wieso halten sich alte menschen in der straßenbahn nicht an?

eine sache, die man in wien tatsächlich des öfteren beobachten kann, sind ältere damen- und herrschaften (ich spreche hier von personen, die das 16te lebensjahr bereits hinter sich haben, vielleicht auch schon das 17te), die sich mit beeindruckendem mangel an akrobatik, körperbeherrschung und allgemeinem gleichgewichtssinn darum bemühen, in der straßenbahn oder im bus net auf der goschn zu landen. oft versagen sie bei ihren jämmerlichen versuchen, das mag für manche ein heiterer anblick sein, für manche den tag doch noch zum guten wenden, für die leute, die an stelle des kalten steins, den die meisten in der brust mit sich rumschleppen, ein schlagendes pumpwerk tragen ein verstörendes und schreckliches ereignis sein, das natürlich gleich dazu einläd, zu helfen und meistens selbst auf der goschn zu landen, was für die meisten und so weiter.

wieso machen das diese leute? nun, die naheliegende antwort wäre: ich hab schon 2 weltkriege überlebt, 5 bundespräsidenten, ich hab mich schon genug festghalten in meinem leben, und die hüftoperation werd ich auch noch dablasen. damit könnte man das thema für erledigt erklären, das ist mir jetzt allerdings zu billig.

tatsächlich gehe ich jetzt auf freud’schen pfaden und sage: das ist alles unterbewusst! und zwar die angst, sich zu binden. die leute um einen herum sterben dahin, die wellensittiche sterben dahin, die lieben rotweiler sterben dahin, die sonne stirbt dahin (und quält sich nur mühsamst jeden tag aufs neue in die höhe), die angehimmelten politiker sterben dahin (nur die blauen nicht…), und alles is orsch, nichts gibts mehr zum festhalten, was einen irgendwann nicht loslässt, und davor hat man angst, und angst verkrampft den körper. dadurch schauts auch so deppert aus, wenns hinfallen, das ist nicht das alter, das ist der angstkrampf.

und als anleitung für diejenigen, die in dem moment des stürzens lachen müssen: hauts euch in die goschn, ihr herzlosen beidln!

biitte erkLär miir, warum qiinder so qomiish shrAiiben!

danke rene für diese frage, die ich natürlich wie immer mit sehr viel freude aufbereiten werde.

zum glück kenne ich persönlich keine sau, die tatsächlich so schreibt, aber ich bin wahrscheinlich schon in einer völlig anderen alters- und gewichtsklasse angekommen. als bekennender anhänger der wissenschaftlichen methode, dass es am besten ist, eine sache zu beurteilen und zu verstehen, wenn man möglichst weit weg ist und möglichst viel erfindet (hey, afrikanische musik wurde uns doch auch so erklärt, wart ihr mit den antworten etwa nicht zufrieden?), wird es mir trotzdem leichtfallen, hier eine erklärung abzuliefern.

der umstand, dass junge leute, die hier angesprochenen „qiinder“ so „qomiish“ schreiben, liegt in china. jawohl. dort schreiben sie zwar ganz, ganz anders, aber die bauen alle unseren handys. (das die is übrigens als politisch möglichst unkorrektes „die da drüben“ im sinne von „es chinesn, es!“ zu verstehen) um uns zu ärgern, wurden die ersten handys so gebaut, dass man sich möglichst lange abmühen musste, bis endlich einmal ungefähr das dort stand, was man dort stehen haben wollt (mit dort ist natürlich das display gemeint, oder auch das display der die sms empfangenden person). das wurde durch die erfindung des t9-wörterbuchs natürlich noch lustiger. die heutigen qiinder wissen natürlich nichts mehr von diesen bösen chinesischen arschgeigenhandys, aber das verhalten hat sich in die kollektive dna eingebrannt, die um uns herum durch die ozonschicht gefangen herumschwebt, denn das einfangen der kollektiven dna ist in wahrheit die einzige funktion dieser ozonschicht, deswegen könnens uns australische schafe ruhig wegschaseln, dann simma wenigstens alle gleich deppert.

