Über die Erkenntis

Mir ist gerade gedämmert, in der Reflexion über einen Vorwurf, der womöglich auch mit ein wenig Verachtung gewürzt war, dass ich womöglich noch nie in meinem Leben einen Moment der Erkenntnis hat.

Der Vorwurf war (sinngemäß): „Ihr Blogger seid doch immer so selbstdarstellerisch!“

Weil ich mir schwer tue, Dinge so zu präsentieren, als wären sie Tatsachen und Wahrheiten, zumindest was Dinge angeht, bei denen ich mir einbilde, selbst draufgekommen zu sein. Damit entspreche ich scheinbar nicht dem Verständnis einer Tätigkeit, die man noch nicht (und womöglich nie) als ernstzunehmenden Beruf ansehen kann, der aber mit einem gewissen Mystizismus umgeben ist, weil Blogger zwingen Diktaturen in die Knie und retten überhaupt die ganze Welt.

Jetzt spricht wahrscheinlich eh irgendeine Form von Eitelkeit aus mir heraus, wenn ich sage, dass ich mir schwer tue damit, als Blogger wahrgenommen zu werden, auch weil ich eigentlich sehr schätze, dass ich als harmlos gelte, und viele Leute schlicht nicht wissen, was ich denn eigentlich tue, weil ich tu ja eh nix, der will doch nur spielen.

Egal, alles jetzt nicht der Punkt. Punkt gibt es jetzt sowieso keinen. Ich wiederhole deshalb den Anfang, und hoffe, dass er für sich spricht.

Ich glaube nicht, dass ich in meinem bisherigen Leben so etwas wie eine Erkenntnis erlebt habe.

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