soll ich am 10.10. die grünen wählen?

die grünen, ehemals: die grünen

farbe: wirklich?

chefin (in wien): Maria Vassilakou, abgeschlossenes Sprachwissenschaftsstudium

Maria Vassilakou

bedeutung für die wahl: hoffentlich nicht ganz wurscht…

die grünen solltest du wählen, wenn du:

  • gerne mit dem rad fährst.
  • birkenstocksandalen besitzt.
  • weisst, was eine au ist.
  • gerne e-bike fährst.
  • gerne segways fährst.
  • nichts isst, was einen schatten wirft.
  • gerne redest, aber ganz gern auch im hintergrund bist.
  • tiere gern hast.
  • pflanzen gern hast.
  • in der nacht aufwachst und glaubst, der schwedenplatz sei ein park.
  • keine allergischen reaktionen beim wort „bobo“ bekommst.
  • nicht alle menschen um dich herum hasst.
  • der meinung bist, dass politik auch oft etwas mit fantasie zu tun haben kann.
  • schwierigkeiten hast, dich klar und deutlich auszudrücken.
  • davon überzeugt bist, dass du nicht von lauter trotteln umgeben bist und deswegen hoffst, dass du auch verstanden wirst. WENN DU NICHT ALLES IN GROSSBUCHSTABEN PLAKATIERST UND MEHR ALS 1 VERB IN EINEM SATZ VERWENDEST!
  • auch zufrieden bist, wenn dich nur wenige leute mögen, die dafür wirklich!

soll ich am 10.10. die fpö wählen?

heute kommen wir zum nächsten menüpunkt:

fpö – freiheitliche partei österreichs, ehemals VdU (Verband der Unabhängigen), das dritte lager

farbe: stahlaugenblau

chef (nicht nur in wien): h. c. strache, zahntechniker

h. c. strache

bedeutung für die wahl: wohl leider recht groß

wenn folgende statements nicht dazu führen, dass dir auf einmal unaussprechlich schlecht wird, dann solltest du die fpö wählen!

  • daham statt islam!
  • deutsch statt nix verstehn!
  • abendland in christenhand!
  • mehr mut für wiener blut, zu viel fremdes tut keinem gut!
  • wir setzen auf unsere jugend. die spö auf einwanderung.
  • wien darf nicht istanbul werden!
  • blauer mut statt ausländerblut!
  • freie frauen statt kopftuchzwang!
  • asylbetrug heisst heimatflug!
  • kein daham dem radikalislam!
  • damit der echte wiener nicht untergeht!

die fpö solltest du außerdem noch dann wählen, wenn:

  • du gerne schlechte comics liest.
  • du gerne schlechte, hm, hip-hop-musik hörst, die dir erklärt, wieso du in einer scheissstadt lebst, weil hier zu viele ausländer sind, du dem prinzipiell zustimmst, aber leider nicht weisst, dass sowohl der hip-hop, als auch die hauptmelodie der nummer aus dem bösen ausland kommt.
  • du blaue augen und strahlend weiße zähne gern hast. auch wenns nicht echt ist.
  • du der meinung bist, dass viel zu viel geredet und viel zu wenig gehandelt wird, ab an die bar!
  • du gerne mal urlaub machen würdest, aber kaum orte findest, an denen du mit deinen deutschkenntnissen zurechtkommst. und deutschland magst du nicht. naja, im prinzip schon, aber diese deutschen…
  • du trotz sprachbarriere trotzdem gerne die nordküste afrikas bereist.
  • du der meinung bist, dass man in jeder klasse, in der mehr als 2 ausländer sitzen, nicht nur 1 lehrperson, sondern gleich eine aufsichtsperson auch noch dabei haben sollte, weil wer weiss, was da unter dem kopftuch steckt?

und bevor ich jetzt ausfällig werde, hör ich an dieser stelle auf. ernsthaft, wer das hier liest, und am 10.10. sein hackerl vor der fpö setzt, dem ist nicht mehr zu helfen. und man möge mir mangelndes demokratieverständnis vorwerfen, aber diese leute sollen sich dann bitte zumindest von diesem blog hier schleichen, danke!

