Und vielleicht werden wir uns irgendwann auf eine Volksbefragung auch wirklich freuen können. Vielleicht werden wir irgendwann bei einer Volksbefragung wirklich befragt, vielleicht wird die Politik wirklich wissen wollen, was wir von einem Thema halten, was wir zu einem Thema zu sagen haben. </p>
<p>Bis dahin werden wir halt brav die Suggestivfragen beantworten. Oder über etwas abstimmen, ohne zu wissen, wohin beide Optionen führen. Und die Politik wirds direkte Demokratie nennen. Und der Volksmund Verarsche.</p>
<p>Aber irgendwann&#8230;</p>
<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/03/volksbebloedung.jpg" width="600px"></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das WC-Dilemma</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/02/18/671/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2013 15:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Leben eines Mannes kommt es des Öfteren vor, dass er das stille Örtchen aufsuchen muss. Das mag bei Frauen auch vorkommen, mit Sicherheit weiß ich es nicht, bei Frauen kenne ich mich nicht aus, und womit ich mich nicht auskenne, darüber schreibe ich nicht. (An dieser Stelle erwarte ich mir einen Einstiegsapplaus, ein Statement [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Leben eines Mannes kommt es des Öfteren vor, dass er das stille Örtchen aufsuchen muss. Das mag bei Frauen auch vorkommen, mit Sicherheit weiß ich es nicht, bei Frauen kenne ich mich nicht aus, und womit ich mich nicht auskenne, darüber schreibe ich nicht. (An dieser Stelle erwarte ich mir einen Einstiegsapplaus, ein Statement von dieser Klarheit liest man nämlich selten)</p>
<p>Jedenfalls passiert es auch mir hin und wieder, dass ich der Biologie gehorchen muss, meist an Orten, die sich außerhalb meiner eigenen vier Wände befinden, zum Beispiel im Büro. Eher öfter als genehm ist die Toilette oder das Pissoir nicht unbedingt in einem Zustand, als dass man es gerne als Teller für ein Mittagessen verwenden möchte. Ohne in Details gehen zu wollen, sind viele Männer doch ziemliche Ferkeln.</p>
<p>Das Dilemma, das sich mir nun aufzeigt, ist folgendes: Verrichte ich mein Geschäft in einer Art, dass ich selbst für keine neue Verunreinigung sorge, und verlasse daraufhin die Toilette, glaubt die Person nach mir, die womöglich noch dazu sieht, wie ich den Ort des Verbrechens verlasse, dass ich der Schmutzfink wäre, der das WC in einer derart unguten Zustand hinterlassen hat. </p>
<p>Lege ich wiederum Hand an und sorge dafür, dass das WC in so einem Zustand ist, in dem ich es auch weitergeben möchte, kümmere ich mich mehr als um meinen eigenen Scheiss.</p>
<p>Dieses Dilemma stellt sich mir vor allem auch dann, wenn ich nicht auf Tuchfühlung mit der Klobrille gehen muss, auf der aber womöglich auch etwas drauf ist, das dort nicht hingehört, Stichwort Haarausfall.</p>
<p>Was tun?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachricht an das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/01/31/nachricht-an-das-bundesministerium-fur-verkehr-innovation-und-technologie/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 18:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium VIT]]></category>
		<category><![CDATA[Pendeln]]></category>
		<category><![CDATA[Pendlerpauschale]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren! Der Jubel über die Neuregelung der Pendlerpauschale ist groß, ich fühle mich allerdings ein wenig auf den Arm genommen und möchte deswegen nachfragen, ob dies beabsichtig ist. Es geht um folgendes: Bisher konnte ich für mein Pendeln zwischen Wohnort (1030 Wien) und Arbeitsort (4040 Linz) die große Pendlerpauschale von meiner [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Der Jubel über die Neuregelung der Pendlerpauschale ist groß, ich fühle mich allerdings ein wenig auf den Arm genommen und möchte deswegen nachfragen, ob dies beabsichtig ist.</p>
<p>Es geht um folgendes: Bisher konnte ich für mein Pendeln zwischen Wohnort (1030 Wien) und Arbeitsort (4040 Linz) die große Pendlerpauschale von meiner Lohnsteuer absetzen, ein Betrag, der auf mein Einkommen eine durchaus signifikante Auswirkung hat.</p>
<p>Mit der Novelle (ich bin mir bewusst, dass sie bereits 2012 in Kraft trat) und der Verkürzung der Fahrzeit auf der Westbahnstrecke ist es mir nun nur noch möglich, auf die kleine Pendlerpauschale zurückzugreifen, was mein Nettoeinkommen somit spürbar verschlechtert.</p>
<p>Jetzt besitze ich beispielsweise kein Auto. Weil ich der Überzeugung bin, dass der mobilisierte Individualverkehr nicht der Weg in die Zukunft ist. Ich fahre gerne Bahn, fahre entweder Fahrrad oder sowohl in Linz als auch in Wien mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Trotzdem wird meine Wegzeit mit der Fahrzeit mit einem Auto verglichen, ich verstehe nicht, wieso die dreifache Dauer zur Autofahrt ein Maßstab ist. Soll ich mir ein Auto kaufen, um die Investitionen in Bahn und öffentlichen Verkehr ad absurdum zu führen?</p>
<p>Weiters habe ich das Glück, dass ich in Wien direkt an der U3 wohne, meine Fahrzeit also auch hier sehr kurz halten kann.</p>
<p>Ich verbringe trotz günstiger Umstände mindestens (!) 4,5 Stunden täglich in Verkehrsmitteln jedweder Art und lege dabei über 400km zurück. Da frage ich mich schon, ob ich eine große Pendlerpauschale nicht gerechtfertigt wäre, beziehungsweise ob erst die Strecke Eisenstadt &#8211; Bregenz als weit genug gilt.</p>
<p>Natürlich kann man argumentieren, dass ich mir auch in Wien eine Hackn suchen kann. Allerdings ist mein Arbeitgeber in Linz nun mal einzigartig in Österreich. Natürlich kann man argumentieren, dass ich nach Linz ziehen könnte, allerdings wären meine Lebenskosten für ein vergleichbares Lebensniveau um ein Vielfaches höher als in Wien, das Pendeln ist also eine gewisse Notwendigkeit für mich, die Pendlerpauschale soll doch genau diese finanziellen Zwänge ausgleichen, oder irre ich mich da?</p>
<p>Also, auf den Punkt gebracht: Habe ich etwas falsch verstanden oder werde ich auf den Arm genommen?</p>
<p>Über eine Antwort abseits einer Schreibschablone würde ich mich sehr freuen, die Änderung der Pendlerpauschale ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar (und kommen Sie mir bitte nicht mit dem Pendlereuro.)</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Michael Kaczorowski</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nachricht an Michael Spindelegger</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/01/21/nachricht-an-michael-spindelegger/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 23:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Spindelegger, um Ihrer Lieblingsargumentation zu folgen, erlaube ich mir, folgendes zu sagen: Jahrtausende hat es die Menschheit ohne Sie ausgehalten, wieso mussten Sie daran etwas ändern?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Spindelegger, <a href="http://tvthek.orf.at/programs/8307-ZIB-SPEZIAL/episodes/5283887-ZIB-2-Spezial/5283897-Studiogast--Vizekanzler-Spindelegger--OeVP" target="_blank">um Ihrer Lieblingsargumentation zu folgen</a>, erlaube ich mir, folgendes zu sagen: Jahrtausende hat es die Menschheit ohne Sie ausgehalten, wieso mussten Sie daran etwas ändern?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Offener Brief an den Freiheitlichen Parlamentsclub</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 12:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist schön, dass das Thema Bundesheer, Wehrpflicht und Landesverteidigung für den Freiheitlichen Parlamentsclub scheinbar auf der lockeren Seite des Themenspektrums sitzt, für eine nicht unerhebliche Anzahl an Österreicherinnen und Österreichern sieht die Lage allerdings ein wenig anders aus. Ihre OTS-Aussendung von 9. Jänner 2013 legt den Schluss nahe, dass [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Es ist schön, dass das Thema Bundesheer, Wehrpflicht und Landesverteidigung für den Freiheitlichen Parlamentsclub scheinbar auf der lockeren Seite des Themenspektrums sitzt, für eine nicht unerhebliche Anzahl an Österreicherinnen und Österreichern sieht die Lage allerdings ein wenig anders aus.</p>
<p>Ihre <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130109_OTS0088/spoe-geheimpapier-auch-haustiere-werden-zu-heer-eingezogen" target="_blank">OTS-Aussendung von 9. Jänner 2013</a> legt den Schluss nahe, dass Sie weder bereit sind, sich ernsthaft mit diesem Thema auseinanderzusetzen noch in der Lage sind, Optionen und Informationen anzubieten, die den Bürgerinnen und Bürgern eine Hilfestellung beim Treffen ihrer Entscheidung wären.</p>
<p>Da ich allerdings weiß, wieviel eine OTS-Aussendung kostet, fordere ich Sie auf, darzulegen, womit Sie die Kosten für eine Aussendung rechtfertigen, die mit frei erfundenen &#8220;Sachverhalten&#8221; ausschließlich die Provokation zum Ziel hat und ein durchaus ernstes Thema so behandelt, als würde es sich bei der ganzen Sache um einen Scherz handeln. Das haben sich nämlich weder die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes verdient, die für diese OTS-Aussendung aufkommen mussten, noch die Mitglieder des Bundesheeres oder des Zivildienstes.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Michael Kaczorowski</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mach mal Glamour!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2013 19:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt hat noch nicht genügend Castingformate.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/01/austrias_next_topfmodel.jpg" rel="lightbox[647]" title="Mach mal Glamour!"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/01/austrias_next_topfmodel.jpg" width="600px"></a></p>
<p>Die Welt hat noch nicht genügend Castingformate.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Olympische Spiele in Wien</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2013/01/03/olympische-spiele-in-wien/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 13:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Volksbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Demnächst wird das Wiener Volk wieder befragt, zu verschiedenen Themen von unterschiedlicher Wichtigkeit. Die Fragen werden sicher wieder neutral gestellt, eine Bevorzung einer der Antwortmöglichkeiten würde ja den strengen Richtlinien der Demokratie widersprechen. Eine dieser Fragen wird sich dem Thema Olympische Spiele in Wien annehmen, und ob sich die Stadt, die ja angeblich die lebenswerteste [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/01/olympische_spiele_wien.jpg" rel="lightbox[643]" title="Olympische Spiele in Wien"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2013/01/olympische_spiele_wien.jpg" width="600px"></a></p>
<p>Demnächst wird das Wiener Volk wieder befragt, zu verschiedenen Themen von unterschiedlicher Wichtigkeit. Die Fragen werden sicher wieder neutral gestellt, eine Bevorzung einer der Antwortmöglichkeiten würde ja den strengen Richtlinien der Demokratie widersprechen.</p>
<p>Eine dieser Fragen wird sich dem Thema Olympische Spiele in Wien annehmen, und ob sich die Stadt, die ja angeblich die lebenswerteste unter den Weltstädten ist, für das Jahr 2024 oder 2028 um die Austragung dieser Olympischen Spiele bewerben soll. Und die erste Frage des Wieners ist in diesem Zusammenhang natürlich: &#8220;Zu wos?&#8221;</p>
<p>Rein historisch betrachtet wäre eine Bewerbung Wiens aus so mancher Perspektive womöglich als verwegen anzusehen. Wieso sollte sich das Kommitee für eine Stadt entscheiden, die es nicht schafft, das mehr oder minder einzige vernünftige Hallenbad der Stadt zu renovieren, oder das selbe Gebäude ein paar Jahre früher in so einen Zustand zu versetzen, dass eine Eishockey-WM (bei der auf Grund des damaligen Lock-Outs der NHL so gut wie alle Stars zugegen waren) stattfinden kann, ohne dass die Spiele statt auf Eis auf Wasser ausgetragen werden müssen.</p>
<p>Noch dazu eine Stadt, die in einem Land liegt, das es geschafft hat, für eine Fussballeuropameisterschaft ein Stadion zu bauen, das nach nicht einmal 5 Jahren schon wieder eine Ruine ist. </p>
<p>Dem Komitee müsste man im Licht dieser Tatsachen durchaus gute Argumente liefern, keine Frage.</p>
<p>Das ist allerdings trotzdem kein Grund, eines der größten Sportereignisse, und traditionell eines der größten gesellschaftlichen Ereignisse, die der Mensch auf diesem Planeten zu bieten hat, gleich einmal mit einem &#8220;Brauch ma net, woll ma net, und was das alles kostet?&#8221; zu belegen.</p>
<p>Denn was die Olympischen Spiele für Wien bedeuten könnten, das kann wohl kaum jemand abschätzen. Hunderttausende internationale Gäste, Stimmung, Austausch, Verbindungen, auf menschlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer Ebene, ein Schub für Infrastruktur und Kommunikation, Werbung für Wien und die Wiener und auch für Österreich, für ein Monat das Zentrum der Welt und die Möglichkeit, sich von der besten Seite zu präsentieren.</p>
<p>Aber die sollen nicht spielen, sondern arbeiten.</p>
<p>Vielleicht hat Wien und haben die Wiener keine beste Seite.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie soll ich mich am 20. Jänner entscheiden?</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 08:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[wehrpflicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 20. Jänner ist es wieder so weit, es gibt in Österreich eine Volksbefragung. Weil die Regierenden dieses Landes keine Verantwortung übernehmen möchte, um eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen. Sie nennen es Demokratie, in Wahrheit ist es aber Versagen. Hier wird um gutes Geld der Wille simuliert, man würde sich dafür, was das Volk möchte, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. Jänner ist es wieder so weit, es gibt in Österreich eine Volksbefragung. Weil die Regierenden dieses Landes keine Verantwortung übernehmen möchte, um eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen. Sie nennen es Demokratie, in Wahrheit ist es aber Versagen. Hier wird um gutes Geld der Wille simuliert, man würde sich dafür, was das Volk möchte, tatsächlich interessieren, da ist eine Volksbefragung das ideale Instrument, denn sie ist nicht verbindlich, man kann also, wenn das Ergebnis nicht schmeckt, einfach sagen: &#8220;Na, na, da müssen wir jetzt nochmal gründlich darüber nachdenken und dann analysieren, wann wir wohin welche Weichen stellen!&#8221; Das wäre bei einer Volksabstimmung anders, aber da hätte das Volk ja eine echte Entscheidung zu treffen, das kann man dem Volk natürlich nicht zumuten.</p>
<p>Egal. Am 20. Jänner 2013 gibts die Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht. Monatelang hat man sich über eine Formulierung Gedanken gemacht, dabei aber irgendwie darauf vergessen, die verschiedenen Ansichten darzulegen, die unterschiedlichen Optionen darzustellen, all das zu machen, was dem Volk helfen würde, eine entsprechend durchdachte Entscheidung zu treffen. Jedenfalls ist dem Nachdenkprozess über die korrekte Formulierung ein Gustostückerl entsprungen, das sicher für kaum jemanden zu Verwirrungen führen wird:</p>
<blockquote>
<p>a) Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres</p>
<p>oder</p>
<p>b) sind Sie für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes?</p></blockquote>
<p>Bitte nicht impulsartig mit Ja oder Nein antworten, weil da würde man ja irgendwie für beides und für keines sein. Ich nehme an, man muss angeben, ob man Antwort a oder b für besser hält.</p>
<h3>Wie soll ich mich nun entscheiden?</h3>
<p><del datetime="2012-12-28T08:00:10+00:00">Jeder (und die 3 bis 5 jede), der das Bundesheer genießen durfte, weiß, dass es der Ort ist, an dem man fürs Leben geschult wird. Wenn das Leben daraus besteht, möglichst homophobe, sexistische oder rassistische Parolen in der Gegend rumzuschreien, Gewehre, Fahrzeuge oder Schuhe zu putzen und abwechselnd entweder Nichts zu tun und sich zu langweilen, wie man es später kaum noch schafft, oder Tätigkeiten durchzuführen, deren Sinnhaftigkeit zumindest zu hinterfragen wäre (den Unteroffizieren beim Trinken zuschauen, mit 30 Kg Marschgepäck Liegestütz machen, den eigenen Spind aus- und 5 Minuten später wieder einräumen, Fahrzeuge, die verschrottet werden, </del></p>
<p>Es gibt genug Geschichten darüber, wie es beim Bundesheer für Grundwehrdiener abläuft, eine weitere muss ich an dieser Stelle eigentlich nicht erzählen. Vielleicht gelingt ein Versuch, ein paar Pro und Kontras anzugeben, um eine Entscheidung zu erleichtern.</p>
<h3>Pro/Kontra Antwort A</h3>
<h4>Pro</h4>
<ul>
<li>Junge Männer verlieren keine 6 Monate für fragwürdige Tätigkeiten</li>
<li>Durch eine angemessene Bezahlung wird das Sozialjahr deutlich aufgewertet, es finden sich sicher genug Leute, die die entsprechenden Tätigkeiten übernehmen und womöglich nachher in diesen Bereichen weiterarbeiten.</li>
<li>Das Bundesheer kann sich auf die Kernaufgaben beschränken, entsprechend reduziert und entschlackt werden. Dadurch, dass es keinen Bedarf für Zeittotschlagen gibt, wird die Ausbildung und die Funktionalität verbessert.</li>
</ul>
<h4>Kontra</h4>
<ul>
<li>Katastropheneinsatz, aber dafür lässt sich sicher eine entsprechende Freiwilligenlösung finden, wenn man denn will.</li>
</ul>
<h3>Pro/Kontra Antwort B</h3>
<h4>Pro</h4>
<ul>
<li>Hm. Junge Leute lernen Disziplin, Ordnung und Pflichtbewusstsein? Genau&#8230;</li>
<li>Führerschein für alle! Aber das Bundesheer ist keine Fahrschule.</li>
<li>Ein neutrales Land muss sich verteidigen können. Am besten gelingt das mit der Ausbildung, die die meisten GWDs genießen.</li>
<li>Katastropheneinsatz. Ja, aber siehe oben.</li>
</ul>
<h4>Kontra</h4>
<ul>
<li>Verschwendung von Zeit und Ressourcen.</li>
<li>Weiterhin nur eine Verpflichtung der männlichen Bevölkerung, im Sinne der Gleichberechtigung ist dies nicht nachvollziehbar.</li>
<li>Die Kernaufgaben (laut Verfassung vor allem die Landesverteidigung) sind mit dem Wehrpflichtsmodell nicht zu erfüllen. Mit dem Berufsheer eh auch nicht, aber dann wird wenigstens nicht geheuchelt.</li>
</ul>
<h3>Wahlempfehlung</h3>
<p>Bitte, wählt natürlich nach eurem Wissen und Gewissen, wenn es für euch Gründe für das eine oder andere gibt, wunderbar, vielleicht hinterlasst ihr sie per Kommentar, würde mich freuen.</p>
<p><strong>Meine Empfehlung lautet Antwort A.</strong></p>
<p>Zuviele Jugendliche haben schon zu viel Zeit in einem Apparat verbracht, den das Land eigentlich nicht benötigt. Das, was am Bundesheer in Wirklichkeit relevant ist (wenn man Auslandseinsätze für die UNO so bezeichnen möchte) wird auch heute von Berufssoldaten erledigt, nicht von GWDs, das heißt, in diesen Funktionen gibt es auch heute schon ein Berufsheer. </p>
<p>Die GWDs als &#8220;Kontrollinstanz&#8221; zu verwenden, dass das Bundesheer nicht durchdreht, ist ebenso unrealistisch wie eben die Machtübernahme durch unsere Armee.</p>
<p>Wenn man sich schon auf ein Modell einigen möchte, das den Jungen eine sinnvolle Tätigkeit in einem sinnvollen Umfeld verschafft, eine Tätigkeit, der sie frewillig nicht nachgehen würde und die dem Staat etwas bringen würde, dann wohl eher auf ein Modell, das alle Staatsbürger und somit auch Staatsbürgerinnen in die Pflicht nimmt, ein Jahr etwas für den Staat zu leisten, im Rettungsbereich, oder im Katastrophenschutz, oder wo auch immer. Aber Bundesheer, nein danke!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Entschuldigung</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/12/10/entschuldigung/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2012 21:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Die gute Kinderstube]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute widme ich meine Aufmerksamkeit einem Wort, dem das in letzter Zeit eher selten passiert. Heute geht es um das Wort Entschuldigung. Die meisten von euch werden nicht wissen, was dieses Wort bedeutet, deswegen werde ich es in ein paar kurzen Absätzen erklären. Herkunft Das Wort Entschuldigung steht in direktem Zusammenhang mit Schuld. Schuld bedeutet, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute widme ich meine Aufmerksamkeit einem Wort, dem das in letzter Zeit eher selten passiert. Heute geht es um das Wort Entschuldigung.</p>
<p>Die meisten von euch werden nicht wissen, was dieses Wort bedeutet, deswegen werde ich es in ein paar kurzen Absätzen erklären.</p>
<h4>Herkunft</h4>
<p>Das Wort Entschuldigung steht in direktem Zusammenhang mit Schuld. Schuld bedeutet, dass du etwas gemacht hast, was du nicht tun hättest sollen, und jetzt irgendjemand aus irgendwelchen Gründen mit dem Finger auf dich zeigen kann und sagt: &#8220;Du bist schuld! Wieso machst du sowas, du Arschloch?&#8221;</p>
<p>Nun ist Schuld vor allem in religiösen Kreisen ein Thema, das man Länge mal Breite mal Höhe mal Tiefe mal Dichte mal undsoweiter ausrollen kann, ein guter Beginn, um ein wenig ein Verständnis dafür zu entwickeln, wieviele Leute den Begriff wirklich, wirklich Ernst nehmen, wäre es, die Geschichte der katholischen Kirche zu studieren.</p>
<p>Allen, die das jetzt nicht sofort auf sich nehmen wollen, sei gesagt: Schuld ist an sich nichts Böses, und sich auch für etwas zu entschuldigen, also jemanden zu bitten, dass er nicht mehr mit Finger auf dich zeigt und &#8220;Arschloch!&#8221; schreit, sondern einsieht, dass man das, was man gemacht hat, nicht mit Absicht getan hat, nun, das war früher ein recht gängiger Prozess.</p>
<p>Jedenfalls: Entschuldigung hängt mit Schuld zusammen und man bitte mit &#8220;Entschuldigung!&#8221; darum, dass man wieder normal miteinander umgeht.</p>
<h4>Einsatz</h4>
<p>Der Einsatz des Wortes &#8220;Entschuldigung!&#8221; ist vielseitig und gleichzeitig ziemlich simpel. Jedes Mal, wenn man etwas gemacht hat, was für andere nicht besonders angenehm war, sollte man überlegen, ob eine Entschuldigung angebracht ist. Beispiele wären:</p>
<ol>
<li>Du rempelst jemanden in der U-Bahn nieder -> Entschuldigung!</li>
<li>Du drängst dich in einer Warteschlagen vor -> Entschuldigung!</li>
<li>Du baust Scheiss in der Arbeit -> Entschuldigung!</li>
<li>Du steigst einem kleinen Kind auf den Fuss, das kleine Kind fällt um und landet mit dem Gesicht mitten in dem Eisstanizl, das es gerade noch gehalten hat -> Entschuldigung! Und Aufhelfen! Und neues Eis kaufen!</li>
<li>Du möchtest einem Verkäufer / einer Verkäuferin Kleingeld geben und verfehlst dabei die offene Hand -> Entschuldigung!</li>
<li>Du verspekulierst hunderte Millionen Euro an Steuergeld -> Entschuldigung! Und Rücktritt!</li>
</ol>
<p>Sich für etwas zu entschuldigen zeigt der Außenwelt, dass man fähig ist, das eigene Handeln grundsätzlich halbwegs bewerten zu können, dass man im Stande ist, einzusehen, wenn man etwas Falsches gemacht hat. Sich zu entschuldigen ist eine gute Sache, sie ist kein Zeichen von Schwäche und hat auch mit Verantwortung zu tun. Also keine Angst, selbst wenn ihr das noch nie gemacht habt: Es ist nicht zu spät für die erste Entschuldigung!</p>
<h4>Einsatz als Aufforderung</h4>
<p>Das Wort &#8220;Entschuldigung&#8221; kann auch eingesetzt werden, wenn man auf sich aufmerksam machen möchte, dann meistens in Kombination mit einer Erklärung, was man denn tun möchte.</p>
<ol>
<li>Du stehst in einem Gang, jemand blockiert den Weg -> Entschuldigung, dürfte ich vorbei?</li>
<li>Jemand drängt sich an der Kassa vor -> Entschuldigung, ich warte eigentlich auch darauf, zu zahlen!</li>
</ol>
<p>In manchen Fällen darf auch ein etwas strengerer Ton angeschlagen werden, aber diese Situationen bilden die Ausnahmen.</p>
<h4>Synonyme</h4>
<p>Für das Wort Entschuldigung gibt es je nach Region und Gemüt verschiedene Synonyme. Stellvertretend seien hier einige aufgezählt.</p>
<ol>
<li>Entschuldigung! Entschuldige bitte! Entschuldigen Sie bitte!</li>
<li>Verzeihung! Verzeih bitte! Verzeihen Sie bitte!</li>
<li>Sorry!</li>
<li>Pardon!</li>
<li>Tut leid! Tut mir leid!</li>
<li>&#8216;Tschuldigens! &#8216;Tschuldigung!</li>
</ol>
<h4>Nicht zulässige Synonyme</h4>
<p>Dies ist eine unvollständige Liste an Wörtern und Phrasen, die gemeinhin nicht als Synonym für eine Entschuldigung akzeptiert werden und bei Kennern und Kennerinnen dieses seltenen Wortes eventuell sogar Zorn entstehen lassen.</p>
<ol>
<li>Ups!</li>
<li>Hoppla!</li>
<li>Na sowas!</li>
<li>Ich kann jetzt nicht darauf eingehen!</li>
<li>Das ist sicher nicht meine Schuld!</li>
<li>Sowas kann passieren, das kann man unmöglich voraussehen!</li>
<li>Passt scho!</li>
</ol>
<h4>Reaktion auf Entschuldigung</h4>
<p>Wenn es soweit ist, und sich jemand bei dir entschuldigt, sei gefasst, dies ist ein Moment der Versöhnung. Wenn dich zum Beispiel jemand im Supermarkt niedertrampelt und sich entschuldigt, ist es nicht angebracht, diese Person mit einem &#8220;Hast keine Augen im Kopf, du Oaschloch!&#8221; zu beflegeln. Man muss sich nicht um den Hals fallen und auf dem Supermarktboden den Akt der Kopulation initiieren, ein durchaus auch schroffes Zeichen dessen, dass alles gut ist, dass man die Entschuldigung akzeptiert hat ist die Art und Weise, wie man auf eine Entschuldigung reagiert. Ein &#8220;Passt echo!&#8221; ist hier beispielsweise genau richtig.</p>
<p>Für Kenner und Kennerinnen des Wortes &#8220;Entschuldigung&#8221; ist der folgende Hinweis selbstverständlich: Eine Entschuldigung macht Dinge nicht ungeschehen. Freilich kann es dazu kommen, dass Dinge getan wurden, die unentschuldbar sind. <a href="http://inartissojo.com/blog/2012/12/06/regeln-furs-leben/">Deswegen verweise ich an dieser Stelle auf zwei simplen Regeln für ein angenehmes Leben.</a></p>
<p>Ich hoffe, ich konnte die Verwendung und den Nutzen des exotischen Wortes &#8220;Entschuldigung&#8221; ein wenig näher bringen, bei Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Regeln fürs Leben</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/12/06/regeln-furs-leben/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2012 21:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Weitergeben&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Weitergeben&#8230;</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/regeln_fuers_leben1.jpg" rel="lightbox[620]" title="Regeln fürs Leben"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/regeln_fuers_leben1.jpg" width="600px"></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Wunder, dass wir nicht auf die Straßen gehen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/11/20/ein-wunder-dass-wir-nicht-auf-die-strasen-gehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 08:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Sozialministerium hat einen aktuellen Bericht über das Vermögen der Österreicherinnen und Österreicher veröffentlicht, Resortaktivitäten und sozialpolitische Analysen sind darin zu finden. Die Lektüre ist interessant, wenn auch erst nach dem Frühstück. Oder vielleicht sollte man den Bericht am Abend genießen, er könnte die gute Laune gefährden. Quintessenz: Es geht uns im Vergleich zum Rest [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sozialministerium hat einen <a href="http://www.bmask.gv.at/cms/site/attachments/6/2/3/CH2080/CMS1353338840213/sozialbericht_2011_2012%5B1%5D.pdf" target="_blank">aktuellen Bericht über das Vermögen der Österreicherinnen und Österreicher</a> veröffentlicht, Resortaktivitäten und sozialpolitische Analysen sind darin zu finden.</p>
<p>Die Lektüre ist interessant, wenn auch erst nach dem Frühstück. Oder vielleicht sollte man den Bericht am Abend genießen, er könnte die gute Laune gefährden.</p>
<p>Quintessenz: Es geht uns im Vergleich zum Rest von Europa ur super. Aber eigentlich recht schlecht.</p>
<p>Die Armen werden mehr und ärmer, immer mehr Leute können ihre Wohnung nicht mehr warm halten oder müssen sich ums Essen sorgen, immer weniger Leute verdienen in ihrem Beruf genug, um eine Familie zu erhalten, etc, etc, etc.</p>
<p>Die meisten Tageszeitungen titeln zum Thema dieses Berichts damit, dass die reichsten 5 % der Bevölkerung über 45 % des Volksvermögens verfügen, was an sich ja schon eine ziemliche Ansage ist.</p>
<p>Mich schockiert allerdings viel mehr, dass die ärmsten 50 % des Landes (ja, die Hälfte!) über 4 %, in Worten: Vier Prozent des Vermögens verfügen. Für Leute wie mich, die Probleme damit haben, diesen Umstand zu erfassen, habe ich untenstehendes Diagramm gebastelt. Mahlzeit&#8230;</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/diagramm_vermoegensverteilung.jpg" rel="lightbox[615]" title="Ein Wunder, dass wir nicht auf die Straßen gehen"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/diagramm_vermoegensverteilung.jpg" width="600"></a></p>
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		<title>Schaf, Tag 1</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/11/14/schaf-tag-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 17:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht greife ich jetzt öfter zu Stift und Papier?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht greife ich jetzt öfter zu Stift und Papier? </p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/schafe_tag_01.jpg" rel="lightbox[612]" title="Schaf, Tag 1"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/schafe_tag_01.jpg" width="600"></a></p>
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		<title>Wien Mitte The Mall</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 20:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[öffis]]></category>
		<category><![CDATA[Wien Mitte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Götter haben uns ein neues Einkaufszentrum geschenkt, einen neuen Ort der Huldigung, wo wir das, was wir Einkommen nennen, für Dinge ausgeben können, die uns als erstrebenswert verkauft werden, heureka, heureka. Da die deutsche Sprache weiterhin recht arm an Worten ist, hat man diesen Palast &#8220;Wien Mitte The Mall&#8221; genannt. Am 8. November wurde [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Götter haben uns ein neues Einkaufszentrum geschenkt, einen neuen Ort der Huldigung, wo wir das, was wir Einkommen nennen, für Dinge ausgeben können, die uns als erstrebenswert verkauft werden, heureka, heureka. Da die deutsche Sprache weiterhin recht arm an Worten ist, hat man diesen Palast &#8220;Wien Mitte The Mall&#8221; genannt. Am 8. November wurde dieses Einkaufszentrum, das gleichzeitig auch ein Bahnhof ist (was man allerdings weder von außen, noch von innen erahnen würde), eröffnet und es ist Scheisse.</p>
<p>Zunächst einmal die erste Begegnung mit diesem Ungetüm, das sich ins Wiener Stadtbild ähnlich gut eingliedert, wie die Raumschiffe, die in Independence Day New York einen Besuch abstatten. Die alten, armen Gebäude, die von The Mall bedrängt werden, sehen wirklich beinahe aus, als hätten sie Angst. Womöglich zu Recht.</p>
<p>Ach ja, die erste Begegnung: Dienstag, 8. November, 6 Uhr (der Engländer würde fuck o&#8217; clock sagen): Hunderte Menschen stehen Schlange, um irgendwas Veraltetes scheinbar billiger als sonst beim Media Markt zu kaufen. Drinnen warten lassen, das wäre scheinbar nicht drin gewesen. Die Gestalter von The Mall sind daran nicht schuld, grindig ists trotzdem.</p>
<p>Zweite Begegnung, ich probiere es über das Positivste, was ich kenne: Essen. Beim Eingang von The Mall wartet ein schick gestaltetes Lokal namens Pasta und Café (oder vielleicht ist ein italienisches &#8220;und&#8221; dazwischen, egal), und mit schick meine ich, es sieht genauso aus, wie alle Lokale, die in den letzten 2 Jahren in Wien geöffnet haben. Beton, Glas, offene Küche, scheisshohe Decke mit Lichtwürmern, die runterhängen. Gedacht ist das Lokal als Expresshilfe für alle Hungrigen, man kann Pasta (no, na), Kaffee (no, na), Toasts und Salate mitnehmen oder vor Ort konsumieren.</p>
<p>Wenn man bereit ist, zu warten. Und dann noch ein wenig länger zu warten. In der Mittagsstunde an sich nicht überraschend, die meisten Leute haben zu ähnlichen Zeiten Hunger oder Pause. Das Lokal bietet halt leider keinen Platz fürs Warten, also steigt man sich gegenseitig auf die Füsse. </p>
<p>Nach dem Warten kommt das Bestellen. Und scheinbar gehört zum Bestellvorgang auch dazu, dass man dem Koch und der Köchin gleich erklärt, wie denn jetzt Pomodoro Tonno (sic!) zuzubereiten sind, die erwarteten Thunfischstückerl in Tomatensauce kriegt man jedenfalls nicht. Auch Carbonara Classico ist den Zubereitenden nicht geläufig genug, als dass man nicht nachfragen könnte, was denn da reinkommt. Egal. Zwei Sorten Nudeln gibts zur Auswahl, beide schmecken, verkleben dafür schnell, und finden nicht den Weg zur richtigen Sauce.</p>
<p>Zu viel zahlen darf man dann im ersten Moment auch gleich mal (übrigens: 16 Euro für eine Carbonara und einmal Thunfisch mit 4 halben Cocktailtomaten ist üppig), denn nicht allen Mitarbeitern ist das unnötig komplizierte Preissystem geläufig. Egal.</p>
<p>Geschmeckt hats wenigstens halbwegs nach etwas. Wenn allerdings dann der Tischnachbar mit dem Weinhersteller des Weines, mit der er sich gerade die Kehle benetzt hat, zu telefonieren beginnt, dass er wissen möchte, was in dem Wein jetzt drin war, weil er muss schon drauf schauen, was er trinkt, und wenn das alles auf ETWAS ÜBERHÖHTER KONZERTLAUTSTÄRKE STATTFINDET, WEIL, I HÖR SIE NET, I HOB KAN EMPFANG!!!!, dann wirds mit dem Genuss schwierig.</p>
<p>Der Rest von The Mall war dann endgültig beschissen. Es gibt einen Spar Pronto, in dem man alles kaufen kann, nur nicht das, was man außerhalb der üblichen Geschäftszeiten braucht (eh super, dass es das ganze Mirabell-Sortiment gibt), einen großen Spar, in den ich nicht mehr hineinkonnte.</p>
<p>Anschluss an U-Bahn oder Schnellbahn gibts von ihnen keinen ersichtlichen, es sieht so aus, als müsste man raus und wieder rein. Für einen Bahnhof sehr bequem.</p>
<p>Wieso ich das schreibe? Weil ich es satt habe, von irgendwelchen Leuten, die nur darauf schauen, dass das Konto nicht unabsichtlich in den fünfstelligen Bereich rutscht, verarscht zu werden. Fragts die Leute, welche Bedürfnisse sie haben, aber knallts nicht einen Trotteleinkaufspalast nach dem anderen hin, der nichts von dem bietet, was die Leute wirklich brauchen.</p>
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		<title>Filmidee</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/10/29/filmidee/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 13:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Mennsdorf-Pouilly (gespielt von Michael Kaczorowski) und Michael Kaczorowski (gespielt von Hannes Kartnig) gehen gemeinsam jagen und treffen Maria Rauch-Kallat (gespielt von Dominic Heinzl) und reden über Sex, Pensionen und Kirschen. Das Gespräch wird intensiver, beinahe kommt es zur Eskalation, bis Richard Lugner (gespielt von Frank Stronach) aus einem Heißluftballon springt und den Abend doch noch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mennsdorf-Pouilly (gespielt von Michael Kaczorowski) und Michael Kaczorowski (gespielt von Hannes Kartnig) gehen gemeinsam jagen und treffen Maria Rauch-Kallat (gespielt von Dominic Heinzl) und reden über Sex, Pensionen und Kirschen. Das Gespräch wird intensiver, beinahe kommt es zur Eskalation, bis Richard Lugner (gespielt von Frank Stronach) aus einem Heißluftballon springt und den Abend doch noch zu einem Fest macht.</p>
<p>Präsentiert wird das ganze bei der Versteigerung des Mennsdorf-Pullis, dem Originalstrickwerk, das vor Wind, Wetter und Empathie schützt. Dann gelingt vielleicht insgesamt etwas, das an Folgendes herankommt.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='750' height='452' src='http://www.youtube.com/embed/0k5nxQaWjJk?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
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		<title>Gehts Österreich gut?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/10/25/gehts-osterreicher-gut/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Oct 2012 10:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[Stronach]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank Stronach lässt in einer Wahlkampfbroschüre in sein Leben hineinschauen, zum Beispiel wie es ihm in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts erging. Bleibt die Frage, wieso er dieses Land, in dem es so super und leiwand und hoffnungsvoll war, überhaupt verlassen hat. Aber die kann Stronach sicher mit dem ihm gegebenen rhethorischen Gewalt glasklar beantworten, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Stronach lässt in einer Wahlkampfbroschüre in sein Leben hineinschauen, zum Beispiel wie es ihm in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts erging.</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/10/IMG145.jpg" rel="lightbox[595]" title="Gehts Österreich gut?"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/10/IMG145.jpg" width="600"></a></p>
<p>Bleibt die Frage, wieso er dieses Land, in dem es so super und leiwand und hoffnungsvoll war, überhaupt verlassen hat. Aber die kann Stronach sicher mit dem ihm gegebenen rhethorischen Gewalt glasklar beantworten, im Sinne von Wahrheit, Transparenz und Fairness.</p>
<p>Was ich von folgendem Bild halten soll, weiß ich nicht. So sieht also eine der möglichen Alternativen zu Stronach aus.</p>
<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/10/strache.jpg"><br />
<em>reuters/bader</em></p>
<p>Mahlzeit!</p>
<p>Und in der Zwischenzeit fordert Stenzel eine Sperre des Ringradwegs im Winter. Weil das Salz, das da ausgestreut wird, die Bäume am Ring kaputt macht. Ich hoffe, die Autos dürfen weiterfahren und dass die Fussgängerinnen und Fussgänger nicht auf der Fahrbahn flanieren müssen.</p>
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		<title>Sollte ich mich behandeln lassen?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/10/22/sollte-ich-mich-behandeln-lassen/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 06:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[grant]]></category>
		<category><![CDATA[straßenbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, nein, nein, ich gehe nicht zur Seite! Früher, da fuhr ich gern mit der Straßenbahn, und ich spreche nicht von einem früher, in dem alles toll war, weil alles neu war, die ganze Welt noch darauf wartete, entdeckt und in den Mund gesteckt zu werden und man gar nicht wusste, dass es etwas Böses [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/10/bim.jpg" width="600"><br />
<em>Nein, nein, nein, ich gehe nicht zur Seite!</em></p>
<p>Früher, da fuhr ich gern mit der Straßenbahn, und ich spreche nicht von einem früher, in dem alles toll war, weil alles neu war, die ganze Welt noch darauf wartete, entdeckt und in den Mund gesteckt zu werden und man gar nicht wusste, dass es etwas Böses auf der Welt gibt.</p>
<p>Nein, früher, da waren diese roten Ungetüme, diese Straßenbahnen, Bims (Bim! Bim! Bim!), die waren irgendwie toll, fast schon sinnlich. Ich freute mich auf die langen Fahrten von Irgendwo nach Irgendwo, hinsetzen, frieren oder schwitzen (unabhängig von der Jahreszeit), bissl herumwackeln, aus dem Fenster schauen, die Stadt an sich vorbeiziehen sehen, dabei ein wenig wackeln, schön war das.</p>
<p>Dann kamen die ULFS nach Wien, und meine Wahrnehmung begann sich zu verändern. Man schaute nicht mehr auf die da draußen runter, sondern war auf einmal mit dem Grant auf Augenhöhe, die Fenster waren auf einmal nicht mehr durchsichtig, weil größtenteils mit Werbung zugepickt, und die Fahrer wurden grantiger. Und ruppiger. Plötzlich fühlte ich mich wie eine Sardine in einer Dose, die zwar nicht verschlossen, aber definitiv auch nicht für Sardinen erfunden wurde.</p>
<p>Plötzlich wurde es laut in der Straßenbahn, alles quietscht, die Geräuschkulisse erinnert an betrunkene Nächte im Prater. Und dann kam Linz.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich nicht mehr weiter ausführen, mir wurde gesagt, dass sich meine Laune auf andere Leute überträgt, dass andere Leute jetzt nicht mehr gerne Straßenbahnfahren. Und eigentlich möchte ich das ja nicht, das ist irgendwie traurig, so, als würde man einem Kind sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.</p>
<p>Deswegen für Straßenbahnliebhaber, wie ich es mal einer war und hoffentlich wieder werde: Die <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PL3CFE7E8DC2817EC7" target="_blank">GelbGut Bimview</a>, die hoffentlich mal wieder erweitert wird.</p>
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		<title>Im Paradies</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/10/08/im-paradies/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 06:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[mitmachermenschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rücksicht]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Mann, ganz normal würde man ihn nennen, dort, wo er herkommt, dort sind alle so wie er, und auch die Frauen, wachte eines Tages im Paradies auf. Im ersten Moment bemerkte er es nicht, die Straßen waren vielleicht ein wenig sauberer, und die Autos ein bisschen leiser (oder waren sie einfach weniger?), doch dann [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann, ganz normal würde man ihn nennen, dort, wo er herkommt, dort sind alle so wie er, und auch die Frauen, wachte eines Tages im Paradies auf. Im ersten Moment bemerkte er es nicht, die Straßen waren vielleicht ein wenig sauberer, und die Autos ein bisschen leiser (oder waren sie einfach weniger?), doch dann fiel im auf, das etwas nicht stimmte.</p>
<p>Eine Frau rannte einen andere nieder, und der Held dieser Erzählung freute sich schon innerhalb auf die Beschimpfungen, die er jetzt hören würde. Doch es gab keine Beschimpfungen. Die eine Frau entschuldigte sich bei der anderen, die Andere meinte, es sei doch kein Problem, sie wünschten einander einen schönen Tag und gingen ihrer Wege.</p>
<p>Der Mann ging weiter die Straße entlang, Ellbogen ausgefahren, wie er es gewohnt war, und er merkte, dass er gar nicht rempelte. Das wunderte ihn sehr. Die Leute blieben kurz stehen, wenn er an ihnen vorbeiging, oder machten sich dünn, und als das taten sie, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, als wüssten sie, dass sie nicht allein auf der Straße gehen, sondern mit vielen anderen.</p>
<p>Dem Mann wurde es schließlich zu viel, er wurde wütend, schrie schließlich einen Passanten an: &#8220;Was ist los mit euch? Habts Angst vor mir oder was?!&#8221;</p>
<p>Der Passant blickte ihn verdutzt an und fragte, ob er dem Mann vielleicht helfen kann, denn das war ihm die natürlichste Reaktion.</p>
<p>&#8220;Verpiss dich!&#8221; antwortete der Mann, denn das war die ihm natürlichste Reaktion. Er wurde wütender und wütender, stieß Leute zur Seite, die sich wunderten, denn sowas Rüpelhaftes sahen sie selten, manchmal nur, wenn Leute, die das Paradies nicht gewohnt seien, die müssten sich noch einleben, die waren soviel Rücksicht nicht gewohnt.</p>
<p>Schließlich stoppte ein Bewohner des Paradieses den wütenden Mann: &#8220;Was ist los mit Ihnen, geht es Ihnen nicht gut?&#8221;</p>
<p>&#8220;Verpiss dich!&#8221; schrie er, verpasste dem Anderen einen Schlag und wachte auf. &#8220;Zum Glück war das nur ein Traum&#8221; dachte er sich und quetschte sich zufrieden aus der U-Bahn.</p>
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		<item>
		<title>Ein paar Gedanken zum Thema Team Stronach</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/10/01/ein-paar-gedanken-zum-thema-team-stronach/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Oct 2012 12:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Lugner]]></category>
		<category><![CDATA[Pest]]></category>
		<category><![CDATA[Strohsack]]></category>
		<category><![CDATA[Stronach]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bis vor Kurzem ja nur als leere Drohung oder mitunter als Scherz wahrgenommen wurde, ist seit letztem Donnerstag, dem 27. September 2012, ein Tag, der in die Geschichte eingehen soll, nun, seit diesem Tag ists also bittere Realität: Frank Stronach hat eine Partei gegründet und möchte bei der nächsten Nationalratswahl antreten. Wohl an den, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was bis vor Kurzem ja nur als leere Drohung oder mitunter als Scherz wahrgenommen wurde, ist seit letztem Donnerstag, dem 27. September 2012, ein Tag, der in die Geschichte eingehen soll, nun, seit diesem Tag ists also bittere Realität: Frank Stronach hat eine Partei gegründet und möchte bei der nächsten Nationalratswahl antreten. Wohl an den, das wird ein Fest, ich eröffne es für mich persönlich mit ein paar unsortierten Gedanken.</p>
<ul>
<li>Hätte die Austria bloß die Champions League gewonnen.</li>
<li>Vielleicht antwortet Stronach in Interviews deswegen auf keine Fragen, weil er sie nicht versteht?</li>
<li>Angenommen, Team Stronach gewinnt die Wahlen, bekommt die meisten Stimmen, was macht Stronach dann? Er will ja kein Politiker sein, sondern nur <em>Bewegung in Bewegung bringen</em> (Im Zentrum, 30.9.2012), braucht keine Ämter, keine Würden. Wie läuft das ab, wenn beispielsweise Bundeskanzlerin Merkel nach Österreich kommt: &#8220;Ah, Sie sind der neue Bundeskanzler!&#8221; &#8211; &#8220;Nein, nein, i bin der Frank Stronach, kannst ruhig du zu mir sagen, und Namen stehen in der Zeitung!&#8221;</li>
<li>Was geht in den Köpfen der Leute vor, die Stronach wählen würden?</li>
<li>Was geht in den Köpfen der Politikerinnen und Politiker vor, die auf eine durchaus intakte Karriere zurückblicken können und zu Team Stronach gewechselt sind?</li>
<li>Was passiert mit diesem Konstrukt nach Stronachs Tod? Was passiert mit den Stimmen der armen Leute, die ihn gewählt haben?</li>
<li>Hat sein Fahrer auch für mich Zeit, um mich in die Arbeit zu fahren?</li>
<li>Sollte Stronach scheitern (Ziel ist ja Platz 1, das Scheitern ist also fast schon systemimmanent), wird es dann Fernsehsendungen geben, so wie mit Lugner? Wie wäre es mit &#8220;Frank und Richie &#8211; Urlaub zu dritt&#8221;?</li>
</ul>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/10/frenki_undrichie.jpg" rel="lightbox[578]" title="Ein paar Gedanken zum Thema Team Stronach"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/10/frenki_undrichie.jpg" width="600"></a></p>
<p>Nun denn, mich werden sicher noch andere Gedanken ereilen, und wahrscheinlich nicht ganz so harmlose, wie die gerade eben geschriebenen. Die österreichische Poliktiklandschaft ist auf jeden Fall um eine kuriose Nummer reicher.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bei Spaziergängen Aufgekommenes</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/09/26/bei-spaziergangen-aufgekommenes/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Sep 2012 07:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wann gab es die letzte richtig große gute Nachricht? Kann sich noch jemand erinnern, dass in den Nachrichten, und zwar in allen, also Boulevard als auch in denen für die Gscheiten, eine Entwicklung oder ein Beschluss oder eine Entscheidung so befeiert wurde, wie beispielsweise der Fall der Berliner Mauer? Eine Nachricht, die so bewegend und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wann gab es die letzte richtig große gute Nachricht? Kann sich noch jemand erinnern, dass in den Nachrichten, und zwar in allen, also Boulevard als auch in denen für die Gscheiten, eine Entwicklung oder ein Beschluss oder eine Entscheidung so befeiert wurde, wie beispielsweise der Fall der Berliner Mauer?</p>
<p>Eine Nachricht, die so bewegend und umfassend war, dass sie viele Leute in einen Zustand der Freude versetzt hat, irgendeine Nachricht, die sich nicht nach wenigen Stunden oder Tagen als eine Blase voll warmer Luft oder als Lüge herausgestellt hat?</p>
<p>Wer mir jetzt mit Osama Bin Ladens Tod kommt, der kann gleich wieder gehen.</p>
<p>Die Nachrichten, die uns in den letzten Jahren als gute verkauft wurden, waren doch allesamt irgendein NLP-Wirtschafts-Kauderwelsch ohne Substanz, Dinge, die wir sowieso nicht verstehen, oder nicht? </p>
<p>Vielleicht die Umsetzung der Health-Care in den USA? Der Beschluss, die Abrüstung der Nuklearwaffen weiter voranzutreiben? Was gibts an wirklich Erfreuenswerten aus Europa, weiß da jemand etwas?</p>
<p>Ich spiele in letzter Zeit mit dem Gedanken, für eine gewisse Zeit mal keine Nachrichten zu konsumieren. Also weder im klassischen Sinne lesend am Häusl, noch auf diversen Websites, auch Twitter, Facebook oder Google+ wären als Ausweichsmedium nicht erlaubt. Aber wie lange sollte diese Zeit sein? 3 Monate? 1 Jahr? Hält man das aus, oder gehts einem eh nicht ab nach einer gewissen Zeit? Würde ich das Ende der Welt mitbekommen, wenn ich nichts davon wüsste?</p>
<p>Ich gehe mal Frank Stronach fragen, was er davon hält.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Geschichte zwischen Tür und Angeln</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/09/24/eine-geschichte-zwischen-tur-und-angeln/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2012 15:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Disput]]></category>
		<category><![CDATA[Nabel der Welt]]></category>
		<category><![CDATA[straßenbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ereignete sich, dass ein Mann, der von der Arbeit genug und von der Familie nicht genug hatte, seinen Heimweg antrat, denn genug ist genug und nicht genug ist nicht genug. Sein Heimweg führte ihn unter anderem in eine Straßenbahn, die ihn zu einem Bahnhof bringen sollte. Die Straßenbahn fuhr los, und hielt in der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ereignete sich, dass ein Mann, der von der Arbeit genug und von der Familie nicht genug hatte, seinen Heimweg antrat, denn genug ist genug und nicht genug ist nicht genug. Sein Heimweg führte ihn unter anderem in eine Straßenbahn, die ihn zu einem Bahnhof bringen sollte. Die Straßenbahn fuhr los, und hielt in der nächsten Haltestelle, machte also etwas für Straßenbahnen vollkommen Gewöhnliches. </p>
<p>Ungewöhnlich war die Länge des Aufenthalts in der Station, denn es waren weder Sintfluten zu entdecken, die die Straße blockierten, noch protestierende Fahrradfahrer, noch abgestürzte Klavierflügel, auf den ersten Blick zeigte sich nichts, was die Weiterfahrt verhinderte.</p>
<p>Weil die Straßenbahn recht voll war, was um die Uhrzeit, zu der sich diese Geschichte ereignete, nichts Ungewöhnliches ist, stand der Mann direkt neben einer der Eingangstüren und konnte somit den Grund der verhinderten Weiterfahrt erkunden. Es handelte sich um einen älteren Herrn, der ein Kindchen am Arm trug und in der Tür stand, um die Tür am Schließen und somit die Straßenbahn am Weiterfahren zu hindern. Da der jüngere Mann nicht über die Geduld eines Engels verfügte, forderte er den Älteren auf, sich doch bitte aus der Tür zu bewegen, was der Ältere damit beantwortete, dass er und seine Frau auch haben warten müssen, am Ticketautomaten, und man sich nicht zum Nabel der Welt machen solle. Auf den Hinweis, dass man wohl eher der Nabel ist, wenn man die Tür einer Straßenbahn blockiert und außerdem eine weitere Straßenbahn geradezu mit offenen Armen warte, um das ältere Paar an den Ort ihrer Wahl zu befördern, wurde nur beruhigt, dass das nicht so schlimm sei, wenn man mal warte müsse, und dass man auch selber hat warten müssen, und somit alles ok wäre.</p>
<p>Nachdem schließlich sogar der Fahrer der Straßenbahn seine Burg verließ, um darum zu bitten, eine Weiterfahrt zu ermöglichen, kann erahnt werden, wie lange die Verzögerung war. Aus dem Satz &#8220;Das ist ja schlimmer als in Wien!&#8221;, der dem Älteren, mittlerweile auch Grantigen entwich, nachdem seine Frau dann doch geschafft hatte, Fahrscheine zu kaufen, kann man zumindest eine Stadt ausschließen, in der sich diese Geschichte zugetragen hat.</p>
<p>Doch dieser Satz ließ dem Jüngeren endgültig das Nervenkostüm ausziehen, er wechselte das Sprachregister und teilte mit, was er von der Situation und dem Verhalten des Älteren so halte. Dass es nicht besonders fair ist, das eigene Warten an andere weiterzugeben, weil das ein wenig so ist, als würde der Ältere dem Jüngeren eine Ohrfeige antragen und der Jüngere daraufhin der Frau des Älteren eine verpassen. Dass zwei Minuten auf große Distanzen durchaus auch eine große Auswirkung haben können. Dass es nicht immer möglich ist, die Reise so zu planen, dass man zur Not auch unter Feindesbeschuss am Bauch gleitend zum Bahnhof kommt.</p>
<p>Denn seine Gründe, die Straßenbahn dem Fahrplan entsprechend am Bahnhof ankommen zu lassen, waren ziemlich gute, sie wurden auch mitgeteilt, der Jüngere wähnte sich im Recht. Und fragt sich trotzdem seit diesem Ereignis, ob er der Arsch dieser Geschichte ist, oder nicht.</p>
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		<title>Nochmal Sommergespräche</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Sep 2012 08:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sommer ist vorbei, die Sommergespräche sind vorbei, Politik ist noch lange nicht vorbei. Wo kann ich anfangen, um meinem Entsetzen über unseren Bundeskanzler Ausdruck zu verleihen? Vielleicht damit, dass ich es für unerträglich halte, dass sich hier jemand großmütig und gebieterisch präsentiert, irgendwas daherredet von wegen &#8220;Wenn ich eingeladen werde, dann komme ich, und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sommer ist vorbei, die Sommergespräche sind vorbei, Politik ist noch lange nicht vorbei.</p>
<p>Wo kann ich anfangen, um meinem Entsetzen über unseren Bundeskanzler Ausdruck zu verleihen? Vielleicht damit, dass ich es für unerträglich halte, dass sich hier jemand großmütig und gebieterisch präsentiert, irgendwas daherredet von wegen &#8220;Wenn ich eingeladen werde, dann komme ich, und dann stehe ich Rede und Antwort&#8221;, dass er eh Verantwortung übernimmt, aber sicher nicht für etwas, das jeder macht und somit rechtens sein muss.</p>
<p>Da kauft sich ein Politiker um Millionen von Steuergeld Inserate in der auflagenstärksten Zeitung, diese Inserate werden nicht als Werbung oder bezahlt gekennzeichnet, sondern sehen aus wie ganz normale Artikel, dann wird er damit konfrontiert, darauf hingewiesen, dass das, wenn schon nicht illegal, dann zumindest nicht unbedingt die feine Englische ist, und das Resultat? Macht jeder so, ist super, und ich bin nicht dafür zuständig, dass das nicht ausschaut, wie Werbung. Weil ja ein Politiker ganz sicher nicht penibelst darauf bedacht ist, seine Außenwirkung exakt so zu gestalten, wie er es möchte, ganz sicher nicht, nein, nein, alles kann man sich nicht anschauen, da passieren manchmal Fehler.</p>
<p>Stimmt. Bei der Anzahl an Inseraten würden andere auch den Überblick verlieren. Schließlich hatte der damalige Minister ja auch noch einen anderen Hauptberuf, außer sich ins Solarium der Öffentlichkeit zu begeben.</p>
<p>Dabei glaub ich dem Herrn Faymann sogar, dass er nicht versteht, wieso allein diese Verfehlung unerträglich ist. Weil er nichts anderes kennt, weil er nichts anderes gewohnt ist, weil er quasi von Kindesbeinen an, oder zumindest ganz sicher von Beginn an seines Erwachsenendaseins ausschließlich mit Leuten aus dem eigenen Bratensaft zu tun hatte. Parteiinterne Strukturen haben ihn zu dem gemacht, was er heute ist, es gab keine Widerworte, weils ja alle auch so gemacht haben. Dass er jetzt nicht mehr irgendwer in Liesing, sondern der Bundeskanzler der Republik Österreich ist, nun, das ist ja nicht sein Fehler, sondern vermutlich eh eher unserer.</p>
<p>Wie die Leute so ticken, zeigt ja auch ein gewisser Herr Cap, der zwar schon seit längerer Zeit eigentlich nur noch ein groteskes Abziehbild eines Politikers ist, aber doch hin und wieder noch neue Ebenen des Absurden erreicht. Faymann im U-Ausschuss des Parlaments? Brauch ma net, hat ja eh schon alles gesagt, im ORF. Der ORF ist jetzt nämlich am besten alles auf einmal: Judikative, Legislative, Exekutive, Staatsfunk, Milliardengrab, Bildungsinstitution, Heiland. Was im ORF passiert, das muss sich das Parlament gar nicht mehr anschauen, es ist alles ok, wir können nach Hause gehen. Dass Barbara Prammer sinngemäß gefragt hat, ob eh noch alles in Ordnung ist mim Cap, das ist sehr schön zu sehen, und zeigt, dass sie aus anderen Kreisen kommt.</p>
<p>Ein Argument für direkte Demokratie, eines, für welches ich mich erwärmen könnte, wäre, dass man dann den Berufsstand der Politiker abschaffen könnte, man bräuchte dann nämlich nur noch ein paar Repräsentanten und ein paar Beamte, die die Ergebnisse verwalten. Dann wären solche Leute wie Faymann oder Cap das, was sie verdienen würden, nämlich irgendjemand. Und nicht die einflussreichsten Leute des Landes.</p>
<p>Vor den ganz großen Käfern wird er uns beschützen, der Werner, hurra. </p>
<p>Und bevor mir jemand auf die Pelle rückt von wegen FPÖ und so weiter: Bei diesen Lichtgestalten der SPÖ kotzt es mich deswegen noch mehr an, weil sie eine Ideologie, einen Zugang zum politischen Dasein, so pervers verdrehen, dass die Sozialdemokratie als solche in den Dreck gezogen wird. Und das hat sich diese Idee nicht verdient.</p>
<p><em>Eine Ergänzung: Meiner Meinung nach steht die Idee der Sozialdemokratie für das Bestreben, unterschiedlichen Menschen (denn wir sind nicht alle gleich) die gleichen Chancen auf ein menschenwürdiges, zufriedenes Leben zu ermöglichen.</em></p>
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		<title>Von wegen Sommer und Gespräche</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Sep 2012 14:12:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem durchaus freiwilligen Konsum der bisherigen Sommergespräche komme ich vorläufig zu folgendem Zwischenergebnis: Gäbe es keine NLP-Schulungen und würde das Anbieten, Bewerben und Durchführen solcher Coachings unter Strafe stehen, wäre die Welt an sich zumindest ein Stückchen besser. Denn wenn die Leute, die über das Schicksal von Tausenden entscheiden, dermaßen ungelenk versuchen, das Nichts [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem durchaus freiwilligen Konsum der bisherigen Sommergespräche komme ich vorläufig zu folgendem Zwischenergebnis:</p>
<p>Gäbe es keine NLP-Schulungen und würde das Anbieten, Bewerben und Durchführen solcher Coachings unter Strafe stehen, wäre die Welt an sich zumindest ein Stückchen besser. Denn wenn die Leute, die über das Schicksal von Tausenden entscheiden, dermaßen ungelenk versuchen, das Nichts in Worte zu fassen, die niemandem weh tun, aber den Eindruck vermitteln, dass sie voll wichtig sind, die Worte, und dabei wahrscheinlich selber nicht wissen, was sie da eigentlich reden, dann muss sich eigentlich traurig abwenden und hoffen, dass all diesen Leuten, die so dämlich reden, ein Stein auf den Kopf fällt, der sie wieder normal macht.</p>
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		<title>Über die Erkenntis</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/09/03/uber-die-erkenntis/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 20:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir ist gerade gedämmert, in der Reflexion über einen Vorwurf, der womöglich auch mit ein wenig Verachtung gewürzt war, dass ich womöglich noch nie in meinem Leben einen Moment der Erkenntnis hat. Der Vorwurf war (sinngemäß): &#8220;Ihr Blogger seid doch immer so selbstdarstellerisch!&#8221; Weil ich mir schwer tue, Dinge so zu präsentieren, als wären sie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist gerade gedämmert, in der Reflexion über einen Vorwurf, der womöglich auch mit ein wenig Verachtung gewürzt war, dass ich womöglich noch nie in meinem Leben einen Moment der Erkenntnis hat.</p>
<p>Der Vorwurf war (sinngemäß): &#8220;Ihr Blogger seid doch immer so selbstdarstellerisch!&#8221;</p>
<p>Weil ich mir schwer tue, Dinge so zu präsentieren, als wären sie Tatsachen und Wahrheiten, zumindest was Dinge angeht, bei denen ich mir einbilde, selbst draufgekommen zu sein. Damit entspreche ich scheinbar nicht dem Verständnis einer Tätigkeit, die man noch nicht (und womöglich nie) als ernstzunehmenden Beruf ansehen kann, der aber mit einem gewissen Mystizismus umgeben ist, weil Blogger zwingen Diktaturen in die Knie und retten überhaupt die ganze Welt.</p>
<p>Jetzt spricht wahrscheinlich eh irgendeine Form von Eitelkeit aus mir heraus, wenn ich sage, dass ich mir schwer tue damit, als Blogger wahrgenommen zu werden, auch weil ich eigentlich sehr schätze, dass ich als harmlos gelte, und viele Leute schlicht nicht wissen, was ich denn eigentlich tue, weil ich tu ja eh nix, der will doch nur spielen.</p>
<p>Egal, alles jetzt nicht der Punkt. Punkt gibt es jetzt sowieso keinen. Ich wiederhole deshalb den Anfang, und hoffe, dass er für sich spricht.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass ich in meinem bisherigen Leben so etwas wie eine Erkenntnis erlebt habe.</p>
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		<title>Über die Gestaltung von Lebensmittelgeschäften an Bahnhöfen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/08/14/uber-die-gestaltung-von-lebensmittelgeschaften-an-bahnhofen/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Aug 2012 08:29:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
		<category><![CDATA[Merkur]]></category>
		<category><![CDATA[Westbahnhof]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man Erzählungen der Eltern oder Großeltern glauben schenken kann, oder Fernsehberichten, wenn erwähnte Erzählungen eher rar gesät sind, so haben Geschäfte früher etwas anders ausgeschaut, als sie es heute tun. Manche sagen, heute würden man mehr übers Design nachdenken, als über die Menschen, die in den Geschäften einkaufen wollen, und nachdem ich jetzt einige [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man Erzählungen der Eltern oder Großeltern glauben schenken kann, oder Fernsehberichten, wenn erwähnte Erzählungen eher rar gesät sind, so haben Geschäfte früher etwas anders ausgeschaut, als sie es heute tun. Manche sagen, heute würden man mehr übers Design nachdenken, als über die Menschen, die in den Geschäften einkaufen wollen, und nachdem ich jetzt einige Einkäufe im Merkurshop am Wiener Westbahnhof hinter mich gebracht habe, neige ich dazu, dieser Meinung zuzustimmen.</p>
<p>Nun obliegt aus meiner Sicht ein Bahnhof etwas anderen Gesetzmäßigkeiten, als es beispielsweise eine Nobeleinkaufsmeile mitten im Stadtzentrum tut, auch wenn die Leute, die Bahnhöfe designen (ich bin mir sicher, dass Architektinnen und Architekten bei der Gestaltung von öffentlichen Gebäuden schon lange nicht mehr das letzte Wort haben) beharrlich versuchen, Bahnhöfe in andere Funktionen zu drängen, als jene des möglichst komfortablen Transports von Fahrgästen. Der Westbahnhof an sich ist hierfür geradezu ein Paradebeispiel, der Merkurshop an eben jenem fügt sich wunderschön ein in seine menschenfeindliche Umgebung.</p>
<p>Hier also ein paar Dinge, mit denen man seinen Kundinnen und Kunden eine riesige Freude bereiten kann:</p>
<p>1) Designe den Shop so, dass es unmöglich ist, ihn zu betreten, wenn auch nur eine Person länger als 2 Sekunden braucht, um auszusuchen, welche von den 3 angebotenen Tomaten jetzt die ist, die sie am meisten anmacht.</p>
<p>2) Sorge dafür, dass möglichst viele Verpackungsreste in dem Geschäft stehen und auch dafür, dass die Regale möglichst spät befüllt werden. Reisende, die vor 7 Uhr in die Reise starten, tun das nur, um das Verkaufspersonal zu quälen und gehören somit bestraft.</p>
<p>3) Sorge für eine möglichst exotische Produktauswahl, vor allem bei Getränken. Die Reisenden freuen sich, wenn sie vor der Abfahrt ihrer Züge noch gscheit drüber nachdenken können, ob sie jetzt den Distelzweigapfeleistee oder doch lieber die Holundercola mitnehmen wollen.</p>
<p>4) Wechsle das Sortiment so oft wie möglich. Gerade Pendlerinnen und Pendler verfallen allzu leicht in Routinen, hilf ihnen, aus dem Alltagstrott auszubrechen, in dem du beispielsweise für eine zufällig gewählte Zeit einfach mal bestimmte Produkte aus dem Sortiment nimmst, um andere zu testen. Spürst du schon die Liebe?</p>
<p>5) Gestalte dein Geschäft so, dass Leute, die darauf warten, mit frischen Backwaren versorgt zu werden, gleichzeitig auch die Leute, die zur Kassa stürmen wollen, blockieren. Stress ist nicht angebracht.</p>
<p>6) Wechselgeld ist eine Luxus, den du nicht unbedingt bereitstellen musst. Auch wenn Reisende, vor allem jene, die es ins Ausland zieht und vor allem auch jene, die aus diesem Ausland kommen, womöglich nur über große Scheine verfügen, so ist es nicht deine Schuld und Pflicht, auf einen 10 oder gar 20 Euro Schein wechseln zu können. Sollen die Leute gefälligst selber für Kleingeld sorgen. </p>
<p>7) Achte auf die Wahl deines Personals. Wenn nur irgendwie möglich, suche möglichst gemächliche Zeitgenossinnen und Zeitgenossen aus, die sich auch von noch so aggressiven Mitteilungen, dass der Zug in 1 Minute abfährt und ob man nicht vielleicht ein wenig anzahn könnte, nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Leute sollen ruhig ihre Lehren ziehen und ihre Tagesplanung überdenken, man ist ja schließlich bei der Arbeit, und nicht auf der Flucht.</p>
<p>Wenn man also plant, ein Lebensmittelgeschäft an einem Bahnhof zu eröffnen, so schlage ich vor, meinen 7-Punkte-Plan zu befolgen. Liebe in unendlichen Ausmaß wird einem entgegenkommen, man wird sich vor lauter Liebe und Dankbarkeit nicht mehr retten können. Fast versprochen!</p>
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		<title>Österreich und das Social Web</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jul 2012 17:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Red Bull]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Prinzipiell sollte man bei der Geschichte Österreichs, bei der faktischen, annehmen, dass das sogenannte Social Web hierzulande fabelhaft funktionieren sollte, schließlich leben wir in einem Wohlfahrtsstaat, in dem ein dicht gewebtes soziales Netz (vulgo: Soziale Hängematte) dafür sorgt, dass es uns allen ur super geht und niemand leiden mus, außer er macht bei Saturday Nightlife [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Prinzipiell sollte man bei der Geschichte Österreichs, bei der faktischen, annehmen, dass das sogenannte Social Web hierzulande fabelhaft funktionieren sollte, schließlich leben wir in einem Wohlfahrtsstaat, in dem ein dicht gewebtes soziales Netz (vulgo: Soziale Hängematte) dafür sorgt, dass es uns allen ur super geht und niemand leiden mus, außer er macht bei Saturday Nightlife mit. Störgeräusche von der Neidgesellschaft gibt es, aber grundsätzlich ist Österreich sehr, sehr sozial.</p>
<p>Was in Österreich dafür verblüffend schlecht funktioniert, ist das Social Web, also die Seiten und Plattformen im Internet, wo irgendwelche Leute die Inhalte liefern und andere Leute damit Geld verdienen. Facebook, zum Beispiel. Oder Twitter. Bei Google Plus weiß noch niemand, ob das nicht doch ein Aprilscherz war.</p>
<p>In so einem sozialen Netz stellt irgendjemand einen Link zu irgendetwas Lustigem/Tragischen/Witzigen hinein, oder postet (das hat nichts mit der Post zu tun, die wäre dafür nicht schnell genug) ein schönes Foto von sich und seiner Katze und/oder Penis, und irgendwelche Leute, denen gefällt, was sie sehen, oder die so angewidert sind, von dem, was sie sehen, dass sich andere daran teilhaben möchten, jedenfalls aus einem „sozialen“ Impuls heraus wird der Link oder das Foto oder der „Inhalt“ weitergegeben. Auf Youtube wurden arme Kirchenmäuse auf diese Art zu Millionären, teilweise sogar wirklich im wortwörtlichen Sinn, die Arctic Monkeys wurden Weltstars, ganz ohne Hilfe von Management, Marketing oder Gott, wäre das Internet ein Buch, seine Seiten wären voll mit lauter Erfolgsgeschichten.</p>
<p>Österreich ist da gewissermaßen eine Insel der Seeligen. Ein Youtubehit hat bei uns 5000 Zugriffe und wird am Abend in der ZiB gespielt, die Personen, denen die meisten Leute virtuell auf die Finger sehen, sind die Leute, die wir aus Film/Fernsehen/sonstwoher eh schon gut kennen, virales Marketing betreibt Red Bull (und das hauptsächlich auf ziemlich analogen Festen in Verbindung mit PAAARRTTYYYY), und sonst ist eigentlich auch nicht besonders viel los, außer man liest Interviews mit Social-Media-ExpertInnen, eine Postenstelle, die sich jedes Unternehmen eigentlich getrost sparen kann.</p>
<p>Jedenfalls bockts in Österreich ein wenig, und wieso? Weil wenn der Österreicher an sich, also der gemeine Einheitsösterreicher, in dem Moment, wo er etwas entdeckt, es sich sofort einverleibt. MEINS! Das gebe ich nicht mehr her, das ist mein persönlicher Schatz, niemand soll wissen, dass es ihn gibt, und nur unter Zwang rück ich damit raus, aber alle Welt soll wissen, dass ich ihn entdeckt habe.</p>
<p>Vielleicht ist Österreich unbewusst ein Land der Hippster. Aber dafür sind wir nicht gut genug angezogen.</p>
<p>Gegenstimmen? Meinungen?</p>
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		<title>Zum Teilen!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2012 20:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Es muss etwas geben</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/06/27/es-muss-etwas-geben/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 13:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Es muss etwas geben, das gesagt werden kann. Irgendetwas, das man sagen kann, das ich sagen kann, oder jemand anderer. Es muss etwas da sein, das hinaus will, das sich hinstellen will, und sagen will: &#8220;Es ist ok! Es gibt keine Schuld. Es gibt keinen Schmerz. Es gibt keine Wut. Es gibt keinen Hass. Es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss etwas geben, das gesagt werden kann. Irgendetwas, das man sagen kann, das ich sagen kann, oder jemand anderer. Es muss etwas da sein, das hinaus will, das sich hinstellen will, und sagen will: &#8220;Es ist ok! Es gibt keine Schuld. Es gibt keinen Schmerz. Es gibt keine Wut. Es gibt keinen Hass. Es ist ok!&#8221;</p>
<p>Es muss etwas geben, denn wenn es nichts gibt, wenn niemand sagt, was gesagt werden muss, wie soll man dann damit umgehen? Wie soll man miteinander umgehen, wenn man nicht sagt, was man sagen muss. </p>
<p>Es muss etwas geben. Was muss man sagen?</p>
<p>&#8220;Worte sind nicht genug. Worte können nichts reparieren. Hier gibt es nichts zu reparieren. Hier kann man nur akzeptieren, was ist, was war.&#8221;</p>
<p>Aber diese Wut, dieser Hass. Diese Verzweiflung, wo sollen die hin? Hinausschreien, aber was? Das Ventil hat sich versteckt, die Lösungen spielen vor der Tür &#8220;Mensch, ärgere dich nicht&#8221;, sie zeigen mir die lange Nase, und dass man die nicht fangen kann, das weiß ein jedes Kind, die Hände sind immer zu klein.</p>
<p>Auf der Zunge liegt ein &#8220;Geh scheissen!&#8221;, aber was soll das, das bringt doch gar nichts. Symptombekämpfung ist das, Linderung auf Zeit, und von der hat man wohl noch genug, auch wenn sie von manchen kleiner gemacht werden möchte, gestutzt werden möchte, nicht alle wollen Zeit haben, nicht alle blicken nach vorne, sondern nur zurück, und wollen nicht sehen, was vorne liegt, oder zumindest vorne gelegen ist.</p>
<p>Irgendwann einmal, da war die Aussicht besser, der Nebel zeigte sich höchstens in der Nacht, die Tage waren klar. In der Vergangenheit war die Zukunft einfach schön. Aber das ist wahrscheinlich gelogen.</p>
<p>Gestolpert ist man, wie betrunken, und betäubt vom Aufprall wird man weitergezogen, dass man da nicht gerne nach vorne blickt, das muss man sich nicht vorstellen. Doch es muss etwas geben.</p>
<p>Wenn Dinge nichts mehr wert sind, die eigentlich die Welt bedeuten, wenn gemeinsame Ideen dazu führen, dass man sich nicht mehr in die Augen schaut, wenn die gemeinsame Freude (hat gerade jemand Liebe gesagt?) hämisch grinst, in der Ecke kauert, gebrochen, aber nur im Körper, vor sich hinkichert und hustet &#8220;Ich habs dir doch gesagt!&#8221;, soll man alles wegwerfen, soll man alles vergessen?</p>
<p>Es muss etwas geben, etwas, das hilft, etwas, das versteht, etwas, das hilft zu verstehen. Wörter sind Waffen, Worte sind mehr als Macht, aber um Macht geht es nicht, es geht um das, was die Worte anrichten, wen sie ausrichten, was sie berichten, was sie vernichten. Man muss sie erklären, immer und immer wieder, kann nicht einfach sagen &#8220;Leck mich am Arsch!&#8221;, und wenn doch, dann muss mans erklären. Weil es muss etwas geben, auch wenn es deftig ist.</p>
<p>Es muss etwas geben. Es bleibt noch Zeit, es zu finden. Mir bleibt noch Zeit. Und hoffentlich verlässt mich nicht der Mut.</p>
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		<title>Die ideologische Perversion</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/06/22/die-ideologische-perversion/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 04:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Kohl]]></category>
		<category><![CDATA[Direkte Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengebühren]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Andreas Khol gegen ÖVP-Parteilinie&#8221; Bei dieser Überschrift des Standard könnte man eigentlich frohlocken, den Glauben daran gewinnen, dass man auch in fortgeschrittenem Alter noch dazu fähig ist, Fehler einzusehen und sein Verhalten entsprechend zu korrigieren, man könnte meinen, Andreas Khol wäre zur Einsicht gekommen, dass das, was die heutige ÖVP repräsentiert, irgendwie archaisch geworden ist, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Andreas Khol gegen ÖVP-Parteilinie&#8221;</p>
<p>Bei dieser Überschrift des Standard könnte man eigentlich frohlocken, den Glauben daran gewinnen, dass man auch in fortgeschrittenem Alter noch dazu fähig ist, Fehler einzusehen und sein Verhalten entsprechend zu korrigieren, man könnte meinen, Andreas Khol wäre zur Einsicht gekommen, dass das, was die heutige ÖVP repräsentiert, irgendwie archaisch geworden ist, irgendwie nicht mehr ganz mit dem zusammenpasst, wie sich die Welt dreht, welche Herausforderungen und Probleme diese Welt zu bieten hat, und wie man sie wohl am besten lösen könnte.</p>
<p>Freilich geht es nur um ein Detail, in dem der Herr gegen die Parteilinie ist, und natürlich lautet dieses Detail &#8220;Direkte Demokratie&#8221;, denn andere Themen hat die österreichische Innenpolitik im Moment nicht zu bitten, im Prinzip ist ja auch alles super.</p>
<p>In dem <a href="http://derstandard.at/1339638604736/Gegen-OeVP-Linie-Andreas-Khol-fuer-Volksabstimmung-ueber-Studiengebuehren">Interview</a> meint der ehemalige Nationalratspräsident jedenfalls, bei bestimmten Gesetzen eine Volksabstimmung zuzulassen, die auch die Macht hat, die Entscheidungen des Nationalrats zu übergehen. Konkrete Hinweise dafür, wie denn solche Abstimmungen aussehen könnten, gibt Kohl nicht, welche Themen denn von solchen Abstimmungen behandelt werden könnten, durchaus.</p>
<p>Ein Muster lässt sich darin nicht wirklich erkennen, Khol argumentiert mit Verfassungsgesetz vs. Nicht-Verfassungsgesetz. Also, das Unwichtige, eh nicht wirklich Bindende, darüber darf das Wahlviech abstimmen, alles andere bitte lieber nicht. Alternativ freilich auch: Dort, wo die ÖVP eine Mehrheit hat, dort darf das Wahlviech die Gogerln kraulen.</p>
<p>Interessant ist folgendes Statement: </p>
<blockquote><p>Die Studiengebühren halte ich für ein perfektes Beispiel, das ist kein Verfassungsgesetz. Außerdem wird hier am Willen der Mehrheit der Bevölkerung vorbeiregiert. Das wäre eine gute Korrektur. Das würde jenen, die blockieren, eine Lehre sein. 80 Prozent der Österreicher sind für Studiengebühren. Wenn ich Sozialist bin, dann finanziere ich als steuerzahlender Arbeiter auch nicht die Direktorensöhne, dass sie gratis studieren können. Also ist das auch ideologisch eine perverse Sache.</p></blockquote>
<p>Da gibt es mehrere Dinge, die mich stutzig machen. Kohl sieht die Volksabstimmung offensichtlich nicht als ein Instrument der Demokratie, sondern ein Instrument der Erziehung. Die Trotteln, die was anderes glauben, die werdens von der Mehrheit schon gezeigt bekommen, was sie für richtig zu halten haben, jawohl!</p>
<p>Spannend auch die Direktorensöhne: Gibt es von denen tatsächlich so viele? Gehen die dann auch auf eine unserer ach-so-schlechten Unis? In den paar Jahren, die ich an der Universität verbracht habe, habe ich jedenfalls keinen einzigen Direktorensohn kennengelernt. Auch keine Tochter (aber die wollte Kohl ja auch nicht in der Hymne haben…) Ob viele der Studentinnen und Studenten nicht selbst aus eher ärmeren Verhältnissen kommen und sich so über die Unterstützung des Staates freuen?</p>
<p>Wieso ist es ideologisch pervers, dass ein Staat für den freien Hochschulzugang sorgt, wenn ein Zugang zur Gesundheitsvorsorge es nicht ist? Oder der Bau von Straßen, Infrastruktur, etc?</p>
<p>Sieht man sich die Führungsriege der aktuellen ÖVP an, kann man freilich den Glauben an Bildung, Wissen und Qualifikation verlieren. Das ist allerdings kein Grund, wieso Leute wie Khol das Recht haben sollten, weiter und weiter daran zu basteln, dass das mehrheitlich arme Stimmviech immer weniger Chancen erhält, in dieser Welt zu irgendetwas zu kommen, was einem halbwegs würdigen Leben nahekommt.</p>
<p>Ich würde ja jetzt gerne schreiben: &#8220;Bitte, Herr Khol, gegen Sie endlich in Pension!&#8221; Aber da gibt es ja noch so viele Khols&#8230; </p>
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		<title>Direkte Demokratie, nein, nein</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2012 07:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Direkte Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Weitblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ruf nach direkter Demokratie wird in Österreich täglich lauter, aus verschiedensten Richtungen wird verlangt, die Entscheidungsgewalt wieder in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen, die ja schließlich die Konsequenzen dieser Entscheidungen zu tragen haben. Sich gegen diese Form der Demokratie auszusprechen, den Standpunkt zu vertreten, dass diese Form nicht unbedingt besser funktionieren [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ruf nach direkter Demokratie wird in Österreich täglich lauter, aus verschiedensten Richtungen wird verlangt, die Entscheidungsgewalt wieder in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen, die ja schließlich die Konsequenzen dieser Entscheidungen zu tragen haben. Sich gegen diese Form der Demokratie auszusprechen, den Standpunkt zu vertreten, dass diese Form nicht unbedingt besser funktionieren muss, als die aktuelle, dass es zwar Länder gibt, in denen direkte Demokratiemodelle womöglich wirklich gut funktionieren, aber dass das nicht zwangsläufig auch in Österreich der Fall sein muss, das festzuhalten bedeutet, sich auf relativ dünnes Eis zu bewegen. Aber ich tu das jetzt einfach, denn ich kann sowieso auch gut schwimmen. Jedenfalls: Ich bin dagegen, alle wichtigen Entscheidungen an uns abzuwälzen. Und zwar aus folgenden Gründen:</p>
<p>Wie beispielsweise Bundespräsident Fischer in die Diskussion geworfen hat, sind wir keine Experten. Wir haben einen Job, oder suchen gerade einen, wir sind Eltern, Kinder, Großeltern, Nichten, Neffen, wir sind Hobbyfussballer, Drachenflieger, Basejumper, Trinker, und die engagiertesten von uns befassen sich noch mit Dingen, die ihnen vielleicht nicht unbedingt Spaß machen, aber sie für wichtig halten, Tierschutz, Behinderte, Asylwerber, und recht oft passiert das auch ehrenamtlich. All diese Dinge, die wir im Alltag tun, ziehen einiges von der Zeit ab, die uns zur Verfügung steht, und diese Zeit fehlt uns, um uns gründlich und ausführlich zu informieren. Es gibt übrigens recht viele Leute, die der Meinung sind, dass das durchaus mit Absicht passiert.</p>
<p>Das Problem an dieser Situation ist folgendes: Indem ihr Entscheidungen von uns verlangt, wären wir gezwungen, ohne einer entsprechend recherchierten und fundierten Entscheidungsgrundlage zu wählen, welche Option die beste ist. Was dabei rauskommen würde, ist klar: Die, die am lautesten schreien, die, die ihre Informationen am selektivsten, besten, spannendesten präsentieren würden, diese Leute würden die Stimmen erhalten. Das Wahlergebnis wäre womöglich nicht deutlich anders, als es jetzt zu sehen ist, denn freilich ist Wahlkampf ein Duell der Lautesten, aber die Grundlage wäre eine fundamental andere. Es würde bei schlechten, falschen Entscheidungen nicht mehr heißen: &#8220;Tut uns leid, wir haben da was falsch gemacht, wir treten zurück!&#8221; (freilich, ich bin eher ein Optimist, so ein Satz wird in freier Wildbahn eher selten aus der Höhle kriechen), bei falschen Entscheidungen würde es dann heißen: &#8220;Selbst schuld, ihr habts gewählt, das ist jetzt eure Suppe!&#8221;</p>
<p>Und natürlich, mit der Wahlmöglichkeit käme Veranwortung, aber eine Verantwortung, die wir nicht übernehmen können. Euer Job, nämlich von euch Politikerinnen und Politikern ist es nämlich, sich zu informieren, Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten, zu recherchieren, abzuwiegen, nachzudenken, die kleinen Details zu erfassen, aber auch das große Ganze im Fokus zu behalten. Eure Aufgabe ist es, durchzudenken, was mit der EU passiert, wenn ihr den Käsepreis am Naschmarkt durch Steuern erhöht, oder was passiert, wenn Eurobonds kommen, oder was es bedeutet, wenn ihr dieses und jenes und überhaupt zu entscheiden habt.</p>
<p>Wieso ist das eure Aufgabe ist, und nicht unsere?</p>
<p>Weil es euer Beruf ist. Weil es die Karriere ist, die ihr bewusst oder nicht gewählt habt, weil ihr dafür bezahlt werdet, und zwar von uns, net nur von euren privaten Geldgebern. Ihr habt die Verantwortung zu tragen, die Entscheidungen zu treffen, wir wählen euch, weil wir dem, was ihr in eure Programme hineinschreibt, für gut halten, oder zumindest nicht für so schlecht, wie die Alternativen, wir wählen euch, weil wir ein gewisses Vertrauen in euch haben, dass ihr euch besser auskennt, als wir, weil ihr Zugang zu Informationen habt, die wir nicht haben.</p>
<p>Dass ihr jeden Tag aufs Neue beweist, dass ihr dieses Vertrauen eigentlich nicht verdient, das steht auf einem anderen Blatt. Aber eure Lösung sollte nicht sein, die Verantwortung auf uns abzuwälzen. Eure Aufgabe sollte es sein, das zu tun, was euch zu Politikern macht. Sonst interessiert uns bald wirklich überhaupt nicht mehr, was ihr zu sagen habt. Und zwar niemanden!</p>
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		<title>Ich wäre ungern Kabarettist</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Rudas]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[spö]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Faymann]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus rein wirtschaftlichen Zwängen heraus denke ich mir, ist es zur Zeit nicht leicht, Kabarettist zu sein. Man schaue sich nur folgendes Video an. Was soll man da eigentlich noch sagen? Wirklich ungern wäre ich Kabarettist. Kann man da noch irgendwas, nein, oder?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aus rein wirtschaftlichen Zwängen heraus denke ich mir, ist es zur Zeit nicht leicht, Kabarettist zu sein. Man schaue sich nur folgendes Video an. Was soll man da eigentlich noch sagen?</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='750' height='452' src='http://www.youtube.com/embed/mhY0KbiaKVs?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Wirklich ungern wäre ich Kabarettist. Kann man da noch irgendwas, nein, oder?</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F46461149&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=ffffff"></iframe></p>
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		<title>Wir sagen alle die Wahrheit!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 19:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[Pessimismus]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich fast schon zu platt, um noch draufzusteigen, aber egal: Folgendes Video anschauen und sofort die Hoffnung aufgeben, dass die etablierten politischen Strukturen dieses oder irgendeines anderen Landes dabei helfen werden, die Welt zu einem gerechteren Stück Materie zu machen&#8230; PS: Von den anderen &#8220;traditionellen&#8221; Gruppierungen ließe sich sicher ein entsprechendes Video basteln&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich fast schon zu platt, um noch draufzusteigen, aber egal: Folgendes <a href="http://derstandard.at/1336696835825/Video-Reportage-Die-OeVP-verleiht-Fluegel">Video</a> anschauen und sofort die Hoffnung aufgeben, dass die etablierten politischen Strukturen dieses oder irgendeines anderen Landes dabei helfen werden, die Welt zu einem gerechteren Stück Materie zu machen&#8230;</p>
<p>PS: Von den anderen &#8220;traditionellen&#8221; Gruppierungen ließe sich sicher ein entsprechendes Video basteln&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Befreit Daniela Zeller!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 16:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Zeller]]></category>
		<category><![CDATA[Rummel]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Westbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen stelle ich Veränderungen an meinem Hauptwohnsitz fest, und schön langsam fällt es mir schwer, diese Veränderungen zu ignorieren. Der Hauptwohnsitz ist die flotte Flotte (an dieser Stelle stellt ihr euch bitte vor, dass ich euch lächelnd zuwinkere und mit dem Zeigefinger der rechten Hand auf euch deute, wir nennen das ab jetzt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Tagen stelle ich Veränderungen an meinem Hauptwohnsitz fest, und schön langsam fällt es mir schwer, diese Veränderungen zu ignorieren. Der Hauptwohnsitz ist die flotte Flotte (an dieser Stelle stellt ihr euch bitte vor, dass ich euch lächelnd zuwinkere und mit dem Zeigefinger der rechten Hand auf euch deute, wir nennen das ab jetzt &#8220;Der Gebrauchtwagenhändler&#8221;) der Westbahn, oder Westbam, wie ich sie zu nennen pflege (&#8220;Der Gebrauchtwagenhändler&#8221;).</p>
<p>Die Züge waren von Anfang an durchaus erheiternd, und zwar vor allem auf Grund der akustischen Gestaltung. Teil des Beschallungskonzepts scheint es auf jeden Fall zu sein, die Fahrgäste nicht kalt zu lassen. Man kennt das ja schon von anderen öffentlichen Orten, niemand beachtet so richtig, was da mitgeteilt wird, und das ist meistens schade, vor allem, wenn gerade der Zug von einem anderen Bahnsteig als erwartet wegfährt. Aber zuhören lernt man schließlich schon in der Schule.</p>
<p>Jedenfalls ist das Spektrum des Amusements durchaus breit: Einerseits sind die Westbahnstewards (m/f) (ja, so stehts geschrieben&#8230;) allesamt nicht als Sprecherinnen und Sprecher ausgebildet, und bieten, neben einer Vielzahl an verschiedenen Dialekten, auch öfter mal schöne Stilblüten an. Unterstützt werden die Durchsagen durch gewisse technische Spielereien, so ist einerseits die Lautstärkenregelung scheinbar so eingerichtet, dass sie sich ruhig austoben kann, was mitunter dazu führt, dass der verdiente Nachmittagsschlaf eher je beendet wird. Halleffekte oder Delays tun ihr Übriges, um diese Suppe so richtig zu salzen. </p>
<p>Neu ist allerdings die Stimme von Daniela Zeller. Ich habe keine Ahnung, wer diese Frau ist, ich weiß nur, dass Sie mittlerweile scheinbar immer in jedem Zug sitzt, in dem ich auch sitze. Sie sendet aus dem Westcafe, live, wie sie bei jeder Zwischenmeldung betont. Und in der Früh sieht sie immer einen Herren in grünem Pullover, der ein Heißgetränk vertragen könnte. Und am Nachmittag ist der Prosecco immer schon gekühlt und freut sich, angestoßen zu werden. Zu sehr fairen Preisen.</p>
<p>Ach ja, Gemüsesandwiches sieht sie auch, die sind frisch und fröhlich zum anbeißen (sic!).</p>
<p>Ich mache mir schön langsam Sorgen um die arme Frau. Wird sie im Westcafe gefangen gehalten? Wieso finde ich sie nie, wenn ich nachschaue? Werde ich gelegt, von der Werbung verarscht? Ich suche Antworten! Und Heldinnen und Helden, die die Dame retten!</p>
<p>Dieser armen Frau muss geholfen werden.</p>
<p>PS: Ernsthaft: Man muss sich in einem Verkehrsmittel nicht wie in einer Dauerwerbesendung fühlen. Und feuerts eure Texter&#8230;</p>
<p>PPS: Werbung auf den Tischen wirds nicht schöner machen&#8230;</p>
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		<title>Unfair</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/05/02/unfair/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 15:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Häufig verbringt man seine Zeit in geschlossenen Räumen, sei es im Amtsgebäude, im Zug, im Büro oder im Krankenhaus. An vielen dieser Orte teilt man sich seine Zeit mit anderen, also, man verbringt das, was wir Zeit nennen, in der Gesellschaft oder Ungesellschaft von anderen. Dabei kann es durchaus öfter vor, dass Gespräche geführt werden, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Häufig verbringt man seine Zeit in geschlossenen Räumen, sei es im Amtsgebäude, im Zug, im Büro oder im Krankenhaus. An vielen dieser Orte teilt man sich seine Zeit mit anderen, also, man verbringt das, was wir Zeit nennen, in der Gesellschaft oder Ungesellschaft von anderen.</p>
<p>Dabei kann es durchaus öfter vor, dass Gespräche geführt werden, untereinander, mit sich selbst, oder Gespräche, die man als Publikum über sich ergehen lässt und in seltenen Fällen genießt.</p>
<p>Lässt man in so geschlossenen Räumen einen Schas, also Furz, entweicht dem eigenen Anus also eine in den meisten Fällen eher übelriechende Flatuenz, so wird das sofort als Angriff gewertet, Nasen werden gerümpft, Leute wenden sich angewidert weg.</p>
<p>Wieso tun die Leute das nicht bei Gesprächen, die, müsste man sie aushalten, atlantische Kräfteausmaße voraussetzen?</p>
<p>Ich finde, ein Schas kann bei weitem nicht so viel Schaden anrichten, wie der geistige Dünnschiss. Wieso ist das eine gesellschaftlich so geächtet, das andere widerum nicht?</p>
<p>Ich finde das unfair.</p>
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		<title>Kurze, persönliche Lebensmottetten</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/04/19/kurze-personliche-lebensmottetten/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 06:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Isst du mein Essen, wirst du gegessen.&#8221; &#8220;Viel Input. Viel Output.&#8221;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Isst du mein Essen, wirst du gegessen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Viel Input. Viel Output.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mein täglicher Weg</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/04/04/mein-taglicher-weg/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 06:52:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[VDS]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein täglicher Weg, also der, der am Ende an meinen Arbeitsplatz führt, ist mittlerweile ein recht strenger geworden. Also nicht der Weg an sich ist streng, der ist so streng, wie er in Wien halt streng sein kann, also je nach Perspektive und Lebensmut wahnsinnig streng, zermürbernd und fordernd oder eigentlich eh ganz angenehm, nein, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein täglicher Weg, also der, der am Ende an meinen Arbeitsplatz führt, ist mittlerweile ein recht strenger geworden. Also nicht der Weg an sich ist streng, der ist so streng, wie er in Wien halt streng sein kann, also je nach Perspektive und Lebensmut wahnsinnig streng, zermürbernd und fordernd oder eigentlich eh ganz angenehm, nein, nicht der Weg ist streng, sondern der Zeitplan. Militärische Feldherren wären wohl stolz darauf, wie minütiös ich Morgenschiss, Dusche, Anziehen, Frühstückshappen, Zusammenpacken und schließlich aus der Haustür raushechten in ein Korsett gepackt habe, das zwar Platz für Toleranzen findet, aber nicht für besonders große.</p>
<p>So ist auch der weitere Weg, der hinter der Haustür, einem Regieplan unterworfen, bei dem es Platz für neue Takes gibt, aber der so aufgebaut ist, dass eigentlich nichts schiefgehen kann.</p>
<p>Also fahre ich immer mit der selben Straßenbahn (auch wenn es freilich nicht immer die selbe ist), fahre immer mit den selben Aufzügen und schiebe mich in die selbe U-Bahn, Tag für Tag. Und dabei habe ich einen Begleiter, der scheinbar ähnlich viel von einem geregelten Start in den Tag hält, wie ich, und so kommt es, dass wir fast jeden Tag an der selben Stelle in die selbe Bim einsteigen, an der selben Stelle wieder aussteigen, mit den selben Aufzügen fahren und schließlich in die selbe U-Bahn hineinhuschen. Dort verlieren wir uns dann aus den Augen, wir sind ja schließlich weder pervers, noch Privatdetektive. Wir grüßen uns nicht, wir schauen uns nicht an, aber ich bin mir sicher, er weiß um mich genauso Bescheid, wie ich um ihn.</p>
<p>Und seit ein paar Tagen beschäftigt mich ein konkretes Szenario: Was, wenn der Typ wirklich pervers ist? Oder verrückt? Oder ein Krimineller? Was, wenn der Typ irgendwann auf die Idee kommt, es wäre an der Zeit, ein Zeichen zu setzen, und ein Kinderheim in die Luft jagt? Oder noch schlimmer: Eine Bankenzentrale?</p>
<p>Dann würde die Polizei wohl wissen wollen, wer ihn kannte, wie das denn passieren konnte. Und dann würde die Polizei wohl auch Überwachungsvideos schauen, und irgendwann würde die Polizei auf vielen Videos diesen Dicken mit dem Bart erkennen, Tag für Tag, Tag für Tag, und schon wäre ich auf deren Liste. Weil ich könnt ihm ja zitzerlweise eine Bombe in die Jacke geschoben haben, oder was weiß ich. Und dann würde die Polizei weiterforschen, irgendwann draufkommen, wer ich bin, wo ich wohne, wie ich heiße. Dann würde die Polizei beginnen, zu forschen, mit wem ich telefoniere, mit wem ich SMS, wann ich von welcher Adresse aus meine Pornos im Internet geschaut habe, und dergleichen mehr. Und würde ihnen daran irgendwann irgendwas nicht gefallen, stehen sie dann in meiner Tür beziehungsweise in ihren Resten.</p>
<p>Zukunftsparanoia? Ganz sicher. Aber nicht fern der Realität. Vielleicht fahr ich ab jetzt öfter mal mit dem Rad.</p>
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		<title>Parlamentarischer Untersuchungsausschuss: Klärung von Korruptionsvorwürfen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 19:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[bzö]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[spö]]></category>
		<category><![CDATA[U-Ausschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[Der derzeit laufende oder stockende oder springende oder jagende Untersuchungsausschuss bietet eine recht große, leicht zugängliche Angriffsfläche für Häme, Spott, Aufrufe zur Revolution und dergleichen Dinge mehr. Deswegen möchte ich mich da gar nicht einschiessen, zu leicht. Aber: Garantiert nicht bewusst, und wohl gerade deswegen um so pointierter hat der SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim das ursächliche [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der derzeit laufende oder stockende oder springende oder jagende Untersuchungsausschuss bietet eine recht große, leicht zugängliche Angriffsfläche für Häme, Spott, Aufrufe zur Revolution und dergleichen Dinge mehr. Deswegen möchte ich mich da gar nicht einschiessen, zu leicht.</p>
<p>Aber: Garantiert nicht bewusst, und wohl gerade deswegen um so pointierter hat der SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim das ursächliche Problem, das Dilema, die katastrophale Ursuppe, aus der dieser Ausschuss entstanden ist, auf den Punkt gebracht:</p>
<p>Er ist der Meinung, dass diverse Fragestellungen, die aufgetaucht sind, &#8220;am Thema vorbeigehen, die politische Verantwortung zu prüfen&#8221; und würde man den Verdachtsmomenten nachgehen, bestehe die Gefahr, dass der Ausschuss &#8220;extrem ausufert&#8221;.</p>
<p>Natürlich ist das für Parteien wie die SPÖ oder die ÖVP oder die FPÖ oder das BZÖ eine große Gefahr.</p>
<p>Aber gleichzeitig ist es für die Bevölkerung, die den Leuten, die unter anderem in jenem Ausschuss sitzen, ihr Vertrauen geschenkt haben, genau das, was sie sich von diesem Ausschuss erwarten. </p>
<p>Brutaler kann man den Unterschied zwischen demokratischem Anspruch und (österreichischer) politischer Realität nicht auf den Punkt bringen. Danke, Herr Jarolim.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>How to make the news &#8211; not</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/27/how-to-make-the-news-not/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 06:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu: Ob mir die Lobhudelei Richtung Wiener Linien nicht ein wenig peinlich ist, habe ich bis jetzt noch nicht entschieden. Was ich davon halten soll, dass der Onlinestandard auf meinen Eigentipp reagiert hat, und dem ganzen tatsächlich einen Artikel gewidmet hat, weiß ich auch nicht so recht. Der Nachrichtenwert für einen eigenen Artikel [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu: Ob mir die Lobhudelei Richtung Wiener Linien nicht ein wenig peinlich ist, habe ich bis jetzt noch nicht entschieden. Was ich davon halten soll, dass der Onlinestandard auf meinen Eigentipp reagiert hat, und dem ganzen tatsächlich einen <a href="http://derstandard.at/1332323620922/Die-beste-Nachricht-Ein-freundlicher-Anruf-der-Wiener-Linien">Artikel</a> gewidmet hat, weiß ich auch nicht so recht. Der Nachrichtenwert für einen eigenen Artikel wäre mir wohl nicht groß genug gewesen, andererseits: Vielleicht war die Redaktion ähnlich überrascht, wie ich, wer weiß?</p>
<p>Gar nicht überraschend hingegen war die Reaktion der Standardposter, die mich des erweiterten Raunzertums bezichtigten, mir rieten, dass ich doch zu Fuss gehen solle, wenn ich scheinbar über so viel Tagesfreizeit verfüge, um mich mit so einem Scheiss zu beschäftigen, eine Email und so weiter und so fort zu verfassen. Nun gut. </p>
<p>Die Wiener Linien haben (größtenteils) korrekt reagiert. Natürlich werden Fakten schöngefärbt dargestellt, die neuen Wägen dürften ein Problem haben (siehe beispielsweise folgende <a href="http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=136172.msg1341802">Diskussion</a>), und man kann nicht behaupten, dass es sich bei dem Problem um eine Bagatelle handelt (von bissl Rütteln kann nicht die Rede sein).  Aber die Wiener Linien arbeiten daran, und reagieren richtig.</p>
<p>Würden so manche Standardposter für die Wiener Linien arbeiten und die selbe Einstellung an den Tag legen, wie sies beim Ablegen ihrer Gedanken im Web tun, würden wir wohl mit dampfbetriebenen Zügen durch die Gegend tuckern, wenn überhaupt.</p>
<p>Also: Raunzen auf hohem Niveau, aber gehts doch bitte Scheissen mit eurem &#8220;Geh doch zu Fuss, wenns dir nicht passt!&#8221; Das war schon im Kindergarten dämlich.</p>
<p>PS: Weils sicher kommen wird: Dünn ist meine Haut nicht. Aber auch mir machen Flamewars Spaß ;-)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Wiener Linien machen mich sprachlos</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/23/die-wiener-linien-machen-mich-sprachlos/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 11:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenservice]]></category>
		<category><![CDATA[Spitze]]></category>
		<category><![CDATA[U-Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[wiener linien]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage habe ich folgende Email an den Kundenservice der Wiener Linien geschickt: Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte hiermit meinem Dank dafür Ausdruck verleihen, dass die Wiener Linien mir täglich neue Chancen eröffnen, meinen Erlebnishorizont zu erweitern. So würde mir in meinem Leben wohl etwas Bedeutsames fehlen, wüsste ich nicht, wie sich meine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage habe ich folgende Email an den Kundenservice der Wiener Linien geschickt:</p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Ich möchte hiermit meinem Dank dafür Ausdruck verleihen, dass die<br />
Wiener Linien mir täglich neue Chancen eröffnen, meinen<br />
Erlebnishorizont zu erweitern.</p>
<p>So würde mir in meinem Leben wohl etwas Bedeutsames fehlen, wüsste ich<br />
nicht, wie sich meine Kleidungsstücke im Schleudergang meiner<br />
Waschmaschine fühlen müssen, eine Erfahrung, die ich vor allem den<br />
neuen U-Bahngarnituren und/oder der Fahrweise der LenkerInnen zu<br />
verdanken habe. James Bond hätte sicherlich auch Freude mit Ihrer<br />
Personenbeförderung, gerührt wäre der Martini ganz sicher nicht.</p>
<p>Da mir das seitliche Hin- und Herschütteln mittlerweile allerdings<br />
beinahe ein wenig zu vertraut ist, bitte ich Sie, beim Ausbau Ihres<br />
Streckennetzes womöglich darauf zu achten, die ein oder andere neue<br />
Attraktion einzuplanen. Vielleicht können Sie dann auf diese Weise in<br />
Konkurrenz mit dem Prater treten, zum Beispiel.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen und Dank!</em></p>
<p>Die Erwartungshaltung war gering, der Frust von der Seele geschrieben, ob Antwort oder nicht, egal, für mich war die Fahrt gefahren.</p>
<p>Am Tag darauf wurde ich von einem sehr netten Herren, dessen Namen ich leider verpasst habe, angerufen, mit der Frage, ob ich Auskunft begehre oder nur Frust ablassen wollte, und dieser nette Herr hat mir erzählt, was Sache ist, dass sich die Wiener Linien des Problems bewusst sind, dass es eher ums subjektive Empfinden geht, definitiv kein Sicherheitsrisiko darstellt, aber trotzdem bearbeitet und bei ca. der Hälfte der Garnituren auch schon verbessert wurde. </p>
<p>Und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt. Kundenservice mit öffentlichen Betrieben muss also kein schwarzes Loch sein, sondern auch ein wirklich nettes Erlebnis. Vielen Dank!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Linziaturen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/21/linziaturen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 18:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Auflockerung Linziatur 001 Linziatur 002]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Auflockerung</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur001.jpg" rel="lightbox[497]" title="Linziatur 001"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur001-300x225.jpg" alt="" title="Linziatur 001" width="600" class="aligncenter size-medium wp-image-502" /></a></p>
<p><em>Linziatur 001</em></p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur002.jpg" rel="lightbox[497]" title="Linziatur 002"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/linziatur002-300x225.jpg" alt="" title="Linziatur 002" width="600" class="aligncenter size-medium wp-image-503" /></a></p>
<p><em>Linziatur 002</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Strasser in aller Klarheit</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/14/strasser-in-aller-klarheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 10:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[strasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem kann nichts mehr hinzugefügt werden.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/strasser-sprech.jpg" rel="lightbox[494]" title="strasser-sprech"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/strasser-sprech-300x200.jpg" alt="" title="strasser-sprech" width="600"/></a></p>
<p>Dem kann nichts mehr hinzugefügt werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die normalen Umstände</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/14/die-normalen-umstande/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 07:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Amon]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Parlament beruft einen Untersuchungsausschuss ein, um herauszufinden, auf welche Art und Weise diverse Lichtgestalten, die in den letzten Jahren entweder Teil der Regierung dieses Landes waren, oder sich zumindest in deren Dunstkreis bewegte, und ich denke mir, Dunstkreis war nicht oft so passend, wie in diesem Fall, jedenfalls wie diese Lichtgestalten erklären, dass das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Parlament beruft einen Untersuchungsausschuss ein, um herauszufinden, auf welche Art und Weise diverse Lichtgestalten, die in den letzten Jahren entweder Teil der Regierung dieses Landes waren, oder sich zumindest in deren Dunstkreis bewegte, und ich denke mir, Dunstkreis war nicht oft so passend, wie in diesem Fall, jedenfalls wie diese Lichtgestalten erklären, dass das Geld, das ihnen nicht gehörte, zu ihrem Geld wurde und wie das alles ganz normal ist. Nun denn.</p>
<p>Dieser Untersuchungsausschuss besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller Parlamentsparteien, damit auch alles so abläuft, wies ablaufen soll. Für die ÖVP sitzt Werner Amon im Boot, und egal, wie dieses Boot schaukelt, Amon bleibt an Bord.</p>
<p>Wieso das Boot schaukelt?</p>
<p>Nun, die Gründe dafür gehen auseinander, je nachdem, wen man fragt. Geht es nach der Staatsanwaltschaft, soll Amon den lächerlichen Betrag von 10000€ über die Partei gewaschen haben, und um herauszufinden, was an dieser Sache dran ist, wurden Ermittlungen aufgenommen. Dass das Boot dadurch eventuell ins Trudeln geraten könnte, weil ja jemand, der Korruption untersucht, vielleicht nicht unbedingt selbst im Verdacht der Korruption stehen sollte, nun denn.</p>
<p>Befragt man allerdings Amons Parteikollegen Heinz Kopf, Clubchef der ÖVP, nach den Ursachen des Schaukelns, dann erhält man eine interessante Antwort: Das alles sei ein Versuch, Amon mundtot zu machen, weil er sich erlaubt hat, die Ermittlungen im Fall Kampusch in Frage zu stellen, und deswegen wird jetzt irgendeine Geschichte herausgeholt und außerdem, wenn man wegen solchen Kleinigkeiten weiterermitteln würde, wäre bald das Parlament leer, so ungefähr.</p>
<p>Das heißt: Eine unter ÖVP-Einfluss stehende Staatsanwaltschaft versucht einen ÖVP-Politiker mundtot zu machen, weil er mit Hilfe der ÖVP vielleicht Geld gewaschen hat. In der Antike hätte Kopf wohl Logik unterrichten müssen.</p>
<p>Was sagt Amon?</p>
<p>Der hat eine Rechnung verloren und redet von „Pech“.</p>
<p>Dabei sollten wir, die in diesem Land ein Stimmrecht haben, von Pech reden. Pech, dass wir solche Leute gewählt haben. Pech, dass wir auf Meldungen über neue Vorwürfe mittlerweile ähnlich intensiv reagieren, wie auf Umweltkatastrophenmeldungen aus irgendwelchen asiatischen Staaten, deren Namen wir noch nie gehört haben.</p>
<p>Es gibt ja den Ausspruch: Jedes Land bekommt die Politikerinnen und Politiker, die es verdient. Ich habe mir diese Leute nicht verdient, und ich kenne genug, die sich solche Leute auch nicht verdient haben.</p>
<p>Normalerweise müsste Amon zurücktreten von seiner Position, zumindest so lange, bis die Anschuldigungen geklärt sind. Aber nein, Amon bleibt, weil Kopf hat volles Vertrauen in ihn. Staatsanwaltschaft? Kopf egal. Parlament? Kopf egal. Außenwirkung? Kopf egal.</p>
<p>Man müsste sich das alles auf der Zunge zergehen lassen. Man müsste allerdings auch daran ersticken.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Neustart für Wien</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/03/04/neustart-fur-wien/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 18:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Jurazcka]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[Zuversicht]]></category>

