wie ist das mit der wehrpflicht?

dieser tage wird wieder mal eine diskussion fortgesetzt, die in österreich schon öfter geführt wurde, und eigentlich nie wirklich diskutiert wird. das liegt an vielerlei faktoren, einerseits an der zu hohen kasperldichte in der politik, andererseits an der zu hohen dichte an leuten, die der meinung sind, schauspielerisches talent wäre gleichzusetzen mit politischem kalkül, und außerdem hat zu diesem thema wirklich jede und jeder eine meinung, dann irgendwie ist jede und jeder betroffen, und das ist gut so, und auch nicht, zumindest nicht für die diskussion. versuch ma mal a bissl mit dem kamm drüberzustreichen, und schauen raus, was rauskommt…

braucht österreich eigentlich das bundesheer? man mag veranlasst sein, diese frage mit der frage: “brauch ma orangenhaut?” gleichzusetzen, und irgendwie hätte man dann nicht unrecht, aber irgendwie schon. im wortsinn und der eigentlich funktion könnte man sagen: “na, weil kriege führn wir kane, und mit die ausländer wird die polizei mit oder ohne bh net fertig…” könnte man so stehen lassen, aber hol wir doch ein wenig aus.

natürlich stellen die frage nach der nützlichkeit des bundesheeres auch ausschließlich kurzsichtige, populistische arschbanditen, die schon das funkeln der stimmen am volkskonto vor sich sehen, und das ist nicht ganz fair. denn das bundesheer hat ja eigentlich als hauptaufgabe schon etwas, das wir brauchen, und zwar billige arbeitskräfte, die uns den keller auspumpen, wenn die mutter natur mal wieder was schlechtes gegessen hat. der grünste grüne wird feststellen, dass das eine fesche sache ist, auch wenn der grünste grüne natürlich die ursache der verstimmung schon längst aus der welt geschafft hätte, aber das steht freilich auf einem anderen blatt. im katastrophenfall ist ein soldat praktisch. punkt.

aber: muss denn die person, die sich die gummistiefeln anschnallt, wirklich ein soldat sein? müssen wir diese person zuerst mühsam an einer waffe ausbilden, die in den meisten fällen schon von so vielen leuten auseinandergenommen und wieder zusammengebaut und dazwischen aufs sterilste geputzt wurde, dass man sich ernsthaft fragen kann, ob im fall der funktionsanwendung dieser waffe überhaupt etwas passieren würde, jedenfalls, muss der gatschschaufller echt wissen, wie man so ein gerät bedient? muss man diesem helfer unbedingt beibringen, wie er sich mit hilfe von ästen am helm in einen tarnkappenbomber verwandelt, der die wälder nach ausländischen feinden durchpflügt? wie er mit einer granate den wald lichtet?

die fpö hat auf diese frage folgende antwort: nur weils 30 jahre nicht gebrannt hat, heisst das nicht, dass man die versicherung kündigt. nun, prinzipiell wäre das richtig, wäre österreich ein haus und die umgebung, najoi, eine feuersbrunst. in den letzten jahren hat sich allerdings demokratie- und sicherheitspolitisch a bissl was getan in europa, und die chance eines brandes hat sich doch a bissl verringert. um es mit den worten der fpö zu formulieren: wenns 30 jahre lang nicht gebrannt hat, man in der zwischenzeit modernste brandschutzmechanismen in einem haus installiert hat, das aus feuerfesten materialien gebaut wurde, darf man sich zumindest gedanken darüber machen, die versicherungsprämie zu verringern.

mal davon abgesehen, dass um uns herum länder liegen, deren armee im ernstfall sowieso machen, was sie wollen, die slowakei hätte man vielleicht im griff, weil da hat man ja schon übung, vom assistenzeinsatz aus.

man müsste sich also mal gedanken drüber machen, wie dieses bundesheer eingesetzt werden soll. manche sagen, als erziehungseinrichtung, ich sage, dafür hätten wir eigentlich schulen und eltern, andere sagen als katastrophenschutz, ja gern, aber wieso mit waffe, und so weiter, und so fort.

