Offener Brief an den Freiheitlichen Parlamentsclub

Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist schön, dass das Thema Bundesheer, Wehrpflicht und Landesverteidigung für den Freiheitlichen Parlamentsclub scheinbar auf der lockeren Seite des Themenspektrums sitzt, für eine nicht unerhebliche Anzahl an Österreicherinnen und Österreichern sieht die Lage allerdings ein wenig anders aus.

Ihre OTS-Aussendung von 9. Jänner 2013 legt den Schluss nahe, dass Sie weder bereit sind, sich ernsthaft mit diesem Thema auseinanderzusetzen noch in der Lage sind, Optionen und Informationen anzubieten, die den Bürgerinnen und Bürgern eine Hilfestellung beim Treffen ihrer Entscheidung wären.

Da ich allerdings weiß, wieviel eine OTS-Aussendung kostet, fordere ich Sie auf, darzulegen, womit Sie die Kosten für eine Aussendung rechtfertigen, die mit frei erfundenen „Sachverhalten“ ausschließlich die Provokation zum Ziel hat und ein durchaus ernstes Thema so behandelt, als würde es sich bei der ganzen Sache um einen Scherz handeln. Das haben sich nämlich weder die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes verdient, die für diese OTS-Aussendung aufkommen mussten, noch die Mitglieder des Bundesheeres oder des Zivildienstes.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kaczorowski

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2 Gedanken zu „Offener Brief an den Freiheitlichen Parlamentsclub“

  1. Die Volksbefragung ist eine populistische Farce und ein Armutszeugnis für die Initiatoren.
    Von einem parlamentarischen Klub erwarte ich mir allerdings in offiziellen Statements (und das ist eine OTS-Aussendung) Sachargumente und nicht erfundene Geschichten, die man vielleicht lustig finden kann, wenn man am Weg in die Arbeit beim Brantweiner ums Eck hängenbleibt und sich um 10:00 Uhr wundert, wieso die Welt heute schon wieder so schaukelt.
    Die FPÖ hat nämlich bisher kaum Argumente pro Wehrpflicht geliefert, außer, dass es ur super ist, dass alle, die dagegen sind, Trotteln sind und dass die Wehrpflicht ein Bürgerrecht ist.
    Ich kann mich auf diese Art lustig machen. Du kannst dich auf diese Art lustig machen. Ein parlamentarischer Klub kann das nicht.

  2. Aber lustig is sie schon ein bisschen, die OTS. Insbesondere aufgrund des Verhältnisses der bekannt tierlieben Krone und der Faymann-SPÖ
    Und warst nicht gerade du in einem früheren Text der Meinung, dass die Volksbefragung eine populistische Farce und ein Versagen der Regierung ist und dass das Thema professioneller behandelt werden sollte? Also warum nicht lustig machen über die Volksbefragung?

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