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		<description><![CDATA[So sieht Zuversicht aus, selbstbewusst blickt man in die Zukunft, die einfach nur großartig wird.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/neustart.gif" rel="lightbox[486]" title="neustart"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/03/neustart-300x225.gif" alt="" title="neustart" width="600" /></a></p>
<p>So sieht Zuversicht aus, selbstbewusst blickt man in die Zukunft, die einfach nur großartig wird.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Österreichische Politik, ein Ausschnitt</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/02/29/osterreichische-politik-ein-ausschnitt/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 17:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[grasser]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[spö]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Verarsche]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich immer schon gefragt hat, wie das denn so abläuft, hinter den Kulissen, wie denn Entscheidungen getroffen werden, hinter den für die meisten verschlossenen Türen, wer immer schon wissen wollte, wie es denn so aussieht, wenn sich ein Gremium einer Partei zusammensetzt, um Ideen für die Zukunft zu entwickeln und zu diskutieren, wer das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich immer schon gefragt hat, wie das denn so abläuft, hinter den Kulissen, wie denn Entscheidungen getroffen werden, hinter den für die meisten verschlossenen Türen, wer immer schon wissen wollte, wie es denn so aussieht, wenn sich ein Gremium einer Partei zusammensetzt, um Ideen für die Zukunft zu entwickeln und zu diskutieren, wer das immer schon wissen wollte, erhält jetzt über ein <a href="http://derstandard.at/1330389863401/Streitgespraech-Du-wirfst-mir-Populismus-vor">Interview</a>, das Der Standard mit Elisabeth Hackel, der ehemaligen Pressesprecherin von Barbara Prammer und Nationalratsabgeordnete, und Rudolf Fußi, bis vor kurzem SPÖ-Mitglied und Initiator vom Eurofighter-Volksbegehren und <a href="http://www.hermitdemzaster.at">hermitdemzaster.at</a>. Das Match lautet also Parteisoldatin par excellence (der Papa ist Bürgermeister von Liezen, SPÖ) gegen grantelnden Selbstdarsteller, da ist Simmering gegen Kapfenberg ein Duell für die Pfarrwiese.<span id="more-481"></span></p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/Bildschirmfoto-2012-02-29-um-17.51.14.png" rel="lightbox[481]" title="Nebenschauplatz: Die armen Banken"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/Bildschirmfoto-2012-02-29-um-17.51.14-300x190.png" alt="" title="Nebenschauplatz: Die armen Banken" width="600" /></a><br />
<em>Nebenschauplatz: Die armen Banken!</em></p>
<p>Was da jedenfalls ans Tageslicht befördert wird, ist beeindruckend, oder erschüttert, je nach persönlichem Zugang. Das intellektuelle Niveau der beiden Leute lässt sich bestenfalls erahnen, dass sie mit ihren Fähigkeiten und Argumenten prahlen wollen, kann man beiden nicht zum Vorwurf machen. Das Gespräch, das an sich zwischen zwei (inklusive Der Standard drei, aber allzu oft wird nicht gefragt) Erwachsenen stattfindet, erinnert vom Schema her an die Gespräche, die man mit 4 oder 5 Jahren zu führen pflegte, wenn gerade der Lieblingsradierer als vermisst gemeldet und vom Gegenüber eingefordert wurde. &#8220;Aber du, du bist noch viel blöder!&#8221; &#8211; &#8220;Spiegel, was man sagt, ist man selber, ha, ha, ha!&#8221;</p>
<p>Sie wirft ihm vor, dass er ja nur beleidigt ist, weil er nichts in der Partei erreicht hat, dass er ein Wendehals ist, weil für eine Partei entscheidet man sich, und dann bleibt man bei der Entscheidung, Wurscht wie schlimm es rennt. Kampf nennt sie das. Und Kritik ist super, aber bitte nur im Geheimen, alles andere ist Verrat.</p>
<p>Er wiederum redet irgendwas von fehlenden Visionen und dass er das ganz anders machen würde, nur das wie bleibt er größtenteils schuldig, bis auf diffuse Tagtraummomente.</p>
<p>Das Traurige: Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass der &#8220;Diskussionsprozess&#8221; hinter verschlossenen Türen auf sehr ähnliche Art und Weise abläuft. Ein Kuhhandel treibt den nächsten, Augen werden ausgewischt, Konstruktives heruntergeschluckt, weil Kritik ist ja pfui, und wenn jeder jeden lieb hat, dann kanns zumindest nicht schlecht gehen.</p>
<p>Nun gut.</p>
<p>Frau Karl, die Justizministerin, vormals Wissenschaftsministerin, hat mit einem Gesetzesentwurf aufhorchen lassen, der unter der Sparpaketflagge zu segeln versucht: Um die Justiz zu entlassen, langwierige Prozesse und Gefängnisaufenthalte unnötig zu machen, kann man künftig in Korruptionsfällen die &#8220;Out-Of-Jail&#8221;-Karte zücken und bis zu 360 Tagessätze Strafe zahlen, um sich die echte Strafe zu ersparen. Argumentiert wird, dass das für Fälle praktisch wäre, wo zum Beispiel ein Beamter den Dienstweg abkürzt oder eine Lehrerin die Maturafragen herausgibt.</p>
<p>Das frage ich mich freilich: 360 Tagessätze dafür, dass die Lehrerin die Maturafragen herausrückt? Würde das Gesetz durchgehen, ich glaube, dass dies die große Wertschätzung wäre, die man dem Thema Bildung entgegenbringen kann. Vielleicht möchte sich Karl da ein Spätwerk und ein Zeichen setzen, vermutlich aber eher nicht.</p>
<p>Wahrscheinlich ist Frau Karl beim Aussprechen des Vorschlags nicht bewusst geworden, wie himmelschreiend dämlich und die aktuelle Situation verachtend er ist. Vielleicht hat sie ihn aber auch nie laut ausgesprochen. Leider. Aber wenigstens gibt es diesmal sogar aus der eigenen Partei Widerstand.</p>
<p>On the light side of things: Karl-Heinz Graser hat im Jahr 2009 919,87€ Steuern gezahlt. Jahresverdienst: 13520,20€, eine Nachricht, die mich mit Freude erfüllt hat: Ich verdiene mehr, als der beste ehemalige Finanzminister der zweiten Republik. Das mim Penthouse krieg ich noch hin.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie verwende ich SMS/email/Anruf?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/02/21/wie-verwende-ich-smsemailanruf/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 05:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anruf]]></category>
		<category><![CDATA[email]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[SMS]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten sind ein paar neue Möglichkeiten aufgekommen, sich mit anderen Teilnehmenden der Außenwelt oder von mir aus auch Innenwelt zu verständigen, doch scheinbar gibt es noch hier und da ein paar Probleme im Umgangmit diesen Möglichkeiten, deswegen folgt an dieser Stelle eine kurze Erklärung. SMS Kurz, steht schon im Namen (Short Message [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Monaten sind ein paar neue Möglichkeiten aufgekommen, sich mit anderen Teilnehmenden der Außenwelt oder von mir aus auch Innenwelt zu verständigen, doch scheinbar gibt es noch hier und da ein paar Probleme im Umgangmit diesen Möglichkeiten, deswegen folgt an dieser Stelle eine kurze Erklärung.<span id="more-475"></span></p>
<h3>SMS</h3>
<p>Kurz, steht schon im Namen (Short Message Service), der/das</p>
<p>Ideal für Nachrichten wie: &#8220;brauchen milch/kondome/gras&#8221;, nicht ideal, wenn man komplexe Zusammenhänge ausbreiten möchte, oder sein Seelenleben, oder wenn man generell ein Problem mit dem Formulieren von kurzen, inhaltsvollen Sätzen hat. Beim Seelenleben gehen die Meinungen auseinander, vor allem unter Einfluss von Nervengift (beispielsweise in Form von Alkohol) kann sich die Sache mit dem Seelenleben sehr schnell ändern. Der Moralniak (= moralischer Kater, danke für dieses Wort!) am nächsten Tag ist es allerdings wert, auf Sicherheitsmechanismen technischer Natur zurückzugreifen, um sich Peinlichkeiten zu ersparen. Außer natürlich, man mag Peinlichkeiten. SMS vom Typ &#8220;Ich denk an dich!&#8221; oder &#8220;Geh scheissen!&#8221; laufen übrigens nicht in der Kategorie &#8220;Seelenleben&#8221;, auch wenn da sicher auch so manche anderer Meinung sein werden.</p>
<p>Gar nicht gut sind SMS, wenn man die Stimme der anderen Person hören will. Dieses Bedürfnis kann aus vielerlei Motivation heraus entstehen, wird aber mit einer SMS ganz sicher nicht befriedigt.</p>
<p>Zugestandene Erwartungshaltung nach dem Absenden einer SMS: Halbwegs zeitnahe Antwort, wenn auch womöglich einsilbig, wie &#8220;ja/nein/fut&#8221;. Auf Höflichkeitsformen wird in SMS häufig verzichtet, zu wenig Platz.</p>
<p>Was meistens nicht gut ankommt: SMS schreiben und sofort anrufen. &#8220;Du, ich hab dir grad eine SMS geschrieben, in der ich dich bitte, Milch/Kondome/Gras mitzunehmen.&#8221; Schrödingers Katze der Kommunikation, quasi. </p>
<p>Manchmal ist ein Telefonat allerdings unvermeidlich:</p>
<p>a: &#8220;Bin da.&#8221;<br />
<e>b: &#8220;Wo?&#8221;</em><br />
&#8220;na wo ma ausgmacht haben, oben.&#8221;<br />
<em>&#8220;wann oben?&#8221;</em><br />
&#8220;na, ich bin oben.&#8221;<br />
<em>&#8220;wo?&#8221;</em><br />
&#8220;wart, ich ruf an.&#8221; </p>
<p>Vor allem die letzte SMS ist sehr wichtig. Im geschäftlichen Bereich sind SMS nicht besonders beliebt, außer im Drogenhandel.</p>
<h3>MMS</h3>
<p>Darüber könnte ich etwas schreiben. Werde ich aber nicht tun.</p>
<h3>email/Email/E-Mail</h3>
<p>Früher beschrieben als ein digitaler Brief, da aber heutzutage außer der Post niemand mehr weiß, was ein Brief ist, beschreibe ichs als SMS mit unendlich vielen Zeichen und der Möglichkeit, digitale Dateien jeglicher Art anzuhängen. die/das<br />
Ergänzung: Es gibt noch Email, anders ausgesprochen, ein Schmelzüberzug, wird zum Beispiel bei WCs verwendet, damit sie schön glänzen, und damit wäre der Bezug zu manchen emails auch wieder hergestellt.</p>
<p>Ideal, wenn man längere Texte übermitteln möchte, oder Termine, oder in Ausnahmefällen Fotos. Da die meisten Provider noch im Jahr 1999 zu hängen und y2k (hahaha!) zu fürchten scheinen, sind Videos und hochauflösende Fotos tabu, dafür gibts angeblich andere Dienste, Speicherplatz ist wertvoll, bla, bla, bla. </p>
<p>Nicht so ideal, wenn man die Stimme der anderen Person hören will, außer man verfügt über die Möglichkeiten, sich selbst aufzunehmen und verschickt die Aufnahmen,aber das ist eher etwas für Leute mit viel Tagesfreizeit und/oder viel Liebe im Herzen.</p>
<p>Gar nicht ideal, wenns schnell gehen muss, wirklich schnell, nicht alle haben kluge Telefone. Und egal, wie eindringlich man im persönlichen Gespräch oder in einem Telefonat darum gebeten hat, in den nächsten Stunden auf die emails zu achten, es gibt Leute, die diesen Aufforderungen eine so große Gelassenheit entgegenbringen, dass es fast schon zum Kotzen ist.</p>
<p>Erwartungshaltung : Siehe SMS, außer, dass Antworten ein wenig dauern können. Auf Formen der Höflichkeit verzichtet man eher nicht, aber auch hier gibt es Leute, die das anders sehen. Telefonate im Anschluss ans Verfassen können notwendig sein (das sogenannte follow-up), entweder, weil man die Materie noch besprechen will oder unfähig ist, sich im geschriebenen Wort mitzuteilen. </p>
<p>Im geschäftlichen Bereich kommt es häufig auch zu Meetings im Anschluss an einen erfolgreichen Emailverkehr und in einer idealen Welt würden sich alle am Meeting teilnehmenden Parteien auch an den Emailverkehr erinnern. Die Realität sieht aber vor, dass mindestens eine Person mit ausgedruckten emails ankommt, entweder, um den Inhalt zu rezitieren als wäre es ein Werk aus dem Kanon der Weltliteratur oder sich mit den Worten &#8220;Wart, ich les das noch gschwind&#8221; bei den Kolleginnen und Kollegen, die sich Zeit für eine kurze Vorbereitung genommen haben, besonders beliebt zu machen. Die Nachfrage, wozu man denn die email geschrieben habe, löst meist Irritationen aus, im besten Fall.</p>
<p>Zusatzinformation: emails sind ein wenig komplexer aufgebaut, als SMS. So ist es möglich, emails an mehrere Personen zu verschicken (ja, geht auch mit SMS), und zwar so, dass die anderen Leute sehen, an welche Leute die mail gegangen ist (besonders beliebt, um per email Druck auszuüben, wenn man beispielsweise den Chef inkludiert, wenn man jemandem sagen möchte, dass man sich etwas wünscht), oder dass andere Leute nicht sehen, an wen diese email geht (besonders beliebt, wenn man seinen täglichen Newsletter &#8220;Porn of the day&#8221; verschickt und nicht alle Leute mit ihren sexuellen Neigungen so locker umgehen wie Boris Becker).</p>
<p>emails haben auch einen Betreff. Dieser Betreff sollte unbedingt genutzt werden, und zwar sinnvoll, so wie man es in der Schule bei Briefen gelernt, ok, ich hör schon auf. Ein sinnvoller Betreff ist jedenfalls nicht &#8220;FYI&#8221; (for your information, man hat ja so wenig Zeit&#8230;), oder &#8220;Problem&#8221;, oder &#8220;Homepage&#8221;, oder &#8220;Anfrage&#8221; oder dergleichen. Auch nicht sinnvoll ist ein Betreff &#8220;Hi, könnten wir uns demnächst mal treffen, um zu besprechen, wie wir bei dem Projekt weiter vorgehen, weil schön langsam wirds Zeit und du weißt, dass ich mich nicht gerne stresse&#8221;, vor allem nicht, wenn die eigentliche email dann aus den Worten &#8220;Danke, bis bald&#8221; besteht. Ein sinnvoller Betreff ist zum Beispiel &#8220;Anfrage Termin Projektplanung &#8220;Operation Muschmusch&#8221;, oder &#8220;Einladung zur Geburtstagsfeier von Kevin am 29.2.2013&#8243;, oder auch &#8220;Du Mistkerl!&#8221;. Letzterer ist aber sicher wieder nicht eindeutig in seiner Sinnhaftigkeit.</p>
<p>Das ist übrigens keine email, sondern ein Verbrechen:</p>
<blockquote><p>Betreff: FYI!!!<br />
Inhalt: Hi, wegen neulich, du weißt! LgP<br />
Anhang: Irgendeine Datei oder ein ellendslanger emailaustausch, schlecht formatiert und mit zerschossenen Sonderzeichen</p></blockquote>
<h3>Telefonat</h3>
<p>Ein Gespräch zwischen zwei Personen, zumindest meistens, es gibt auch Konferenzschaltungen, aber ich habe noch nie an einer erfolgreichen teilgenommen, kann also darüber nichts sagen; das.</p>
<p>Ideal, wenn man die Stimme der anderen Person hören möchte, oder wenn man sich lang und breit über etwas unterhalten möchte, zum Beispiel über die Regenstiefel, die man sich neulich in Mailand gegönnt hat.</p>
<p>Prinzipiell ideal, wenn man sofort eine Information benötigt, oder sich sofort mitteilen möchte, außer, das Telefonatsempfangsgerät (Handy, Festnetz) auf der anderen Seite ist gerade defekt, oder ausgeschaltet, oder die angerufene Person möchte schlicht nicht reden/gestört werden. Als eher ungut gilt, mehrmals hintereinander anzurufen, obwohl man entweder schon weggedrückt wurde oder aus anderen Gründen keine Verbindung zu Stande gebracht hat. Klappt es mit dem Gespräch doch, kann man sich in diesen Fällen der unbedingten Sympathie des Gegenübers nicht sicher sein.</p>
<p>Überhaupt nicht ideal ist das Telefonat, wenn man über mehrere Zeitzonen verteilt jemanden erreichen möchte (NIEMAND versteht Zeitzonen), oder mitten in der Nacht unbedingt noch etwas besprechen möchte, vor allem, wenn einem die alkoholinduzierte Romantik dazwischengekommen ist. Ist man ein unhöflicher Arsch, sind einem freilich Zeitzonen und Uhrzeiten egal.</p>
<p>Fotos oder sonstige Dateien übermitteln sich per Telefonat auch eher schlecht. Und: Telefonate sind meistens etwas Privates. Man sollte also auch respektieren, dass andere Leute nicht in andere Privatwelten eindringen wollen, und somit sei gesagt: Ist man an einem öffentlichen Ort, IST ES NICHT NÖTIG, INS TELEFON ZU SCHREIEN! Die Dinger sind technologisch ein Wahnsinn, die müssen nicht angebrüllt werden.</p>
<p>Das wars fürs erste mit dem modernen Klumpert. In Bälde kommt noch moderneres, sowas wie Skype, und Twitter.</p>
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		<title>Alles ist gut, die Innenministerin übernimmt.</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/02/15/alles-ist-gut-die-innenministerin-ubernimmt/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 08:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Mickl-Leitner]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Proteste zeigen Wirkung, alles wird gut, ACTA ist jetzt in den besten Händen. Eigentlich eine Frechheit, was sich die österreichische Botschafterin in Japan ausnimmt, so einfach was zu unterschreiben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Proteste zeigen Wirkung, alles wird gut, ACTA ist jetzt in den besten Händen.</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/actastop.jpg" rel="lightbox[acta]" title="Alles ist gut, die Innenministerin übernimmt."><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/actastop.jpg" width="600"></a></p>
<p>Eigentlich eine Frechheit, was sich die österreichische Botschafterin in Japan ausnimmt, so einfach was zu unterschreiben.</p>
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		<title>Was ist denn ACTA?</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 18:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsverweigerung]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>