eine frage aus der hellen welt

„warum bin ich noch immer im auge kino arbeiten, obwohl mich diese arbeit um wohl weniger als 1% von meinem neurologischen potenzial fordert, meine mitarbeiter in einer endlosschleife an verkümmerung stecken, und ich immer weniger in der lage bin auf spontane, ganz einfach zwischenmenschliche kontakte in einer, sagen wir mal, zumindest neutralen art und weise reagieren zu können, sondern viel mehr nur noch spaß an der phantasie in meinem kopf hab, irgendwann mal allen diesen mitspielermenschen mit dem vollautomatischen maschinengewehr, auf dem mich das österreichische bundesheer ausgebildet hat, begegnen zu können. hoffentlich kannst du dieser, meiner verwirrung ein bissl abhilfe tun!“

die klarheit der gestellten frage zeigt schon einmal, dass nicht alles im argen liegt. dass die frage trotzdem auf eine beunruhigte und beunruhigende seele blicken lässt, hat einige konsequenzen, einige von ihnen werden auch hier getragen, so werden keine namen genannt, das bundeskriminalamt braucht hier niemand, und außerdem scheiss ma sich bei der antwort nix, weil es ist eh noch nichts verloren.

also: sofern es sich im falle des kinos als ort der körperlich-arbeitstechnischen beschäftigung nicht um ein pornokino haltet, ist man bereits auf dem holzweg. ein pornokino wäre zwar immer noch nicht die autobahn, vielleicht sogar eine landstraße, aber bestenfalls richtung stockerau, also auch kein aufstieg. sofern es also die persönlichen qualifikationen zulassen, sollte man sich vielleicht nach einem frischeren umfeld umschauen, denn auf dauer sind synchronisierte filme ja echt nix. wenn die bezahlung allerdings so gut ist, dass man die eigenen qualifikationen negiert, dann gilt: wer sudert wird nimma pudert, also,  gusch und weitercashen.

die weiteren aufführungen lassen allerdings durchaus darauf schließen, dass an dem 1% der ausgeschöpften neurologischen kapazitäten vielleicht was dran ist, klingt es doch stark danach, als würde man blind und taub in der gegend rumtorkeln. man kanns auf gutmensch probieren: statt sich bärtige männer mit äxten vorzustellen, die auf pferden reitend über die eigene kolleginnen- und kollegenschaft drüberbügeln, könnte man versuchen, seine eigene tristesse in eine gemeinsame happiness umzuwandeln, die welt verbessern, auch wenns klein ist, stück für stück. in amerika würde man da beispielsweise an jedem arbeitstag ein paar donuts vorbeibringen, aber von donuts wird man fett, so wie die amerikaner, deswegen machen wir das nicht, sondern nehmen halt was leichtes, vielleicht a paar bierlis, oder käseleberkässemmerln (die kommen übrigens immer gut an, bei allen, auch bei vegetarier_innen, die gebens nur nicht zu und verschlingen dann zu haus im keller ein pferd, ich sags euch!), jedenfalls so nettigkeiten. oder überraschungspartys für kolleginen organisieren. oder einfach mal einen lustigen bildschirmhintergrund einrichten, am pc, mit foto vom kollegen von der party, wie er sich grad mit nacktem arsch auf dem kopiergerät sitzend auf seine zu diesem zweck ausgezogene hose übergibt, beispielsweise. aber das sind hier ja nur anregungen, stützräder, quasi. denn schleifen sind hauptsächlich dazu da, um zerschnitten zu werden, so wie bei autobahnen und brücken, und was politikerinnen und politiker können, das können wir schon seit mindestens genauso lang, ja, ja. und endlos ist sowieso nur die eigene dummheit.