jetzt hätten wir noch das, was in den augen von vielen eigentlich eh schwul ist: der zivildienst, eine einrichtung, die im alltag mittlerweile womöglich wesentlich wichtiger geworden ist, und wo man sich zurecht alternativen zur wehrpflicht überlegen muss, weil angeblich das gesundheits- und betreuungssystem sonst ziemlich zu krachen beginnen würde, nach dem motto: wenn die gratis sklaven wegfallen, müss ma auf einmal was anders machen.

minister hundsdorfer hat den vorschlag gemacht, das freiwillige soziale jahr zu erweitern, vor allem finanziell: auf kollektivvertragbasis, “gscheite” knödeln, finanzielle bedingungen, wo man sich nicht komplett verorscht fühlt, und außerdem dürfen auch ältere leute ran, wenn sie denn wollen. und natürlich keiffen da die hunde, es werden sich nicht genug finden, und überhaupt, die unqualifizierten, und was sollen sich die qualifizierten denken, wenn sie “nur” 300 oder 400 euro mehr im monat verdienen?

ich behaupte, bei den finanziellen bedinungen würden sich genug finden. eher zu viel, insgesamt. weil im gegensatz zu jungparlamentariern (die diesbezügliche sendung “im zentrum” möchte ich hier nicht mehr erwähnen, sonst muss ich wieder…) so eine kollektivvertragliche anstellung für viele menschen eine durchaus attraktive option ist. aber um sowas zu wissen, müsst man natürlich mal a bissl das hirnkastl lüften, zumindest a bissl.

zusammenfassend einige punkte: dieses thema sollte man vorsichtig und mit respekt angehen, zumindest als politikerin oder politik. alle haben hier eine meinung, und das sollte man respektieren. aber auch nicht zu sehr, denn schließlich ist die aufgabe der regierung, eine linie vorzugeben, die für die meisten und im idealfall für alle passt. das erfordert hirnschmalz, also zur not bitte extern beziehen.

wieso ich nicht über eine “wehrpflicht” auch für frauen schreibe? weil gleichberechtigung nicht bedeutet, dass alles für alle gleich orsch werden muss…

wie geht man am besten mit der hitze um?

durch einen lächerlichen frühling und einen eigenartigen sommerbeginn sind wir im moment ein wenig verdutzt ob der herrschenden temperaturen, mutter natur hat uns mit relativ wenigen schutzmechanismen ausgestattet, wenns ums gmütliche überstehen von heissen tagen angeht. mal schauen, ob wir ein paar tipps zusammenkriegen, wie mans trotzdem schafft.

1) verlege dein bett ins zweite kellergeschoss. wenn du keins hast, warst du in den letzten jahren schlicht leichtsinnig, sowas braucht man immer!

2) wenn du zu den armen narren gehörst, die kein zweites kellergeschoss haben, nimm das erste.

3) falls auch das nicht zur verfügung steht, brauchen wir ein paar utensilien: alufolie, schwarze mistsäcke und gaffa. und ab damit auf die fenster, alu außen, mistsack innen.

4) kontakt mit der außenwelt wird überschätzt. es ist ok, wenn du dich den ganzen tag in deiner neugeschaffenen höhle einigelst, jawohl!

5) kaufe mehrere kilo topfen, ab damit in den kühlschrank, und in regelmässigen abständen ganzkörperwicklungen durchführen!

6) trinke, soviel du kannst. und dann noch ein bisschen mehr.

7) auch innen kann die passive umlaufsonnenbestrahlung dafür sorgen, dass du einen sonnenbrand aufreisst, deswegen -> sonnenschutzcreme mit lichtschutzfaktor im hohen zweistelligen bereich. appliziert wird die übrigens auf die haut, nicht oral!

8) wenn du schon das haus verlassen musst, dann in weißen, weiten gewändern, einem breitkrämpigen bequemen hut und mit wassertank am wagerl, sonst gehst ja ein!