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		<description><![CDATA[In ganz Europa gehen die Leute auf die Straße, auch in Österreich regt sich der Widerstand, und die Regierung zuckt mit den Schultern. &#8220;ACTA? Also, wir haben des net unterschrieben, des muss a andere Abteilung gewesen sein.&#8221; Wie in der besten Parodie schiebt das Außenministerium den Ball zum Innenministerium, aber auch das Wirtschaftministerium ist dabei, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In ganz Europa gehen die Leute auf die Straße, auch in Österreich regt sich der Widerstand, und die Regierung zuckt mit den Schultern. &#8220;ACTA? Also, wir haben des net unterschrieben, des muss a andere Abteilung gewesen sein.&#8221; Wie in der besten Parodie schiebt das Außenministerium den Ball zum Innenministerium, aber auch das Wirtschaftministerium ist dabei, und vielleicht wars doch der Ministerrat, und jedenfalls weiß niemand, wer denn jetzt eigentlich das Einverständnis gegeben hat, damit die in Japan sitzende österreichische Botschafterin dieses nicht ganz unwichtige Dokument unterschreiben konnte.</p>
<p>Während so Halbrepubliken und Schurkenstaaten wie die Tschechische Republik, Lettland, Polen oder die Slowakei die Ratifizierung bereits auf Eis gelegt haben, weil sie verstanden haben, dass ihnen die Tragweite dieses Abkommens nicht so ganz bewusst war, druckst man in Österreich herum. Eh klar, war ja nicht anders zu erwarten. Aber es liegt einem schon folgendes auf den Lippen: Gehts scheissen! Wenn ihr (damit seid ihr Dodln in der Regierung gemeint) schon nicht im Stande seids, ein Dokument zu lesen und zu verstehen, dann stehts wenigstens dazu, dass die Befehlslade mal wieder mit Scheiss gefüllt wurde. Aber Rückgrat ist freilich nicht zu erwarten.</p>
<p>Die slowenische Botschafterin hat sich entschuldigt, immerhin. Deutschland hat ACTA (noch) nicht unterschrieben. An manchen Orten gibt es also doch noch Leute, die ihre Aufgaben erst nehmen.</p>
<p>Dass die SPÖ jetzt im <a href="http://derstandard.at/1328507728124/ACTA-SPOe-will-im-EU-Parlament-gegen-ACTA-stimmen">Parlament</a> gegen ACTA stimmen möchte, ist natürlich irgendwie schon sensationell. Sensationell spät.</p>
<p>Zum Thema ACTA/SOPA/PIPA und VDS habe ich mich übrigens <a href="http://www.aec.at/aeblog/2012/01/17/sopa-widerstand-und-wieso-es-uns-alle-treffen-konnte/">hier</a>, <a href="http://www.aec.at/aeblog/2012/01/24/vorratsdatenspeicherung-bald-wirds-ernst/">hier</a> und <a href="http://www.aec.at/aeblog/2012/02/07/die-zeit-lauft/">hier</a> schon ausgelassen, viel Vergnügen, oder eigentlich genau das Gegenteil&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schönes Angebot</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/02/08/schones-angebot/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 19:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Chef]]></category>
		<category><![CDATA[Drei]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie als Großunternehmer wirklich deutlich vermitteln wollen, wer der Chef ist und wer nicht, müssen Sie zuschlagen!]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie als Großunternehmer wirklich deutlich vermitteln wollen, wer der Chef ist und wer nicht, müssen Sie zuschlagen!</p>
<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/ichcheckdunix.jpg" rel="lightbox[463]" title="ichcheckdunix"><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/ichcheckdunix-300x239.jpg" alt="" title="ichcheckdunix" width="600" class="aligncenter size-medium wp-image-464" /></a></p>
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		<title>Ein neuer Rettungsschirm ist da&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 17:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[rest]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsschirm]]></category>
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		<description><![CDATA[Die EU hat beinahe vollzählig einen neuen Rettungsschirm genäht, die Frage, ob er den Fall bremsen oder vor schlechtem Wetter schützen sollen, bleibt weiterhin ungeklärt. Die Hebelung beträgt 1,5 Billionen Euro. Da ich mich nicht vorstellen kann, wieviel Geld das ist, folgen jetzt ein paar Relationen. Löst man die 1,5 Billionen Euro in 10 Cent [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU hat beinahe vollzählig einen neuen Rettungsschirm genäht, die Frage, ob er den Fall bremsen oder vor schlechtem Wetter schützen sollen, bleibt weiterhin ungeklärt. Die Hebelung beträgt 1,5 Billionen Euro. Da ich mich nicht vorstellen kann, wieviel Geld das ist, folgen jetzt ein paar Relationen.</p>
<p>Löst man die 1,5 Billionen Euro in 10 Cent Münzen auf, so erhält man 15 Billionen Münzen. Ausgeschrieben sieht das so aus: </p>
<p>15 000 000 000 000 Münzen.</p>
<p>Eine Münze wiegt 4,1 Gramm, das heißt, alle diese Münzen zusammen hätten ein Gesamtgewicht von 61 500 000 000 000 Gramm, also 61 500 000 Tonnen, soviel wiegen ca. 40000 Autos.</p>
<p>Aber weg vom Gewicht (das ist mir irgendwie zu abstrakt), hin zu den Maßen. Eine 10 Cent Münze hat einen Durchmesser von 19,75 mm. Alle Münzen aneinandergelegt haben somit eine Breite/Länge von 296 250 000 Kilometer. Damit geht sich der Erdumfang am Äquator ca 7400 Mal aus. Oder anders: Würde man die Münzen auch übereinanderlegen, würde sich eine 14,2 Meter hohe Mauer rund um den Äquator ausgehen.  Das ist schon recht hoch.</p>
<p>Ein 500 Euro Scheine ist 0,13120 Quadratmeter groß. In 500 Euro Scheinen braucht man 30 000 000 000 Stück, um diese Geldsumme zu erbasteln. Diese Scheine würden eine Fläche von 393 600 000 Quadratkilometern bedecken. Der größte Kontinent, Asien, ist 44 700 000 Quadratkilometer groß. Wären die Geldscheine ein Kontinent mit einer vergleichbaren Einwohnerdichte wie Asien, würden auf diesem Kontinent ca. 35 000 000 000 Menschen leben.</p>
<p>Weils erfragt wurde: Rechnet man die Münzen in Badewannen um, unter der Annahme, dass eine Badewanne 300 Liter fasst, so könnte man 29 563 200 Badewannen füllen, damit wäre beispielsweise grob über den Daumen jede in Kanada lebende Person mit einer Badewanne versorgt.</p>
<p>Ungefähr 54000 Fussballfelder könnte man mit den Geldscheinen auslegen. Somit wären fast alle Welser und Welserinnen mit jeweils einem Spielfeld versorgt, aber was würden Österreicherinnen und Österreicher schon mit Fussballfeldern anfangen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Detail zur Rettungsgasse</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/31/ein-detail-zur-rettungsgasse/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asfinag]]></category>
		<category><![CDATA[kleinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsgasse]]></category>