die sache mit der ganz normalen und spontanen weise: die meisten leute sinds einfach nicht. diese sunnyboys, die immer einen lockeren spruch im schritt, pardon, auf der brust haben, das sind ja auch alles darsteller, da muss man rein, da muss man durch, und am ende muss man da auch wieder raus. und wie man ja als kinoarbeiter sicher wissen muss, ist das halt nicht einfach, das mit dem darstellen, weil sonst wäre jeder so schön wie tom cruise, also müss a bissl dran arbeiten, neben der arbeit. außerdem: selbst wenn mit gewaltfantasien nur 1 % der geistigen ressourcen erschöpft ist, vielleicht ist es grad das fehlende prozent. weil, es stimmt schon: wenn ich grad dran denk, wie ein t-rex genüsslich die eier vom arbeitskollegen verspeist, da fällts sogar mir a bissl schwer, sofort wieder in der lebenswelt zu sein, in der ich grad angequatscht werd, und net grad mit einem „RRROOOOOAAAARRRR!!!“ zu antworten. außerdem, den leuten, die anquatschen, denen ist meistens eh wurscht, wie man zurückquatscht. einfach quatschen lassen, winken und lächeln, ahm, nein, lächeln und nicken, ab und zu einen eintrainierten lockeren spruch (denn nur wenn er eintrainiert, minütiös einstudiert ist, nur dann kann er locker wirken, improvisation gibts hier nicht, das ist hier reiner, lockerer ernst!) aus der hüfte schütteln, und weiterlächeln und dann gemeinsam lächeln. geht doch, oder?

das österreichische bundesheer bildet im übrigen nicht aus. das zeigt bestenfalls, wie mans so macht, dass man dabei nicht den halben planeten auslöscht, also sollte es dich überkommen, nochmal kurz durchatmen, und wenns bestimmte objekte sein sollen, die exterminiert werden sollen, dann nochmal durchatmen, weil mit unserer ausbildung wirds sonst schnell zum womöglichen (auto)massaker. was sicher in gewissen situationen irgendwie lustig sein könnt, aber ich glaub, für an gesunden menschen sollten sich diese gewisse situationen auf gerahmte bildschirme beschränken, mit möglichst unechten objekten im sinne von 0 und 1. und bedenkt: so a toter ist ganz selten wieder auferstanden, vielleicht geht die person beim nächsten geburtstagsfestl mit seiner verkümmertheit doch a bissl ab.

aber, ums auf den punkt zu bringen: womöglich ist diese scheinbare endlosschleife der verkümmertheit und diese mitmachermenschen, womöglich ist das das umfeld, in dem sich die meisten bewegen und auch bewegen werden. vielleicht ist ein zeichen, dass man diese zeichen so aufnimmt, aber wahrscheinlich ist es das nicht. viel wahrscheinlicher ist nämlich folgendes: alle sind so wie du. alle denken so wie du. wir alle würden am liebsten das machen, wofür unsere talente und kapazitäten reichen, nämlich bei den meisten mindestens kaiser sein, mindestens, wir sind alle lustig, charmant, viel klüger als alle anderen, nur die anderen checkens net, weils eben nicht so klug sind, wie man selbst. und deswegen hör ich jetzt auf, weil es checkt ja eh niemand, was ich hier eigentlich schreiben möcht. bis zum nächsten mal, hö, hö!

dinge, die man getan haben sollte, bevor man alt ist

unzählige listen gibts, hier mal meine alternative. bevor du schmerzen hast beim aufstehen (und zwar immer und jedes einzige mal!), sehhilfen für objekte in der ferne und für bücher in deinem schoss brauchst, frequenzen über 600 hz  nicht mehr wahrnimmst (ja, frauenstimmen fallen da fast schon raus…), solltest du folgendes tun:

1) deinen chef anschreien, wenn er es verdient hat!

2) einen autofahrer, der dich von der straße runterhupen möchte, stellen. erklär ihm oder ihr einfach ganz genau, wieso du hupen in dieser situation für extrem unangebracht findest.

3) nackt durch die straßen rennen, „ihr könnt mich alle!“ schreiend.