9) treffe dich nicht vor 23 uhr mit freundinnen und freunden, und hör am besten auf zu arbeiten!

10) oder, zum kuckuck: reiss dich zam! die hitze dauert vielleicht noch 2 wochen, das ist wirklich kein zeitraum, in dem man komplett kapitulieren sollte. also: heiß ists, schön ists, genieß es oder suder die anderen wenigstens nicht voll, so!

rene ergänzt:

Rettungsdecke zurechtschneiden und ans Fenster kleben. Silberne Seite nach außen!

Man sieht noch ganz gut raus, aber niemand sieht mehr rein. Es kommt relativ viel Licht durch, da sie dünn ist. ;)
danke rene :-)

“Neue Öl-Pest versaut unsere Ferien”

Vögel und Schildkröten sterben qualvoll

Regierung wollte Katastrophe vertuschen

Nächster Öl-Schock: An der Bade-Küste bei Hurghada fließt Öl aus einer lecken Plattform. Im Wasser treiben tote Vögel und Schildkröten.

Kairo. Es sind Bilder wie aus den USA: Ein schmieriger Ölfilm auf dem Wasser, Helfer versuchen, Schlimmeres zu verhindern. Nur diesmal ist nicht der Golf von Mexico betroffen, sondern der Badeort Hurghada in Ägypten, wo jedes Jahr Zehntausende Österreicher Urlaub machen.”

keine sorge, mir geht es gut, ich bin bei verstand und halbwegs klarem wahrnehmungsvermögen. das oben zitierte stammt aus der beliebten tageszeitung, die ebenso heisst wie unser schönes land, und zwar vom gestrigen tag, also relativ aktuell. die zeitung ist mir ins auge gestochen, weil trotz zahlreicher warnungen meinerseits viele leute immer noch der meinung sind, sie könnten nach der lektüre dieser zeitung in der für sie fremden sprache nachher besser deutsch als vorher, vulgo, wurscht, sie war zufällig in reichweite. und was sie in mir geregt hat, als ich die schlagzeile las, nun, das erwischt mich in letzter zeit nicht mehr so oft, zumindest nicht beim lesen, denn eine gewisse abstumpfung hat schlicht schon stattgefunden, meinerseits.

jedenfalls kam mir beinahe das kotzen. und dann wollte ich in die redaktion fahren, und dem verantwortlichen mal ein paar fragen stellen. und anschließend zumindest eine knackwatschn verpassen, eine saftige, denn die hat sich der oder die verantwortliche (ich hab leider nicht weiterlesen können, hab dann verpasst, nachzulesen, welcher sponk das jetzt wirklich war), jedenfalls musste ich dann wirklich nachdenken, wann ich das letzte mal so etwas dermaßen zynisches gelesen hatte. und ja, zynismus ist im allgemeinen in unserem schönen land durchaus an der tagesordnung, zumindest könnte man sich das denken, wenn man den wortspenden eigentlich sämtlicher in den medien vertretenen relevanten personen lauscht (na gut, ich übertreibe…), aber zum zynismus gehört irgendwie die absicht, deswegen isser in unserem schönen land also vielleicht doch nicht so alltäglich, der zynismus.

aber ich frage mich ernsthaft: was muss im leben einer person alles schiefgangen sein, um so einen artikel, mit so einer schlagzeile aufzusetzen? oder  abzusegnen, denn irgendeine art von redaktion wird dieses blattl ja wohl haben, zumindest wird ganz sicher debatiert, wo man denn jetzt am besten die werbetaferln platzieren könnt, die für eine zeitung wichtigen dinge halt. ich möcht jetzt nicht auf großer umweltaktivist tun, denn das bin ich nicht, und natürlich ist tourismus grad in einem badeort sicher von sehr hoher relevanz, aber das so zu formulieren? ich mein, wie gehts diesen menschen, die das schreiben? steht direkt neben der computermaus die flasche rotwein, damit die gedanken a bissl kreativer werden? was zur hölle will man mit so einer schlagzeile bezwecken, bitte?