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		<description><![CDATA[Peinlicher Fehler der Asfinag]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/asfinag.gif" width="100%"></p>
<p>Schöne Idee, der Flyer, und sicher auch informativ. Aber ein wenig peinlich ist das schon auch&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Danke, danke, danke!</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/30/danke-danke-danke/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[strache]]></category>
		<category><![CDATA[Verhetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein heutiger Dank gilt all jenen, die es durch ihre Politik ermöglicht haben, dass eine Person, die den Protest gegen den WKR-Ball mit der Reichskristallnacht und die Kritik an der politischen Ausrichtung mit der Verfolgung der Juden im Dritten Reich vergleicht, ernsthafte Chancen hat, Anführer der meistgewählten Partei Österreichs zu werden. Mein heutiger Dank gilt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein heutiger Dank gilt all jenen, die es durch ihre Politik ermöglicht haben, dass eine Person, die den Protest gegen den WKR-Ball mit der Reichskristallnacht und die Kritik an der politischen Ausrichtung mit der Verfolgung der Juden im Dritten Reich vergleicht, ernsthafte Chancen hat, Anführer der meistgewählten Partei Österreichs zu werden. </p>
<p>Mein heutiger Dank gilt auch jenen, die es wieder nicht schaffen werden, sich nach Alternativen umzuschauen, sich zu informieren, sich Gedanken darüber zu machen, wieso das, was die FPÖ anbietet, nicht besonders klug ist und nur eine weitere Eskalationsstufe darstellt, einen weiteren Schritt in Richtung Zerstörung einer demokratischen Kultur und eines sozialen Miteinanders.</p>
<p>Dieser Mann bringt keine Lösungen, sondern nur Probleme. Wer das nicht versteht, tut mir leid&#8230;</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='750' height='452' src='http://www.youtube.com/embed/xewktKnVCso?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
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		<title>Herr Graf, zeigen Sie an!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 08:46:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[Ball]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[Graf]]></category>
		<category><![CDATA[Hofburg]]></category>
		<category><![CDATA[WKR]]></category>

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		<description><![CDATA[Gar nicht geehrter Herr Graf! Bitte, lassen Sie Ihrer Ankündigung taten folgen und zeigen Sie alle Personen an, die am 27.01.2012 gegen den WRK-Ball demonstriert haben. Aber machen Sie dort nicht Halt, zeigen Sie auch all jene an, die in Zeitungen, Blogs, Fernsehen und sonstigen Plattformen verkündet haben, dass es nicht besonders fein ist, dass [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gar nicht geehrter Herr Graf!</p>
<p>Bitte, lassen Sie Ihrer Ankündigung taten folgen und zeigen Sie alle Personen an, die am 27.01.2012 gegen den WRK-Ball demonstriert haben. Aber machen Sie dort nicht Halt, zeigen Sie auch all jene an, die in Zeitungen, Blogs, Fernsehen und sonstigen Plattformen verkündet haben, dass es nicht besonders fein ist, dass der WKR-Ball in der Hofburg stattfindet und damit den Anschein erweckt, als wäre er ein von der Republik Österreich offiziell veranstalteter. Dass es nicht besonders fein ist, dass der Ball am Gedenktag der Befreiung von Auschwitz stattfindet. </p>
<p>Zeigen Sie bitte jede einzelne Person an, machen Sie sich die Mühe, um damit ein paar Dinge klarzustellen.</p>
<p>Erstens: Sie und Ihre Gesinnungsgenossen haben nicht begriffen, was das Recht auf Demonstrationen für eine Demokratie bedeutet, eine Demokratie, die Ihnen ja angeblich so sehr am Herzen liegt, dass Sie dafür kämpfen werden (bewaffnet sind Sie ja zumindest mit Säbeln&#8230;), den WRK-Ball weiterhin an bekannter Stelle stattfinden zu lassen, weil wo kämen wir denn dahin, wenn sich die Rechtsextremen womöglich woanders treffen müssten, nur weil in diesem Land der Konsens herrscht, dass Rechtsextremismus pfui ist.</p>
<p>Zweitens: Sie hätten ja gern, dass alle Demonstrierenden den Polizeieinsatz finanzieren, den Sie angeblich notwendig gemacht haben. Freilich könnte man da meinen, Sie vertauschen Ursache und Wirkung, aber anders gefragt: Wieviel Geld würden Sie mit den Anzeigen verschwenden? Verwaltungskosten, Gerichtskosten, Zeit, um die Leute zu identifizieren, die gegen den WRK-Ball demonstriert haben, das würden ja sicherlich nicht Sie bezahlen.</p>
<p>Ich bitte Sie nochmal mit Nachdruck: Zeigen Sie an. Alle! Dann haben wir es wenigstens Schwarz auf Weiß, was den Tatbestand der Verhetzung erfüllt, und was nicht. Gerade für Ihre Partei könnte das freilich sehr interessant sein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wenige Worte&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz und deutlich: Jeder und jede, der und die diesen Artikel gut findet, ist ein Arschloch.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/heute-entfuehrung.jpg" rel="lightbox[heute]" title="Wenige Worte..."><img src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/heute-entfuehrung.jpg" alt="" width="700" /></a></p>
<p>Kurz und deutlich: Jeder und jede, der und die diesen Artikel gut findet, ist ein Arschloch.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ballsaison ist, ich brauche Orden!</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 17:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[faymann]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[Mitterlehner]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[strache]]></category>