4) ein kind großziehen, bevorzugt das eigene.

5) alle kontinente besuchen, zumindest kurz, aber so lange, wie möglich.

6) jemanden lieben, und ihm oder ihr das auch sagen.

7) vor einem voll aufgerissenen gitarrenverstärker stehen, durch den jemand spielt, der verflucht laut gitarre spielen kann.

8) herausfinden, wieso das huhn die straße überquert hat.

9) ein fantastisches mittagessen kochen, das deinen gästen schmeckt.

10) aufgehört haben, dich vor obrigkeiten zu fürchten.

diese liste wird übrigens laufend ergänzt, adé!

warum es anders immer blöl+k ist

es dauert meist nicht lang, bis man auf dem weg von a nach b über c oder d, wobei x, also der umkosmos, die ganze zeit über wien ist, etwas entdeckt hat, das einen stutzig macht. passiert dies auf einer dieser reisen nur ein mal, ist man entweder wirklich schwer im stress, im sinne von: wenn ich jetzt auch noch etwas von meiner umgebung mitkrieg, platzt mein herz, hat kopfhörer im ohr, die lautstärketechnisch an vuvuzelakonzerte angepasst sind, oder schlicht keinen guten geschmack.

spannend beispielsweise ist folgendes: gehe ich zu fuss, sind die radfahrer und autofahrer die oaschlöcher und trotteln, können alle nicht fahren, und wollen mich nur umbringen. fahre ich mit dem rad, sinds natürlich die autofahrer und vor allem die fussgänger, die ja, wie schon öfters hier geschrieben, grundsätzlich keine ahnung vom leben haben. sitz ich im auto, geht mir sowieso alles auf die nerven, was nicht schnell aus dem weg ist, was ja natürlich irgendwie nachvollziehbar ist. stehe ich beim billa an der kassa, geht mir fürchterlich auf den zeiger, dass die kassadame scheinbar grad im geiste ihren urlaub plant, statt mal gscheit anzugasen, und verkauf ich grad selber mal was, sind die leute, die kommen, immer fürchterlich gestresst und haben gar keine perspektive fürs wesentliche, meine arbeit ist schließlich anstrengend und schwer!

man könnte jetzt natürlich mit xenophobie argumentieren, wenn einem solche beobachtungen am herzen liegen. weil es sind ja immer die anderen, die deppert sind, obwohl man selber irgendwie eh voll gleich ist, und sobald man selber dann wirklich so wird, wie die anderen, sind wieder die ursprungsanderen unverändert deppert. schwierig.

aber obs xenophobie ist, die angst vorm fremden? ich weiss nicht, vielleicht.

ich halts jedenfalls so: egal, wie ich mich fortbewege, egal, was ich tue, ich bin das zentrum der welt, und ihr seid, naja, im wegstehende schafe. blöck!

was ist grün und stinkt nach fisch?

weniger bedarfte könnten jetzt antworten: rapid, ha, ha, ha. der noch weniger bedarfte wird jetzt fragen: bitte, was soll das? und der unbedarfteste wird sagen: hach, fussball, schlachtgesänge, die sind so blöd. und zum glück werden wir uns mit diesem blödsinn zumindest in den nächsten wochen nicht abgeben müssen, oder?

bei der fussball-weltmeisterschaft ist das ja alles angeblich ganz anders. die leute haben sich lieb, das ist alles ein riesengroßes fest, man genießt den fussball und freut sich über alles, was passiert, selbst, wenn die eigene mannschaft verliert. ein fest der positiven emotionen, so soll es sein. denn die richtigen fans, die haben entweder eh kein geld mehr, weil sies für ihre dauerkarten und alkohol verbraten, oder haben einfach so keine karten kriegt, oder stehen am radar der fifa als unruhestifter (angeblich). nun denn. aber von fussballfesten haben wir in österreich eigentlich ehrlicherweise echt nicht so viel ahnung. deswegen gibts ja so fragen, wie die ursprünglich gestellte. egal.