aber natürlich kenn ich die antworten auf diese fragen. was mich im nachhinein mehr aufregt, ist die teilweise nichtreaktion auf diesen artikel, denn ja, ich hab ihn mehreren leuten unter die nase gerieben. da waren halt dann statements darunter wie: “naja, eh das selbe wie in die usa, da gehts ja auch nur um tourismus.” wie bitte?! soweit ich das mitbekommen habe, versucht die us-regierung (zumindest teile von ihnen, und nichtblauäugig betrachtet womöglich eh nur für die medien) bp so richtig den marsch zu blasen, stellt überlegungen an, wie man in zukunft nicht nur solche katastrophen verhindern könnte, sondern wie man überhaupt von der abhängigkeit vom rohstoff öl wegkommt. aus den usa hört man wirklich so etwas ähnliches wie perspektiven, dass dort die küste und damit der tourismus kollabiert, das spielt in den überlegungen sicher eine rolle, aber wenn dort jemand als erstes so ein statement wie die schlagzeile rauslassen würd, knackwatsche hilfsausdruck, ganz sicher.

eine katastrophe von so einem ausmaß mit solchen worten zu kommentieren, gleich noch einen netten seitenhieb auf diese depperten afrikaner zu platzieren, hauptsach vertuschen, diese kriminellen bloßhapperten, die sollen gfälligst schauen, dass der strand weiß und die schnitzeln durch sind. wie gesagt, ich spiele mich nicht als ökoaktivist auf, aber ich hätt gut lust, mit den verantwortlichen dort runterzuradeln und sie die küste entlang zu schleifen. damit sie vielleicht a bissl was spüren, zur abwechslung.

wie bilde ich mir meine eigene meinung?

heute ist etwas passiert, und man wird noch sehen, was jetzt passieren wird. jedenfalls ist er jetzt tot. wer weiss, wie lang wirklich, spielt eigentlich keine rolle. cato hat sein leben zum zweiten mal ausgehaucht, und man wird sehen, ob sein lebenswerk ihn diesmal überleben wird. wahrscheinlich schon. denn wer wird schon die geschätzten 2 134 281 werbetaferln, die in ganz österreich verteilt sind, entfernen? und womit wird man den park am margarethengürtel sonst schmücken, wenn nicht mit einem verzifferten pimmel?

aber man könnte jetzt annehmen, dass vielleicht alles ganz anders wird. dass österreich auf einmal nicht mehr von einer zeitung regiert wird, sondern von gewählten politikerinnen und politikern. und zwar der art, die gewählt werden, weil man ihr programm gut findet. oder ihre meinungen. oder ihre ansichten. oder zumindest ihre comics. und zwar mehr oder weniger unverdaut und gradaus. kann man sich vorstellen, dass so etwas funktioniert? eine populismusfreie zone, quasi? eigentlich nicht wirklich, ich glaub, ich hab grad kurz geräumt. schad halt, dass diese vorstellung tatsächlich ein völlig unmöglicher irrsinn ist. so weit wird die krone ganz sicher weitergetragen.

egal, das soll ja uns nicht daran hindern, klüger zu werden, also hier eine kurze anleitung, wie ich mir eine eigene meinung bilde.

1) glaube nichts! glaube es erst dann, wenn du es von vielen verschiedenen richtungen auf viele verschiedene arten gehört hast. und dann glaubs immer noch nicht!

2) geh zum wirtn, und red am stammtisch mit. wird zwar nicht deine meinung sein, die dabei rauskommt, aber keine meinung ist schlimmer als eine fremde meinung. sagen die anderen…

3) vertraue darauf, dass wieder andere dir sagen werden, was du zu meinen hast. es gibt genug meinungsbildende menschen, die ihre meinungen gratis oder umsonst anbieten. nutze diese angebote. reflexion ist an dieser stelle womöglich angebracht, führt aber nur zu einer unnötigen verlängerung des wegs zur eigenen meinung.

