Offener Brief an Innenministerin Mikl-Leitner

Diese Nachricht habe ich heute an johanna.mikl-leitner@bmi.gv.at weggeschickt. Es würde mich freuen, wenn du dir diesen Text nimmst und ihn ebenso schickst. Je mehr, desto besser.

Sehr geehrte Frau Innenministerin!

Seit Wochen wird uns erklärt, dass wir kein Geld haben, um jene Menschen, die vor dem Krieg aus ihrer Heimat im Nahen Osten flüchten, menschenwürdig zu versorgen. Weil wir kein Geld dafür haben.

Als Panikreaktion auf die furchtbaren Anschläge werden jetzt Sicherheitskräfte in einer Weise aufgerüstet, dass man sie bald nicht mehr von Einsatzkräften des Bundesheers wird unterscheiden können. Dafür ist Geld da.

Sie beweisen damit, dass Sie weder im Stande sind, die Ursachen für den Terror und damit verknüpft die Flüchtlingsbewegung zu verstehen, und dass Sie auch nicht gewillt sind, die tatsächlichen Ursachen zu lösen. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, mit Ihren Handlungen (und jenen Ihrer europäischen Kolleginnen und Kollegen) werden Sie dafür sorgen, dass Europa in Angst vor dem Terror versinkt, alle Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht gestellt und lückenlos überwacht werden. Das hilft nur jenen, die Angst schüren wollen, aber zu dieser Gruppe sind Sie offensichtlich auch zu zählen.

Es sei Ihnen aber bewusst: Ich bin nicht damit einverstanden, dass Sie Geld in einen Überwachungsstaat pumpen, anstatt Menschen, die es akut notwendig haben, zu helfen. Hätten Sie noch einen Funken Menschlichkeit (oder Christlichkeit) in sich, würden Sie verstehen, dass Sie damit die Idee des Humanismus zu Grabe tragen.

Ihr Michael Knoll

Also bitte: Text kopieren, Email an johanna.mikl-leitner@bmi.gv.at schreiben. Nicht zuschauen, sondern handeln. Es liegt jetzt an uns, dass unsere Kinder in einem Europa des Humanismus aufwachsen können, und nicht in einem Scheißdreck voller Angst.

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