eine kurze internetrecherche hat übrigens ein paar lesenswerte dinge an den tag gespült. ein grüner fisch (denn das ist ja wohl das naheliegendste antwort) kann vieles sein, spontan fällt mir das viech ein, das wir rausgefischt und gegessen haben, damals, und dort, und unspontan eben die internetrecherche, zum bleistift: http://www.gruenerfisch.ch/

zitat: wir stellen fest:

  1. Der Ressourcenverbrauch der Menschheit ist nicht nachhaltig.
  2. Die natürlichen Ressourcen sind innerhalb der Menschheit ungerecht verteilt.
  3. Der Klimawandel verstärkt diese Ungerechtigkeit.

wenn wir den grünen fisch nicht hätten, wüsst ich also echt nicht, was wir tun sollten, dass die das herausgefunden haben, die christinnen und christen, und das auch noch feststellen, das find ich gut so. und dass sie gottes schöpfung auf basis dieser feststellung schützen wollen, auch. dieser grüne fisch stinkt tatsächlich nicht. öhm…

schön auch diese diskussion: http://www.aquariumforum.de/showthread.php?t=103543 da wird ein herr oder eine dame dafür angeprangert, dass er oder sie sich die fische fürs aquarium (und zwar ein nicht besonders großes, so ein standardwohnzimmerding halt, ohne eigentlich zu wissen, wie groß oder was so ein standardwohnzimmerding eigentlich ist, egal) nach farben aussucht. und mir als völlig aquariophoben menschen stellt sich die frage: wonach denn sonst? ist der goldfisch so ein beliebter zierfisch, weil er lustige radln aus dem popsch furzt, oder vielleicht weil er so lustig aussieht? zutiefst faszinierend, was sich da an zynismus auftut, aber das ist in foren wohl eh immer so, egal, was man sich anschaut, und es gibt echt zu egal was für einem thema ein forum. und die funktionieren alle, alle, alle und immer gleich. sensationell eigentlich auch der erste tipp vom verlinkten zierfischverzeichnis, da wird folgendes als erstes ausgespuckt, wenn man nach dem begriff „grün“ sucht: http://www.zierfischverzeichnis.de/klassen/pisces/perciformes/scatophagus_argus.htm und da sag ich mir schon: wenn der grün ist, dann bin ich eine makrele.

wie bewege ich mich per pedes durch die stadt?

oftmals entstehen unnötige irritationen und frustgefühle, wenn man sich auf natürlichstem wege, also mim auto, pardon, zu fuss durch die stadt bewegt. man wird angerempelt, angehustet, steigt ständig kleinen kindern ins gesicht und überall ist nass. immer. deswegen folgen hier an dieser stelle ein paar punkte, wie man sich und den anderen das leben ein wenig erleichert, in transporttechnischer hinsicht.

1) wenn ich einen regenschirm führe, dann mit stolz. die anderen dürfen ruhig sehen, wie schön er ist, deswegen zeig ich ihnen meinen regenschirm im detail und möglichst auf kurze distanz, damit sie auch ja die schöne oberflächenbeschaffenheit anerkennen können.

2) bewege ich mich mit hund durch die stadt, führe ich ihn an der leine, er braucht allerdings seinen freiraum, deswegen ist die leine genauso lang, wie der gehsteig breit ist, ich beweg mich dann an der häuserseite des gehsteigs, sonst könnt der hund ja auf die straße laufen, wenn ich in der mitte gehe. den hürdenlauf für die anderen sehe ich als verbesserung des gesellschaftlichen sportempfindens.

3) stichwort mitte: natürlich gehe, wenn nichts dagegen spricht, möglichst mittig. die leute sollen sich nicht so hetzen, und an mir kommt sowieso niemand vorbei. wenn ich in einer auslage etwas schönes entdecke, schwenke ich sofort rüber, natürlich ohne zu schauen, denn hinten hab ich ja keine augen.