weiters ist das große l mitten im wort natürlich ein zeichen des protests und ein ausdruck von hilfslosigkeit in einer welt, in der man ratlos zwischen mann, frau, kind, spediteursunternehmerin oder doch spediteurinnenunternehmer_in hin- und herpendelt und eigentlich nicht mal annähernd wissen kann, wie zur hölle man jetzt jemandenIn ansprechen, anschreiben, auf ein bier einladen oder um verzeihung bitten kann. ein thema, das übrigens auch ich komplett ratlos betrachte, weswegen ich es meistens ignoriere, was bitte schön natürlich nicht als affront gegen wen auch immer verstanden werden soll, so!

also, woran liegts? scheiss handys, die zu guten handys wurden, die heut zu tage wieder über scheiss tapseldisplays verfügen, die erst recht machen, was sie wollen und man sicherheitshalber auf die buchstaben tippt, die grün blinken, kollektiv verschmutzte kollektivdna und eine stete unrast. beantwortet das die frage? womöglich nicht im geringsten…

wie ziehe ich einem verkäufer ein bis zwei nerven?

für diese frage gibt es unendlich viele antworten, unendlich viele antworten, unendlich viele antworten! – äh, wieviel antworten? – unendlich viele antworten! – und die sind alle richtig? – ja! – wirklich alle? – ja, alle sind wirklich richtig. – und wie viele falsche gibt es?

ein paar methodische vorschläge folgen hier:

1) man betrete eine buchhandlung, suche sich ein buch aus, welches sowohl als hardcover, als auch als paperback verfügbar ist, und frage die verkäuferin oder verkäufer:

„entschuldigung, wieviel kostet dieses buch?“ – „das hardcover kostet 45 euro, das paperback 34 euro!“ – „aha, dann nehme ich das hier.“ – „das wären dann 45 euro?“ – „wieso?“ – „weil sie das hardcover genommen haben!“ – „aha, und wieviel kostet das andere?“ – „34 euro.“ – „aha. und was ist der unterschied zwischen den beiden?“ – „das eine ist gebunden, das andere kartoniert.“ – „aha. und der inhalt ist der selbe?“ – „ja, der inhalt ist gleich.“ – „also der selbe?“ – „ja, der selbe.“ – „und was ist dann der unterschied?“ – „der preis!“ – „und wieso?“ – „weil das eine gebunden ist, das andere kartoniert.“ – „aber der inhalt ist der gleiche?“ – „ja.“ – „danke.“ – „welches nehmen sie jetzt?“ – „keines, ich interessiere mich nicht für hundekataloge.“

wer tatsächlich den ganzen dialog durchspielen kann, sollte übrigens sofort den vorgesetzten der armen seele anrufen und applaudieren. oder zumindest einen kaffee spendieren.

2) man begebe sich in ein cd-geschäft, und schaue sich um, möglichst lange. man mache dies bevorzugt ca. 2 minuten vor geschäftsschluss, und sorge dafür, dass der einzige im geschäft verbliebene mensch außer einem selbst, nämlich der verkäufer, ganz sicher bemerkt hat, dass man sich hier jetzt noch langsam umschauen möchte. wenn noch kein geschnaufe oder geschrei zu hören ist, suche man sich etwas aus, irgendwas, und bringe es zur budl. dort bittet man darum, mit karte zahlen zu können (extrapunkte gibts für beträge unter 10 euro, die mit kreditkarte bezahlt werden!), und warte, bis die abrechnung beendet ist und man schon nur noch die karte hergeben muss. dann sagt man am besten sowas wie: „oh, moment, ich habe noch etwas vergessen!“, hole noch etwas, und bitte darum, es auch noch auf die rechnung zu schreiben. schafft man dies öfter als einmal, sollte man den verkäufer oder die verkäuferin für den friedensnobelpreis vorschlagen, ja!