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		<description><![CDATA[Na bitte. Faymann hat einen, Spindelegger hat einen, Berlakovich hat einen, Heinisch-Hosek hat einen, Stöger hat einen, Hundstorfer hat einen, Mitterlehner hat einen, Ostermayer hat einen, und auch Strache hat einen. Jetzt haben wieder ein paar Leute wieder ein paar Gramm Gewicht mehr, das sie in der]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Na bitte. Faymann hat einen, Spindelegger hat einen, Berlakovich hat einen, Heinisch-Hosek hat einen, Stöger hat einen, Hundstorfer hat einen, Mitterlehner hat einen, Ostermayer hat einen, und auch Strache hat einen. Jetzt haben wieder ein paar Leute wieder ein paar Gramm Gewicht mehr, das sie in der <a href"http:>Ballsaison</a> ausführen können, ist doch schön.</p>
<p>Bundespräsident Heinz Fischer redet irgendwas von verantwortungsvoller Aufgabe, nutzt die Gelegenheit, um zu zeigen, dass er noch nicht ganz weg ist und man ihn noch einsparen sollte, und eigentlich bleibt nur noch die Frage, ob man in Zukunft nicht empfindlich reagieren sollte, wenn einem ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenzeichen_f%C3%BCr_Verdienste_um_die_Republik_%C3%96sterreich">Orden</a>, also, pardon, ein Ehrenzeichen, in Gold, oder in Silber, mit Band oder mit Stern, oder wie auch immer, angeboten wird. </p>
<p>Natürlich wettert die FPÖ gegen die Vergabe, weil die haben sich ja gegenseitig vorschlagen, die von der Regierung. Und eigentlich ists auch ein Blödsinn, dass man fürs Herumsitzen einen Orden bekommt, aber der Heinz Christian freut sich trotzdem. Und regt sich dafür net so auf, dass er in Wahrheit noch bis 2016 warten müsste, auf den Orden. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Es kann sich jeder leisten!&#8221; &#8211; Peter Westenthaler</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/23/es-kann-sich-jeder-leisten-peter-westenthaler/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Wochenende fand wieder die beinahe wichtigste Veranstaltung des Jahres statt, der ORF widmete wieder gefühlte 64 Stunden Fernsehzeit dem Thema Kitzbühel, und es ist eigentlich auch gut so, eh ois super. Sonst wäre mir diese Wortspende entgangen, vom Möchtegernimmobilienmakler und Nationalratsabgeordneten Peter Westenthaler. Mal davon abgesehen, dass diese zwei Tätigkeiten sicher wunderbar miteinander vereinbar [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende fand wieder die beinahe wichtigste Veranstaltung des Jahres statt, der ORF widmete wieder gefühlte 64 Stunden Fernsehzeit dem Thema Kitzbühel, und es ist eigentlich auch gut so, eh ois super. Sonst wäre mir diese Wortspende entgangen, vom Möchtegernimmobilienmakler und Nationalratsabgeordneten Peter Westenthaler. Mal davon abgesehen, dass diese zwei Tätigkeiten sicher wunderbar miteinander vereinbar sind, lässt diese Statement tief blicken, ähnlich tief wie der Ausschnitt seines Hemds. Man könnte natürlich sagen: &#8220;Ah, eh kloa!&#8221; Aber es gilt: Nicht abstumpfen, nicht weichkochen lassen, ärgern, ärgern, ärgern.</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='600' height='368' src='http://www.youtube.com/embed/NdzA_qT_kzc?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>Und von mir aus seis gesagt: Ja, ich bin neidisch. Und zwar neidisch darauf, dass mir meine Mitmenschen nicht in so einem Ausmaß am Allerwertesten vorbeigehen, dass ich jegliche Perspektive von außerhalb meiner Nasenspitze nicht mehr wahrnehme. Das Leben muss unglaublich leicht sein.</p>
<p>Übrigens, das Menü vom Stanglwirt: <a href="http://www.stanglwirt.com/de/unsere-speisekarte.html">Leistung muss sich wieder lohnen!</a></p>
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		<title>Bitte nicht abstumpfen!</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 10:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander Wrabetz braucht also doch keinen Büroleiter. Zumindest keinen zusätzlichen. Schon wieder haben Leute gehetzt, die Diskussion hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht, zum Schutz der von sich selbst und der eigenen Familie zieht Pelinka seine Bewerbung zurück, was aber nichts damit zu tun hat, dass er die falsche Person für die Stelle gewesen wäre. Jetzt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Wrabetz braucht also doch keinen Büroleiter. Zumindest keinen zusätzlichen. Schon wieder haben Leute gehetzt, die Diskussion hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht, zum Schutz der von sich selbst und der eigenen Familie zieht Pelinka seine Bewerbung zurück, was aber nichts damit zu tun hat, dass er die falsche Person für die Stelle gewesen wäre.</p>
<p>Jetzt könnte man natürlich nachfragen, wie das denn alles gemeint sei, aber das macht ja eigentlich keinen Spaß mehr, außerdem haben andere gefragt. Antworten gibts eh keine, zumindest keine, bei denen man sich nicht sofort übergeben möchte.</p>
<p>Interessant ist, dass die ORF-Redaktion, die sich zur Wehr gesetzt hat, gelobt, gefeiert wird, als Vorbild genommen wird für all jene, denen mittlerweile der Unmut über die Umstände im Allgemeinen öfter mal die Laune verdirbt. Das Motto lautet: Schaut, Redakteurinnen und Redakteure des ORF haben es geschafft, wenn ihr euch engagiert, zusammenhält, euch organisiert, dann könnt ihr alles niederreisen.</p>
<p>Ja, eh.</p>
<p>Problem ist: Die meisten haben keinen ORF zur Verfügung. Das ist nun mal das größte Mediennetzwerk dieses Landes. Auch wenn keine Unternehmensmittel hergenommen wurde, so ist die Reichweite dieser Organisation selbstverständlich mit kaum einer anderen vergleichbar. Bitte nicht falsch verstehen: Der Widerstand der Redaktion ist großartig.</p>
<p>Aber allzu naiv sollte man an die Sache nicht herangehen. Es wurde in dieser Causa einiges orchestriert, inszeniert, intrigiert. Wer wirklich was wollte, das wird sich wohl auch nach längerer Recherche nicht wirklich freilegen lassen, auch wenn wir uns das gerne einbilden, so blöd sind die wichtigen Beteiligten nicht.</p>
<p>Es gilt, sich nicht weichkochen zu lassen. Dieser &#8220;Erfolg&#8221; ist womöglich gar keiner, womöglich nur Inszenierung. Um &#8220;uns&#8221; zu zeigen, dass wir eh was erreichen könnten, wenn wir uns endlich mal organisieren würden. Wenn wir den Arsch hochkriegen würden, dann könnten wir die Missstände in Regierung, Organisation, Verwaltung bereinigen, unser Recht wahrnehmen, das Volk regieren lassen. Aber weil wirs nicht tun, gehts uns scheinbar eh gut genug, also dürft eh alles leiwand sein.</p>
<p>Jo, eh.</p>
<p>Nicht abstumpfen. Nicht weichkochen lassen. Ärgern, wo man sich ärgern muss. Und ja nie die Hände in den Schoß legen. Aber auch nicht auf Wunder hoffen. </p>
<p>PS: Dass der WKR-Ball bis vor kurzem ein Weltkulturerbe war, da fehlen mir echt die Worte&#8230;</p>
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		<title>Bewerbung zum Büroleiter von Superalex</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/09/bewerbung-zum-buroleiter-von-superalex/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 15:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren! Den Medien konnten wir entnehmen, dass eine Leiterin oder ein Leiter für das Büro von ORF-Intendant Alexander Wrabetz gesucht wird. Nun ist zwar bereits ein Kandidat im Gespräch, ungeachtet dessen bieten wir hiermit unsere Arbeitszeit für diese Aufgabe an. Unsere Stärken werden Sie sicherlich überzeugen: Zusammen verfügen wir beide über [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Den Medien konnten wir entnehmen, dass eine Leiterin oder ein Leiter für das Büro von ORF-Intendant Alexander Wrabetz gesucht wird. Nun ist zwar bereits ein Kandidat im Gespräch, ungeachtet dessen bieten wir hiermit unsere Arbeitszeit für diese Aufgabe an.</p>
<p>Unsere Stärken werden Sie sicherlich überzeugen: Zusammen verfügen wir beide über jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Medien, Kunst, Kultur, Marketing, Online-Consulting, PR, Einzelfachhandel, Teaching, Coaching, Automatisierungstechniken, Robotik und Wurstspezialitäten. Die Möglichkeiten für eine Doppelführung des Büros sind weitreichend, als 2 voneinander unabhängige Personen wirken wir an zwei Orten gleichzeitig. So würden wir beispielsweise eine Pressekonferenz veranstalten und an ihr teilnehmen, die aus Social-Media bekannte bilaterale Kommunikation würde damit auf eine gänzlich neue, unserer Meinungen nach zukunftsweisende, Ebene gehoben. Zusätzlich kann sich beispielsweise einer von uns in der Betriebskantine aufhalten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erklären, was sie nicht verstehen (Coaching- und Team-Building-Maßnahmen), während der andere die Bürotätigkeiten (Inserateverwaltung, Beschwerden, politisches Ein- und Umfärben) koordiniert, dies alles würde auf Grund unserer engen teaminternen Koordination zeitnah und kompetent abgewickelt werden, unnötige Reibungsverluste durch konträr zur Unternehmungsführung stehende Meinungen wären somit ein weiteres Kapitel des erfolgreichen Geschichtsbuches des ORF. Stichwort Meinungen: Dadurch, dass 2 Personen mit der Büroleitung beauftragt wären, ergäbe sich die Möglichkeit, ein politisch entsprechend breit aufgestelltes StellvertreterInnenteam zusammenzustellen, um sämtlichen Vorwürfen diesbezüglich sofort den Wind aus den Segeln nehmen zu können.</p>
<p>Wir sparen dem ORF real kein Gehalt, dafür fordern wir auch nicht mehr als das, was Sie für eine Person zu zahlen bereit wären. Sie erhalten also 80 Stunden Arbeitszeit zum Preis von 40. Über die Höhe der Entlohnung müsste man sich allerdings auf Grund unserer Erfahrung und Kenntnisse noch unterhalten. </p>
<p>Zum Zwecke eines Gespräches bitten wir Sie, eines der folgenden Zeitfenster zu berücksichtigen, zu anderen Zeiten ist es uns aus privaten und beruflichen Gründen leider nicht möglich, einen Termin wahrzunehmen:</p>
<p>Freitag, 06.01.2011, 10:00 &#8211; 10:30 Uhr<br />
Freitag, 13.01.2011, 13:33 &#8211; 14:13 Uhr<br />
Mittwoch, 29.02.2011, 08:00 &#8211; 08:15 Uhr</p>
<p>In freudiger Erwartung auf ein Gespräch verbleiben wir mit freundlichen Grüßen und wünschen noch ein schönes Restjahr 2012</p>
<p>Michael und Michael</p>
<p>PS: Bedenken Sie bitte, wieviel Ressourcen Herr Intendant Wrabetz sich sparen könnte, indem er sich nur einen Namen für seinen Büroleiter merken muss.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Jahr 2012</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2012/01/04/das-jahr-2012/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 15:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Neujahrsrede wurde dieses Jahr von einem Präsidenten gelesen, der aus einem Gang kommend an einen Stuhl herantritt, der an einem Tisch steht, der irgendwie immer noch am Gang steht. Schließlich setzt er sich, und beginnt gleich einmal damit, zu erklären, was eine Ratingagentur ist, wie wichtig Europa ist, dass Entscheidungen gemacht werden müssen, so [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neujahrsrede wurde dieses Jahr von einem Präsidenten gelesen, der aus einem Gang kommend an einen Stuhl herantritt, der an einem Tisch steht, der irgendwie immer noch am Gang steht. Schließlich setzt er sich, und beginnt gleich einmal damit, zu erklären, was eine Ratingagentur ist, wie wichtig Europa ist, dass Entscheidungen gemacht werden müssen, so als ob das angesprochene Volk noch irgendetwas mit diesen Entscheidungen zu tun hätte, außer mit den Folgen. Freilich gehört er selbst auch nicht zu jenen Menschen, die mit diesen Entscheidungen aktiv zu tun haben, im Gegensatz hat er sich allerdings durchaus freiwillig in dieses demokratische Exil begeben. Anstatt etwas zu sagen, das den Leuten Optimismus spendet, sie erleichtert, ihnen Perspektiven gibt, oder sie zumindest kurz unterhält, redet er über all das, was wir eh schon Länge mal Breite mal Tiefe mal Populismus aus sämtlichen Medien dieses und nicht nur dieses Landes kennen. Und dabei wirkt er auch noch so, als ob er den Text, den er da stockend abliest, zum ersten Mal liest und eigentlich selbst nicht so recht daran glauben mag, was da steht. Wenigstens gibt es ein paar schöne Gesten, und ab und an ein Lächeln, das wärmt das Herz ungemein.</p>
<p>Andererseits, was will man schon groß sagen, als jemand, der jahrzehntelang die österreichische Politik erlebt hat und somit noch weiß, was früher so von einer Politikerin oder einem Politiker gefordert wurde, zumindest an menschlicher oder beziehungsweise idealerweise und intellektueller Kapazität, da kann einem bei einem Vergleich mit jenen, die aktuell so an den Hebeln wirken, die Romantik ins Gesicht schiessen. Wenigstens kündigt der Bundespräsident keinen Krieg an…</p>
<p>Erheiternd im neuen Jahr ist dafür eine weitere Umdefinition des Mittelstands, zumindest laut ÖVP. Hieß es noch im Jahr 2011 während der Budgetrede, dass der Mittelstand jenes Landes aus jenen Leuten besteht, die ein jährliches Einkommen von 20000 bis 100000 € aufweisen, würde jetzt der Mittelstand am härtesten getroffen werden, wenn es eine Erbschaftssteuer gäbe, die einen Freibetrag von nur 400000 € erlaubt. Das sind zwar im schlechtesten Fall 20 Jahre, im besten Fall 4 Jahre, in denen man zu 100% asketisch lebt, um auf einen Betrag in dieser Region zu kommen, aber das ist der ÖVP egal. Wahrscheinlich auch egal ist ihr, dass dadurch geschätzte 98% der Bevölkerung dieses Landes nicht einmal mehr zur Mittelschicht gehören, dabei hätte die Finanzministerin diese Schicht schon so weit nach unten erweitert. Man hat es in der ÖVP nicht immer leicht.</p>
<p>Die SPÖ verfolgt ihren Kurs Richtung Unverschämtheit zumindest auf Bundesebene auch im neuen Jahr konsequent, wenn diese Partei gemeinsam mit der ÖVP nicht dafür sorgen würde, dass geistig Verarmte aus dem braunen Sumpf wieder ans Tageslicht schwappen, könnte es einem ja egal sein. Allerdings erreicht die Dreistigkeit, mit der einem junge unqualifizierte Sauerstoffverschwender quasi mitten ins Gesicht lügen mittlerweile wirklich, wirklich, wirklich sehr schwer zu verdauen. Sollte jemand einen Tipp für eine verdauungsförderndes Mittel haben, ich bitte darum.</p>
<p>Ein schönes Restjahr euch allen!</p>
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		<title>Ein unvollständiger Jahresrückblick</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/12/31/ein-unvollstandiger-jahresruckblick/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 12:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Westbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist 2011 also fast schon vorbei. Werner Faymann ist immer noch Bundeskanzler, trotz Internet, Josef Pröll nicht mehr Vizekanzler, wegen Lungenembolie. Karl-Heinz Grasser ist immer noch zu schön, zu gut ausgebildet, aus zu gutem Hause, um wegen diverser Unschuldsvermutungen von der Justiz belästigt zu werden. Ernst Strasser ist kein EU-Parlamentarier mehr, sogar der ÖVP [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist 2011 also fast schon vorbei. Werner Faymann ist immer noch Bundeskanzler, trotz Internet, Josef Pröll nicht mehr Vizekanzler, wegen Lungenembolie. Karl-Heinz Grasser ist immer noch zu schön, zu gut ausgebildet, aus zu gutem Hause, um wegen diverser Unschuldsvermutungen von der Justiz belästigt zu werden. Ernst Strasser ist kein EU-Parlamentarier mehr, sogar der ÖVP waren seine Ausritte ein bisschen zu viel des Schlechten. Die SPÖ tut mittlerweile nicht mal mehr so als ob es keine Postenschacher gäbe, egal wo, und für den Wissenschaftschaftsminister sind Wutbürger amüsant. Die NMS (ehemals Mittelschule Neu) wird weiter so umgebaut, dass man 2018/19 echt nur die Schilder auf den Hauptschulen ändern muss, das läuft dann unter Sparprogramm. Die ehemalige Innenministerin ist jetzt Finanzministerin, verhält sich allerdings im Wesentlichen genauso wie vorher und brilliert mit Sachverstand und Fremdsprachenkompetenz. Die FPÖ entdeckt die Liebe. </p>
<p>In Italien gibt es jetzt eine nichtgewählte Regierung, dafür gibt es einen Clown weniger, der diesmal womöglich wirklich zumindest offiziell weg ist. In Spanien gabs Proteste, jetzt gibt es dort eine konservative Regierung, in Norwegen beging ein Irrer einen Massenmord, was österreichische Politikerinnen und Politiker zum Anlass nahmen, um die Überwachungsmaßnahmen ein klein wenig auszuweiten. Europa wird von Merkel und Sarkozy regiert, obwohl das EU-Parlament gerade überlegt, ob es vielleicht nicht doch noch legistische Mittel gibt, um sich ab und an ins Regieren einzuschalten. Griechenland ist pfui und faul und undankbar, die Weltwirtschaft insgesamt im Kübel, aber Änderungen sind halt auch so teuer. </p>
<p>In Ägypten wurde eine Diktator, den die meisten in Europa nicht mal mitbekommen haben, durch eine Militärregierung ersetzt, die verspricht, eh bald Wahlen abzuhalten, in Lybien wurde ein anderer Clown ermordet und &#8220;sein&#8221; Land befreit, Tunesien war den meisten irgendwie egal, genauso wie Syrien, obwohl da manche doch schon den Finger heben, dass es vielleicht nicht so leiwand ist, was dort so abgeht, aber es wurde eine Kommission hingeschickt, die feststellen soll, was Sache ist. Dass da ein Kriegsverbrecher dabei ist, das ist einfach nur schlechte Optik.</p>
<p>In Nordkorea gibt es auch einen Clown weniger, aber die Nachfolgeclowns stehen schon in den Startlöchern, man darf gespannt sein, ob Nordkorea oder der Iran den Wettlauf um die nächste Atomwaffe gewinnt. Stichwort Atomwaffe: In Japan hat sich ein Tsunami gemeinsam mit deinem Erdbeben redlich bemüht, ein paar Atomkraftwerke zu schließen, und im Nachhinein muss man froh sein, dass Japan davon betroffen war, und nicht so manch anderes Land.</p>
<p>Auf der Westbahnstrecke fahren jetzt zwei verschiedene Unternehmen, Österreich fährt nicht zur EURO 2012, in der Ukraine werden weiterhin keine Hunde verbrannt, dafür kriegen die Unis ihre Unimilliarde, sogar in neuer Währung. Unsere Kaufkraft ist angeblich wesentlich größer, als noch in den 1970ern, trotzdem kaufe ich mir, im Gegensatz zu meinen Eltern, keine Wohnung und kein Auto. </p>
<p>An dieser Stelle könnt ich euch nach euren Highlights fragen, da es aber wahrscheinlich ähnlich gut klappen würde, wie mit meiner Bitte um Kommentare zum Thema Integration, lass ich diesen Aufruf bleiben, freue mich auf 2012 und wünsche euch das Allerbeste, oder auch das Allerschlechteste, je nachdem, was ihr euch wünscht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Identitätskrise</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/12/08/die-identitatskrise/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 12:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe eine Identitätskrise, und damit stehe ich nicht allein da, zumindest nicht, wenn man dem Integrationsstaatssekretär Kurz Glauben zuwirft. Wie viele Menschen, die so sind, wie ich, also Eltern haben, die aus einem anderen Land nach Österreich eingewandert sind und hier eine Familie gegründet oder erweitert haben, fällt es mir nicht immer leicht, zu [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eine Identitätskrise, und damit stehe ich nicht allein da, zumindest nicht, wenn man dem Integrationsstaatssekretär Kurz Glauben zuwirft. Wie viele Menschen, die so sind, wie ich, also Eltern haben, die aus einem anderen Land nach Österreich eingewandert sind und hier eine Familie gegründet oder erweitert haben, fällt es mir nicht immer leicht, zu sagen, dass ich mich wie ein Österreicher fühle. Weil ich in einer anderen Sprache aufgewachsen bin (zumindest zu Hause), weil das sonntägliche Mittagessen meist erst um 14 Uhr stattfindet, weil der Weihnachtsabend für mich eigentlich ein Fasttag und so weiter und so fort. Bei Fussballspielen zwischen Österreich und Polen fiebere ich für die Weiß-Roten mit, früher aus sportlichem Selbstschutz, mittlerweile gehen mir die rationellen Gründe dafür aus, beim Skispringen wars aber auch so, dass ich lieber die springende Rotzbremse siegen gesehen habe, als Morgi, Schlieri, Wolfi oder sonstwen. Trotzdem würde ich behaupten, dass meine Integration in Österreich durchaus ganz gut funktioniert hat.</p>
<p> Im Verlauf meines Lebens haben mich freilich nicht besonders helle Gestalten gefragt, wie das überhaupt geht, wenn man nicht sagen kann, ob man Österreicher ist oder Pole, und ein wenig habe ich tatsächlich darüber nachgedacht und mir mit der Behelfskonstruktion &#8220;Ich bin Wiener&#8221; weitergeholfen. Auf die Frage: &#8220;Wenns da hier nicht gfallt, was machst dann noch da, wieso schleichst dich nicht z&#8217;Haus?&#8221; habe ich meistens gar nicht geantwortet, denn Identitätsgefühl ist die eine Sache, die sich Wohlfühlen eine gänzlich andere. Ich muss nicht unbedingt die Identität eines Faschisten teilen, wenn er mir einen Platz im Warmen anbietet, während ich vor der Tür erfrieren müsste, nur so als Beispiel.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, als was sich meine Eltern sehen, vielleicht, weil es ihnen auch ähnlich egal ist, wie es mir mittlerweile geworden ist. <del datetime="2011-12-10T14:55:07+00:00">Sie sind damals nach Österreich gekommen, weil Österreich auf sie den Eindruck machte, die Möglichkeiten für ein angenehmes Leben zu bieten, dieser Eindruck hat sich bis heute nicht geändert.</del> Revision: Ich habe keine Ahnung, wieso sie damals nach Österreich gekommen sind. Sie haben die Sprache gelernt, haben sich ins Berufsleben mehr oder weniger erfolgreich eingeschlossen, und haben ihr Kind so erzogen, wie sie es wohl in großen Teilen auch in Polen getan hätten. Freilich unter wesentlich angenehmeren Umständen.<br />
Das Resultat ist eine Person, die sich in Österreich wohl fühlt, ohne wirklich sagen zu können, Österreicher zu sein. Ich habe einen fantastischen Job, zahle meine Steuern, habe Freunde, von denen interessanterweise so gut wie niemand einen Migrationshintergrund hat (einerseits ist diese sprachliche Konstruktion zwar ein wenig älter, aber immer noch sensationell, andererseits lüge ich, wenn ich sage, dass ich einen habe, zumindest laut Statistik Austria). Irritierenderweise entspreche ich damit dem, was Kurz als eine Ausweg aus der Diskriminierung ansieht:  <em>&#8220;Dieses Bewusstsein kann nur entstehen, wenn man erfolgreich ist, sich hier etwas aufbaut, eine Wohnung kauft und Wurzeln schlägt.&#8221;</em> Er spricht bei diesem &#8220;Bewusstsein&#8221; davon, sich zum Österreichersein zu bekennen, ein Österreichbewusstsein zu entwickeln oder zu schaffen. Integration ist also nur durch Assimilierung möglich, und Assimilierung findet durch wirtschaftlichen Erfolg statt.</p>
<p>Das soll eine Lösung sein? Erfolg ist im Gegensatz zu dem, was uns die Leistungsträgerpartei erklären möchte, in den seltensten Fällen von den eigenen Fähigkeiten abhängig. Eine Wohnung kaufen? Wie? In welcher Welt lebt dieser Mensch? Mein Verdienst liegt über dem österreichischen Durchschnittseinkommen, und eine Wohnung zu kaufen ist in etwa so realistisch wie eine Reise zum Mond mit meinem Fahrrad (wer mir jetzt mit Kredit kommt, verdient sich eine Gnackwatschn&#8230;).</p>
<p>Aber wieso muss ich überhaupt eine österreichische Identität entwickeln, um in diesem Land gleichberechtigt behandelt zu werden? Was ist diese österreichische Identität überhaupt? Was habe ich als Wiener mit einem Vorarlberger gemeinsam, oder mit einem Kärtner? Wie bitte soll ein Umschwung in den Köpfen stattfinden, hin zu einer offeneren Gesellschaft, die Einflüssen von außen nicht automatisch mit Argwohn entgegentritt, wenn der dafür zuständige Staatssekretär den &#8220;Erfolg&#8221; der Integration verknüpft mit beruflichem Erfolg und Immobilienbesitz? </p>
<p>Randnotizen aus der innenpolitischen Restlandschaft der letzten Tage:<br />
Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf möchte seinen Einfluss geltend machen, um den WKR-Ball auch in Zukunft in der Hofburg stattfinden zu lassen. Ich hoffe, dass der Einfluss gering ist.</p>
<p>Sein Amtsvorgänger und mittlerweile Bundespräsident Heinz Fischer empfiehlt der Opposition, bei der Abstimmung zur Schuldenbremse einfach den Plenarsaal zu verlassen, dann stimmen sie nicht zu, aber die Zweidrittelmehrheit ist trotzdem geschafft. Ich hoffe, dass diese Vorgehensweise in der Politikwissenschaft als die &#8220;Heinz-Fischer-Methode&#8221; verankert wird (oder eigentlich wurde).</p>
<p>Und die Bundesregierung hat sich ausgedacht, dass man das Parlament eigentlich gar nicht braucht, um die Schuldenbremse verpflichtend durchzuzusetzen. Man beschließt einfach eine 15a-Bestimmung, die für die Länder verpflichtend ist, und gut ists.</p>
<p>Wem noch nicht fröstelt: </p>
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<p>Gut ists.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Post an Bundeskanzler Werner Faymann</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/11/24/offener-post-an-bundeskanzler-werner-faymann/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 13:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Geehrter Herr Faymann! Als langjähriger und offensichtlich schlecht geübter Staatsbürger erlaube ich mir, die Kommunikationsmittel, die Sie neuerdings erschlossen haben, zu nutzen, um ein paar Fragen an Sie zu richten. Selbstverständlich erwarte ich mir einige Antworten, sofern es sich zwischen Weltretten und so tun als ob ausgeht. 1) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Geehrter Herr Faymann!</p>
<p>Als langjähriger und offensichtlich schlecht geübter Staatsbürger erlaube ich mir, die Kommunikationsmittel, die Sie neuerdings erschlossen haben, zu nutzen, um ein paar Fragen an Sie zu richten. Selbstverständlich erwarte ich mir einige Antworten, sofern es sich zwischen Weltretten und so tun als ob ausgeht.</p>
<p>1) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben Ihres Twitter-Kanals?</p>
<p>2) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben einer Facebook-Fanpage?</p>
<p>3) Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Betreiben eines Youtube-Kanals?</p>
<p>4) Wieso muss ich auf Facebook ihr &#8220;Fan&#8221; werden, um einen Link auf Ihrer Pinnwand zu hinterlassen, ohne dass ich einen Post kommentiere?</p>
<p>5) In Zeiten von Schuldenbremse, Inseratskandale und sonstige Köstlichkeiten frage ich Sie, wie es mit Ihrem politischen Gewissen vereinbar ist, eine nicht unbedingt als bescheiden zu bezeichnende Summe Geld, welches nicht aus Ihrer Tasche kommt, in Ihre Onlineaktivitäten zu stecken?</p>
<p>6) Wann kommt Ihrerseits eine Klarstellung, was es mit den gekauften Fans, den Leserbriefen, etc. zu tun hat?</p>
<p>7) Und als letzte Frage: Finden Sie nicht, dass es an der Zeit wäre, damit aufzuhören, das Volk, das sie zu einem gewissen Teil gewählt hat, auf den Arm zu nehmen und die Arbeit als Bundeskanzler aufzunehmen?</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, ich freue mich auf Ihre Antworten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein kurzer Stand der Dinge</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/11/14/ein-kurzer-stand-der-dinge/</link>
		<comments>http://inartissojo.com/blog/2011/11/14/ein-kurzer-stand-der-dinge/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 20:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inartissojo.com/blog/?p=386</guid>
		<description><![CDATA[Russland kauft Badmintonschläger, um seine Elitesoldaten fit zu halten. Italien hat einen Berater von Goldman Sachs als Premierminister. Griechenland hat kein Geld, also keine Probleme. In Österreich halten 6% der Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung des Bildungssystems für wichtig. Großbritannien legt die Latte für zukünftige Premierministerinnen oder Minister so niedrig, dass man schon wieder drüberspringen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Russland kauft Badmintonschläger, um seine Elitesoldaten fit zu halten.<br />
Italien hat einen Berater von Goldman Sachs als Premierminister.<br />
Griechenland hat kein Geld, also keine Probleme.<br />
In Österreich halten 6% der Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung des Bildungssystems für wichtig.<br />
Großbritannien legt die Latte für zukünftige Premierministerinnen oder Minister so niedrig, dass man schon wieder drüberspringen kann.<br />
Stichwort Springen: In Wien findet das Fest der Pferde statt.<br />
In Syrien ist das Ausland schuld an der Misere, es soll aufhören, unnötig Gewalt anzustacheln.<br />
Saudi-Arabien ist das alles prinzipiell egal, aber doch nicht ganz.<br />
Palästina ist für die Unesco ein offizieller Staat.<br />
Die Unesco muss ab jetzt auf Geld verzichten, die USA zahlen nichts.<br />
Das Militärbudget der USA wird im Jahr 2012 eine Rekordhöhe von über 710 Milliarden Dollar erreichen.<br />
Der Staat Österreich nimmt im Jahr grob über den Daumen 150 Milliarden Euro ein.<br />
Norwegen verschärft seine Anti-Terrorgesetze nicht.<br />
In Deutschland werden rechtsextremistische Gruppierungen vom Verfassungsschutz finanziert.<br />
In Mitteleuropa ist es neblig und kalt.<br />
Der November ist so, wie er ist. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Werner Faymann und das Internet</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/11/04/werner-faymann-und-das-internet/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:36:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[wichtig]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte nicht behaupten, dass der Twitter-Account &#8220;teamkanzler&#8221;, der offizielle Twitter-Account des österreichischen Bundeskanzlers also, der nutzloseste Account ist, dem ich folge, da würden sich sicher ein paar finden, die Faymann auch in dieser Rangliste auf einen der hinteren Plätze verschieben würden. Aber ich möchte schon fragen, was für einen Sinn ein Account hat, der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte nicht behaupten, dass der Twitter-Account &#8220;teamkanzler&#8221;, der offizielle Twitter-Account des österreichischen Bundeskanzlers also, der nutzloseste Account ist, dem ich folge, da würden sich sicher ein paar finden, die Faymann auch in dieser Rangliste auf einen der hinteren Plätze verschieben würden. Aber ich möchte schon fragen, was für einen Sinn ein Account hat, der im Wesentlichen aus folgenden Meldungen besteht: </p>
<p>@xxxx: done ;-)<br />
@ieuls: wird erledigt!<br />
@93ls: danke! :-)<br />
@93kdl: müssen wir schauen!<br />
@m9jkl: müssen wir fragen!<br />
@wijl: wird sich zeigen!<br />
@jilje: ja sicher!<br />
@ljijlkad: hier! http://bit.ly/jldkf</p>
<p>Und so weiter, und so fort. Ich bin mir schon dessen bewusst, dass der Teamkanzler vermutlich mehr Zusendungen bekommt, als meine Wenigkeit, aber sollte dazwischen nicht ab und an auch nützlicher, interessanter, spannender Content herauskommen? Sollte es nicht die Aufgabe des Teams, das hinter diesem Account steht, diese Tweets sinnvoll zu sammeln, zu bearbeiten, so, dass ein von außen nachvollziehbarer Dialog möglich ist? </p>
<p>Und wieso flutet man am Tag des Starts den Channel mit dutzenden Nachrichten, um dann schon vier Tage später kaum noch Updates zu liefern?</p>
<p>Und zum Thema Facebook: Wieso ist die Pinnwand gesperrt? Wieso kann ich nicht öffentlich ein Thema vorschlagen, sondern müsste zu einem der vorgebenen Meldungen kommentieren. Was soll das?</p>
<p>Dass es grad in einer Zeit, wo relativ viel Stinkendes im Bereich Inserate, unerlaubte Werbungen, bla, bla, nach außen dringt schon ziemlich dreist ist, mit einem &#8220;Social-Media-Auftritt&#8221; zu prahlen, der voll professionell wird, voll teuer war, das sei einmal dahingestellt. Dass dieser Auftritt dann auch noch so aussieht, das ist doch wirklich nur noch eine Verarsche. Also die Frage direkt: Werner Faymann, wieso verarschen Sie uns?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Pensionsschock? Schockpensionisten!</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/10/31/pensionsschock-schockpensionisten/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 08:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon so schrullig wie so manch ältere Menschen, denen man im Alltag begegnet. Naiverweise gehe ich davon aus, dass es sich leichter lebt, wenn man auf gewisse, nennen wir es Konventionen, einfach gepflegt einen gedanklichen Krapfen drauflegt. Man ist in seiner Welt, in der kennt man sich aus, hat [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon so schrullig wie so manch ältere Menschen, denen man im Alltag begegnet. Naiverweise gehe ich davon aus, dass es sich leichter lebt, wenn man auf gewisse, nennen wir es Konventionen, einfach gepflegt einen gedanklichen Krapfen drauflegt. Man ist in seiner Welt, in der kennt man sich aus, hat ja schließlich schon Jahrzehnte mit sich und dieser Welt verbracht, und alles, was es bisher nicht geschafft hat, in diese Welt einzudringen, ist es wohl sowieso nicht wert, sich damit auseinanderzusetzen.</p>
<p>Macht mich jemand darauf aufmerksam, dass ich gerade ein bisschen gar laut in mein Mobiltelefon plärre, schüttel ich einfach nur den Kopf, murkse ein „Die Leit, die Leit&#8230;“ heraus und telefoniere munter weiter. Was interessiert mich die Ruhezone im Zug, irgendwann habe sicher auch ich dafür gekämpft, dass es so etwas überhaupt gibt, ganz sicher.</p>
<p>Wenn im Zug eine Zeitung auf dem Tisch liegt, dann nehme ich sie mir. Proteste der Besitzerin oder des Besitzers sind mir wurscht, denn ich habe ein Anrecht auf Zeitungen, so.</p>
<p>Wenn ich gerade in einer Reisegesellschaft fahre und mich die Lust packt, einem Freund ein Geburtstagsstanzl zu singen, dann packe ich die Quetschn aus und singe, Ruhezone siehe oben.</p>
<p>Wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, dass ich gleich von einer Straßenbahn aus meinem Dasein geräumt werden, dann schreie ich diese Person an, gebe ihr zu verstehen, dass sie sich schleichen soll, mich in Ruhe lassen soll, dass ich mich extra weit weg gestellt habe, damit ich das Geschwätz dieser Person nicht ertragen muss. Und dann beschimpfe ich die Person als Sklaven der Gesellschaft und der Handys.</p>
<p>Wenn ich jemandem eine Email (!) schreibe, rufe ich sofort an, um zu sagen, dass ich gerade eine Email geschrieben habe und egal wie die andere Person darauf reagiert, ich erzähle ihr trotzdem den gesamten Inhalt der Email.</p>
<p>Aber eigentlich muss man gar nicht alt sein, um sich so zu verhalten. Oder handelt es sich bei solchen Verhaltensmuster tatsächlich um ein Altersprivileg?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine kurze Anleitung an die Politikerin und den Politiker von heute</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 17:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer öfter und an immer mehr Stellen hört man, und liest man, und bekommt man gesagt, dass die Leute der Politik nicht mehr vertrauen, dass die Leute verdrossen sind, müde sind von der Politik, die verloren, korrupt, machthaberisch, verbrecherisch und egoistisch ist und stinkt. Und die armen Politikerinnen und Politiker wissen nicht mehr, wie sie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Immer öfter und an immer mehr Stellen hört man, und liest man, und bekommt man gesagt, dass die Leute der Politik nicht mehr vertrauen, dass die Leute verdrossen sind, müde sind von der Politik, die verloren, korrupt, machthaberisch, verbrecherisch und egoistisch ist und stinkt. Und die armen Politikerinnen und Politiker wissen nicht mehr, wie sie das Vertrauen der Wählerschaft erarbeiten können, es glaubt ihnen ja niemand mehr. Damit diese armen Leute nicht verzweifeln, habe ich hier ein paar Punkte zusammengefasst, die bei richtiger Anwendung Erfolg versprechen.</p>
<ul>
<li>Sei kein Scheisskerl! Niemand mag Scheisskerle, und auch keine Scheisskerlinnen. Nicht einmal Darth Vader.</li>
<li>Benimm dich ordentlich!</li>
<li>Schreie kein Flugpersonal an, wenn es sich weigert, einen Flughafen im Blindflug anzusteuern und schreie das Personal auch nicht an, wenn es nicht auf deinen Wunsch reagiert, gefälligst den Flugplan von der gesamten euro-amerikanischen Flugzone zu ändern, damit du trotz Verspätung trotzdem nicht den Anschlussflug verpasst. Selbst wenn es verständlich ist, dass du deinen Schweinsbraten gern frisch hast.</li>
<li>Greife niemanden an, der oder die sich davon gestört fühlt. Egal wo, egal wie, egal wieso. Und lasse auch nicht greifen, du Scheisskerl!</li>
<li>Kaufe keine Meinungen, erarbeite sie. Und vergleiche nicht Zeitungsredakteure mit Diktatoren.</li>
<li>Wenn du etwas versprichst, halte es ein. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du es schaffst, dann sag das, und gib kein Versprechen ab. Wenn du abhängig bist von anderen, verspreche nichts. Wenn es dir scheissegal ist, verspreche nichts.</li>
<li>Kontakte sind eh fesch. Aber wenn du sie nutzt, mach es so, dass niemand zu Schaden kommt. Wirklich niemand. Wenn dein Horizont oder deine Weitsicht nicht ausreichen, um dies unfallfrei zu bewerten, dann vergiss das mit dem Ausnutzen der Kontakte.</li>
<li>Mach verdammt noch mal keine Werbung für Unternehmen, die nichts mit dem Staat zu tun haben. Und mach für dich durch Arbeit Werbung, und nicht durch Grinsekatzeninserate.</li>
<li>Höre den Leuten zu, versuche ihre Probleme zu verstehen, und wenn du sie nicht verstehst, lass sie dir erklären. Deine Aufgabe ist es, Probleme zu lösen, nicht darüber zu sprechen.</li>
<li>Gib Konzepte vor, habe Visionen und nimm genug Energie mit, um sie gegen Widerstände durchzusetzen.</li>
<li>Erkläre deine Ideen, deine Pläne, deine Entscheidungen. Halte die, denen du es erklärst, nicht für blöd.</li>
<li>Lass dich nicht kaufen!</li>
<li>Sei populär, aber sei es durch deine Arbeit, nicht durch deine Kampagne.</li>
<li>Und nochmal: Sei kein Scheisskerl!</li>
</ul>
<p>Diese Liste könnte man im Detail endlos fortsetzen, aber wenn du Politikerin oder Politiker bist und dich an diese Punkte hältst, wirst du sicher einiges bewirken können. Aber wenn du Politikerin oder Politiker bist, dann liest du diesen Mist eh nicht, oder?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rauchen oder nicht Rauchen, was ist hier die Frage?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/10/10/rauchen-oder-nicht-rauchen-was-ist-hier-die-frage/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 09:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Moment ist es scheinbar wieder in Mode, sich gegenseitig darüber den Schädel zu spalten, ob es jetzt cooler ist, zu Rauchen oder nicht zu Rauchen. Und es ist mir fast peinlich, zu gestehen, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was jetzt genau das Problem ist. Früher waren die Fronten ganz klar gezogen: Wer cool [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment ist es scheinbar wieder in Mode, sich gegenseitig darüber den Schädel zu spalten, ob es jetzt cooler ist, zu Rauchen oder nicht zu Rauchen. Und es ist mir fast peinlich, zu gestehen, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was jetzt genau das Problem ist.</p>
<p>Früher waren die Fronten ganz klar gezogen: Wer cool sein wollte, hatte zu pofeln, was das Zeug hält, aber nur Zigaretten, die Sportvariante war etwas für Hippies. Bis auf filmische Superhelden hatten alle lässigen, fantastischen, supereren Leut mindestens einen Tschick im Mundwinkel hängen. Superman nicht. Aber der ist halt auch echt anders. Aber diese Bild wissen wir, und so manch neuere Produktion spielt damit, Mad Men zeigt vor, wie gut ein Lucky Strike-Packerl in einer Hemdtasche aussieht.</p>
<p>Dass der Umgang mit diesen Suchtmitteln natürlich irgendwie naiv und verklärend ist, wurde irgendwann von der Unterhaltungsindustrie eingesehen, das Image hat sich gewandelt, und auch in der Formel 1 gibts jetzt Werbung für Computerteilzulieferer statt für Marlboro, nun gut.</p>
<p>In der europäischen Union setzen sich jetzt nach und nach Gesetze durch, die Regeln sollen, wie es denn mit dem Umgang mit diesen Nikotindingern in der Öffentlichkeit aussehen soll, und irgendwie ist ja ein gewisser politischer Konsens vorhanden. Geraucht wird im Privatbereich, punkt. Weil überall anders schadets eventuell jemandem, der oder die nicht davon berührt werden möchte, aus welchen Gründen auch immer. Nach ein paar Jahren Evolution könnte man meinen, dass dieses Thema eigentlich keine große Sache ist. Und selbst Politikerinnen und Politiker gehen mit bestem Beispiel voran, oder haben Sie irgendwann in den letzten 10 Jahren jemanden von denen rauchen gesehen? Na eben&#8230;</p>
<p>Und jetzt kommt man wohl zu den Wirtschafts- und Lobbyinteressen: Rauchen ist gar nicht so ungesund, wie man tut, das stimmt alles nicht, die linkslinken Systemmedien schlagen auch da zu und so weiter und so fort. Fakten werden von Antifakten vernascht, Studien überschlagen sich in- und umeinander und am meisten freuen sich wahrscheinlich die Institute, die für die Studien zuständig sind. &#8220;Heast, mochts es mal die Antikampagne, die nimmt man uns nimma ab.&#8221; &#8211; &#8220;Passt, dafür gibts dann am Monatsende wieder an gscheiten Empfang, ja?&#8221;</p>
<p>Dass Zigaretten ihre positiven Seiten haben, das wird von Leuten, die zumindest ab und an gekostet haben, auch nicht wirklich in Abrede gestellt, auch wenn das, was heutzutage als Zigarette verkauft wird, ja wirklich ein eigentlich unzumutbares Derivat ist, aber gut. Dass es nicht besonders gesunde oder wirtschaftlich kluge Gründe gibt, das wird auch niemand von der Hand runterdiskutieren wollen. Ziemlich ähnlich verhält es sich ja mit Alkohol, und soweit mir bekannt ist, kommt das in der Arbeit trinken oder betrunken sein nicht besonders gut an, auch wenn es strenggenommen keine Gesetze dagegen gibt.</p>
<p>Das eine gut, das andere schlecht zu heißen, das ist halt schon ein wenig unehrlich und verdrehend. Dass der Einfluss auf meine Umgebung ein anderer ist, wenn ich mir ein Bier hineinstell oder mir eine Zigarette anrauche, das wird wohl hoffentlich niemand verneinen, außer ich neige dazu, mein Bier grundsätzlich in einer Temperatur von min. 100° Celsius zu genießen. Dass es direkte und indirekte Folgen gibt, das weiss doch mittlerweile jedes Kind.</p>
<p>Also, bitte, ein wenig mehr Ernst, oder weniger, je nachdem, was man darunter versteht, in die Diskussion mitnehmen. Wenn man sich anschaut, was zu diesem Thema geschrieben, debattiert, herumgedreht, beleuchtet, beschimpft und bewasweißichwast wird, dann kann einem einfach nur noch schlecht werden. Die Tatsachen liegen auf dem Tisch, ziemlich klar. Vernunft und Nachsicht muss man sich erarbeiten, die Bemühungen in diese Richtung bleiben allerdings von Bestand. So!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist ein Aufzug?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/10/05/was-ist-ein-aufzug/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 08:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[aufzug]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: Ich überwinde meine Faulheit und setze ab jetzt Großbuchstaben, wo es mir nötig erscheint&#8230; Es ist eigentlich erstaunlich, dass dieser Klassiker der Alltagsunterhaltung so lange gebraucht hat, um auf meinem gedanklichen Schlachttisch zu landen. Einen Aufzug benützt man als in einer Stadt lebender Mensch vermutlich täglich. Wenn man ihn nicht benutzt, dann kommt man [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Disclaimer: Ich überwinde meine Faulheit und setze ab jetzt Großbuchstaben, wo es mir nötig erscheint&#8230;</em></p>
<p>Es ist eigentlich erstaunlich, dass dieser Klassiker der Alltagsunterhaltung so lange gebraucht hat, um auf meinem gedanklichen Schlachttisch zu landen. Einen Aufzug benützt man als in einer Stadt lebender Mensch vermutlich täglich. Wenn man ihn nicht benutzt, dann kommt man beinahe unter Garantie an einem vorbei. Für die 10 bis 15 Leute, die nicht wissen, was ein Aufzug ist, gibt es hier und jetzt eine kurze Einleitung.</p>
<p>Ein Aufzug oder Lift, wie es unter anderem in manchen Gegenden Deutschlands und in England heißt, aus dem Englischen kommt der Begriff nämlich, denn liften heißt nicht nur Pobacken und Wangen straffen, sondern auch heben, und das ist natürlich genauso unpräzise, wie Aufzug, weil schließlich handelt es sich bei diesem Wunderwerk nicht um ein Gerät, das lediglich nach oben, sondern durchaus auch nach unten fahren kann. Der Amerikaner nennt es übrigens elevator, was eben auch nicht ganz richtig, aber auch nicht ganz falsch ist. Ich wäre für schlurf, habe aber ob meiner späten Geburt kaum noch Mitspracherecht.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-364" title="ab" src="http://inartissojo.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/ab.jpg" alt="" width="400" /><br />
<em>Aufzüge sind meistens klar beschriftet. Musterbeispiele findet man beispielsweise am Wiener Westbahnhof</em></p>
<p>Aufzüge gibt es in verschiedensten Ausführungen und unterschiedlich lang. Es gibt die Pater-Noster-Variante, obwohl das eigentlich fast schon gelogen ist, denn im Alltag ist sie praktisch ausgestorben, weil zu gefährlich. Hat die Leut zu sehr gereizt, einfach weiterzufahren, sich vom Mühlwerk zerquetschen zu lassen, oder beim vorbeifahren der Stockwerke Hände, Arme oder Bierflaschen rauszustrecken. Merke: Auch bei Aufzügen ist weniger Verantwortung mehr!</p>
<p>Es gibt gläserne Geschöpfe, die sich an den Außenseiten von Hochhäusern hochquälen, dabei so wirken, als würden sie gar keine Anstrengung auf sich nehmen, und den Blick freigeben auf die Insassen, die mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit sehr unglücklich sind, dass sie nicht für kurze Zeit ohne Wahrnehmung sind, besonders, wenn der Boden des Käfigs auch aus Glas ist.</p>
<p>Und es gibt ganz normale Aufzüge, mit Schiebetüren, in Bürogebäuden, in Ubahnstationen, in Krankenhäusern. Früher kam es vor, dass ein Liftwart, der sogenannte liftboy, die Bedienung dieses komplexen Geräts übernahm, aber seit ein durchschnittliches Telefon mehr Knöpfe hat, als die Bedientafel eines Aufzugs, ist auch dieser Beruf in Vergessenheit geraten. Elegant war er schon, unterhaltsam, wenn auch nicht für die, die ihn ausgeübt haben, obwohl sie angeblich viel mithören konnten, über das sie natürlich nicht sprechen durften, ähnlich wie Ärzte und Patienten, man kennt das.</p>
<p>In Aufzügen der netteren Art wird Musik gespielt, Fahrstuhlmusik, und das gilt nicht zu Unrecht als ein Schmähwort für andere Musikarten. Aber wer sweet child o&#8217; mine am Soloklavier schätzt, der schätzt sicher auch Hotels.</p>
<p>In Aufzügen gilt es üblicherweise einige Verhaltensregeln zu befolgen, diese sind relativ universell und vom Ort der Installation beinahe unabhängig. Grundsätzlich gilt: Wer stärker drängelt, ist früher drin. Sobald sich die Pforten zum Glück öffnen, sollten die Aktentasche eingeklemmt, die Rucksackgurte strammgezogen, die Arschbacken zusammengezwickt sein, denn jetzt gehts los: Auch wenn Leute auf die absurde Idee kommen sollten, aussteigen zu wollen, dürfen Sie nicht nachgeben. Ihr Wille muss eisern sein, Ihr Ziel ist das Innere der Kabine, und nichts anderes. Lassen Sie alles links und rechts liegen, sobald genug Platz gefunden wurde, um zu stehen, drehen Sie sich Richtung Tür, bleiben stehen, und starren auf die Anzeige über der Tür. Auch beziehungsweise eigentlich vor allem dann, wenn es gar keine gibt. Es kommt nämlich der wichtigste Teil des Zustiegprozesses: Sie müssen ausblenden, was um Sie herum passiert. Konzentrieren Sie sich auf die Musik, und nicht auf die Mutter mit Kinderwagen, die schon den vierten Aufzug abwartet, weil sie zu schwach ist, um korrekt in den Lift einzusteigen. Ignorieren Sie den Rollstuhlfahrer, er hat sein Schicksal ganz sicher verdient, zeigen Sie keine Schwäche, wenn ein Pensionistenehepaar Ihnen verzweifelt hinterherblickt, denn auch wenn sich die zwei nicht mehr daran erinnern können: Sie sind sicher schon genug Aufzug gefahren in ihrem Leben.</p>
<p>Sollten Sie das Pech haben und Ihre in langen Jahren antrainierten Soft- und Hard-Skills nicht anwenden müssen, weil das Verkehrsaufkommen ein Drängeln schlicht nicht notwendig macht, so können Sie diese fahrten zum Training einiger wertvoller Spezialfähigkeiten nutzen. Diese wären beispielsweise:</p>
<p>Steigen Sie in den Aufzug ein, und gehen Sie gar nicht bis ans Ende der Kabine. Bleiben Sie gleich am Anfang stehen, halbmittig, drehen Sie sich um und, nun, sie wissen ja, was dann zu tun ist. Zusatzpunkte gibt es hier fürs Abstellen einer Tasche mittlerer Größe, natürlich zur Kabinenmitte gewendet. Was jetzt kommt, ist ein wichtiger Teil der Übung: Geben Sie jeder Person, die sich an ihnen vorbeidrängt, zu verstehen, wie unnötig und mühsam dieses Vorbeidrängen war, wieviel Anstrengung es Sie gekostet hat, um nicht aus dem Weg zu gehen und somit den Einstieg nicht zu erleichtern. Andere Leute sollen die Unnötigkeit ihrer Existenzen ruhig öfter zu spüren bekommen.</p>
<p>Eine weitere Pflichtübung: Telefonieren Sie ruhig im Aufzug. Auch wenn Sie wissen, dass sie keinen Empfang haben. Ihre Mitfahrerinnen und Mitfahrer werden es ihnen danken, dass Sie den noch immer nicht ausreichend gepflegten Dialogfetzen &#8220;Was, ich kann dich nicht hören. Was sagst? Was, ja, na, ich hab kan empfang. Was willst? Geh, wart, ich ruf dich, Was? Was ist?&#8221; auch auf diesem Abschnitt ihres Lebensweges mithören dürfen.</p>
<p>Es ist in Aufzügen übrigens durchaus erwünscht, dass man Leute, die in günstigerer Lage zur Bedientafel stehen, nicht darum bittet, das Stockwerk zu wählen, in dem man gerne aussteigen würde. Verbaler Kontakt kann nur missverstanden werden, es gibt nichts klareres, als ein mittelsanftes Zur-seite-drängen-und-den-job-selbst-erledigen.</p>
<p>Es gäbe noch eine Vielzahl zu Berichten über Aufzüge, an dieser Stelle endet der Einstieg, es gilt jetzt nämlich Aufzug zu fahren und zu üben, viel Vergnügen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>früher war alles härter</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/09/27/fruher-war-alles-harter/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 17:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[mir ist wieder mal das vergnügen in den schoß gefallen, ein paar leute, die nicht unbedingt meiner generation zugehörig sind, durch wundervolle und schöne landstriche zu chauffieren und dabei zu lernen, dass es nicht nur in österreich leut gibt, die anständig arbeiten, aber halt doch net sehr oft, dass man loben muss, wenn jemand tüchtig [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>mir ist wieder mal das vergnügen in den schoß gefallen, ein paar leute, die nicht unbedingt meiner generation zugehörig sind, durch wundervolle und schöne landstriche zu chauffieren und dabei zu lernen, dass es nicht nur in österreich leut gibt, die anständig arbeiten, aber halt doch net sehr oft, dass man loben muss, wenn jemand tüchtig ist und dass dieses wort überhaupt noch verwendet wird. nun ist es ohne einiger bekanntschaft zu einer person nicht immer einfach, zu dekodieren, ob jemand etwas ernst meint oder eher etwas im sogenannten scherz, außerdem bin ich der meinung, dass es bei damen und herren älterer semester im allgemeinen schwieriger ist, humor oder nichthumor richtig lesen zu können, aber ich finde derlei erkenntnisse eigentlich fantastisch, vor allem von leuten, die ganz offensichtlich schon einige landstriche dieses planeten in ihren erfahrungsschatz eingepflegt haben, zumindest wenn man dem zustand ihrer koffer nach urteilen möchte. die werden allerdings im flugzeug kaputt, und im 4-stern-hotel hat man womöglich nicht immer kontakt zur oberfläche. aber, was sag ich, aus mir spricht der pure neid.</p>
<p>und dabei sollte der neid dankbarkeit sein.</p>
<p>denn ich habs so leicht, genauso wie alle anderen in meiner generation, wir haben es so verdammt leicht. wir haben alles, im überfluss, und was machen wir? sind verzogen, arbeiten nichts, jammern, wenn wir schwanger werden, erdreisten uns, länger als 3 stund pro woche zu schlafen, sudern herum, dass wir nix haben und wissen von allem nichts.</p>
<p>gewissermaßen haben sie ja recht, auch wenn sie natürlich keine ahnung haben, also sie, die älteren, die sich noch um brot und butter streiten musste, tagelang gefroren haben und was weiß ich alles durchstehen mussten. nimmt ihnen niemand weg, und ich bewundere jede person, die das, was sich vor 70 jahren beispielsweise in europa abgespielt hat, durchaus. wenn ich auch der meinung bin, dass allein die menge an leuten, die es geschafft haben, zeigt, dass die leistung womöglich durchschnittlich war, sprich, ich sie vielleicht auch erbracht hätte, aber wie gesagt, wegnehmen tut ihnen niemand etwas. glaub ich.</p>
<p>gespräche dieser gangart können ein wenig an die nieren gehen. müssen sie nicht.</p>
<p>aber wie war das mit gewissermaßen recht haben? man starrt große teile des arbeitstages in einen bildschirm, färbt um, tippt, kalkuliert, spielt tetris und nennt es arbeit. oder man unterhält sich mit irgendwelchen leuten in irgendwelchen städten und versucht ihre probleme zu lösen. probleme, die mit ins bildschirm-starren und umfärben zu tun haben, meistens, und dann nennt man das arbeit. und dann kommt man nach hause, besucht die großmutter, und die fragt dann: &#8220;und, was hast heut produziert? hast du was zu essen gemacht, oder ein haus gebaut, oder zumindest einen ziegel? nein, na, prächtig, und du willst arbeiten?&#8221;</p>
<p>douglas adams hat in seinem prächtigen anhalter eine waffe ersonnen, mit der man einer anderen person den eigenen standpunkt vermitteln kann. so deutlich, dass diese person dann kurz oder länger so verdutzt ist, dass sie nicht anders kann, als in sich zu gehen und sich für einen idioten zu halten. nun denn, manchmal wäre so eine waffe in echt praktisch, nicht nur den älteren gegenüber. aber wahrscheinlich komme ich auch nur auf so gedanken, weil ich nicht gerade socken stopfen muss, oder hosen nähen, oder bügelbretter zusammennageln oder mauerwerk ausbessern, oder mich für brot anstellen muss.</p>
<p>aber reizen würde mich der einsatz so einer waffe schon. beispielsweise bei wolfgang schüssel. was da wohl passieren würde, wenn er realisieren würde, was andere leute halten und denken? wahrscheinlich eh nichts, das können die leute ja tatsächlich großartig, das ausblenden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>man müsste einen scheuch erfinden</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 19:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[so sehr mir der herr scheuch und seinesgleichen im magen liegen, so schwer, dass ich dafür sogar meine pause unterbrechen muss, muss man doch folgendes festhalten: in jeder demokratie, in jedem staat, der etwas auf sich hält, in jeder gemeinschaft, die liberal, tolerant, humanistisch, sozial aufgebaut ist, müsste man eine person wie scheuch (oder wen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>so sehr mir der herr scheuch und seinesgleichen im magen liegen, so schwer, dass ich dafür sogar meine pause unterbrechen muss, muss man doch folgendes festhalten: in jeder demokratie, in jedem staat, der etwas auf sich hält, in jeder gemeinschaft, die liberal, tolerant, humanistisch, sozial aufgebaut ist, müsste man eine person wie scheuch (oder wen auch immer aus dessen dunstkreis) erfinden, wenn es ihn nicht gäbe.</p>
<p>jedes system braucht parameter, vergleichswerte, um bestimmen zu können, wo man steht, wo man hingeht, und wo man sich in die scheisse setzt.</p>
<p>scheuch ist die antithese zum aufgeschlossenen menschen, der sein umfeld und seine mitmenschen zumindest zu verstehen, zu respektieren, zu akzeptieren versucht, auch wenn man sich damit oft schwer tut. hätten wir diese antithese nicht, wer weiß, vielleicht gäbe es noch viel mehr scheuchs.</p>
<p>oder verhält es sich in wahrheit umgekehrt? sind die thesen in der minderheit? ich geh wieder auf pause&#8230;</p>
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		<title>michi macht pause</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 12:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[kommt aber wieder. zu tun gibts viel, zeit gibts wenig, da ist es nur fair, die 2 bis 4 regelmäßig mitlesenden, denen mein dank gilt, nicht im dunklen tappen zu lassen. bis bald!]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>kommt aber wieder. zu tun gibts viel, zeit gibts wenig, da ist es nur fair, die 2 bis 4 regelmäßig mitlesenden, denen mein dank gilt, nicht im dunklen tappen zu lassen.</p>
<p>bis bald!</p>
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		<title>hc und das world wide web</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 17:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[fpö]]></category>
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		<description><![CDATA[jetzt hat also die gruppe &#8220;anonymous&#8221;, die in ihrer österreichischen spielart höchstwahrscheinlich ein eingetragener verein mit statuten, jahreshauptversammlung, gewähltem vorsitz und kassier ist, die website der fpö gehackt, ANGEGRIFFEN, als zeichen des protests, unter anderem gegen die politik an sich, aber auch leute mit zweifelhaften einstellungen zum umgang mit anderen im speziellen. auch aber, weils [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>jetzt hat also die gruppe &#8220;anonymous&#8221;, die in ihrer österreichischen spielart höchstwahrscheinlich ein eingetragener verein mit statuten, jahreshauptversammlung, gewähltem vorsitz und kassier ist, die website der fpö gehackt, ANGEGRIFFEN, als zeichen des protests, unter anderem gegen die politik an sich, aber auch leute mit zweifelhaften einstellungen zum umgang mit anderen im speziellen. auch aber, weils angeblich recht leicht war, war angeblich schlampig programmiert, die website. wer große teile seiner kreativen energien für messerscharfe slogans, treibende hip-hop-tracks und dieserlei dinge aufwendet, kann sich nicht auch noch mit einer website beschäftigen. obs den parteichef so richtig gestört hat, weiß man nicht, schließlich hat er ja seinen ureigenen webspielplatz (ohne verlinkung), man hat ja überhaupt des öfteren den eindruck, man hats nicht mit der fpö zu tun, sondern der hcö oder so ähnlich, aber dass seine private telefonnummer ins internet gestellt wurde, das hat ihn natürlich schon geärgert. hc strache antwortet übrigens nicht auf sms.</p>
<p>aber um sich des verdachts zu entziehen, er wolle mit dem wahlvolk womöglich nichts zu tun haben, hat er sich gedacht: post ma was auf facebook, lies ma a bissl was, was die leut schreibn, schreib ma was, gut ist, und am telefon hob i mei ruh. gesagt, getan. man hat sich einen linkisch linken zeck ausgesucht (vulgo: dreadlocks am profilbild), und gemeint: das isser, der hat die nummer gfladert, dieser verbrecher! der standard (unter anderem) hat über diese sache berichtet, hier der link mit einem screenshot der kommentare: <a title="http://derstandard.at/1308681080189/FPOe-Handy-Diebstahlsaffaere-Strache-stellt-User-auf-Facebook-an-den-Pranger" href="http://derstandard.at/1308681080189/FPOe-Handy-Diebstahlsaffaere-Strache-stellt-User-auf-Facebook-an-den-Pranger" target="_blank">http://derstandard.at/1308681080189/FPOe-Handy-Diebstahlsaffaere-Strache-stellt-User-auf-Facebook-an-den-Pranger</a></p>
<p>verstörend an diesem status und den dazugehörigen kommentaren sind einige dinge. beispielsweise die tatsache, dass sich jemand, der bundeskanzler von österreich werden möchte, scheinbar nicht dessen bewusst ist, dass er sich strafrechtlich schuldig macht, indem er von leuten dinge behauptet, die womöglich nicht stimmen, das mag im parlament durchgehen, im echten leben aber eher nicht so. selbst wenn man dann einfach den status löscht, tut, als ob nichts gewesen wäre, ich wünsche dem herren zahntechniker eine anzeige und einen prozess an den hals, der ihn zumindest kurz mal nachdenken lässt. kurz, zumindest.</p>
<p>für mich als naivling ist allerdings auch folgende sache ziemlich ernüchternd: bis vor relativ kurzem galt man als politikerin und politiker als mehr oder weniger seriös, sagte dinge, wo sich andere an die stirn greifen, bestenfalls im bierzelt unter freunden, im fernsehen oder im parlament oder sonstwo gab man sich besonnen, dachte womöglich, was das wahlviech denkt, ausgesprochen hat mans dann doch nicht, man war ja gewissermaßen erhaben. nun, jetzt scheint auch das nicht zu zählen, denn selbst einem hc strache muss klar sein, dass er auf seiner pinnwand net in einem beisl unterwegs ist.</p>
<p>jedenfalls scheiss ich auf politikerinnen und politiker, die nicht einmal so tun, als wären sie vorbilder, als würden sie zwar die probleme der kleinen leut verstehen, aber lösungen kennen, die die kleinen leute eben nicht kennen, das sollte politikerinnen und politiker auszeichnen. auf linke zecken draufpöbeln ist einfach, genauso wie es das bei rechten faschos ist. wenn man keine argumente hat. und ich zweifle daran, dass mir irgendjemand ein argument liefern kann, wieso es ok ist, diese person, diese partei zu wählen. punkt.</p>
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		<title>serviceleistungen an erwarteten stellen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 07:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[hitze]]></category>
		<category><![CDATA[öbb]]></category>
		<category><![CDATA[pharmaindustrie]]></category>