4) wenn ich in einer gruppe gehe, gehen wir nebeneinander. die anderen leute, die in die andere richtung wollen, haben immer noch entweder die straße oder die andere straßenseite, um rechtzeitig auszuweichen, wir haben wichtige gespräche zu führen.

5) ich wechsle möglichst oft die richtung, sonst wird mir schnell langweilig, wenn ich immer nur wirklich geradeaus gehe. außerdem habe ich gehört, es ist gesund, wenn man die gesamte gehsteigbreite zur fortbewegung nutzt, dadurch macht man zusätzliche meter, und außerdem, wenn ich nicht den ganzen gehsteig nützen sollte, wieso wäre er dann so breit?

verena ergänzt:

6) wenn ich eine vielbevölkerte Einkaufsstraße entlang gehe, gehe ich so langsam wie möglich und blicke interessiert um mich, damit mir nur ja nichts entgeht, was auch immer inmitten dieses menschlichen Getummels passieren mag (denn ich habe ja Zeit und einkaufen muss ich sowieso nichts) – die Leute, die sich auf dieser Einkaufsstraße fortbewegen, weil sie wirklich was zu erledigen haben, sollen gefälligst den Luftverkehrsweg benutzen!

danke! :-)

wenn ihr diese simplen punkte befolgt, ist euch ewige ruhm und ehre im fussgängerInnenwalhalla sicher!

wie man eine reise tut, noch ein paar dinge

im folgenden kommen ein paar dinge, die man in sein süsses köpfchen aufnehmen soll, bevor man verreist, egal, ob zum ersten oder zum hundersten mal:

1) es ist nicht selbstverständlich, dass man getrennt zahlt. eigentlich ist es sogar umgekehrt, und nur ganz selten der fall, dass man das so macht. wenn ihr nicht gemeinsam zahlen könnt, solltet ihr nicht gemeinsam verreisen.

2) ein großes bier bestellt man auf englisch als „large“ und net als „big“, verdammt!

3) es ist nicht selbstverständlich, dass man deine sprache spricht, oder englisch. es sollte selbstverständlich sein, dass du vor abfahrt zumindest rudimentärste brocken der sprache lernst, die an dienem reiseziel gesprochen wird.

4) man möchte dich nicht überall und in jeder situation ausrauben oder bescheissen. natürlich sollst du nicht wie ein naives lamm in der gegend herumlaufen. aber auch im ausland sind die leute mit verhältnismässig geringer krimineller energie in der überzahl. so wie bei dir.

5) selbst wenn du ein wenig über dein reiseziel gelesen hast, bist du kein experte. hör zu, unterhalte dich, hör zu, sauge auf, hör zu, lese, und geh mit offenen augen durch die gegend. du wirst überrascht sein, was du findest.

6) rege dich nicht auf, dass vieles anders ist. das ist unter anderem der grund, wieso du überhaupt auf reisen gegangen bist.

7) „hier ist alles so sauber!“ ist kein kriterium. es muss nicht alles so spiegeln und blitzen, so dass du überall deine fresse erblicken kannst.

8) ein großes bier bestellst auf englisch als „large“, und net als big, verdammt!

wenn du dich mit diesen punkten nicht abfinden kannst, bleib zu hause, und lass die leute in ruhe, die an den orten leben, die du mit deiner ignoranz strafst. und lass die leute in ruhe, die gerne reisen.

wie man durch die welt reist…

ein hobby vieler menschen, nicht nur der älteren, ist das reisen. man möchte wunderdinge sehen, am besten alle, dies auf dieser welt überhaupt gibt, möchte schätze entdecken, allein sein, aber nicht einsam, stille haben, aber keine langeweile, und überall solls gfälligst was leiwandes zum essen geben. und gscheite wegweiser. und die leut, die reden alle ausländisch, und verstehen nichts von dem, was ich sag, das is ein zustand, also, wenn man uns lassen würd, da würd ma gleich.