3) man suche sich einen museumsshop, und frage nach dem katalog für die aktuelle ausstellung. „entschuldigung, was passiert mit den katalogen nach der ausstellung?“ – „die werden weiterverkauft!“ – „aha, und wie lange?“ – „bis sie weg sind.“ – „aha. und wie lange wird das dauern?“ – „ich weiss nicht, wie hoch die auflage ist, und ich weiss nicht, wieviele kataloge bereits verkauft wurden, kann ihnen also keine auskunft geben.“ – „aha. aber das müssten sie doch wissen?“ – „nein, ich verkaufe die kataloge nur, ich bin nicht für ihre produktion oder sonstwas zuständig.“ – „aha, und wer ist dafür zuständig?“ – „entweder die leiterin des museumsshops oder der leiter des museums.“ – „aha. und was passiert, wenn die kataloge aus sind?“ – „dann werden sie nicht mehr verkauft.“ – „wieso nicht? “ – „weil es dann keine mehr gibt.“ – „aha. und das wissen sie jetzt?“ – „äh, das schon, ja.“ – „werden die kataloge billiger?“ – „nein, eher nicht, eher teurer.“ – „was heisst das? wieso werden sie nicht billiger, wenn die ausstellung zu ende ist?“ – „weil die kataloge dann selten sind und antiquarisch und sammler höhere preise zahlen.“ – „aha. sammler also.“

an dieser stelle kann man übrigens wunderbar an methode 1 anschließen.

weitere methodische ansätze werden folgen, ich bin für vorschläge natürlich wie immer vollkommen offen!

wieso telefoniert man in der ubahn bevorzugt in einer hohen lautstärke?

danke an olivia für diese frage (olivia gibt es nicht, also schon, sicher sogar sehr viele, aber diese olivia ist erfunden, ja, eine fiktive olivia also), die ich gerne beantworten werde.

die situation ist vermutlich allen bekannt, die sich hin und wieder in einer ubahn befinden (für die leute, die in gegenden leben, die keine ubahn haben, ist es an dieser stelle jetzt nicht aus, stellt euch statt einer ubahn einfach eine straßenbahn, einen bus, ein geteiltes auto oder eine pferdekutsche vor, und ihr seids schon wieder mitten drin in der situation): irgendeine frau oder irgendein mann schreit mit einer stimme, als würde gerade der große zeh mit eine glühend heissen zange abgelöst und dabei eine peking-oper intoniert werden (für alle, die keine peking-oper kennen, halte ich fest: die glühend heisse zange ist womöglich das größere vergnügen), dass sie oder er gleich daheim ist, und nicht wirklich versteht, was aus dem hörer kommt, weil das scheisshandy hat sich schon wieder verstellt (das scheisshandy verstellt sich immer von allein, und immer so, dass mans nicht brauchen kann, es wäre ja zu viel verlangt, dieses kleine büchleich kurz mal anzuschauen, mit dem das scheisshandy ausgeliefert wird), aber man nimmt den hibiscus schon noch mit, man weiss zwar nicht genau, wozu man hibiscus zu haus, was, kein hibiscus, liebeskuss, was redst du? geh bitte, hier herinnen is so laut, die leit san so laut und schaun schon so deppert, i muss jetzt, hallo, HALLO?! drecksempfang, na, da ruf man noch einmal an, ja, serwas, ich bins, ich wollt nochmHAAAALLOOO! a, bist eh da, also, den hibiscus nimm i mit, jo? serwus, bussi, babatschi, tschau, tschau, serwas, bis gleich, baba!