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		<description><![CDATA[wer dieser tage unter den temperaturen leidet, sei es aus leibesfülle, papierhaut, hormonstau oder sonstigen erscheinungen, und womöglich den gedanken hegt: &#8220;ma, leiwand wärs, wenns scho herbst wär&#8230;&#8221;, der sollte sich in den railjet setzen, dieses moderne öbb-zug-dings, und mal nach linz fahren, oder salzburg, oder irgendwohin halt, wo dieses ding, das tatsächlich schafft, wie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>wer dieser tage unter den temperaturen leidet, sei es aus leibesfülle, papierhaut, hormonstau oder sonstigen erscheinungen, und womöglich den gedanken hegt: &#8220;ma, leiwand wärs, wenns scho herbst wär&#8230;&#8221;, der sollte sich in den railjet setzen, dieses moderne öbb-zug-dings, und mal nach linz fahren, oder salzburg, oder irgendwohin halt, wo dieses ding, das tatsächlich schafft, wie ein flugzeug zu sein, nämlich eng, unpraktisch und unbequem, hinfährt, jedenfalls dürfte diese fahrt dem wunsch nach abkühlung beikommen.</p>
<p>die klimaanlage arbeitet nämlich derart fleißig, dass herren in sakkos sitzen, teilweise sogar in mänteln, und immer noch frösteln, und damen in röcken eine ganslhaut präsentieren, als wärs grad der letzte modische schrei aus paris.</p>
<p>auf die frage, ob man denn gegen die klimaanlage etwas tun könnte, reagiert der schaffner immerhin höflich mit einem &#8220;gebens ma a paar minutn!&#8221;, wahrscheinlich um zu überlegen, wo er die decken verstaut hat, die man normalerweise bei havarien verteilt.</p>
<p>womöglich steckt die öbb in zeiten des schwindenden gewinns (!) auch mit der pharmaindustrie unter einer decke, freilich nicht unter der, die man gern hätte. irgendwie müssen die leute ja zu ihrer sommergrippe kommen, die pharmaindustrie hat nicht umsonst medikamente produziert und die journalie angehalten, schön fleißig einen panikverbreitenden bericht nach dem anderen unters volk zu knallen, das alles kostet nicht wenig geld, aber die leute werden nicht krank. von wem die iniative für eine win-win-situation allerdings letzten endes stammt, darüber kann ich nicht spekulieren.</p>
<p>vielleicht mag die öbb aber einfach nur den on-board-verkauf von warmen getränken ankurbeln. ein becher nespresso um 2,60 € machts dem oder der zugreisenden allerdings wirklich nicht so leicht, ins börserl zu greifen, um den armen bundesbahnen a bissl unter die arme zu greifen.</p>
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		<title>man sollte sich zeit nehmen</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 17:18:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[zeit für blödsinn und unsinn,für bubendummheiten,aber nur für echte,zeit fürs echte und fürs falsche,aber dann noch mehr zeit,fürs erklären,fürs echt machen,wenn man das braucht. nimmt man sichs nicht,die zeit,stehst vielleicht plötzlich im regen,und jemand hat keine zeit mehr.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>zeit für blödsinn und unsinn,für bubendummheiten,aber nur für echte,zeit fürs echte und fürs falsche,aber dann noch mehr zeit,fürs erklären,fürs echt machen,wenn man das braucht.<br />
nimmt man sichs nicht,die zeit,stehst vielleicht plötzlich im regen,und jemand hat keine zeit mehr.</p>
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		<title>bitte nicht reden!</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 06:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[nationalrat]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[spindelegger]]></category>