4) wenns zu viel wird mit der eigenen meinung, einfach die augen zumachen. und die ohren. dann wirds besser. und die meisten machens eh auch so, und das passt.

5) wenn zweifel über die eigene meinung bestehen, kurz mal schaun, was so in zeitungen drinsteht. was am häufigsten vorkommt, ist die richtige eigene meinung.

aber verdammt, österreich ohne diesem kerl? irgendwie ahne ich, dass sich ein feuchter dreck ändern wird. aber wer alt genug ist, um zu schreiben, ist alt genug, um zu lesen.

wie man durch die welt reist…

ein hobby vieler menschen, nicht nur der älteren, ist das reisen. man möchte wunderdinge sehen, am besten alle, dies auf dieser welt überhaupt gibt, möchte schätze entdecken, allein sein, aber nicht einsam, stille haben, aber keine langeweile, und überall solls gfälligst was leiwandes zum essen geben. und gscheite wegweiser. und die leut, die reden alle ausländisch, und verstehen nichts von dem, was ich sag, das is ein zustand, also, wenn man uns lassen würd, da würd ma gleich.

kaum landest auf irgendeinem fremden flughafen, ist die luft zu schwül, oder zu kalt, oder der wind zu feucht, und die sonne brennt einem ins gfries, ganz garstig, und wenns net da ist, dann schüttets sicher. dann spielt sich der zollbeamte noch bled mit deinem reisepass, schaut finster, weil anders könnens gar nicht schauen, und ich brauch schon längst mein erstes bier. und wie lang das dann dauert, weil bierzapfen, das könnens nirgendwo, entweder dauerts a stund, bis endlich das bier reingetröpfelt ist ins glas, oder kommt reingschossen, dass schmeckts wie ein heineken auf speed. na supa.

und im hotel erst, die klimaanlag scheppert, im fernsehen musst fürn haxn zahlen, die nachrichten gibts net auf deutsch und wer jetzt den cup gwonnen hat, na, glaubst, das wird dir hier verraten, im ausland? eine tragik ist das, eine tragik. und beim essen unterhalt ich mich über das alles. aber in china, damals, da hab ich schöne fotos gmacht, aber in malaysien, da sind die leute ganz, ganz arm, musst ja verstehen, wennst dir von dem den koffer tragen lasst und dann a bissl was zahlst, das is ja für dich nichts, aber dort ernährst an ganzen häuserblock.

reisen ist schön. prost!

richtiges verhalten als fahrer/in eines öffentlichen verkehrsmittels

einige punkte, die man unbedingt beachten sollte, wenn man als mitarbeitende in einem öffentlichen verkehrsmittels ernstgenommen werden möchte:

1) wenn eine person älteren semesters sich an das gefährt annähert, möglichst so lange warten, bis sie in armreichweite ist, und dann wegfahren. bonuspunkte gibt es, wenn man lediglich die türverriegelung aktiviert, wartet, bis sich die person auf den weg macht zu einer anderen einstiegsmöglichkeit und dann erst wegfährt, weitere pluspunkte gibts dann, wenn die person offensichtlich wirklich große schwierigkeiten mit der autonomen fortbewegung hat.

2) fahre ich auf einer möglichst verwinkelten strecke, versuche ich, die kurven möglichst verwinkelt zu fahren, die mitfahrenden dürfen auf gar keinen fall durch den straßenverlauf erahnen, in welche richtung es sie als nächstes aufbrackt.

3) fahre ich eine fade, gerade strecke, versuche ich dies durchs möglichst unnötige brems- und beschleunigungsmanöver zu kompensieren, weil sonst hält das ja niemand aus, die fadheit.

4) fremdsprachen beherrsche ich keine, und auskünfte gibts nur genuschelt.

5) es dürfen keine fahrräder mitgenommen werden, egal wie leer das verkehrsmittel ist. vorschrift ist vorschrift, und das öl auf der kette ist brandgefährlich, bei klapprädern allerdings nicht.

