Vorschläge fürs Radeln

Ich bin täglich in Wien unterwegs. Zu Fuß, öffentlich, aber meistens mit dem Fahrrad. Ich bin auch täglich auf diversen Plattformen im Internet unterwegs, und oft stolpere ich über Artikel, die die Rolle des Fahrrads und der FahrradfahrerInnen in der Stadt diskutieren. Oft ist von Rowdies die Rede, von Rüpeln, die andere gefährden, und das stimmt natürlich nicht. Aber durch tägliche Beobachtung kann ich mir vorstellen, woher diese Meinungen kommen und möchte deswegen ein paar simple Vorschläge liefern, um das Miteinander zu erleichtern, damit man selbst am Rad (wieder) mehr Spaß hat.

  1. Die Stadt ist keine Rennstrecke. Wenn du schnell fahren möchtest, mach das auf Strecken, die es zulassen.
  2. Drängle nicht, überhole nicht an engen Stellen. Für dich ists vielleicht kein Problem, aber für die Person, die überholt wird, kanns ein großes Problem sein.
  3. Fahre nicht bei Rot über die Ampel. Überfahre nicht einfach so Stopptafeln.
  4. Fahre mit Licht, wenns dunkel ist.
  5. Fahre nicht am Gehsteig. Und wenn es sein muss, dann fahre wirklich, wirklich langsam.
  6. Schimpfe nicht, außer auf Sautrotteln. Und klingle nicht, außer du machst auf eine Gefahr aufmerksam. Wenn du Leute aus dem Weg klingelst, bist du ein Sautrottel. Ergänzung: Sautrotteln sind jene, die statt ihre Geschwindigkeit anzupassen lieber die Klingel in Dauerschwingung versetzen.
  7. Wenn du ständig von den selben Leuten überholt wirst, quetsch dich an der Ampel nicht wieder ganz nach vor. Das macht für alle Beteiligten nur Stress.
  8. Fahr hintereinander, nicht nebeneinander, außer es gibt wirklich, wirklich viel Platz.
  9. Fahre rechts. Außer du bist in England oder Neuseeland, dann fahre links. Ansonsten bleib rechts, immer. Lasse dabei natürlich so viel Platz, wie du brauchst, Autotüren sind nicht deine Freunde.
  10. Wenn du dir mit FußgängerInnen den Platz teilst, fahre langsam, auch wenn du im Recht bist.
  11. Wenn du abbiegst, gib ein Handzeichen. Linke Hand raus, wennst links fahrst, rechte Hand raus, wennst rechts fahrst.
  12. Schneide keine Kurven (vor allem nicht, wenn du links abbiegst), und schaue vorm Abbiegen auch nach hinten über die Schulter!

Radfahren ist Fortbewegung und Radfahren ist Spaß. Und mit ein wenig Rücksicht aufeinander wirds für alle besser.

Ergänzung: Diese Vorschläge beziehen sich auf das Verhalten auf Radwegen, wenns nicht explizit erwähnt ist, gehts um die Interaktion mit anderen Radelnden.

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