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		<description><![CDATA[na bitte. jetzt wurde schon in brüssel kurz darüber gesprochen, wie das denn jetzt ist mit der fpö und stimmenthaltungen bei abstimmungen, wo es um die ehrenbürgerschaft eines gewissen adolf hitler geht. marie le pen hätte sicher etwas zu sagen gehabt, aber strache und seine kollegen hatten mehr zu sagen, und sie sagten es auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>na bitte. jetzt wurde schon in brüssel kurz darüber gesprochen, wie das denn jetzt ist mit der fpö und stimmenthaltungen bei abstimmungen, wo es um die ehrenbürgerschaft eines gewissen adolf hitler geht. marie le pen hätte sicher etwas zu sagen gehabt, aber strache und seine kollegen hatten mehr zu sagen, und sie sagten es auch lauter, also gut ist. medien berichteten und man hatte einen grund, zum fremdschämen, falls einem die anderen gründen schon ausgegangen sind, denn die medien (DIE MEDIEN!!) berichteten darüber, nicht nur in österreich, wo natürlich vor allem die grünInnengutmenschenbagagge ihre linkslinke hetzkampagne starteteten, sondern auch im ausland, in dem wahrscheinlich immer noch lauter kommunisten sitzen.</p>
<p>und michael spindelegger kommentierte das. im parlament, im nationalrat, in wien, in österreich. er kommentierte diesen vorfall, aber auch die auslösenden umstände, sprich immer noch vorhandene ehrenbürgerschaften, die trotz sämtlicher hergezogener rechtsverdrehungsgutachten, historischen unwahrheiten und weiteren dodeleien immer noch teilweise gültigkeit haben, und leute, die meinen, dass man das gar nicht mehr hochkochen muss, die vergangenheit ruhen, und so weiter, und so fort.</p>
<p>jedenfalls kommentiert spindelegger in seiner funktion als parlamentarier, övp-vorsitzender, vizekanzler und außenminister diese vorfälle, und meint, man solle österreich nicht mit peinlichen fragen anpatzen, das hat in ausländischen medien nichts verloren, das ist nestbeschmutzung, und somit pfui. &#8220;diskussionen dieser art gehören nach österreich, ich bitte sie, dieses thema nicht über internationale medien hochzuspielen!&#8221; jawohl! gründe, wieso man das nicht tun sollte, hat er keine genannt, außer, dass das land dadurch zu schaden kommen würde. denn natürlich sind die leute, die drüber reden, diejenigen, die dem land schaden, und nicht diejenige, die überhaupt diesen gesprächsstoff liefern.</p>
<p>michael spindelegger, gratulation. ich hoffe, es sitzt sich bequem auf ihrem haufen.</p>
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		<title>die unterschiedlichen perspektiven</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/06/06/die-unterschiedlichen-perspektiven/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 15:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
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		<category><![CDATA[unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[in österreich muss man sein motorisiertes vehikel namens auto irgendwann einmal im jahr überprüfen lassen, obs eh noch fährt, und tut, und überhaupt, und an sich ist das gut. und unerwarteterweise kann diese überprüfung quell erheiternder momente sein. manchmal kann es nämlich passieren, dass man sein auto zum mechaniker ums eck schleppt und nach einer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>in österreich muss man sein motorisiertes vehikel namens auto irgendwann einmal im jahr überprüfen lassen, obs eh noch fährt, und tut, und überhaupt, und an sich ist das gut. und unerwarteterweise kann diese überprüfung quell erheiternder momente sein.</p>
<p>manchmal kann es nämlich passieren, dass man sein auto zum mechaniker ums eck schleppt und nach einer scheinbar sehr gründlichen untersuchung erklärt bekommt, dass das auto nicht mehr den sicherheitstechnischen richtlinien entspricht und um 1200 euro wieder in schuss gebracht werden kann. sieht man sich dann an, was denn nicht stimmt, kommen da so dinge vor wie stoßdämpfer der heckachse, an sich ein verschleissteil, der aber nur verschleisst, wenn man mit elefanten im kofferraum durch ein belgisches schlagloch durchfährt, oder ein steinschlag in der windschutzscheibe, der allerdings schon geklebt wurde, oder abgefahrene bremsbacken, deren gemeinsamer materialwert (neu, freilich) im mittleren 2-stelligen eurobereich angesiedelt ist, und noch ein paar ähnliche feinheiten. jetzt fragt man sich freilich schon, wie man auf die reparatursumme kommt, und möchte den ausführenden mechaniker auch fragen, ob er sich dessen bewusst ist, dass die reparatursumme den gesamtwert des fahrzeugs zwar nicht viel, aber doch übersteigt?</p>
<p>fragt man aber beides nicht, zieht von dannen, lässt das auto woanders überprüfen und bekommt ohne kommentar das pickerl, weil auf einmal ist alles in ordnung.</p>
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		<title>ein paar dinge übers bahnfahren</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 10:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[bahn]]></category>
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		<description><![CDATA[wenn man regelmäßig eine längere strecke mit dem zug fährt, kommt man auf ein paar dinge drauf, die weder spektakulär, noch überraschend sind, zumindest nicht im selben ausmaß wie beispielsweise die frage, wieso der 17-jährige angeblichsohn des besten ex-finanzministers aller zeiten an einem schultag um 9 uhr in der früh immer noch nicht mehr an [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>wenn man regelmäßig eine längere strecke mit dem zug fährt, kommt man auf ein paar dinge drauf, die weder spektakulär, noch überraschend sind, zumindest nicht im selben ausmaß wie beispielsweise die frage, wieso der 17-jährige angeblichsohn des besten ex-finanzministers aller zeiten an einem schultag um 9 uhr in der früh immer noch nicht mehr an sich trägt, als t-shirt und unterhose, aber manchmal sind es auch die kleinigkeiten, die zählen, manche männer wissen, wovon ich spreche.</p>
<p>jedenfalls: es ist keinesfalls selbstverständlich, mit dem mobiltelefon empfang zu haben und gespräche führen oder sms absetzen zu können. auch in mitteleuropa nicht. angeblich wurden ja millionen in spezielle verglasungen der züge und antennen und weiß der kuckuck was investiert, aber wahrscheinlich war die technische kompetenz der umsetzung auf ähnlichem niveau angesiedelt wie die finanzabteilung der öbb, das muss einen nicht ärgern, höchstens ein wenig.</p>
<p>mir geht ja auch seit einiger zeit die frage durch den kopf, wieso schaffnerinnen nicht die selben aura umgibt, wie stewardessen. dabei gibts doch in der premium-class des railjets sogar warme handtücher. vielleicht sinds die uniformen. oder der mobile ticketautomat. ich weiß es nicht.</p>
<p>was ich allerdings seit neuestem weiß, ist folgendes: trotz der auskunft, dass ein klapprad als gepäckstück gilt und somit unentgeltlich transportiert werden darf, kann es sein, dass der schaffner trotzdem geld verlangt. weil es ist nicht in einer tasche drin, deswegen ein rad, und ein klapprad mehr. merke: tasche und klapprad gehen hand in hand.</p>
<p>durchaus aufmerksam ist ein schaffner, wenn er in einem mehr oder minder komplett leeren wagon darauf hinweist, dass man auf einem platz sitzt, der eigentlich reserviert ist, es aber eh egal ist, weil der wagon ist ja leer und die person im besitz der reservierung dürfte sich ein anderes platzerl gefunden haben. das ist wahrscheinlich ein hilferuf, und wahrscheinlich sollte man in so einer situation aufstehen und den mann in den arm nehmen, aber das lässt meine taktile unzulänglichkeit nicht zu.</p>
<p>und: zeitnahe agenden sollte man nicht vom zug abhängig machen, das führt nur unnötig zu ärger. ab 1 stunde verspätung erhält man zwar immerhin 25% des ticketpreises rückerstattet, bei einer sollfahrzeit von insgesamt 1:37 ist das aber irgendwie putzig. aber ich glaub, den wisch werd ich trotzdem einreichen, wer weiß, was dabei rauskommt. vielleicht bekomm ich dann meine vorteilscard zugeschickt, auf die ich seit 9 wochen warte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>wieso ich kein misantroph bin&#8230;</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/05/16/wieso-ich-kein-misantroph-bin/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 12:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[an dieser stelle im sinne von blog wird mir ja des öfteren vorgeworfen, ich sei ein misanthrop, ein menschenhasser, ein grantiger bastard, der die ganze welt für vertrottelt und hoffnungslos hält. aber das könnte nicht weiter entfernt sein von dem, was ich als wahrheit wahrnehme, nein, nein. viel mehr ist es nämlich so, dass ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>an dieser stelle im sinne von blog wird mir ja des öfteren vorgeworfen, ich sei ein misanthrop, ein menschenhasser, ein grantiger bastard, der die ganze welt für vertrottelt und hoffnungslos hält.<br />
aber das könnte nicht weiter entfernt sein von dem, was ich als wahrheit wahrnehme, nein, nein. viel mehr ist es nämlich so, dass ich ein ausgesprochener menschenfreund bin, ich liebe menschen, wenn auch nicht alle, aber meine kriterien sind nicht besonders strenge.</p>
<p>ich liebe menschen, die lächeln, wenn sie lächeln wollen, weinen, wenn sie weinen wollen, und einen anschreien, wenn ihnen danach ist. ich liebe menschen, die ihr herz nicht auf der zunge tragen und alle 3-sekunden-bekanntschaften mit seelenschrott, der von profis entsorgt oder zumindest gesichtet werden sollte, zuladen und sich dann wundern, wenn sie immer wieder aufs neue verletzt werden, aber trotzdem sagen, was sie fühlen, was sie glauben, was sie wollen, wenns gefragt ist, und wenns wichtig ist.</p>
<p>ich liebe menschen, die im straßenverkehr acht geben, und zwar nicht nur auf sich, und nicht nur, wenn sie zu fuss unterwegs sind. stichwort acht geben: ich liebe menschen, die die bedürfnisse von anderen leuten wahrnehmen und wenn schon nicht darauf eingehen, denn verdammte seelensamaritär muss niemand sein, dann zumindest nicht darauf herumtrampeln wie karl heinz grasser auf seinem geldkoffer.</p>
<p>ich liebe menschen, die fragen: &#8220;kann ich dir helfen?&#8221; und damit meinen: &#8220;kann ich dir helfen?&#8221; und nicht: &#8220;erzähl mir, was dich beschäftigt, damit ich es gegen dich verwenden kann, du naive sau!&#8221; ich mag menschen, die lustig sind, und di emehr als einen witz kennen, und mehr als eine spielart des humors beherrschen, und die wissen, dass auf andere draufhauen nicht humor ist. gut, ausnahmen bestätigen freilich die regel, hier will ich mal nicht so streng sein.</p>
<p>ich mag menschen, die interessen haben, und die begeistern können, auch wenn das interesse die mongolischen regionalmeisterschaften im trockenangeln sind, denn ohne begeisterung und feuer ist jedes thema fad, und langweilen kann ich mich selbst am allerbesten, da herrscht kein bedarf, der von außen gestillt werden muss.</p>
<p>ich mag höfliche menschen, und zwar höflich im sinne von: &#8220;danke, dass du mir einen tee gebracht hast, hättest du vielleicht noch zucker?&#8221; und nicht falsch verstandene höflichkeit, weil man die andere person ja nicht verletzten oder beleidigen möchte, als ob es verdammt noch eins eine beleidigung wäre, um zucker zu bitten. genauso mag ich menschen, die zwar ein problem damit haben, mit einer wichtigen person einen streit einzugehen, aber es trotzdem tun, wenn es notwendig ist, um das verhältnis zwischen diesen personen oder eine person allein weiterzubringen, weiterzuhelfen.</p>
<p>ich mag zugführer, die mir sagen, dass der zug pünktlich unterwegs ist, dass alles in ordnung ist, dass alle stationen fahrplangemäß angefahren werden und dass im bistrowaggon wahlweise ein kaltes bier oder ein heisser kaffee warten, wenn ich über die entsprechenden monetären reserven verfüge, um mir die getränke leisten zu können.</p>
<p>ich mag menschen, die nicht allzu aufdringlich riechen. es muss weder coco chanel noch jauchegrube sein, ein natürlicher mittelweg ist genau mein ding.</p>
<p>ich mag menschen, die mich auf getränke einladen, egal ob im sommer oder im winter.</p>
<p>ich mag menschen, die fehle rmachen, die keine angst haben, dinge falsch zu machen, solange sie daraus lernen, und sich für fehler, die anderen menschen das ungehinderte fortsetzen ihres daseins hindern, entschuldigen und sie bestenfalls korrigieren. überhaupt liebe ich menschen, die nachdenken darüber, was sie tun, und zwar vorher, aber auch nachher, und versuchen, mitzunehmen, was sie gerade in die welt geschissen haben, und nicht jeden tag so leben, als wäre es ihr erster.</p>
<p>ich mag menschen, die bei rot über die straße gehen, wenn sie sich vergewissert haben, dass nichts kommt, das sie über den haufen fahren könnte, und wenn keine kinder in der nähe sind, außer sie nehmen sich die zeit, den kindern zu erklären, wieso sie jetzt genau das gegenteil von dem gemacht haben, was mami und der polizist, der immer so schwitzt, wenn er auf besuch kommt, sagen. menschen, die das nicht tun, sind entweder dolme, ignorantinnen und ignoranten oder menschenhasser (hasserinnen? ich weiss nicht, kommt nicht leicht über die finger, also nein, weibliche menschenhasser werden somit subsummiert).</p>
<p>und wer jetzt immer noch sagt, ich sei ein misantroph, dem sei gesagt: du auch, ätsch!</p>
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		<title>staub weg, michi fast da</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 11:24:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fpö]]></category>
		<category><![CDATA[öffis]]></category>
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		<description><![CDATA[bevors hier ins sommerloch geht, gehts noch auf die metagerade. der michi arbeitet grad, das hobby wurde zum beruf gemacht, aber das hobby darf eigentlich nicht leiden. also: wie stufe ich die menschen ein, die ich auf der straße treffe? 1) das ausgefressene schweinsgesicht meistens leicht sliwowitzfärbig, also gerötet, mit rosanstrich. mundwinkel je nach tagesverfassung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>bevors hier ins sommerloch geht, gehts noch auf die metagerade. der michi arbeitet grad, das hobby wurde zum beruf gemacht, aber das hobby darf eigentlich nicht leiden. also: wie stufe ich die menschen ein, die ich auf der straße treffe?</p>
<p>1) das ausgefressene schweinsgesicht</p>
<p>meistens leicht sliwowitzfärbig, also gerötet, mit rosanstrich. mundwinkel je nach tagesverfassung horizontal oder nach unten strebend, kontrolle über gesichtsmimik so gut wie nicht vorhanden, im sommer stark transpiriend und meist japsend. siehst du ein ausgefressenes schweinsgesicht und bist selbst keines, geh sicherheitshalber laufen. oder nimm ein paar tage lang nicht den lift.</p>
<p>2) der berufsgrantler</p>
<p>meist anzutreffen am steuer von öffentlichen verkehrsmitteln oder am party-backend der postfiliale, optisch sehr vielfältig, markantestes merkmal ist der blick, der einem gleichzeitig folgende dinge sagt: &#8220;es interessiert mich nicht, was du willst, wer du bist, wo du herkommst, und wenn mich jetzt nicht sofort jemand fragt, wies mir geht, damit ich mit einem passt scho antworten kann, dann gibts heut am abend a sulz&#8221;. da die meisten leute rindviecher in ihrer wahrnehmung sind, enden die meisten tage mit der sulz, und oft gehts dann richtung 1.</p>
<p>3) der fitnessfaschist</p>
<p>läuft jeden tag in der arbeit, nimmt niemals den lift, auch nicht in den sears tower, kauft beim billa ausschließlich rhabarber, denn alles andere ist eine glutamatgetränke fettbombe. leute, die im sommer schwitzen, werden verächtlichst niedergestarrt. man ist sportlich, durchtrainiert, und trägt auch in der arbeit grundsätzlich sportsocken. ist hartnäckig, verdammt hartnäckig.</p>
<p>4) das alte mutterl</p>
<p>steht im weg, keppelt über radfahrer, fussgänger und hunde, taucht meistens im rudel auf und mischt sich bevorzugt in pädagogische gespräche von leuten ein, die sie gerade zum ersten mal gesehen haben. sind merkresistent, hören meistens wenig und nicht zu, sind aber leicht abzuhängen.</p>
<p>5) der/die besserwissende</p>
<p>bleibt bei jeder sich bietenden gelegenheit stehen und schaut. und wenn man dann fragt, was es denn zu schauen gibt,  bekommt man als antwort: &#8220;ich möchte, dass sie ihr kind fair behandeln!&#8221; auf nachfrage gibt es keine details, ist mit dem vorschlag, das problem selbst in die hand zu nehmen, gepaart mit einem strengeren blick, leicht in die flucht zu schlagen.</p>
<p>und jetzt kann ich nicht mehr weiterschreiben, weil ich hab gelesen, dass sich 43% der österreicherinnen und österreicher die fpö in die bundesregierung wünschen. ich such mal meinen pass&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>wozu hat österreich einen staatssekretär für integration?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 17:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[integration]]></category>
		<category><![CDATA[irrsinn]]></category>
		<category><![CDATA[kurz]]></category>
		<category><![CDATA[staatssekretär]]></category>

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		<description><![CDATA[kurz gesagt, nein, in aller kürze, nein, auch nicht, auf den punkt gebracht, so: weil österreich einen braucht. oder eine entsprechende staatssekretärin, ganz einfach. das wieso zu beantworten, ist eine lebensaufgabe, eine die einen in den wahnsinn oder zumindest irrsinn treiben kann und einen anderen menschen werden lässt, oder lassen könnte. man könnte sich verstricken [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>kurz gesagt, nein, in aller kürze, nein, auch nicht, auf den punkt gebracht, so: weil österreich einen braucht. oder eine entsprechende staatssekretärin, ganz einfach.</p>
<p>das wieso zu beantworten, ist eine lebensaufgabe, eine die einen in den wahnsinn oder zumindest irrsinn treiben kann und einen anderen menschen werden lässt, oder lassen könnte. man könnte sich verstricken in historischen gegensätzen, überlegungen, traditionen, in werten und so gleichen. man könnte hineinschauen in die leute, wie sie jetzt ticken, wie sie vor 20 jahren tickten, wie sie vor 80 jahren tickten, wie sie in wien ticken, oder in innsbruck, oder in bregenz, oder in klagenfurt, ja, auch letzteres zahlt sich aus, und vielleicht sogar am allermeisten.</p>
<p>man könnte minderheitwertigkeitskomplexe freilegen, xenophobie, misstrauen, mangelnde bildung und somit kenntnis der sachlage und lagen, vorurteile muss man nicht mal freilegen, die springen einen an, man könnte grenzen besuchen und sich über die enge der landschaften wundern, die sie einschließen. oder man könnte es auch auf einen punkt bringen, und das tue ich jetzt: das versagen der politik, der fehlende wille, irgendetwas zu tun, mit dem man wenigstens a bissl anecken könnte, dort hin gehen, wo es weh tut, um notwendiges zu erreichen und zu verändern. der fussballtaktiker würde sagen, den pass in die schnittstelle spielen, aber von fussball verstehen wir ja nichts, so gesehen bringt diese analogie nur mir etwas.</p>
<p>fantastischerweise hat das der neue vorsitzende der övp verstanden. könnte man im ersten moment meinen. im zweiten, dritten und wahrscheinlich sogar fünftausendsten wünsch man sich allerdings mittel und volksnähe, um ihm zu erklären, was für einen bock er da gerade geschossen hat. mal davon abgesehen, dass dieser staatssekretärsposten, so wie er konzipiert wurde, überhaupt gar keine chance hat, etwas anderes zu tun, als heiße luft abzusondern, denn er untersteht dem innenministerium, und dessen ausrichtung kennt man ja, und die soll sich auch nicht ändern. ein staatssekretär, der unabhängig arbeiten kann, zwischen den ministerien vermitteln kann und gemeinsame konzepte außerhalb der schublade entwickelt, das wäre mal was. denn integration ist kein problem der finanzen, oder des inneren, oder des äußeren, oder der bildung, es ist ein grenzen überschreitendes thema, steckt fast schon im namen.</p>
<p>aber nun gut, das ist ein fehler, den man zwar nicht korrigieren wird, aber zumindest könnte. aber die person, die dieses amt bekleidet, da kann nicht mal ich mehr ruhig bleiben. nun, freilich, damit tue ich mir sonst auch nicht sehr leicht.</p>
<p>sebastian kurz, övp-wien, 25 jahre alt. geilomobilfahrer, justachenierer, profiblender. und natürlich bricht eine debatte aus. weil wie soll so eine person der aufgabe gerecht werden, wie soll sich das ausgehen? die einen schreien: man muss den jungen eine chance geben! die anderen schreien: genau, wieso fragt man nicht bei den anderen, was die können, wieso nur bei dem jungen?</p>
<p>wieso man bei dem herrn nach seiner qualifikation fragt? nicht, weil er jung ist, sondern weil er keine qualifikation vorzuweisen hat, weil der größte erfolg seines bisherigen daseins der ist, dass (angeblich) er die övp-wien von der idee überzeugen konnte, dass es lustiger ist, nach dem tschechern mit der ubahn statt mit dem taxi heim zu fahren. ein populistischer schachzug, der während der wahl durch eine peinlichkeit nach der anderen komplett zerstört wurde und sicherlich eine rolle gespielt hat, dass die övp das ergebnis bekommen hat, das sie schon längst verdient. die zweitmeisten vorzugsstimmen hat er bekommen, bei der övp, nach der spitzenkandidatin (und ex-staatssekretärin, ja, ja&#8230;) marek. bei geschätzten 200 stimmen eine große leistung.</p>
<p>aber freilich ist das billiger populismus. es wurde gesagt, man wird an der arbeit gemessen, gut, gut. aber wieso holt man dann nicht eine expertin oder einen experten in dieses amt? jemand, der sich schon jahrelang mit dem thema integration auseinandergesetzt hat, und zwar mehr als nur mittels: &#8220;und, habt ihr probleme mit die ausländer?&#8221; wieso kann man nicht so eine person an der arbeit messen, was erhofft man sich, was ist das für eine art von signal an die welt?</p>
<p>ich sags euch: ein riesiger blanker arsch ist diese entscheidung, und zwar gerichtet an alle, die das thema integration zu ihrem lebensinhalt gemacht haben, an alle, die arbeiten, um halbwegs das auslangen zu finden, und sogar an alle funktionäre der eigenen partei. integration ist uns eigentlich egal, wir brauchen die jungen, und ihr alle seid zu hässlich und zu alt. das ist das signal. zug fährt durch&#8230;</p>
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		<title>lektionen für radfahrer und radfahrerinnen</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/04/11/lektionen-fur-radfahrer-und-radfahrerinnen/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 20:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[führerschein]]></category>

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		<description><![CDATA[2 wunderbare lektionen haben mich diese woche angefahren, und natürlich bin ich so fremdliebend und gebe sie weiter. lektion 1: traue niemandem, der sagt, er fährt gerade aus fährt. niemandem. das hinterrad gewinnt immer gegen das vorderrad. lektion 2: die schuld an verkehrsunfällen trägt grundsätzlich das geschöpf, welches sich am fahrrad befindet. ganz egal, ob [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>2 wunderbare lektionen haben mich diese woche angefahren, und natürlich bin ich so fremdliebend und gebe sie weiter.</p>
<p>lektion 1:</p>
<p>traue niemandem, der sagt, er fährt gerade aus fährt. niemandem. das hinterrad gewinnt immer gegen das vorderrad.</p>
<p>lektion 2:</p>
<p>die schuld an verkehrsunfällen trägt grundsätzlich das geschöpf, welches sich am fahrrad befindet. ganz egal, ob das ein mensch ist, oder eine fliege, das fahrrad steht, fährt, fliegt, sich in luft auflöst oder singt. so hat auch der radfahrer, der aus einer parkplatzausfahrt wartet, bis es ihm der fließverkehr ermöglicht, sich in eben jenen einzusortieren (für die, die den führerschein nicht im lotto gewonnen haben: das macht man tatsächlich so!) schuld, wenn er von einem längsparkenden auto, dessen insassen beschlossen haben, am verkehr teilzunehmen, angefahren wird. die folgende konversation erspare ich mir, ich gebe nur noch einen hinweis: der rückspiegel ist kein schminkutensil.</p>
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		<title>wann isn das endlich vorbei?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/04/03/wann-isn-das-endlich-vorbei/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 08:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gaddafi]]></category>
		<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[kanzler]]></category>
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		<description><![CDATA[langsam wirds ja echt schon fad. egal, ob man die zeitung im internet, oder am klo liest, überall immer noch das gleiche: rebellen beschiessen gaddafi, gaddafi beschiesst rebellen, allianz beschiesst gaddafi, allianz beschiesst rebellen, ölhafen besetzt, rückbesetzt, umbesetzt, hin und her, hin und her. und in japan auch immer noch die selbe fade nachricht. plutonium [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>langsam wirds ja echt schon fad. egal, ob man die zeitung im internet, oder am klo liest, überall immer noch das gleiche: rebellen beschiessen gaddafi, gaddafi beschiesst rebellen, allianz beschiesst gaddafi, allianz beschiesst rebellen, ölhafen besetzt, rückbesetzt, umbesetzt, hin und her, hin und her.</p>
<p>und in japan auch immer noch die selbe fade nachricht. plutonium raus, harz drauf, radioaktives wasser aus leck, salzwasser auf kruste, hin und her, hin und her.</p>
<p>bitte, unsere aufmerksamkeitsspanne ist erschöpft, wir brauchen neue news, sonst wird uns fad. wir brauchen sensationen, und nicht die ausglutschte lasagne von vorgestern.</p>
<p>da freut man sich sogar noch mit verzögerung, dass die ortstaferln in kärnten endlich aufgestellt werden. man hat eine lösung gefunden. elefantenrunden gabs, stress, die gespräche standen am rand eines abbruchs, absurde forderungen auf beiden seiten, und dann hat man sich in der mitte der brücke getroffen, damit niemand das gesicht verliert.</p>
<p>dass dabei jetzt nicht nur ein durchgeknallter landeshauptmann auf den verfassungsgerichthof pupst, sondern jetzt auch der kanzler, das ist zwar nicht schön, aber bitte, man muss ja nicht, oder? wenn nämlich etwas nicht passt, die justiz wirds schon richte(r)n.</p>
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		<title>mein kaffee mit didi</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/03/28/mein-dialog-mit-didi/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 14:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[rest]]></category>
		<category><![CDATA[constantini]]></category>
		<category><![CDATA[fussball]]></category>

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		<description><![CDATA[unverhofft kommt oft, und so auch ein kaffee mit didi: michi: didi, wie gehts da? didi: geil! michi: das ist schön zu hören. die letzten auftritte von dir haben mich schon ein bisschen zweifeln lassen. didi: das gehört zu meinem beruf. wir sind eben verrückt. außerdem ist das nichts im vergleich zu dem, was woanders [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>unverhofft kommt oft, und so auch ein kaffee mit didi:</p>
<p><em>michi: </em>didi, wie gehts da?</p>
<p><em>didi:</em> geil!</p>
<p><em>michi: </em>das ist schön zu hören. die letzten auftritte von dir haben mich schon ein bisschen zweifeln lassen.</p>
<p><em>didi:</em> das gehört zu meinem beruf. wir sind eben verrückt. außerdem ist das nichts im vergleich zu dem, was woanders passiert.</p>
<p><em>michi: </em>findest des jetzt net a bissl unpassend?</p>
<p><em>didi:</em> vielleicht ist unsere ausgangsposition vielleicht leichter.</p>
<p><em>michi:</em> als die von wem?</p>
<p><em>didi:</em> wir sind weiter als 2009. das personal bleibt, darauf kann man bauen, da ist feuer drin.</p>
<p><em>michi: </em>aber du bist du net auch bekannt als feuerwehrmann, also, wenns a feuer gibt?</p>
<p><em>didi: </em>ein risiko, aber wurscht. ich dachte mir, steh auf, geh heim, und komm nie wieder.</p>
<p><em>michi:</em> also heim zum feuer? ich kenn leute, die würden sich jetzt drüber freuen.</p>
<p><em>didi:</em> hickersberger, brückner, prohaska und krankl leben ja auch noch. wenn ich jetzt niedergeschlagen wäre, hätte das auch keinen sinn.</p>
<p><em>michi:</em> wie magst denn die türken auseinandernehmen?</p>
<p><em>didi: </em>wir haben eine siegermentalität bekommen. man hört immer, dass die türken nicht gut drauf sind. hoffentlich stimmt das.</p>
<p><em>michi:</em> von wem hast des denn ghört? vom manfred? vom fernseher?</p>
<p><em>didi: </em>die einfachste lösung wäre, dass uns keine elfmeter mehr zugesprochen werden. es gilt einiges zu tun. wir brauchen eine top-leistung und in schlechten phasen die unterstützung des publikums.</p>
<p><em>michi: </em>aber didi, wir spielen net zhaus?</p>
<p><em>didi:</em> wenn man zu sehr die fehler analysiert, ist das auch nicht gut. man muss das positive herausnehmen. es zählen die leistungen.</p>
<p><em>michi:</em> du, didi, ich muss.</p>
<p><em>didi:</em> dann werde ich weiterleben.</p>
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		<title>was haben österreich und japan gemeinsam?</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 17:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[information]]></category>
		<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[öbb]]></category>

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		<description><![CDATA[in zeiten der krisen, der großen und der kleinen, zeigt sich etwas, das eigentlich etwas ist, aber nicht allzu viel: auf der einen seite gibts die leute, die versuchen, zu verhindern, was es zu verhindern gibt, auf der anderen die leute, die wissen wollen, was verhindert wurde und am verhindert werden ist. es entsteht ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>in zeiten der krisen, der großen und der kleinen, zeigt sich etwas, das eigentlich etwas ist, aber nicht allzu viel: auf der einen seite gibts die leute, die versuchen, zu verhindern, was es zu verhindern gibt, auf der anderen die leute, die wissen wollen, was verhindert wurde und am verhindert werden ist. es entsteht ein relativ klassischer interessenskonflikt.</p>
<p>wieso ich gerade japan und österreich vergleiche?</p>
<p>nun, in japan weiss man immer noch nicht wirklich, wie es denn jetzt weitergeht, was denn überhaupt passiert ist, obs aufghört hat, zu passieren, oder eben auch nicht. mag sein, dass sich irgendjemand besser auskennt, aber die hoffnung darauf ist nicht wirklich groß, es herrscht irgendwie schon chaos, und die, die schon mal mit so einem chaos zu tun hatten, warten in russland.</p>
<p>und was hat das jetzt mit österreich zu tun? da gabs in wien einen zwischenfall, man weiss noch nicht, wie groß er ist, also parallele numero uno. es waren ziemlich viele leute davon betroffen, denn der zwischenfall war der, dass die decke oder zumindest ein teil von ihr eines der wichtigsten verkehrsknotenpunkte einzustürzen drohte, nämlich die decke des bahnhofs landstraße-wien mitte. dort wird gerade umgebaut, und man weiss noch nicht, obs etwas mit den bauarbeiten zu tun hat, oder nicht, wir werden es auch nicht erfahren, denn panik ist unsere schublade nicht. und akw gibts in der nähe auch keins.</p>
<p>die öbb, als betreiber der bahn die zuständige tante, machte das, was man üblicherweise in solchen situationen macht: man improvisiert, versucht zu retten, was noch da ist, und man sagt kein wort. und treibt somit die leute, die auf einmal mitten in der beförderung zu ihrem arbeitsplatz, den sie mit jeder faser ihres körpers hassen, aufgehalten, und müssen sich freilich aufregen, weil  das geht ja net, das kann ja net, man muss ja informieren, und man muss wissen, wissen, wissen.</p>
<p>jo, eh. man könnte sagen, einer der zweifellos zu vielen pr-manager der öbb könnte endlich mal die sau rauslassen, den leuten etwas bieten, infotainment, quasi, dimensionen tun sich da auf. aber freilich, nix. außerdem wars freitag, da ist man als pr-mensch bereits seit 2 tagen im wochenende.</p>
<p>also, die informationspolitik, die ist recht ähnlich. wieso es trotzdem geschmacklos ist, diese zwei dinge zu vergleichen?</p>
<p>in japan gehts um menschenleben. hier gehts um verspätungen. und ich bin mir sicher, dass man an den reaktionen der vor ort anwesenden und somit betroffenen leute genau das gegenteil erwarten würde.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>wieso ist die övp so verlässlich?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/03/21/wieso-ist-die-ovp-so-verlasslich/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 15:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[eisberg]]></category>
		<category><![CDATA[grasser]]></category>
		<category><![CDATA[övp]]></category>
		<category><![CDATA[schüssel]]></category>
		<category><![CDATA[strasser]]></category>