wie kommt es zu so einem verhalten? nun, ich könnte eine liste starten, die mit mangelnder empathie bekannt, weitergeht über fehlende fantasie die eigene außenwirkung betreffend, sich fortsetzt mit einem übersteigerten mitteilungs- und geltungsbedürfnis (ja, bitte, hier, aber ich machs leise, mein blog schreit nämlich nicht) und schließlich mit der unfähigkeit endet, sich mit seinem partner oder seiner partnerin für ein paar minuten am tag zusammenzusetzen, zu überlegen, was man den ganzen tag so vor hat, was man am abend essen wird wollen, wie es denn überhaupt so geht.

also, das nächste mal, wenn wir in so eine situation hineingezogen werden, haben wir ein wenig mitleid, weil die person ein scheisshandy hat, das sich dauernd verstellt, einen mörderstress, dass man unbedingt schon sofort und immer und scheinbar auch probleme, den alltag mit anderen zu teilen, ohne, dass es für den alltag und die anderen eine belastung ist. oder wenns mim mitleid schlecht ausschaut: nehmts euer scheisshandy, und schreits was der zechn hergibt.

ps: alternativlösung ist natürlich der kopfhörer im ohr, gekoppelt mit einem musik- oder lärmabspielenden gerät. wieso das aber nur eine ausrede ist, dazu kommen wir bald…

Warum riecht das Lulu nach dem Verzehr von Kellog’s Smacks nach Kellog’s Smacks?

danke saubär für diese, äh, frage, die ich natürlich gerne beantworte. sie steht übrigens stellvertretend für den typus „wieso riecht mein urin nach dem verzehr von hühnerleber nach hühnerleber, nach dem verzehr von rindskopf nach rindskopf und nach dem verzehr von spargel nach zimt?“, eine oft wiederholte frage.

nun, in den meisten fällen liegts daran: der oder die essende ist sich seiner oder ihrer essensgewohnheit nicht ganz bewusst, verfügt meistens über ein eher unterentwickeltes hygieneverständnis und schmiert sich die smacks-reste in den riechkolben. dass die fernbedienung nachher nach smacks riecht, is ja noch normal, die war ja in direktem kontakt mit den übeltätern, dass die couch danach riecht, ist schon ein wenig seltsamer, weil draufgesetzt hat man sich ja wohl dann doch nicht auf die smacks, oder? nachdem man sicherheitshalber nachgschaut hat, der notwendige klogang irgendwann nicht mehr auf die lange bank (nicht mal auf die längste) zu schieben ist, begibt man sich zur persönlichen sanitären infrastruktur und wundert sich dann über den geruch des flüchtenden. moment, die smacks, da unten, na, oder?

waschts euch die händ, stopfts euch die smacks und sonstige reste nicht in die nase, dann müssts euch nicht wundern, wenns net so riecht, wie erhofft.

ps: wer mir jetzt schreibt, dass spargel nicht nach zimt riecht, wenn er der natur rücküberführt wird, hat natürlich recht, und darf sich eine gratiskarte für die soulstrip-aftershowparty abholen, am ticketcorner, olé, olé, olé, olé, mir san so sche, mir san so sche!

wieso schreibt niemand mehr?

tja, gute frage, schlechte antwort: ich hab mein passwort vergessen, und habs erst jetzt wiedergefunden. true story!

interessant? nicht im geringsten, aber wie angekündigt gibts hier auch uninteressantes.

also: es gab viel arbeit, und es gibt viel arbeit, aber bombardiert mich mit euren fragen, hier als kommentar, und sobald ich verdammt nocheinmal herausgefunden habe, was mit meinen emailkonten hier nicht stimmt, dann schreib ich auch wieder eine emailadresse hier hin, dann könnts mir auch emails schicken.

auf dann, ich gelobe besserung und genuss, auf jeden fall, mjam, mjam!

warum sagen frauen „nein“, wenn sie „ja“ meinen?

eine womöglich nicht sonderlich originelle frage wurde an mich herangetragen, ich werde sie auf womöglich nicht sonderlich originelle art und weise zu beantworten wissen, oder eben auch nicht.