6) essen und trinken hat in meinem gefährt nichts verloren, deswegen bitte ich alle essenden, ihre gerade in angriff genommene speise im mistkübel bei der haltestelle zu entsorgen, warte allerdings nicht, bis sie wieder eingestiegen sind, sondern fahre los, das lachen unterdrück ich mir, ich bin ja keine frohnatur.

7) leute mit kinderwagen sollen gfälligst zu fuss gehen, oder techniken entwickeln, wie sie mit dem werkl selbst in die bim kommen, depperte gutmenschen…

8) ich verwende meine hupe oder glocke zur massregelung von allen personen um mich herum, und zwar in vollem umfang der möglichkeiten, die mir der erbauer meines gefährts gegeben hat. ab und an grüße ich damit auch bekannte, aber davon gibts nicht sehr viele.

und jetzt fahr ich weiter, bim, bim!

wie werde ich zum echten österreicher?

in zeiten großer verantwortung muss man klare worte finden, um mut für die wahren werte zu haben und den sand nicht in den kopf zu stecken. hier folgt mein anteil am weg der erleuchtung, hin zum wahren österreich, hin zum richtigen oberhaupt, und erkläre, wie man zu einem echten österreicher wird.

1) wenn ich nach meiner meinung gefragt werde, murmle ich irgendwas in mich hinein, wenn ich um wiederholung gebeten werde, sag ich “passt scho!”.

2) die entscheidung über den namen meiner tochter oder meines sohnes treffe ich nicht allein oder mit der partnerin oder dem partner, sondern mit der liste der beliebtesten kindernamen der letzten 10 jahre. natürlich wähle ich einen namen aus dem top 5, auffallen ist pfui, und mythologie ist auch nicht mehr das, was sie mal war.

3) ich gehe sonntags in die kirche, bin danach allerdings selten nüchtern. was in der predigt verbreitet wurde, interessiert mich nicht.

4) fremdsprachen ignorier ich schon in der schule, halte ich mich im ausland auf, dann bevorzugt in isolierten gegenden, in denen das personal meine sprache spricht und versteht.

5) halte ich mich im ausland auf, distanziere ich mich natürlich klar von den ungehobelten deutschen, trinke die gesamte belegschaft unter den tisch und speibe vor die tür.

6) im straßenverkehr sinds immer die wiener, die am land net fahren können, und die gscherten, die in der stadt net fahren können, und ich bin gott, und zwar der mit der hupe!

7) franzosen sind froschfresser, schweizer schluchtenscheisser, italiener nudelfresser und deutsche blöd.

8) als kunde bin ich könig und das personal wird dafür bezahlt, dass ich sie wie hunde behandeln darf.

9) mozart hat die oper erfunden und alle, die das gegenteil behaupten, sind faschisten.

10) ich entschuldige mich, auch wenn ich nichts falsch gemacht habe, und unterschreibe, auch wenns nichts zu unterschreiben gibt.

11) mit integration habe ich kein problem, aber bitte nicht bei uns.

12) ich wähle nicht nach personen oder politischen inhalten, sondern nach schlagworten, farben und slogans.

13) ich habe nichts zu verheimlichen, das bankgeheimnis ist aber schon wichtig.

14) ich habe keine ahnung, aber eine meinung, und die sag ich laut und deutlich, aber nur zu haus.

15) ich lebe im westen, alles rechts von uns ist der ostblock.

16) ich glaube daran, dass ich vom nationalrat regiert werde. der macht aber eh nur das, was er will.

17) ich lebe in einem land voller sozialschmarotzer in sozialen hängematten und gutmenschen.

18) studenten sollen einmal was hackeln, damit sie wissen, wie das echte leben ist!

19) mei bier is net deppat!

20) arbeitswoche endet am freitag um 12 uhr!

für ergänzungen, hilfestellungen, korrekturen und wüste beschimpfungen bin ich wie immer sehr empfänglich und über eben jene höchst erfreut.