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		<description><![CDATA[jetzt ist der nächste superstar gefallen, pardon, missverstanden worden. er wollt eh zur polizei, aber bei so vielen terminen, da kann man schon die kleinigkeiten übersehen, die terminen mit den ehemaligen, ach, die wissen doch eh, dass man ein guter ist. ganz bestimmt. blöd halt, wenn nicht die eigenen merken, dass man dreck am stecken [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>jetzt ist der nächste superstar gefallen, pardon, missverstanden worden. er wollt eh zur polizei, aber bei so vielen terminen, da kann man schon die kleinigkeiten übersehen, die terminen mit den ehemaligen, ach, die wissen doch eh, dass man ein guter ist. ganz bestimmt.</p>
<p>blöd halt, wenn nicht die eigenen merken, dass man dreck am stecken hat, und es nicht die schuhe sind, die riechen. dann kann einem der sonntägliche popsch schon mal auf grundeis gehen, und diese journalisten sind ja auch dreiste, gemeine wesen, sowas macht man nicht, sowas tut man nicht. ganz hinterhältig sind die. dass man freilich über den politischen instinkt einer mikrobe verfügen muss, um sich dermaßen präpogant (jawohl, präpotent und arrogant in einem!) zu präsentieren, das muss man ja nicht deutlich betonen.</p>
<p>sensationell ist freilich nur eines: die beständigkeit der övp. ein ums andere mal schafft es diese partei, lichtgestalten aus dem hut zu zaubern, die egal zu welchem thema die creme de la creme, die spitze der spitzen, die eliteeliten darstellen, leistung, arbeit, moral, alles nur vom feinsten. beispiele nenne ich jetzt keine konkreten, ich hab ja schließlich noch etwas zu tun in dieser woche, aber wer denkt, nur die spitze des eisbergs gleiche einer inversen kläranlage, der irrt, man schaue nur beispielsweise nach tirol: http://www.youtube.com/watch?v=k54IDz8gStI</p>
<p>und wenn man zurückblickt in eine zeit, in der leute wie grasser, strasser und konsorten in der regierung saßen, dann kanns einen schütteln. wenn man dabei die aktuelle regierung vergessen könnt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die intensität des schüttelns eine andere ist. und ein mann kommt da immer wieder zum vorschein, und irgendwie auch nicht: das mascherl. und wenn er sonst nichts erreicht hat, dann hat ers zumindest geschafft, dass der schnellste weg zur rebellion gegen die eltern nicht mehr der weg in die rockmusik ist, oder ins schwulenbalett, oder die schauspielerei, sondern die politik. weil schlimmer geht echt nimma.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>japan, kreaturen, idioten</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/03/16/japan-kreaturen-idioten/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 13:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
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		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[die ereignisse, die derzeit japan erwischen, sind erschütternd, in jeglichem wortsinn. die art und weise, wie das japanische volk zumindest scheinbar mit dieser katastrophe oder viel mehr katastrophen umgeht, ist in wahrheit vorbildhaft. das, was die spitzenpolitiker machen, vielleicht nicht unbedingt, aber das kennt man ja auch nicht anders. was allerdings nicht vorbildhaft ist, sind [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>die ereignisse, die derzeit japan erwischen, sind erschütternd, in jeglichem wortsinn. die art und weise, wie das japanische volk zumindest scheinbar mit dieser katastrophe oder viel mehr katastrophen umgeht, ist in wahrheit vorbildhaft. das, was die spitzenpolitiker machen, vielleicht nicht unbedingt, aber das kennt man ja auch nicht anders.</p>
<p>was allerdings nicht vorbildhaft ist, sind die kreaturen, idioten und wappler, die diese geschichte zum anlass nehmen, um mal wieder zu zeigen, wie widerlich sie sind. beispiele gefällig?</p>
<p>welchen geistes kind man sein muss, um diese situation für geschäftemacherei auszunutzen, das kann man gar nicht schreiben, da versagt die deutsche sprache. bei kleinen, privaten gaunern ist es schon abstoßend, aber was beispielsweise die lufthansa abzieht, ist einfach nur ekelhaft. &#8220;€ 7000 für tokio ✈ deutschland ist ein marktüblicher preis, keine abzocke&#8221; (#lufthansa). jo, eh.</p>
<p>politisch interessant gehts ja gerade in deutschland zu. vielleicht sollte angela merkel kurse anbieten, wie man sich möglichst schnell selbst abmontiert. oder ein buch schreiben: &#8220;wie schaffe ich es, dass mich niemand mehr ernst nimmt &#8211; eine anleitung in 3 schritten!&#8221;. aber wahrscheinlich sind die deutschen akws in den letzten tagen einfach furchtbar schnell gealtert.</p>
<p>schön auch die öko-idealisten, die beispielsweise im forenbereich zu einem artikel zum thema japan und erdbeben posten, dass in deutschland 2 milliarden euro für energie für geräte, die im stand-by laufen, ausgegeben werden. und dass da niemand aufschreit. und dass das ungefähr 2 akws sind. aber, bitte, was zum kuckuck?!</p>
<p>dass heute russischen atomexperten, die unter anderem in tschernobyl bei der eindämmung der damaligen katastrophe engagiert waren, die einreise nach japan verweigert wurde, das verstehe auch, wer will. aber wahrscheinlich ist es wichtiger, technologische geheimnisse zu schützen, als das eigene volk. aus welchen gründen auch immer.</p>
<p>und wundern musste ich mich freilich auch schon darüber, dass mir genau vorgerechnet wurde, wieviel das alles kosten wird und was der yen und überhaupt. ich mag diese art von berichterstattung nicht. wirklich nicht. aber das dürfte den entsprechenden leuten egal sein, kanns auch.</p>
<p>mal wieder wird gezeigt, dass es keine konventionen und keine regeln gibt, und wie groß das talent von vielen leuten ist, sich zum affen zu machen, oder wie groß der drang ist, aller welt zu zeigen, was für ein riesenarschloch man wirklich ist.</p>
<p>japan wirds hoffentlich egal sein. und hoffentlich das alles halbwegs in den griff kriegen. bitte!</p>
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		<title>wie ist das mit werbeslogans?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 16:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[die welt des marketings ist eine schöne, eine mysteriöse, und eine verlogene. nicht zwingend in dieser reihenfolge. einblick in diese welt erhält man selten, außer man ist bereit, sich den mechanismen dieser welt zu unterwerfen, was allerdings zwangsläufig dazu führt, dass man keinen einblick mehr hat. an dieser stelle ein herzlicher gruß an alle meine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>die welt des marketings ist eine schöne, eine mysteriöse, und eine verlogene. nicht zwingend in dieser reihenfolge. einblick in diese welt erhält man selten, außer man ist bereit, sich den mechanismen dieser welt zu unterwerfen, was allerdings zwangsläufig dazu führt, dass man keinen einblick mehr hat. an dieser stelle ein herzlicher gruß an alle meine werberfreunde ;-)</p>
<p>ab und an kommen allerdings dinge raus, die einen wundern können. ein bisschen. oder mehr.</p>
<p>beispielsweise der aktuelle werbeslogan von irgendeiner sporthilfeorganisation. der lautet einerseits &#8220;lass dich nicht versteinern!&#8221;, was zwar irgendwie putzig, aber auch komplett nichtssagend ist, aber dessen dürften sich die texter und werber durchaus bewusst gewesen sein, also haben sie noch etwas drangehängt: &#8220;der mangel an bewegung kostet uns jährlich 800 millionen euro.&#8221; schmecks!</p>
<p>ich weiss ja nicht, wie es euch geht, für mich sind 800 millionen euro sehr viel geld. und 800 millionen als zahl gesehen ist irreal für mich, zur gänze. ich kann keine relation finden, die meinem kleinen hirn verbildlicht, wie groß oder klein diese zahl ist. 800 millionen 1-euro-kaffees beim maci, ok. aber was heisst das jetzt für mich? um 800 millionen euro kann man wahrscheinlich eine relativ starke fussballmannschaft einkaufen, also vielleicht so: 8 millionen fette österreicher werden für 15 fitte fussballer getauscht. na gut, das macht sinn.</p>
<p>aber die fragen, die sich mir bei diesem slogan stellen, sind folgende: werde ich als bewegungsfaule, potentiel fette person wirklich dazu animiert, mich mehr zu bewegen, nur weil angeblich eine ireal hohe summe eingespart werden könnte? ireal auf grund des gerade ausgeführten. wenn mans runterbricht auf einen österreicher, angenommen, wir wären alle bewegungstechnisch unterversorge blade säue, dann wären es 100 euro pro nase.</p>
<p>das ist, naja, mhm.</p>
<p>ist das wirklich ein betrag, der uns motiviert? das sind doch, hm, 10 wurstsemmeln? muss ich bei der jungen spö mal nachfragen.</p>
<p>kann man diesen slogan nicht anders fassen? wie es beispielsweise eine andere organisation tätigt: &#8220;wir haben märz. nimm endlich ab!&#8221;</p>
<p>der fairness halber muss ich mich jetzt rügen: ich habe einen ganz groben rechenfehler gemacht, und dadurch die kampagne anders beschmutzt, als ichs eigentlich machen wollte. manchmal gehen die gäule halt durch. auch bei einer bladen sau.</p>
<p>na gut.</p>
<p>ich werd mich mal puls4 widmen. &#8220;diese filme müssen sie sehen, bevor sie gehen!&#8221; gut.</p>
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		<title>warum ist unsere innenministerin so pfui?</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 07:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fremdenrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[es wurde ein neues fremdenrechtspaket beschlossen. sowohl die art und weise, wie es zu stande gekommen ist, nämlich im stillen kämmerlein, geheim, und, ach, mist, zumindest dem parlament müss mas verraten, als auch die zusammenstellung desselben, nämlich ein poutpourrie aus zuwanderung, asyl, integration und anderen spielwiesen, lassen darauf schließen, dass die zuständigen personen nicht wirklich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>es wurde ein neues fremdenrechtspaket beschlossen. sowohl die art und weise, wie es zu stande gekommen ist, nämlich im stillen kämmerlein, geheim, und, ach, mist, zumindest dem parlament müss mas verraten, als auch die zusammenstellung desselben, nämlich ein poutpourrie aus zuwanderung, asyl, integration und anderen spielwiesen, lassen darauf schließen, dass die zuständigen personen nicht wirklich wissen, was sie tun, und auch keine vision haben, wie das zusammenleben mit nicht aus österreich kommenden menschen funktionieren könnte. deutsch solltens können. na, egal, ich möchte jetzt gar nicht auf die details eingehen, weil das machen erstens schon andere, und zweitens wirds auch mir langsam fad, den selben stein den selben berg raufzuwälzen. zum glück bin ich nicht politiker.</p>
<p>aber: haben die zuständigen mitbekommen, was seit ein paar wochen in nordafrika und nicht nur dort passiert?</p>
<p>revolutionen, soweit das auge reicht, blutige konflikte, flüchtlinge, unter ihnen diktatoren, bomben auf das eigene volk, deserteure, irrwitzige videonachrichten, die volle breitseite an echten konflikten, an echten die geschichte umwälzenden ereignissen, natürlich auch mit konsequenzen für europa, für die eu, und somit auch für österreich. mal vom wirtschaftlichen abgesehen werden sicher viele leute zuflucht bei uns finden. hoffentlich.</p>
<p>und was macht unsere regierung? sie beschließt ein neues fremdenrechtspaket. das paket macht gar nichts besser, manches sogar schlimmer.</p>
<p>ich weiss schon, innen- ist nicht außenpolitik. aber hätte man vor dem hintergrund dieser entwicklungen nicht für ein paar wochen die füsse stillhalten können? musste man sich wirklich als so grindig outen?</p>
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		<title>zum thema guttenberg, plagiate und kopierer</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 11:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gutenberg]]></category>
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		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[so, jetzt nehm ich mich mal kurz dieser sache an: der deutsche verteidigungsminister hat sich ordentlich in die pfanne gesetzt. wie auch immer die plagiatsvorwürfe zu werten sind, peinlich ist es freilich alle mal, einem minister sollte so etwas nicht passieren. dass es zwar schon stimmen gibt, durchaus fundierte, die meinen, dass das alles eigentlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>so, jetzt nehm ich mich mal kurz dieser sache an: der deutsche verteidigungsminister hat sich ordentlich in die pfanne gesetzt. wie auch immer die plagiatsvorwürfe zu werten sind, peinlich ist es freilich alle mal, einem minister sollte so etwas nicht passieren. dass es zwar schon stimmen gibt, durchaus fundierte, die meinen, dass das alles eigentlich eh ok ist, zeigt, dass diese geschichte natürlich nicht so klar zu sehen ist, wie sie vielleicht scheint. tastaturen im guttenburg-layout finde ich persönlich trotzdem sehr lustig. aber ich habe auch einen sehr simplen humor.</p>
<p>was mich allerdings am meisten beschäftigt, ist folgendes: beim besten wissenschaftsminister aller zeiten, hobbybuslinienbetreiber gio hahn, lichtgestalt der wiener övp, der jetzt seine choriphäenaura in brüssel teilt, gabs doch auch vorwürfe, dass da seine dissertation irgendwie sehr schnell fertig geworden ist, und dass da irgendwie auch nicht alle zitate und so weiter. und was ist passiert? najoi, eh nix, weil was soll schon passieren. nur weil der wissenschaftsminister bei einer dissertation a bissl, ich bitt sie, das sind ja kleinigkeiten, das ist ja net amoi schmutz am schuhwerk.</p>
<p>beim besten finanziminister nicht nur aller zeiten, sondern aller parallelexistenzen, da gabs doch auch irgendwie ein paar unstimmigkeiten bezüglich seiner dissertation, auch irgendwie so kleinigkeiten von wegen zitieren oder was, aber bitte, tuns net so spiesig. wenn ein finanzminister während er sein amt ausübt steuern hinterziehen darf, dann darf auch ein wissenschaftsminister eine dissertation nicht so ganz selbst machen, das muss man doch einsehen.</p>
<p>die fragen, die sich mir stellen, sind folgende: wieso werden in deutschland so deutlich rücktrittsforderungen formuliert, und hier nicht? das ist wohl nur mit einer völlig anderen kultur des politischen alltags zu erklären, der bei uns ja wirklich schon seit langem bestenfalls als marionettenhaft zu bezeichnen ist.</p>
<p>aber eigentlich viel interessanter, für mich simple natur: woher zur hölle nimmt so ein minister die zeit, während seiner amtstätigkeit eine dissertation zu schreiben? das wundert mich nämlich wirklich sehr. aber wahrscheinlich reichen meine kapazitäten schlicht nicht aus, und so ein minister ist einfach wirklich viel klüger als ich.</p>
<p>ps: das nächste mal kann man doch einfach irgendjemanden bezahlen, der eine saubere, plagiatfreie arbeit schreibt. dann ist ruhe im busch. oder?</p>
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		<title>wieso sind unsere politiker so zum fremdschämen?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 10:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[berlakovich]]></category>
		<category><![CDATA[haiti]]></category>
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		<description><![CDATA[disclaimer: ich schätze sean penn sowohl als schauspieler, als auch für sein engagement. natürlich ist es populistisch, aber für einen guten zweck, und alle leute, die ihre gesellschaftliche stellung nutzen, um auf probleme hinzuweisen und/oder geld zur lösung dieser probleme zu sammeln, werden von mir respektiert. sean penn war jetzt also in wien, und es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>disclaimer: ich schätze sean penn sowohl als schauspieler, als auch für sein engagement. natürlich ist es populistisch, aber für einen guten zweck, und alle leute, die ihre gesellschaftliche stellung nutzen, um auf probleme hinzuweisen und/oder geld zur lösung dieser probleme zu sammeln, werden von mir respektiert.</p>
<p>sean penn war jetzt also in wien, und es war ein fest. alle zeitungen hatten endlich wieder was zu schreiben, die sonne hollywoods hat das großartige wien beleuchtet, und die besten politiker und innen (wobei, zumindest der orf hat keine gezeigt&#8230;) haben mit dem MEGASTAR gekuschelt, zumindest im übertragenen. und was da gezeigt wurde, das ist in wahrheit wirklich nur zum wegschauen.</p>
<p>der werte herr bundeskanzler, der eh wie immer irgendwelche worthülsen absondert und so tut, als wäre da gerade eine majestät angekommen, ein zar, ein monarch, der die geschicke des weltenballs nicht nur lenkt, sondern erfindet, und so einem, na, natürlich, so einer, der ist ja wer, und die sonne hollywoods, und überhaupt.</p>
<p>der irritierendste auftritt in dem beitrag in der zib, denn auch der orf macht sichs gern leicht, war allerdings der von unserem herrn umweltminister. ich könnte jetzt natürlich ein ratespiel starten, wie denn der herr überhaupt heisst, aber spätestens nachdem er sich letztes jahr öffentlich so dermaßen in die fettlacke gesetzt hat (wir erinnern uns vielleicht, anpöbeln und anschreien von flugpersonal, weil das flugzeug gfälligst auf herrn von und zu durchlaucht warten soll&#8230;) wissen wir freilich, wer herr berlakovich ist. jedenfalls stammelt er da im tonfall eines schülers, der gerade die frau lehrer gefragt hat, ob er aufs klo gehen kann, etwas von wegen, er habe dem herrn penn ein projekt vorgeschlagen, also für haiti, also für 600 menschen, wo die sich also, naja, also selbstversorgen und so weiter, und der herr penn hat gesagt, das sind genau die projekte, die er braucht.</p>
<p>der herr minister hat den sanktus von dem herrn megastar bekommen.</p>
<p>alles ist gut!</p>
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		<title>vom hupen und vom granteln</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/02/12/vom-hupen-und-vom-granteln/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 08:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
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		<description><![CDATA[paranoia ist eine triebfeder meines schaffens und denkens, das hat mir schon mein vater beigebracht, und was einem beigebracht wird, soll man nur dann hinterfragen, wenns einem nicht nutzt, nicht wahr? aus dieser paranoia hinaus verdächtige ich als braver gutmensch alles und jeden, bin allerdings dabei so clever, dass die leute nicht merken, dass ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>paranoia ist eine triebfeder meines schaffens und denkens, das hat mir schon mein vater beigebracht, und was einem beigebracht wird, soll man nur dann hinterfragen, wenns einem nicht nutzt, nicht wahr? aus dieser paranoia hinaus verdächtige ich als braver gutmensch alles und jeden, bin allerdings dabei so clever, dass die leute nicht merken, dass ich ihnen permanent misstraue, ihnen gar nicht zuhöre, sondern mir im eigenen kopf ausmale, was sie in wahrheit sagen wollen, und sich nicht trauen, weil sie ANGST haben vor mir, angst, angst, angst.</p>
<p>was das mit hupen zu tun hat?</p>
<p>nun, aus dieser paranoia heraus bin ich freilich fest davon überzeugt, dass seit meiner androhung, knackwatschn und ähnliches an hupenden leute zu verteilen, die hupenden scharenweise um mich herum fahren und mich verfolgen, jede noch so lächerliche situation nutzend, um mir auf den geist zu gehen, jawohl, das glaube ich. und natürlich tun sie das nur, um meine feigheit an den tag zu legen, die feigheit, die mich daran hindert, meinen eigenen strafenkatalog zu exekutieren. vor mir selbst rechtfertige ich das natürlich damit, dass ich am rad einfach nicht schnell genug hinterherkomme, wenn mir ein hupendes auto davonfährt, aber das ist selbstverständlich nur eine ausrede.</p>
<p>jedenfalls geht mir dieses gehupe mittlerweile schön langsam auf den sack, allerdings sind die blicke, die die menschen haben, wenn sie an ihr machtinstrument, an ihr einziges, greifen, unglaublich inspirierend. riesige frustpotenziale entladen sich in sekunden, die resi hat schon wieder nicht lieb gschaut, der harald hat schon wieder an besseren job kriegt, obwohl er viel depperter ist, als ich, der depperte oaschkreula, der gschissene rasen ghört a no gmäht, wieso hab ich mir das haus überhaupt antan, und wieso zum teufel fahren hier alle mim auto herum und stehen mir im weg? die gesichter, die meistens nicht sonderlich lieblich sind, verwandeln sich zu fratzen, das innerste wird nach außen gekehrt, und für einen kurzen moment herrscht blanke wut. denn ja, im gegensatz zu kulturen, in denen das hupen als freundliche aufforderung und somit automatisiert abgesondert wird, wenn beispielsweise die ampel auf grün umspringt, im gegensatz zu jenen kulturen ist das hupen bei uns ausdruck von hass, tyrannei, unterdrückung, ein kleiner protest gegen die welt und gegen uns selbst. man müsste fast mal wissenschaftlich analysieren, wieso das bei uns so ist. aber ich bin kein wissenschaftler, also tu ichs nicht.</p>
<p>was sonst noch zu sagen bleibt? ich merke, ich entwickle mich in diesem blog zum menschenfeind. und das ist gut so, das erleichtert mir im echten leben die perspektive. denn eigentlich ist alles nicht so schlimm. ich montier jetzt trotzdem eine hupe. und fahre nur noch mit hupen-kill-app am handy durch die gegend. ätsch!</p>
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		<title>dinge, über die man sich ärgern kann, aber nicht muss</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 08:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[aon]]></category>
		<category><![CDATA[ärger]]></category>
		<category><![CDATA[einkauf]]></category>
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		<description><![CDATA[hin und wieder passiert es auch einer sanften seele wie der meinigen, dass eine gewisse wut nach außen dringen möchte. fälle, in denen so etwas passieren kann, werden im folgenden beschrieben. anfängerfehler an der spar-kassa netterweise hat eine filiale dieses delikatessenspezialisten ihren weg in meine gasse gefunden, und wurde zum hauptnahversorger. mittlerweile habe ich mich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>hin und wieder passiert es auch einer sanften seele wie der meinigen, dass eine gewisse wut nach außen dringen möchte. fälle, in denen so etwas passieren kann, werden im folgenden beschrieben.</p>
<p>anfängerfehler an der spar-kassa</p>
<p>netterweise hat eine filiale dieses delikatessenspezialisten ihren weg in meine gasse gefunden, und wurde zum hauptnahversorger. mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, dass der einkauf jetzt auf einmal wesentlich länger dauert (zum glück sind die öffnungszeiten entsprechend adaptiert), dass ich fleisch nicht wie als städter gewohnt abgepackt mitnehmen kann, sondern mit jemandem reden muss, ders mir zuschneidet und faschiert, und dass der einkauf wesentlich länger, moment, hab ich ja schon.</p>
<p>man muss auch sagen, dass ich es mir selber manchmal allzu leicht mache, eine ärgersituation zu erreichen, wie folgendes szenario beweist: eine kassa mit ca. 9 leuten in der schlange ist geöffnet, die andere wird gerade geöffnet, und zwar von der filialleiterin. woher ich weiss, dass sie das ist? weils mir ein wunderschönes plakat sagt, und ihre frisur lügt nicht. jedenfalls denk ich mir freilich: na, da gemma hin. und natürlich ist das idiotisch. denn merke: die filialleiterin leitet die filiale net von der kassa aus. und weiß beispielsweise auch nicht, wie man eine 10-euro-flasche rum korrekt entsichert, wieso auch immer so ein billigfusel überhaupt gesichert ist. aber immerhin, nach knapp einer viertel stunde hab ich dann meine gulaschsuppe und mein kleines cola, das ist nicht nix.</p>
<p>von bullen und von polizisten</p>
<p>ärgerlich kann auch sein, wenn man 5 monate, nachdem man von einem herz von einem polizisten aufgehalten wurde, weil man sich erdreistet hat, am sonntag um 9 uhr in der früh bei insgesamt 2 verkehrsteilnehmern, nämlich moi und der herzerlpolizist, mit dem fahrrad eine, nein, zwei rote ampeln im abstand von 50m nicht so genau zu nehmen, eine strafanzeige zugeschickt bekommt, die einen dazu auffordert, entweder 140 euro zu entlöhnen, oder 4 tage in den häfn zu gehen. ich bin mir zwar nicht sicher, ob da eine verhältnismäßigkeit vorhanden ist, aber der staat hat sicher, und wie immer, recht.</p>
<p>da müssens wohl auf eine mobile lösung umsteigen</p>
<p>ich war eine zeitlang von der echtwelt abgeschnitten, hatte keinen internetzugang, weil ich aus kostengründen auf das angebot des grünen mutterschiffs umsteigen wollte. nun, das grüne mutterschiff hat mich auch nur 3 wochen auf einen installationstermin warten lassen, eine zügigkeit, die ich mir auch von der entsprechenden internetbereitstellungszuleitung erwarte. nun, der techniker kommt, schaut, und dreht ab. es gibt angeblich ka telefonleitung und da muss a bautrupp kommen und die welt umbauen. nun, gut, ruf ma halt die hotline an, die einem erklärt, wie das ist, mit der zuleitung, und dem bautrupp, und wo einem dann gesagt wird, dass ich leider keinen internetzugang kriegen kann, und wohl auf eine mobile lösung umsteigen muss. das hat mich dann doch amüsiert, ich wusste nämlich bisher nicht, dass ich scheinbar in einem schweizer tunnel oder in der atacamawüste lebe. nach rücksprache mit der hausverwaltung und eigener sichtung stellt sich zwar heraus, dass nicht nur meine wohnung, sondern jedes zimmer a telefonleitung hat, aber die lust ist mir vergangen. wieso das grüne mutterschiff allerdings techniker, die im brotberuf scheinbar was anderes sind, zu den leuten da draußen schickt, das beschäftigt mich noch. ein bisschen&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>wie ist das mit der wehrpflicht?</title>
		<link>http://inartissojo.com/blog/2011/01/23/wie-ist-das-mit-der-wehrpflicht/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[bundesheer]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[wehrpflicht]]></category>

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		<description><![CDATA[dieser tage wird wieder mal eine diskussion fortgesetzt, die in österreich schon öfter geführt wurde, und eigentlich nie wirklich diskutiert wird. das liegt an vielerlei faktoren, einerseits an der zu hohen kasperldichte in der politik, andererseits an der zu hohen dichte an leuten, die der meinung sind, schauspielerisches talent wäre gleichzusetzen mit politischem kalkül, und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>dieser tage wird wieder mal eine diskussion fortgesetzt, die in österreich schon öfter geführt wurde, und eigentlich nie wirklich diskutiert wird. das liegt an vielerlei faktoren, einerseits an der zu hohen kasperldichte in der politik, andererseits an der zu hohen dichte an leuten, die der meinung sind, schauspielerisches talent wäre gleichzusetzen mit politischem kalkül, und außerdem hat zu diesem thema wirklich jede und jeder eine meinung, dann irgendwie ist jede und jeder betroffen, und das ist gut so, und auch nicht, zumindest nicht für die diskussion. versuch ma mal a bissl mit dem kamm drüberzustreichen, und schauen raus, was rauskommt&#8230;</p>
<p>braucht österreich eigentlich das bundesheer? man mag veranlasst sein, diese frage mit der frage: &#8220;brauch ma orangenhaut?&#8221; gleichzusetzen, und irgendwie hätte man dann nicht unrecht, aber irgendwie schon. im wortsinn und der eigentlich funktion könnte man sagen: &#8220;na, weil kriege führn wir kane, und mit die ausländer wird die polizei mit oder ohne bh net fertig&#8230;&#8221; könnte man so stehen lassen, aber hol wir doch ein wenig aus.</p>
<p>natürlich stellen die frage nach der nützlichkeit des bundesheeres auch ausschließlich kurzsichtige, populistische arschbanditen, die schon das funkeln der stimmen am volkskonto vor sich sehen, und das ist nicht ganz fair. denn das bundesheer hat ja eigentlich als hauptaufgabe schon etwas, das wir brauchen, und zwar billige arbeitskräfte, die uns den keller auspumpen, wenn die mutter natur mal wieder was schlechtes gegessen hat. der grünste grüne wird feststellen, dass das eine fesche sache ist, auch wenn der grünste grüne natürlich die ursache der verstimmung schon längst aus der welt geschafft hätte, aber das steht freilich auf einem anderen blatt. im katastrophenfall ist ein soldat praktisch. punkt.</p>
<p>aber: muss denn die person, die sich die gummistiefeln anschnallt, wirklich ein soldat sein? müssen wir diese person zuerst mühsam an einer waffe ausbilden, die in den meisten fällen schon von so vielen leuten auseinandergenommen und wieder zusammengebaut und dazwischen aufs sterilste geputzt wurde, dass man sich ernsthaft fragen kann, ob im fall der funktionsanwendung dieser waffe überhaupt etwas passieren würde, jedenfalls, muss der gatschschaufller echt wissen, wie man so ein gerät bedient? muss man diesem helfer unbedingt beibringen, wie er sich mit hilfe von ästen am helm in einen tarnkappenbomber verwandelt, der die wälder nach ausländischen feinden durchpflügt? wie er mit einer granate den wald lichtet?</p>
<p>die fpö hat auf diese frage folgende antwort: nur weils 30 jahre nicht gebrannt hat, heisst das nicht, dass man die versicherung kündigt. nun, prinzipiell wäre das richtig, wäre österreich ein haus und die umgebung, najoi, eine feuersbrunst. in den letzten jahren hat sich allerdings demokratie- und sicherheitspolitisch a bissl was getan in europa, und die chance eines brandes hat sich doch a bissl verringert. um es mit den worten der fpö zu formulieren: wenns 30 jahre lang nicht gebrannt hat, man in der zwischenzeit modernste brandschutzmechanismen in einem haus installiert hat, das aus feuerfesten materialien gebaut wurde, darf man sich zumindest gedanken darüber machen, die versicherungsprämie zu verringern.</p>
<p>mal davon abgesehen, dass um uns herum länder liegen, deren armee im ernstfall sowieso machen, was sie wollen, die slowakei hätte man vielleicht im griff, weil da hat man ja schon übung, vom assistenzeinsatz aus.</p>
<p>man müsste sich also mal gedanken drüber machen, wie dieses bundesheer eingesetzt werden soll. manche sagen, als erziehungseinrichtung, ich sage, dafür hätten wir eigentlich schulen und eltern, andere sagen als katastrophenschutz, ja gern, aber wieso mit waffe, und so weiter, und so fort.</p>
<p>jetzt hätten wir noch das, was in den augen von vielen eigentlich eh schwul ist: der zivildienst, eine einrichtung, die im alltag mittlerweile womöglich wesentlich wichtiger geworden ist, und wo man sich zurecht alternativen zur wehrpflicht überlegen muss, weil angeblich das gesundheits- und betreuungssystem sonst ziemlich zu krachen beginnen würde, nach dem motto: wenn die gratis sklaven wegfallen, müss ma auf einmal was anders machen.</p>
<p>minister hundsdorfer hat den vorschlag gemacht, das freiwillige soziale jahr zu erweitern, vor allem finanziell: auf kollektivvertragbasis, &#8220;gscheite&#8221; knödeln, finanzielle bedingungen, wo man sich nicht komplett verorscht fühlt, und außerdem dürfen auch ältere leute ran, wenn sie denn wollen. und natürlich keiffen da die hunde, es werden sich nicht genug finden, und überhaupt, die unqualifizierten, und was sollen sich die qualifizierten denken, wenn sie &#8220;nur&#8221; 300 oder 400 euro mehr im monat verdienen?</p>
<p>ich behaupte, bei den finanziellen bedinungen würden sich genug finden. eher zu viel, insgesamt. weil im gegensatz zu jungparlamentariern (die diesbezügliche sendung &#8220;im zentrum&#8221; möchte ich hier nicht mehr erwähnen, sonst muss ich wieder&#8230;) so eine kollektivvertragliche anstellung für viele menschen eine durchaus attraktive option ist. aber um sowas zu wissen, müsst man natürlich mal a bissl das hirnkastl lüften, zumindest a bissl.</p>
<p>zusammenfassend einige punkte: dieses thema sollte man vorsichtig und mit respekt angehen, zumindest als politikerin oder politik. alle haben hier eine meinung, und das sollte man respektieren. aber auch nicht zu sehr, denn schließlich ist die aufgabe der regierung, eine linie vorzugeben, die für die meisten und im idealfall für alle passt. das erfordert hirnschmalz, also zur not bitte extern beziehen.</p>
<p>wieso ich nicht über eine &#8220;wehrpflicht&#8221; auch für frauen schreibe? weil gleichberechtigung nicht bedeutet, dass alles für alle gleich orsch werden muss&#8230;</p>
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		<title>ein paar hobbys fürn sonntag</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 13:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[antworten]]></category>
		<category><![CDATA[öffis]]></category>
		<category><![CDATA[sonntag]]></category>

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		<description><![CDATA[der tag des herrn, der auf uns runterschaut, während uns der arsch aus der hose rausrutscht, wenn wir uns bücken, weil uns wieder mal das schnürsenkerl aufgangen ist, nachdem wir fast vor eine bim gstolpert sind, die trotz sekundenlangen blickkontakts genau in dem moment anfährt, in dem man sich an den vermeintlich rettenden türknopf gekämpft [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>der tag des herrn, der auf uns runterschaut, während uns der arsch aus der hose rausrutscht, wenn wir uns bücken, weil uns wieder mal das schnürsenkerl aufgangen ist, nachdem wir fast vor eine bim gstolpert sind, die trotz sekundenlangen blickkontakts genau in dem moment anfährt, in dem man sich an den vermeintlich rettenden türknopf gekämpft hat, ist für die meisten arbeitenden und nicht arbeitenden personen der tag, an dem man nichts tut, also nichts, was anstrengt, oder so anstrengt, wie das, was wir unter der woche machen. der tag also, an dem stresslevel herabgesenkt oder hinaufgeschnalzt werden wollen, an dem sport geschaut und gemacht werden möchte, an dem gfälligst immer die sonne zu scheinen hat und der tag, der seine grundsätzliche würze dadurch einbüsst, dass er der vorläufer vom montag ist, und der montag, aber das wissen wir schon seit the cure. jedenfalls hier ein paar vorschläge zur gestaltung dieses tages, ganz wertfrei.</p>
<p>1) familienessen, bevorzugt mit schwiegereltern. gut fürs herz, für die stimmung; potentielle anfängerfehler: übernächtig erscheinen, mit dem fahrrad erscheinen, mit dem auto erscheinen, mit den öffis erscheinen, mit anzug erscheinen, in jeans erscheinen, mit gefärbten haaren erscheinen, mit bart erscheinen, rasiert erscheinen, spät erscheinen, pünktlich erscheinen, zu früh erscheinen, &#8230;</p>
<p>2) eine radtour machen, bevorzugt quer durch die stadt. zwecks definition sei gesagt, dass sich eine radtour mindestens über 4 kilometer erstrecken muss, also die distanz, die die wienerin oder der wiener meist mit dem auto hinter sich bringt. klingt im ersten moment ziemlich anstrengend, zaubert aber allen beteiligten ein lächeln auf die lippen, vor allem den fahrerinnen und fahrern der vorbeiziehenden autos, denn wer einen helm auf hat, gilt als freiwild, und freiwild haben wir alle gern, vor allem sonntags.</p>
<p>3) auf einer parkbank sitzen, an einer möglichst prominenten stelle, und laut selbstgewählte stellen aus &#8220;die letzten tage der menschheit&#8221; skandieren. bei blickkontakt mit dem publikum möglichst laut &#8220;was schaust so deppert, blöder piefke?!&#8221; schreien, sich auf den boden werfen und hin- und herwälzen. hebt die eigene laune um ein vielfaches, ganz ohne alkohol.</p>
<p>4) auf öffentlichen plätzen flanieren, möglichst langsam und möglichst großräumig, dabei ab und an leute fixieren, an ihnen vorbeigehen, furzen, und lächeln. hebt die eigene laune, der passantin oder dem passanten tuts nicht weh, weil an der frischen luft ist das geblähte ein verwehtes, ein hobby als win-win-situation, also.</p>
<p>5) praterstern oder franz josefs-bahnhof aufsuchen, und zwar den billa. einen normalen einkauf tätigen. anfängerfehler: bewaffnet das geschäft betreten; alles andere kann man sowieso nur falsch machen. spezialaufgabe: steakfleisch besorgen, und dazu frisches gemüse. viel vergnügen!</p>
<p>6) eine fahrt mit dem 26er oder dem 9er oder dem 18er oder dem 71er hinter sich bringen, von endstation zu endstation, ein fantastisches vergnügen, das jede und jeder in wien lebende gemacht haben muss, bevor er den würmern auf den zeiger geht.</p>
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		<title>ein paar fromme wünsche an 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 09:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[migration]]></category>
		<category><![CDATA[sarrazin]]></category>
		<category><![CDATA[wunsch]]></category>

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		<description><![CDATA[das jahr scheint ja angelaufen zu sein, getanzt haben, getrunken hamma, die philharmoniker wurden bissl verbremst, und die neujahrsvorsätze hamma vergessen. zeit, ein paar wünsche zu äußern: zeitungsartikel sollten wieder etwas seltener mit den worten &#8220;wikileaks hat in depesche nr. xxxxx enthüllt, dass&#8230;&#8221;. wikileaks ist ur praktisch, in jedem fall eine sensationelle neuerung, und man [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>das jahr scheint ja angelaufen zu sein, getanzt haben, getrunken hamma, die philharmoniker wurden bissl verbremst, und die neujahrsvorsätze hamma vergessen. zeit, ein paar wünsche zu äußern:</p>
<p>zeitungsartikel sollten wieder etwas seltener mit den worten &#8220;wikileaks hat in depesche nr. xxxxx enthüllt, dass&#8230;&#8221;. wikileaks ist ur praktisch, in jedem fall eine sensationelle neuerung, und man mag dazu stehen, wie man will. aber: depechen abtippen ist kein journalismus. bitte, machts was, damit eure arbeitsstellen net komplett obsolet werden. auch wenn depesche ein sehr schönes wort ist&#8230;</p>
<p>wo wir schon bei zeitungen und dergleichen sind: im jahr 2011 würde ich mir wünschen, dass artikel, die sich mit ehemaligen finanzministern, befreundeten consultern und ähnlichen morchelgewächsen auseinandersetzen, seltener mit dem zusatz &#8220;es gilt die unschuldsvermutung&#8221; auskommen. weil erstens wissen das mittlerweile sogar schon die armen schülerinnen und schüler, für die lesen dank kompetentester bildungspolitik mittlerweile zum buch mit 1 siegel (weil mehr als 1 ist wirklich nicht mehr nötig&#8230;) geworden, und zweitens finden wir das nicht mehr lustig. sparts euch zumindest bei artikeln über schlägereien und dergleichen dieses satzerl, weil früher hat sich die erd auch gedreht, ohne dass einem überall ein &#8220;es gilt die unschuldsvermutung&#8221; hingeknallt wurde.</p>
<p>aber schuld daran ist ja eigentlich nicht der journalismus, deswegen kommen wir zum nächsten wunsch (hier als ergänzung: wünsche sind etwas irreales, nicht immer rationelles, eventuell auch visionär-utopisches, und letzteres trifft auf den folgenden zu): ich würde mir wünschen, dass diese morchelgewächse endlich mal aussterben. dass ihnen die wurzeln abgeschnitten werden, oder der grund und boden, in dem sie stecken, abgetragen wird. oder dass sie extrem lange dürreperioden überstehen müssen, denn wir alle wissen, dass sie das nicht mehr überleben. ich wünsche mir, dass alle diese quasteln, diese schönlinge, diese dampfplauderinnen und dampfplauderer, diese grassers, diese meischbergers, diese bandion-ortners, diese neugebauers, diese zahlenjongleure und diese verdreherinnen und verdreher, diese leute, die glauben, dass sie andere aber sowas von verorschen können, dass ihnen endlich mal der arsch auf grundeis gesetzt wird. dass endlich ein umschwung stattfindet, ein umschwung einer entwicklung und einer situation, die eigentlich alle länder dieser welt in geiselhaft genommen hat. an dieser stelle sei gesagt: träumen ist nicht verboten.</p>
<p>stichwort veränderung: ich würde es begrüßen, wenn wir dinge wie das wetter und das klima, die ausdehnung des regenwalds, verkäufe und einkäufe von wurstwaren und ähnliches in zahlen erfassen, statistisch interpretieren und das als grundlage der erklärung von entwicklungen nehmen. beim thema auslandszuwanderung und migration wäre ich allerdings voll dafür, wenn man sich darauf besinnt, dass man in diesem zusammenhang net von vieh spricht, sondern von menschen, und dass man nicht wie der berühmteste ex-banker der deutschen der meinung ist, entwicklungen in diesen zusammenhängen mit zahlenkonstrukten, trends und statistiken erklären zu können. ja, die haben sicher ihre aussagekraft, sind aber höchstens beiwerk. also: bei den betroffenen mal vorbeischauen und nicht einfach nur höchstens durchfahren, und gesichter lesen, statt zahlen. das hilft zwar nicht beim aufbauen eines koherenten weltbilds, macht auch nicht immer spaß, aber zahlt sich aus, echt!</p>
<p>an sonstigen wünschen fürs jahr 2011 gibt es noch folgende dinge:</p>
<ul>
<li>gratis pferdeleberkässemmerln für alle!</li>
<li>gratis öffis für alle!</li>
<li>gebühren nur für dinge, die tatsächlich funktionieren und einen nicht jedes mal kalte schauer übern rücken jagen!</li>
<li>rechtspopulismus als leisetreter! oder von mir aus als nichttreter!</li>
<li>ein meer, so ein echtes, vor der haustür wiens wäre praktisch&#8230;</li>
</ul>
<p>und jetzt ist gut. fürs erste.</p>
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