der grund, wieso frauen immer dann „nein“ antworten, wenn wir männer eigentlich davon ausgehen, dass sie in wahrheit wirklich „ja“ sagen wollen, liegt womöglich darin, dass wir mit der frage, die zu der vermeintlich falschen antwort führt, etwas anderes fragen, als die frau uns wissen lassen möchte.

ein lockeres „kann ich dich noch auf einen wein zu mir einladen?“, das mit einem lächelnden „nein“ beantwortet wird, nur um später in einer romantischen szene zu enden, die mindestens 2 andere kerle und womöglich die polizei beinhaltet, war womöglich tatsächlich als „nein“ gedacht, wohingegen ein lächelndes „nein“ auf die frage, ob man denn jetzt endlich das rote kleid ausziehen kann, um sich den weiteren vergnügungen des abends zu widmen, instinktmäßig zynisch rauskommen sollte, denn die frage ist schlicht deppert.

worauf ich hinaus möchte: auch wenns schwer fällt, sind auch frauen im stande, eine mehr oder weniger klare meinung zu fassen, und diese zu vertreten und zu verbalisieren. ich weiss, es fällt schwer, sich das auch nur irgendwie vorzustellen, aber nennen wirs mal so: wenn das „nein“ tatsächlich als „ja“ gedacht ist, seids froh, das heisst, man ist ihr nicht wurscht. vielleicht sind die damen einfach ein wenig spielerisch subtiler, was wir ja auch können, manchmal…

und für diejenigen, die nicht verstanden haben, was ich gerade geschrieben habe: „nein“ heisst „nein“, gehts nach haus!

warum ist man ein sauprolet, wenn man zügig auto fährt?

ein szenario, das wohl schon einigen leuten bekannt ist: man bewegt sich schneller als der fließverkehr durch die stadt, hats entweder eilig oder spaß dabei, aber vor allem das auto unter kontrolle, es ist nicht nass, kalt oder windig, und auf einmal kommt von hinten der kommentar: „kannst du bitte aufhören, wie ein sauprolet zu fahren? das nervt!“ (der exakte wortlaut ist eigentlich nicht unbedingt entscheidend, ich denke, die intention zählt…) im ersten moment versucht man sich zu erinnern, ob man ständig hupt, die internationale singt oder pudeldamen nachpfeift, aber nein, man kommt zum ergebnis: man fährt nur auto.

die lesenden, die dieser art, seine zeit zu verbringen, mögen an dieser stelle bitte trotzdem weiterlesen, es geht ähnlich wie bei den studierendenprotesten nicht ums offensichtliche, sondern ums grobe und große, ums wesentliche, zwar zu einem völlig anderen thema, aber das stört doch nicht.

jedenfalls, wieso muss man sich als sauprolet eigentlich diese stigmata gefallen lassen? die gleichen stigmata übrigens, die ich da gerade aufgezählt habe. wieso kann man beispielsweise nicht sagen: „heast, bitte, ich bin ein wenig übernächtig, könntest du ruhiger/langsamer/sanfter fahren?“ wird das noch mit entsprechender sprachmelodie getarnt, geht so eine frage vielleicht sogar als kompliment durch, und niemand muss böse sein. es ist absolut nicht notwendig, die holzkeule rauszuholen, nur weil man einen kurzen moment nicht herr oder frau über den eigenen magen und das eigene mundwerk ist.

da fallt es dann nämlich noch umso mehr auf, dass man sich für eine mitfahrgelegenheit nicht einmal bedankt. denn das nervt auch unglaublich.