kaum landest auf irgendeinem fremden flughafen, ist die luft zu schwül, oder zu kalt, oder der wind zu feucht, und die sonne brennt einem ins gfries, ganz garstig, und wenns net da ist, dann schüttets sicher. dann spielt sich der zollbeamte noch bled mit deinem reisepass, schaut finster, weil anders könnens gar nicht schauen, und ich brauch schon längst mein erstes bier. und wie lang das dann dauert, weil bierzapfen, das könnens nirgendwo, entweder dauerts a stund, bis endlich das bier reingetröpfelt ist ins glas, oder kommt reingschossen, dass schmeckts wie ein heineken auf speed. na supa.

und im hotel erst, die klimaanlag scheppert, im fernsehen musst fürn haxn zahlen, die nachrichten gibts net auf deutsch und wer jetzt den cup gwonnen hat, na, glaubst, das wird dir hier verraten, im ausland? eine tragik ist das, eine tragik. und beim essen unterhalt ich mich über das alles. aber in china, damals, da hab ich schöne fotos gmacht, aber in malaysien, da sind die leute ganz, ganz arm, musst ja verstehen, wennst dir von dem den koffer tragen lasst und dann a bissl was zahlst, das is ja für dich nichts, aber dort ernährst an ganzen häuserblock.

reisen ist schön. prost!

wieso san die leit so schiach?

diese frage geistert wohl früher oder später in jedem hirn herum, in dem etwas herumgeistern kann. in den meisten gehirnen gibts dann schutzmechanismen, die diese frage nicht aussprechen lassen, in manchen nicht, so beispielsweise in meinem, deswegen war ich nicht entsetzt oder bestürzt und hab auch nicht die straßenseite gewechselt, als mir diese frage gestellt wurde. nun, wohl an denn:

als geschulter humanist, guterzogener mensch, umsichtiger geist sind natürlich alle geschöpfe dieser erde schön und perfekt und wunderbar, ausnahmslos. schiach ist da gar keine kategorie, alles ist, ach, geh bitte, glaubts den schas net. manche hunde sind schiach, manche pflanzen sind schiach, und manche dinge sogar wirklich zum fürchten, nicht nur dinge, die man angreifen kann, aber das werden die meisten eh irgendwie wissen. was die meisten vielleicht nicht wissen, ist wie die ursprüngliche frage (zur erinnerung: wieso san die leit so schiach?) gemeint ist, also, was die intention dahinter ist.

erstens: diese frage stellen sich nur leute, die mit einer gewissen erwartungshaltung durch die welt ziehen, und diese erwartungshaltung sagt ihnen nicht, dass alles eitle wonne ist. sondern ganz im gegenteil, ois is oasch. die schiachen leit, die man dann mit dieser erwartungshaltung trifft, sind net schiach per se, weil fürs per se aussehen kann man ja irgendwie wirklich nicht besonders viel, der schiefe zahn oder die hohe stirn oder was weiss ich was, da kann man nicht aus, aber die sind schiach, in ihrem verhalten, in ihrer ausstrahlung, in ihrer haltung nach außen, die signale, die sie schicken, sind: schleich di, blada! geh sterbn, blöder! was schaust so deppert, host was gfressen? ich bin mir sicher, dass jetzt manche leute wissen werden, wovon ich spreche. wenn sich dann diese haltung dann bündelt mit netzstrümpfen, die scheinbar eine abschnürende funktion den oberschenkeln gegenüber haben, oder röcken, die scheinbar aus plastikmethan hergestellt werden und vielleicht a gürtel hätten werden sollen, oder jeanshemden, die soviel zu groß sind, dass der besitzer scheinbar für einen naheliegenden riesenfressmolchwulst vorplant, oder stirnbänder, bei männern eigentlich immer, bei frauen besonders, wenns schön gstreift und verschwitzt sind, und die liste könnte endlos weitergehen, jedenfalls, wenn sich diese nette haltung mit netter mode kombiniert, dann muss man sich zwangsläufig fragen: wieso san die leit so schiach, wirklich. und dann meint man das dann gar nicht mal annähernd böse…