die moral von der geschichte? bleifüße, die wie republikanische usa- präsidenten durch städte pflügen, haben dort nichts verloren. leute, die sich an die verkehrsvorschriften halten, aber das notwendige übel, den motorisierten weg, im rahmen der vernunft und der gesetzlichen bedingungen für sich selbst spaßiger gestalten, hingegen schon. hat man sich unabsichtlich oder absichtlich in einem gefährt einer solchen person wiedergefunden, gibt es einige lösungen: gehts zu fuß, reissts euch zam, oder bittets höflich und nett um verständnis, dass man sich am temporausch nicht gerade gern beteiligt. aber sparts euch eure depperten kommentare von der hinteren bank…

warum kommt die bim immer dann nicht, wenn mans nicht braucht?

die frage im original (auch hier ein danke schön!):

Michi, jetzt hab ich mal eine Frage, die du mir unbedingt beantworten muss (und nur DU kannst das): warum hat die straßenbahn gerade dann irgendeinen defekt/stau/sonstwas, wenn es draußen regnet, eiskalter wind weht, man vieeeeel zu wenig angezogen hat und obendrein noch halboffene (!) schuhe trägt??? (und als wär das nicht schon genug, muss man auch noch dringend aufs klo). warum also? bei strahlendem sonnenschein und netten 28 grad kommt sie immer!

durchaus berechtigt, und im sinne eines kosmischen ganzen müsste man sich natürlich schon a bissl verpopschertl fühlen, weils ja wirklich immer passiert, wenn man grad das knappe weisse anhat, die gaschlacke einen schon ziemlich giftig anlächelt, und man irgendwie drauf hofft, dass das öffentliche verkehrsmittel der persönlichen wahl früh genug kommt, um eine oder einen doch vor dem irren (und es sind immer irre, wenns damen sind, dann sind sie ganz sicher nicht boshaft) zu schützen, der die gatschlacke doch noch ausnutzt, um das knappe weisse von oben bis unten und man kennt das schon.

aber: ich glaub, das ist nur verzerrt. aber weil das an sich zu fad ist, gibts keine antwort, sondern einen ausblick: das nächste mal, wenn der wettergott und der öffigott sich wieder verschworen haben, um dich warten zu lassen: warte, und sieh dich nach der nächsten gatschlacke um. vielleicht passiert ja was lustiges…

Warum gibt es fettreduzierte Kamelmilch?

eine interessante frage, danke schon einmal dafür, hans!

fettreduzierte kamelmilch gibt es aus ähnlichen gründen, aus denen es auch dinge wie grüne ferraris, „anna und die liebe“, burn energy shot, den neuen praterstern, limp bizkit und spiderman 3 gibt: weil eine relativ geringe menge an leuten mit geschmack, stil und eleganz einer relativ großen menge an leuten ohne jener eben genannten eigenschaften gegenübersteht, was eigentlich nicht das problem ist.

das problem ist, dass es in dieser relativ großen menge an leute, die man aus gründen des jugendschutzes hier schlicht als geschmacksverwirrte arme bezeichnet, wiederum eine relativ große menge an leuten gibt, die der meinung sind, sie würden zu der ursprünglich erwähnten kleinen menge gehören, also über geschmack, stil und eleganz verfügen.

dieses für außenstehende relativ unangenehme differenz zwischen eigen- und fremdwahrnehmung führt dann zu leuten, die beispielsweise den gesamten straßenbahnwaggon an ihrer täglichen einkaufsliste, die natürlich ausschließlich aus überteuerten bio- produkten besteht, teilhaben lassen, weil ihr vor kurzem erstandenes superschickes bluetooth- headset, das nur ein klein bisschen größer ist, als das damit verknüpfte mobiltelephon, leider nur schick ist, und nicht so gut funktioniert, wies die noch viel schickere website des herstellers glauben machen hat lassen. um hier mal ein eventuell vorhandenes missverständnis aus der welt zu räumen: wenn dein headset net tut, test es bitte net in der straßenbahn!

die antwort, im simplen: weil es zu viele leute da draußen gibt, die glauben, sie wären, aber nicht sind, und deswegen so tun müssen, als ob sie könnten.